Internationalisierungsstrategien im Mittelstand


Seminararbeit, 2009

21 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Mittelstand
2.2 Internationalisierung

3 Internationalisierungsstrategien
3.1 Gründe und Ziele
3.2 Formen
3.2.1 Export
3.2.2 Direktinvestitionen
3.2.3 Kooperationsverträge

4 Chancen und Risiken
4.1 Markteintrittspotentiale
4.2 Markteintrittsbarrieren

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Produkt-Markt-Matrix

1 Einleitung

Die Internationalisierung hat in den letzten 20 Jahren eine dynamische Entwicklung angenommen, deren wesentlicher Antrieb die weltpolitischen Änderungen sind. Diese politische Öffnung führte auch zu einem überproportionalen Wachstum im Welthandel.[1] Diese Veränderungen betreffen auch den Mittelstand und sind eine aktuelle Herausforderung, der sich gestellt werden sollte, was sich auch in der engen Verbundenheit zwischen den Begriffen Mittelstand und Außenwirtschaft zeigt.[2] Die Globalisierung der Wirtschaft zwingt auch die mittelständischen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und Wertschöpfungsketten zu überdenken und neu zu strukturieren.[3]

Doch gerade Klein- und Mittelunternehmen (KMU) fehlt es an bestimmten Vorraussetzungen, um internationale Geschäftsaktivitäten durchzuführen. Nicht nur Kapital und Management sondern auch das Wissen der Internationalisierung ist ein erheblicher Erfolgsfaktor. Trotzdem können KMU Chancen erarbeiten und diese erfolgreich in eine internationale Aktivität umsetzen, die besonders wegen ihrer Nischenstrategie auf spezielle Bedürfnisse von internationalen Kunden abzielt, die von Großunternehmen nicht befriedigt werden können.[4] Eine Nischenproduktion oder Export genügt allerdings nicht, um sich langfristig gegen internationale Wettbewerber zu behaupten.[5] Deshalb gehören Einflüsse wie Nutzung von technischem Fortschritt, kurze Produktzyklen sowie schnelle und aktive Präsenz im Ausland dazu, um die Wertekette des Unternehmens zu internationalisieren.[6] Für eine erfolgreiche und zielgerichtete Internationalisierungsstrategie im Mittelstand sollte es notwendig sein, ein Konzept zu erstellen, das Motive, Markteintrittsformen, mögliche Potentiale und denkbare Hemmnisse beinhaltet.

Die gegenwärtige Seminararbeit soll zunächst die Grundlagen erläutern, indem die wesentlichen Begriffe definiert werden. Anschließend werden Gründe und Motive für Internationalisierungsstrategien im Mittelstand aufgeführt. Daraus folgernd sollen denkbare Markteintrittsformen mit ihren Vor- und Nachteilen dargelegt werden. Ausgehend von den Strategieformen werden daraufhin die Chancen und Risiken aufgezeigt, welche sich für den Mittelstand bei einer internationalen Markteintrittstrategie ergeben könnten. Schlussendlich wird im letzen Kapitel ein Fazit gezogen und ein Ausblick in die Zukunft für den Mittelsand gewagt.

2 Grundlagen

Das folgende Kapitel soll die relevanten Informationen sowie die Definitionen von Mittelstand und Internationalisierung darlegen. Dabei werden Abgrenzungen und Ausprägungen der beiden Begriffe betrachtet.

2.1 Mittelstand

Der Begriff des Mittelstands ist in der Vergangenheit weitestgehend diskutiert und definiert worden. Allerdings gibt es keine einheitlichen Mittelstandsdefinitionen in der Literatur. In der Wirtschaft wird der Mittelstand in der Regel durch kleine und mittlere Unternehmen bezeichnet.[7]

Diese kleinen und mittleren Unternehmen werden sowohl durch quantitative als auch qualitative Merkmale unterschieden werden. Unter die quantitativen Kriterien fallen z.B. Umsatz, Gewinn, Mitarbeiteranzahl, Eigenkapital oder Bilanzsumme.[8] Diese Kennzahlen werden in Theorie und Praxis nicht einheitlich als Unterscheidungsmerkmale hinzugezogen.[9] In den empirischen Studien hat sich insbesondere die Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn durchgesetzt. So werden von der IfM der Jahresumsatz und die Anzahl der Beschäftigten als Abgrenzungskriterien herangezogen.[10]

Aus der qualitativen Sichtweise können mehrere Merkmale betrachtet werden. Unabhängig von den quantitativen Merkmalen können Unternehmen aufgrund ihrer qualitativen Ausprägungen dennoch als Mittelstandsunternehmen gelten.[11] Als qualitative Kriterien werden häufig Organisationsstruktur, Unternehmensführung und die rechtliche Eigenständigkeit hinzugezogen.[12]

In diesem Zusammenhang besteht in einem mittelständischen Unternehmen oftmals eine flache Hierarchiestruktur, in welcher der Unternehmer mit dem Unternehmen eng verbunden ist. Desweiteren gibt es kaum KMU in welchen Mitarbeiter Führungspositionen innehaben und die Führung nicht durch den Eigentümer gestaltet wird. Aus diesen Aspekten heraus sind die mittelständischen Unternehmen durch Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Nischenstrategie und Produktspezialisierung ausgeprägt.

2.2 Internationalisierung

Die Internationalisierung hat in den letzten Jahrzehnten in der Öffentlichkeit und im Wirtschaftsleben Einzug erhalten. Auch der Begriff der Globalisierung hat ebenso an Popularität gewonnen, der als Form von Internationalisierung im Sinne weltweiter Unternehmensaktivitäten erfasst werden kann.[13]

Die Internationalisierung ermöglicht einen grenzüberschreitenden Wettbewerb und ermöglicht eine gründlichen Anwendung der internationalen Arbeitsteilung.[14] Dabei lässt der Begriff Internationalisierung verschiedene Intentionen zu und steht als Oberbegriff für eine Vielzahl von Aktivitäten und Prozessen.[15] Im weiten Sinne soll die Internationalisierung als eine Ausweitung der unternehmerischen Tätigkeiten in das Ausland begriffen werden. Als bekannteste internationale Geschäftstätigkeiten sind Export und Direktinvestitionen anzu-sehen. Das Ausmaß internationaler Aktivitäten ist nicht unbedingt von Notwendigkeit, um ein Unternehmen als international tätig anzusehen. Doch kann das Ausmaß der Inter-nationalisierung sich vielfältig unterscheiden. Eine detaillierte Betrachtung oder die Konzen-tration auf die funktionalen Bereiche ist allerdings nicht wünschenswert: „Internationalisierung ist ein Phänomen, das - zumindest konzeptionell - das Unternehmen als Ganzes erfasst“[16]. Insofern zeigt sich Internationalisierung und deren Ausmaß gerade in Form von Unternehmenskultur, Managementstrategien sowie Unternehmensphilosophie. Die Herausforderungen für das Unternehmen bzw. der Unternehmensführung liegen bei einer Auslandsaktivität in den mentalen und kulturellen Problemen und bedeuten nicht nur eine Bewältigung von räumlicher Entfernung, sondern auch eine Entwicklung zur international-isierten Unternehmenskultur.[17] Daraus kann angedeutet werden, dass Internationalisierung nicht nur Großunternehmen betreffen, sondern auch den Mittelstand. Nicht selten sind mittelständische Unternehmen weitaus mehr international tätig und zeichnen sich durch einen höheren Internationalisierungsgrad aus als manche international tätige Großunternehmen.[18]

[...]


[1] Vgl. Krystek, Zur (2002), S. 21.

[2] Vgl. Krystek, Zur (2002), S. 35.

[3] Vgl. von Behr, Semlinger (2004), S. 17.

[4] Vgl. von Behr, Semlinger (2004), S. 16.

[5] Vgl. von Behr, Semlinger (2004), S. 16.

[6] Vgl. von Behr, Semlinger (2004), S. 16.

[7] Vgl. Bussiek (1996), S. 16 f.

[8] Vgl. Weber, Kabst (2000), S. 7 f.

[9] Vgl. Weber, Kabst (2000), S. 7 f.

[10] Vgl. IfM (2009)

[11] Vgl. Weber, Kabst (2000), S. 6 ff.

[12] Vgl. Weber, Kabst (2000), S. 6 ff.

[13] Vgl. Krystek, Zur (2001), S. 3.

[14] Vgl. Krystek, Zur (2001), S. 5.

[15] Vgl. Krystek, Zur (2001), S. 5.

[16] Siehe Perlitz (2004), S. 8.

[17] Vgl. Schmierl, Dunkel (2007), S. 9.

[18] Vgl. Krystek, Zur (2001), S. 6.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Internationalisierungsstrategien im Mittelstand
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Unternehmensführung im Mittelstand
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V122949
ISBN (eBook)
9783640285365
ISBN (Buch)
9783640285945
Dateigröße
436 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationalisierungsstrategien, Unternehmensführung, KMU, international, Mittelstand
Arbeit zitieren
Haroun Saou (Autor), 2009, Internationalisierungsstrategien im Mittelstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122949

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