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Hedging von Rohstoffpreisrisiken im Rahmen des Finanzrisikomanagements

Titel: Hedging von Rohstoffpreisrisiken im Rahmen des Finanzrisikomanagements

Bachelorarbeit , 2008 , 92 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Claudia Gormann (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den vergangenen Jahren war ein starker Anstieg der Rohstoffpreise zu beobachten. Auch wenn die Rohstoffhausse, die 2003 begann, durch die derzeitigen Finanzmarktturbulenzen und den dadurch verursachten weltweiten Konjunkturrückgang gedämpft wurde, gehören Rohstoffe dennoch zu den Unsicherheitsfaktoren eines fast jeden Industrie- und Handelsunternehmens. Nicht zuletzt da die Rohstoffe einen Großteil der Gesamtkosten ausmachen und aufgrund ihrer Entwicklung in den letzten fünf Jahren nach wie vor eine sehr hohe Volatilität aufweisen. Die Rohstoffressourcen werden immer knapper und es gibt weiterhin eine große Nachfrage nach Rohstoffen seitens der Schwellenländer wie China oder Indien. Hinzu kommt, dass mit einem Ansteigen des Preisniveaus nach Bewältigung der Finanzkrise gerechnet werden muss.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich mit dem Thema des Aufbaus eines effizienten Rohstoffpreisrisiko-Managements auseinandersetzen müssen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Hinzu kommt, dass Unternehmen die derzeitige Situation auf den Rohstoffmärkten als Chance nutzen könnten, um das niedrige Preisniveau für den zukünftigen Bedarf abzusichern. Wie Studien allerdings zeigen, legen Unternehmen zwar generell großen Wert auf Risikomanagement, das Rohstoffpreisrisiko-Management wird hingegen vernachlässigt. Unternehmen können mithilfe eines Rohstoffpreisrisiko-Managements Rohstoffpreisrisiken rechtzeitig identifizieren und bewerten und somit wirkungsvolle Gegensteuerungsmaßnahmen durch den Einsatz von Hedging-Instrumenten ergreifen.

Die Identifikation, Bewertung und Steuerung - insbesondere das Hedging - der Rohstoffe - sind in dieser Arbeit ausführlich dargestellt. Ebenso werden die Voraussetzungen für die Implementierung eines Rohmaterialpreisrisiko-Managements sowie die Besonderheiten und die Vorgehensweise, die bei der Durchführung des Rohmaterialpreisrisiko-Managements beachtet werden müssen, vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. PROBLEMSTELLUNG

1.2. ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT

2. DAS FINANZRISIKOMANAGEMENT (FIRM)

2.2. DEFINITION DER FINANZRISIKEN

2.2.1. Definition Marktpreisrisiken

2.2.2. Definition (Adress-)Ausfallrisiko

2.3. DER FINANZRISIKOMANAGEMENTPROZESS

2.3.1. Identifikationsinstrumente für Finanzrisiken

2.3.1.1. Die Analyse

2.3.1.2. Die Prognose

2.3.1.3. Die Früherkennung

2.3.2. Bewertungsmethoden für Finanzrisiken

2.3.2.1. Der Value-at-Risk

2.3.2.2. Der Cash flow-at-Risk

2.3.2.3. Der Earnings-at-Risk

2.3.2.4. Szenario- und Sensitivitätsanalyse

2.3.3. Steuerungsinstrumente für Finanzrisiken

2.3.3.1. Instrumente zur Steuerung von Marktpreisrisiken

2.3.3.2. Instrumente zur Steuerung von (Adress-)Ausfallrisiken

2.3.4. Controlling von Finanzrisiken

3. DAS ROHSTOFFPREISRISIKO-MANAGEMENT

3.1. ÜBERBLICK ÜBER VERSCHIEDENE ROHSTOFFE

3.1.1. Buntmetalle

3.1.1.1. Kupfer

3.1.1.2. Aluminium

3.1.2 Edelmetalle

3.2. UMSETZUNG DES ROHSTOFFPREISRISIKO-MANAGEMENTS

3.2.1. Identifikation von Rohstoffpreisrisiken

3.2.2. Bewertung von Rohstoffpreisrisiken

3.2.3. Steuerung von Rohstoffpreisrisiken

3.3. HEDGING VON ROHSTOFFPREISRISIKEN

3.3.1. Auswahlkriterien für Hedging-Instrumente (Derivate)

3.3.2. Definition Hedging

3.3.3. Short Hedge vs. Long Hedge

3.3.4. Hedging Strategien

3.3.5. Fair value hedge vs. Cash flow hedge

3.3.6. Hedge Ratio

3.3.7. Besonderheiten bei der Absicherung von Rohstoffpreisrisiken

3.3.8. Nutzung von Derivaten zur Rohstoffpreisrisikoabsicherung

3.3.8.1. Definition, Einteilung und Historie von Derivaten

3.3.8.2. Futures/Forwards

3.3.8.3. (Commodity-)Swaps

3.3.8.4. Optionen

3.3.8.5. Vergleich der Hedging-Instrumente

4. SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Hedgings von Rohstoffpreisrisiken innerhalb eines Finanzrisikomanagements. Die Forschungsarbeit beleuchtet dabei, wie Unternehmen durch Identifikation, Bewertung und Steuerung mittels derivativer Instrumente Rohstoffpreisrisiken minimieren oder vermeiden können.

  • Struktur und Prozess des Finanzrisikomanagements (FiRM)
  • Instrumente zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Finanzrisiken
  • Strategien und Methoden zur Absicherung von Rohstoffpreisschwankungen
  • Vergleich und Auswahlkriterien für derivative Hedging-Instrumente

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Definition Hedging

Im Allgemeinen zielt Hedging auf die Risikotransferfunktion von Terminmärkten zur Reduktion von Preisrisiken ab. Im semantischen Sinn bedeutet „hedging“ so viel wie „Schutz bieten“.97 Daher ist auch der risikopolitische Grundgedanke des Hedgings ganz allgemeiner Natur und bezeichnet in der Wirtschaftspraxis eine Vorsorgemaßnahme in Gestalt eines Gegengeschäftes zur Ausschaltung oder aktiv gesteuerten Verminderung eines Preisrisikos (z. B. Rohstoffpreisrisiko).98 „Die traditionelle Intention eines Hedgers ist somit die Festschreibung (‚to lock in’) von Preisen oder Vermögenswerten für eine zu einem späteren Zeitpunkt geplante oder erst durchführbare Transaktion.“99

Gemäß SCHEUENSTUHL werden unter Hedging „Maßnahmen zur externen Risikokompensation“ verstanden und wie folgt definiert: „Zu einer vorhandenen oder antizipierten Risikoposition wird ein entgegengesetztes Engagement auf dem Terminmarkt mit substitutivem Charakter eingegangen, in der Absicht, dass sich die Preisänderungen der beiden Vermögenspositionen gegenseitig kompensieren. Die Maßnahmen werden in Umfang und Art dabei so gewählt, dass eine Minimierung des Risikos dieser offenen Positionen erreicht wird.“100

Vermögenspositionen, die nicht durch andere unternehmerische Transaktionen gesichert werden können und daher Preisänderungen ausgesetzt sind, können durch den Abschluss entsprechender Termingeschäfte (z. B. Futures oder Forwards) gehedgt werden.101 Beim Hedging mit Futures und Forwards wird dabei zwischen einem Short Hedge und einem Long Hedge unterschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik volatiler Rohstoffpreise für Industrieunternehmen und Einordnung der Relevanz eines aktiven Risikomanagements.

2. DAS FINANZRISIKOMANAGEMENT (FIRM): Erläuterung der Grundlagen des Finanzrisikomanagements, inklusive Definitionen, Prozessschritten (Identifikation, Bewertung, Steuerung) und Kontrollfunktionen.

3. DAS ROHSTOFFPREISRISIKO-MANAGEMENT: Vertiefte Analyse der Rohstoffpreisrisiken, deren Bewertung und die praktische Anwendung von Hedging-Strategien unter Nutzung derivativer Instrumente wie Futures, Swaps und Optionen.

4. SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassendes Fazit zur Notwendigkeit eines im Unternehmen fest verankerten, effizienten Rohstoffpreisrisiko-Managements zur Sicherung künftiger Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Finanzrisikomanagement, Rohstoffpreisrisiko, Hedging, Derivate, Marktpreisrisiko, Value-at-Risk, Termingeschäfte, Cash Flow Hedge, Fair Value Hedge, Risikosteuerung, Risikoidentifikation, Commodities, Volatilität, Futures, Optionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Management von Rohstoffpreisrisiken und zeigt auf, wie Unternehmen durch Hedging mit derivativen Finanzinstrumenten ihre Risikosituation verbessern können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Prozess des Finanzrisikomanagements, die Identifikation und Bewertung von Marktpreisrisiken sowie die detaillierte Darstellung und Anwendung von Absicherungsinstrumenten (Derivaten) für Rohstoffe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Prozessstufen des Risikomanagements und die Demonstration von Möglichkeiten, wie durch den Einsatz von Derivaten Rohstoffpreiserhöhungen minimiert oder vermieden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung von Prozessen und Methoden des Finanzrisikomanagements.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des allgemeinen Finanzrisikomanagementprozesses sowie die spezifische Anwendung auf das Rohstoffpreisrisiko-Management inklusive einer umfassenden Erläuterung der Hedging-Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Finanzrisikomanagement, Rohstoffpreisrisiko, Hedging, Derivate, Marktrisiken sowie die verschiedenen Bewertungsmethoden wie der Value-at-Risk.

Was unterscheidet den Long Hedge vom Short Hedge?

Ein Short Hedge dient der Absicherung einer bereits vorhandenen Position (Verkaufsabsicherung), während ein Long Hedge den Preis für zukünftig zu beschaffende Güter fixiert (Kaufabsicherung).

Warum sind Optionen für Unternehmen oft teuer im Vergleich zu anderen Instrumenten?

Der Nachteil bei Optionen liegt in der zu zahlenden Optionsprämie, die, abhängig vom Markt, bis zu 7 % des Sicherungsvolumens betragen kann.

Was bedeutet der Begriff „Convenience Yield“ bei Rohstofftermingeschäften?

Sie drückt den Nutzen der jederzeitigen Verfügbarkeit bei Lagerhaltung eines Rohstoffs aus und beeinflusst die Preisbildung zwischen Kassa- und Terminkursen.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hedging von Rohstoffpreisrisiken im Rahmen des Finanzrisikomanagements
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )
Note
2,1
Autor
Claudia Gormann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
92
Katalognummer
V123093
ISBN (eBook)
9783640274420
ISBN (Buch)
9783640274529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hedging Rohstoffpreisrisiken Rahmen Finanzrisikomanagements
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Gormann (Autor:in), 2008, Hedging von Rohstoffpreisrisiken im Rahmen des Finanzrisikomanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123093
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Leseprobe aus  92  Seiten
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