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Periode und Satz. Zwei polare Formideen

Titel: Periode und Satz. Zwei polare Formideen

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Neumann (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zwei musikalische Formideen, die seit der musikalischen Klassik bis heute in Kompositionen verlässlich auftreten, stehen im Zentrum dieser Arbeit: Periode und Satz werden einander gegenübergestellt und nach musikalischen Parametern (Harmonik, Metrik, Motivik) eingeordnet.
Die Begriffe Satz und Periode und die mit ihnen verbundenen Formideen sollen beleuchtet und in ihrer Gegensätzlichkeit gegenübergestellt werden. Nach einem Blick in die Geschichte beider Begriffe, der Bedeutungswandel offenbaren und damit auch ihre heutige Ambiguität nachvollziehbar machen soll, betrachte ich die heute gebräuchlichen Definitionen und versuche beide Formideen möglichst genau zu charakterisieren.
Anschließend möchte ich die theoretischen Betrachtungen konkretisieren, indem ich jeweils den Beginn von Mozarts A-Dur-Sonate, KV 331 und Beethovens f-Moll-Sonate, Op. 2 Nr. 1 sowie das erste Thema des Finalsatzes aus Mozarts g-Moll-Sinfonie, KV 550 betrachte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Periode und Satz – zwei Begriffe im historischen Wandel

2. Definition und Beschreibung zweier Modelle

3. Analyse

3.1 Wolfgang Amadeus Mozart: Variationsthema der A-Dur-Sonate, KV 331, 1. Satz

3.2 Ludwig van Beethoven: Beginn der f-Moll-Sonate, Op. 2 Nr. 1, 1. Satz

3.3 Wolfgang Amadeus Mozart: Finale der g-Moll-Sinfonie, KV 550, 4. Satz

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die musikalischen Formbegriffe Satz und Periode hinsichtlich ihrer historischen Entwicklung, ihrer theoretischen Definitionen und ihrer praktischen Anwendung in der Musik der Klassik durch eine vergleichende Analyse ausgewählter Werkbeispiele.

  • Historischer Bedeutungswandel der Begriffe Satz und Periode
  • Gegenüberstellung der Formmodelle Satz und Periode
  • Metrische, harmonische und motivische Analyseresultate
  • Symmetrie als Strukturmerkmal in der klassischen Themenbildung
  • Interaktion von motivischer Entwicklung und harmonischer Kadenzierung

Auszug aus dem Buch

Definition und Beschreibung zweier Modelle

Periode und Satz sind zwei gegensätzliche syntaktische Grundmuster, die vor allem für die Musik der Klassik sehr typisch und seither nichtmehr wegzudenken sind. Sie umfassen modellhaft acht Takte und setzen sich nach dem Frage-Antwort-Prinzip aus jeweils vier Takten Vorder- (Spannung, Frage) und Nachsatz (Entspannung, Antwort) zusammen. Je nach Taktart, Tempo und Charakteristik der Komposition treten sie ebenso häufig als sechzehntaktige (8+8) oder auch viertaktige (2+2) Einheiten auf.

Für die Periode sind drei zentrale Merkmale entscheidend: „metrische Korrespondenz“ der Taktgruppen, motivische Entsprechung von Vorder- und Nachsatz, harmonische Ergänzung von Halb- und Ganzschluß. Dies sorgt für die in sich ruhende Geschlossenheit der klassischen Periode. Metrische Korrespondenz meint in erster Linie die symmetrische Gliederung der Periode in zwei Viertaktgruppen, in Vorder- und Nachsatz, die sich jeweils nochmals symmetrisch in zwei Zweitaktgruppen unterteilen lassen. Die Korrespondenz dieser beiden Halbsätze, die im Verhältnis Öffnen – Schließen stehen, betrifft aber nicht nur die Metrik, sondern auch die Harmonik und Motivik. Harmonisch wird das Öffnen und Schließen besonders deutlich: Ein öffnender Halbschluss im Vordersatz (der Vordersatz führt von der Tonika zur Dominante) wird durch einen schließenden Ganzschluss im Nachsatz (der Nachsatz führt von der Dominante zurück zur Tonika) ergänzt. Dadurch wird die Periode vom Zuhörer wie vom Musiker sofort als Einheit aufgefasst.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es erfolgt eine Hinführung zum Thema durch die historische Definition der Begriffe Satz und Periode unter Bezugnahme auf musiktheoretische Schriften von A. B. Marx.

1. Periode und Satz – zwei Begriffe im historischen Wandel: Das Kapitel zeichnet die Begriffsgeschichte vom späten 18. Jahrhundert bis zur Moderne nach und beleuchtet den Bedeutungswandel in den Werken von Theoretikern wie Koch, Reicha, Marx und Leichtentritt.

2. Definition und Beschreibung zweier Modelle: Es werden die formalen Kriterien für Periode und Satz gegenübergestellt, wobei insbesondere auf Metrik, Harmonik und Motivik als unterscheidende Parameter eingegangen wird.

3. Analyse: Die theoretischen Modelle werden anhand ausgewählter klassischer Kompositionen praktisch überprüft und in ihrer inneren Struktur analysiert.

3.1 Wolfgang Amadeus Mozart: Variationsthema der A-Dur-Sonate, KV 331, 1. Satz: Analyse eines achttaktigen Themas, das als klassische Periode mit symmetrischen Halbsätzen charakterisiert wird.

3.2 Ludwig van Beethoven: Beginn der f-Moll-Sonate, Op. 2 Nr. 1, 1. Satz: Untersuchung eines Themenbeginns, bei dem die motivische Arbeit und die Zäsurwirkung im Vordergrund stehen.

3.3 Wolfgang Amadeus Mozart: Finale der g-Moll-Sinfonie, KV 550, 4. Satz: Analyse einer periodisch gebauten Struktur, die durch ihre Motivik und harmonische Anlage das Modell der klassischen Periode verdeutlicht.

Schlüsselwörter

Periode, Satz, klassische Musik, Musiktheorie, Formenlehre, Metrik, Harmonik, Motivik, Vorder- und Nachsatz, Kadenz, A-Dur-Sonate, f-Moll-Sonate, g-Moll-Sinfonie, symmetrische Gliederung, Formmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den musikalischen Formbegriffen Satz und Periode und deren Bedeutung als grundlegende Strukturmodelle innerhalb der Musik der Klassik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Begriffsgeschichte, die theoretische Definition und formale Beschreibung der Musiksyntax sowie die Analyse spezifischer Werkbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gegensätzlichkeit der Konzepte Satz und Periode aufzuzeigen und durch eine systematische Analyse bei Mozart und Beethoven deren modellhaften Charakter zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine musiktheoretische Analyse angewandt, die historische musikwissenschaftliche Quellen mit einer strukturellen Werkanalyse verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Entwicklung, die systematische Gegenüberstellung theoretischer Lehrmodelle und die konkrete Analyse dreier prominenter klassischer Themen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Periode, Satz, klassische Formenlehre, Symmetrie, Kadenzierung und motivische Korrespondenz.

Welche Rolle spielt die Symmetrie bei der Definition der Periode?

Die Symmetrie ist für die Periode zentral, da sie die Unterteilung in zwei gleichgewichtige, metrisch korrespondierende Halbsätze (Vorder- und Nachsatz) ermöglicht.

Wie unterscheidet sich der Satz primär von der Periode?

Während die Periode durch ihre in sich ruhende geschlossene Form gekennzeichnet ist, weist der Satz oft einen eher fortspinnenden, offeneren Charakter auf, der motivisch-entwickelnde Züge trägt.

Warum wird die f-Moll-Sonate von Beethoven als Beispiel herangezogen?

Sie dient als Analyseobjekt, um aufzuzeigen, wie motivische Arbeit und ausgeprägte Zäsuren in einer musikalischen Struktur funktionieren, die sich vom strengen Modell der geschlossenen Periode abhebt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Periode und Satz. Zwei polare Formideen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Musikinstitut)
Veranstaltung
Formenlehre
Note
1,0
Autor
Alexander Neumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V1226086
ISBN (PDF)
9783346656322
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musiktheorie Musik Theorie Formenlehre musikalische Form Klassik Periode Satz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Neumann (Autor:in), 2013, Periode und Satz. Zwei polare Formideen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1226086
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Leseprobe aus  15  Seiten
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