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Der Weg zu eine globalen Gerechtigkeit

Von John Rawls über Jürgen Habermas zu Amartya Sen

Title: Der Weg zu eine globalen Gerechtigkeit

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Philipp-A. Stütze (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Die Idee vom Gerechten beschäftigt die Menschen Jahrtausende. Schon in der Antike befasste man sich ausgiebig mit diesem Thema und dessen Hintergründe. Man versuchte Definitionen und Begriffsdimensionen zu ergründen, um der Idee vom Gerechten immer näher zu rücken. Beginnend mit der Gerechtigkeit als Göttlichen Ursprungs bis hin zu einer globalen Gerechtigkeit (vgl. Höffe 2007) entwickelten sich verschiedenartige Ansätze und Ideen über die Jahrtausende hinweg.
(...)
Nachdem ich die Position und Gedanken der rawlsschen Gerechtigkeit als Fairneß erläutert habe, greife ich die Kritik des Jürgen Habermas an Ralws auf, um einen Realitätsbezug für die Gerechtigkeitsidee von John Ralws herzustellen. Vor diesem Hintergrund der realisierten Gerechtigkeit als Fairness, im Gleichschritt mit der von Jürgen Habermas ins Spiel gebrachten Diskurstheorie innerhalb der Gerechtigkeit, möchte ich dann Amartya Sens Versuch die Gerechtigkeit globaler zu betrachten aufgreifen, um am Ende zu einem, zwar nicht ganz kompletten, aber deutlich aufeinander aufbauenden, Gedankenstranges anzukommen. Mit dieser Vereinigung dieser drei doch unterschiedlichen Gedankenstränge versuche ich dieses neue Feld der globalen Gerechtigkeit zu erweitern, um für weitere Ideen zu einer globalisierteren Form der Gerechtigkeit einen Nährboden zu schaffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

John Rawls: Gerechtigkeit als Fairness

Jürgen Habermas: Versöhnung durch öffentlichen Vernunftgebrauch

Amartya Sen: Globale Gerechtigkeit. Jenseits internationaler Gleichberechtigung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine theoretische Brücke zwischen den Gerechtigkeitskonzeptionen von John Rawls, Jürgen Habermas und Amartya Sen zu schlagen, um Grundlagen für eine globale Gerechtigkeit zu erarbeiten. Dabei wird untersucht, wie nationale Konzepte der Fairness in einen internationalen Kontext übertragen werden können.

  • Historische Herleitung des Gerechtigkeitsbegriffs
  • Analyse und Kritik der Theorie der „Gerechtigkeit als Fairness“ von John Rawls
  • Diskussion der Diskurstheorie von Jürgen Habermas als Korrektiv
  • Erweiterung auf globale Dimensionen durch die Ansätze von Amartya Sen
  • Problematik der Übertragung nationaler Grundwerte auf internationale Ebenen

Auszug aus dem Buch

John Rawls: Gerechtigkeit als Fairness

Beginnend mit diesem ersten Abschnitt, möchte ich zunächst die grundlegenden Ideen der Gerechtigkeit als Fairness des John Rawls darstellen. Orientiert an den Hauptkritikpunkten von Amartya Sen und Jürgen Habermas, stelle ich eine punktuelle und zentrale Sicht auf die Hauptmerkmale dieses Werkes des John Rawls dar.

Den Anfang bildet das Personenverständnis, welches logischer Weise einen der zentralen Punkte der Gerechtigkeit als Fairness einnimmt. In bezug auf die grundlegende Annahme über einen Menschen, der sich in der Lage sieht innerhalb einer sozialen kooperativen gerechten und fairen Gesellschaft zu überleben, stellt Rawls zunächst zwei Eigenschaften dieser Person in den Mittelpunkt:

Die erste Grundeigenschaft dieses Menschen ist „die Anlage zum Gerechtigkeitssinn, also die Fähigkeit, die für die fairen Bedingungen der sozialen Kooperation bestimmenden Prinzipien der politischen Gerechtigkeit zu verstehen, anzuwenden, sich von ihnen zum Handeln motivieren zu lassen (und nicht nur in Übereinstimmung mit ihnen zu handeln)“ (Rawls 2006: S. 44).

Die zweite „die Fähigkeit, sich eine Vorstellung vom Guten zu machen, also die Fähigkeit, eine Konzeption des Guten zu vertreten, zu revidieren und rational durchzusetzen“ (Rawls 2006: S. 44). Unter einer solchen „Konzeption des Guten“ versteht Rawls eine Ansammlung von Lebenszwecken, die als wertvoll betrachtet werden. Mit anderen Worten: Dinge die der Mensch als Lebenswerte bezeichnet. Diese Lebenswerte werden in diesem rawlsschen Kontext als Produkte religiöser, philosophischer und moralischer Gesamtlehren gesehen (Rawls 2006: S. 44).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung des Gerechtigkeitsgedankens von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit.

John Rawls: Gerechtigkeit als Fairness: Es werden die zentralen Annahmen Rawls' erläutert, insbesondere das Personenverständnis, der Urzustand und der Schleier des Nichtwissens.

Jürgen Habermas: Versöhnung durch öffentlichen Vernunftgebrauch: Habermas' kritische Auseinandersetzung mit Rawls wird dargestellt, wobei insbesondere die Diskurstheorie als Weg zur Realisierung von Gerechtigkeit hervorgehoben wird.

Amartya Sen: Globale Gerechtigkeit. Jenseits internationaler Gleichberechtigung und Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel verknüpft die Ansätze von Rawls und Habermas mit Sens Ideen zu pluraler Zugehörigkeit, um Möglichkeiten für eine globale Gerechtigkeit zu diskutieren.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit als Fairness, John Rawls, Jürgen Habermas, Amartya Sen, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Diskurstheorie, globale Gerechtigkeit, soziale Kooperation, politische Gerechtigkeit, plurale Zugehörigkeit, internationale Interessen, Gerechtigkeitsdebatte, soziale Grundwerte, moralische Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen Weg von John Rawls' Gerechtigkeitstheorie über die kritischen Einwände von Jürgen Habermas bis hin zu Amartya Sens Konzepten, um die Grundlagen für globale Gerechtigkeit zu erforschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Gerechtigkeitskonzeptionen im nationalen und internationalen Kontext, das Verhältnis von Individuum und Staat sowie die Frage nach der globalen Anwendbarkeit von Fairneß-Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Rekonstruktion und Verknüpfung der genannten Philosophen, um einen Nährboden für weitere Ideen zur globalisierten Gerechtigkeit zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-theoretische Analyse und Rekonstruktion der Schriften von Rawls, Habermas und Sen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Position von Rawls, die Kritik von Habermas und der Erweiterungsansatz von Sen detailliert analysiert und aufeinander bezogen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gerechtigkeit als Fairness, Urzustand, Diskurstheorie, plurale Zugehörigkeit und globale Gerechtigkeit.

Wie kritisiert Habermas den „Schleier des Nichtwissens“ bei Rawls?

Habermas sieht darin ein problematisches Konstrukt, da es die Individuen ihrer notwendigen Interessen und Lernprozesse beraubt, was die Stabilität der Gesellschaft innerhalb eines statischen Rahmens gefährden kann.

Welche Rolle spielt die „plurale Zugehörigkeit“ bei Amartya Sen?

Sen nutzt sie als Grundlage, um zu erklären, dass Menschen mehrere Identitäten besitzen, die es ermöglichen, internationale Interessenkooperationen jenseits nationaler Grenzen aufzubauen.

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Details

Title
Der Weg zu eine globalen Gerechtigkeit
Subtitle
Von John Rawls über Jürgen Habermas zu Amartya Sen
College
University of Kassel
Grade
1,7
Author
Philipp-A. Stütze (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V123222
ISBN (eBook)
9783640276240
Language
German
Tags
Gerechtigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp-A. Stütze (Author), 2008, Der Weg zu eine globalen Gerechtigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123222
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