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Auswertung von Sturzereignisprotokollen in einer stationären Pflegeeinrichtung

Title: Auswertung von Sturzereignisprotokollen in einer stationären Pflegeeinrichtung

Project Report , 2009 , 57 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Cathleen Nowak (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

Seit 1999 erarbeitet das Deutsche Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP) regelmäßig Expertenstandards zur Qualitätssicherung in der Pflege. Bisher kann auf Expertenstandards zu den Problematiken Dekubitusprophylaxe, Förderung der Harnkontinenz, Entlassungsmanagement, Schmerzmanagement, Sturzprophylaxe und chronische Wunden verwiesen werden. Die Standards sind aus der Häufigkeit und Notwendigkeit des Auftretens von Pflegeproblemen in den Pflegeeinrichtungen entstanden.
Hauptaufgabe der Standards ist es, ein pflegewissenschaftlich anerkanntes Qualitätsniveau herzustellen und zu sichern. Die Expertenstandards finden bereits Anwendung bei verschiedenen Qualitätsprüfungen und bei juristischen Urteilsfindungen.
Mit der Verabschiedung des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes im Juli 2008 haben die Expertenstandards auch in der Gesetzgebung eine feste Rolle gefunden. Demnach sind die Pflegeeinrichtungen verpflichtet an Qualitätsmaßnahmen mitzuwirken. Dies schließt die Anwendung der Expertenstandards ein.
Im Zuge dieser Entwicklungen wurde zu Beginn des Jahres 2008 im Altenpflegeheim am Diakonissenhaus in Leipzig das Projekt zur Implementierung des Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege gestartet. Das Projekt beabsichtigte den Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege auf alle Wohnbereiche praxisnah einzuführen und den Pflegekräften Unsicherheiten und Ängste bei der Anwendung des Standards zu nehmen.
Längst vor der Einführung des Standards wurden alle Stürze im heiminternen PC-gestützten Dokumentationssystem protokolliert. Dazu bedienten sich die Pflegekräfte einem bereits vorinstallierten Sturzereignisprotokoll. Im Rahmen des Projektes wurde zur Feststellung des IST-Zustandes eine Dokumentenanalyse der bisher geführten Sturzprotokolle durchgeführt. Neben der Bestimmung des IST-Zustandes hatte die Dokumentenanalyse das Ziel, Probleme bei der Führung der Sturzprotokolle seitens der Pflegekräfte herauszufiltern. Angestrebt wurde außerdem ein typisches Sturzmuster aufzuzeigen, um künftige Risiken zu erkennen oder vorab schon auszuschalten. Mit der Visualisierung eines Sturzmusters sollten des Weiteren Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik

2 Theoretischer Rahmen zur Sturzproblematik

3 Fragestellungen

4 Methodische Vorgehensweise

4.1 Einrichtung und Projektgruppe

4.2 Untersuchungsgegenstand und Datenerhebung

5 Ergebnisse

5.1 Pflegestufenverteilung

5.2 Sturzzeitpunkt

5.3 Angaben zur Sturzsituation

5.4 Zustand vor dem Sturz

5.5 Sturzfolgen

6 Diskussion

6.1 Methodenkritik

6.2 Ergebnisdiskussion

6.2.1 Häufigkeitsverteilung, Geschlecht, Pflegestufe, Wohnbereiche

6.2.2 Sturzzeiten und jahreszeitliche Einordnung

6.2.3 Sturzort, Auffindesituation des Bewohners, Kleidung und räumliche Umgebungsfaktoren

6.2.4 Kognitive Beeinträchtigungen, Medikation

6.2.5 Sturzfolgen und eingeleitete Maßnahmen

7 Schlussgedanken

7.1 Folgerung

7.2 Fazit

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Projektarbeit hat zum Ziel, durch eine retrospektive Analyse von Sturzereignisprotokollen ein typisches Sturzmuster in einer stationären Pflegeeinrichtung zu identifizieren, um darauf aufbauend präventive Maßnahmen zu entwickeln und den IST-Zustand für die Implementierung des Expertenstandards Sturzprophylaxe zu erfassen.

  • Analyse der Sturzhäufigkeit und Risikofaktoren in der stationären Pflege
  • Evaluation der Dokumentationsqualität bei Sturzereignissen
  • Entwicklung eines einrichtungsspezifischen Sturzprofils
  • Ableitung gezielter Präventionsmaßnahmen
  • Optimierung des Sturzmanagements im Pflegealltag

Auszug aus dem Buch

2 Theoretischer Rahmen zur Sturzproblematik

Der Sturz wird in verschiedenen Literaturquellen unterschiedlich ausgelegt, d. h. es gibt keine einheitliche Definition. In ausgewählten Definitionsansätzen geht man bei Stürzen von Unfällen aus (vgl. Downton 1995: 15 f.). Trotz unterschiedlicher Definitionsansätze weisen viele Begriffserklärungen übereinstimmende Merkmale auf. Demzufolge spricht man von einem Sturz, wenn eine Person aus einer bestimmte Ausgangslage auf eine tieferliegende Ebene gelangt und sich dieser Lagewechsel durch eine Fallbewegung oder ein Herabgleiten des Körpers vollzieht. Von einem Sturz spricht man des Weiteren auch, wenn der Körper der Person nach dem Herabfallen oder Herabgleiten eine liegende oder sitzende Position einnimmt. Allgemein ist den überwiegenden Definitionen gleich, dass ein Sturz in Folge einer Kollision mit einem Fahrzeug als Sturz in diesem Sinne ausgeschlossen wird. Nicht ausgeschlossen werden Stürze auf Grund von Herzinfarkt, Schlaganfall oder jeder Form von Bewusstseinsverlust (vgl. Pierobon 2007: 6).

Die vorwiegend anerkannteste Sturzdefinition, die auch von der Expertengruppe des Deutschen Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege verwendet wird, ist die der Kellog International Work Group of the Prevention of Falls by the Elderly. Demnach ist ein Sturz jedes Ereignis, in dessen Folge eine Person unbeabsichtigt auf dem Boden oder auf einer tieferen Ebene zum liegen kommt (vgl. DNQP 2006: 23).

Aussagen zur Sturzhäufigkeit gestalten sich im Allgemeinen schwierig. Dies liegt darin begründet, dass Stürze in Deutschland nicht systematisch erfasst werden. Es kann von einer Dunkelziffer ausgegangen werden. Dabei werden geschehene Stürze von der gestürzten Person verschwiegen. Ein weiterer Grund der schwierigen Sturzhäufigkeitserfassung liegt im mannigfachen Verständnis der Sturzdefinition. Pierobon unternahm jedoch den Versuch, die Sturzhäufigkeit zu beschreiben und gab an, dass jeder 3. über 65jähriger mindestens einmal im Jahr stürzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Qualitätsmanagement in der Pflege und die Notwendigkeit der Implementierung des Expertenstandards zur Sturzprophylaxe.

2 Theoretischer Rahmen zur Sturzproblematik: Es werden verschiedene Definitionen von Stürzen sowie epidemiologische Daten und Risikofaktoren im Kontext der stationären Altenpflege dargestellt.

3 Fragestellungen: Die zentralen Forschungsfragen fokussieren auf Sturzhäufigkeit, Sturzmuster und die Identifikation von Risikofaktoren innerhalb der Einrichtung.

4 Methodische Vorgehensweise: Die Studie basiert auf einer retrospektiven Dokumentenanalyse der Sturzereignisprotokolle des Jahres 2007 mittels der Statistik-Software SPSS.

5 Ergebnisse: Die Datenanalyse gibt Aufschluss über Pflegestufenverteilung, Sturzzeitpunkte, Sturzorte sowie den Zustand der Bewohner zum Zeitpunkt des Sturzes.

6 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse unter Berücksichtigung von Dokumentationsmängeln und Vergleich mit der Fachliteratur.

7 Schlussgedanken: Ableitung von Konsequenzen für das Sturzmanagement und Fazit über die Notwendigkeit individueller Präventionsansätze.

8 Zusammenfassung: Abschließende Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse des Projekts zur Sturzprophylaxe im stationären Setting.

Schlüsselwörter

Sturzprophylaxe, stationäre Altenpflege, Sturzmanagement, Sturzereignisprotokoll, Expertenstandard, Sturzhäufigkeit, Sturzrisiko, Dokumentenanalyse, Qualitätssicherung, Pflegestufen, Sturzmuster, Sturzfolgen, Prävention, Mobilität, Sturzursachen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Projektarbeit beschäftigt sich mit der systematischen Auswertung von Sturzereignisprotokollen in einem Altenpflegeheim, um Sturzmuster zu erkennen und die Sturzprophylaxe zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Sturzrisikofaktoren, Sturzprävention, die Bedeutung einer korrekten Pflegedokumentation sowie das Qualitätsmanagement in der stationären Altenpflege.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Hauptziel ist die Ermittlung eines typischen Sturzereignismusters in der Einrichtung, um präventive Maßnahmen gezielt ableiten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine retrospektive Dokumentenanalyse der hausinternen Sturzereignisprotokolle aus dem Jahr 2007, ergänzt durch eine statistische Aufbereitung der Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die erhobenen Daten zu Sturzzeiten, Sturzorten, der Pflegestufenverteilung sowie dem Gesundheitszustand und der Mobilität der betroffenen Bewohner.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sturzprophylaxe, Sturzmanagement, stationäre Pflege, Sturzhäufigkeit, Qualitätsmanagement und Dokumentenanalyse.

Welche Rolle spielt der Expertenstandard Sturzprophylaxe?

Der Standard dient als Basis für das Qualitätsmanagement und die Implementierung neuer Strukturen im Altenpflegeheim.

Wie wurde mit der Problematik unvollständiger Protokolle umgegangen?

Da viele Protokolle Lücken aufwiesen, wurde die Variable „keine Angabe“ bei der Auswertung konsequent mit einbezogen und kritisch diskutiert.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Sturzmuster?

Das typische Sturzprofil in der Einrichtung beschreibt eine weibliche Bewohnerin mit Pflegestufe II, die zeitlich und örtlich desorientiert ist und beim Gehen Hilfe benötigt.

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Details

Title
Auswertung von Sturzereignisprotokollen in einer stationären Pflegeeinrichtung
College
University of Applied Sciences Hamburg
Course
Methoden und Techniken
Grade
1,3
Author
Cathleen Nowak (Author)
Publication Year
2009
Pages
57
Catalog Number
V123039
ISBN (eBook)
9783640279814
ISBN (Book)
9783640283477
Language
German
Tags
Auswertung Sturzereignisprotokollen Pflegeeinrichtung Methoden Techniken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cathleen Nowak (Author), 2009, Auswertung von Sturzereignisprotokollen in einer stationären Pflegeeinrichtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123039
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