Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die sogenannten Mädchenlieder Walthers von der Vogelweide, wobei das Lied Herzeliebez frouwelîn (L 49,25) stellvertretend betrachtet wird. Eine Einführung in das Thema wird eine Einordnung des in der Forschung viel diskutierten Liedes in den Minnesang und das Werk Walthers von der Vogelweide geben.
Auf der Grundlage einer eingehenden inhaltlichen und formalen Analyse werden verschiedene interpretatorische Ansätze näher betrachtet. Dabei spielt die Frage nach der Gattung und deren Umstrittenheit eine besondere Rolle. Die Interpretation wird ebenfalls hinleiten zu Walthers herzeliebe, deren Beschaffenheit, ausgehend vom zentralen Lied, näher definiert werden soll. Die vorangegangenen Überlegungen sind dann Basis für die Frage nach dem Platz des Minnesängers und der Liebeskonzeption der Mädchenlieder in der Gesellschaft.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Leitfragen
- Minnelyrik bei Walther von der Vogelweide
- Analyse
- Formale und inhaltliche Analyse des Liedes mit Interpretation
- Herzeliebe
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das mittelalterliche Minnesangslied „Herzeliebez frouwelîn“ von Walther von der Vogelweide. Ziel ist es, das Lied im Kontext des Minnesangs und des Gesamtwerks Walthers einzuordnen und die komplexen Aspekte der „Herzeliebe“ zu beleuchten. Durch eine detaillierte Analyse der Form und des Inhalts des Liedes werden verschiedene interpretatorische Ansätze betrachtet.
- Die Positionierung des Liedes im Minnesang und das Werk Walthers von der Vogelweide
- Die Bedeutung der „Herzeliebe“ im Vergleich zu anderen Liebeskonzeptionen des Mittelalters
- Die Rolle des Minnesängers in der mittelalterlichen Gesellschaft
- Die Analyse des Liedes in Bezug auf Form und Inhalt
- Die interpretatorischen Ansätze zum Thema „Herzeliebe“
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Leitfragen der Arbeit ein und bietet einen Überblick über die Bedeutung von „Herzeliebez frouwelîn“ innerhalb des Minnesangs und des Gesamtwerks Walthers von der Vogelweide. Das zweite Kapitel analysiert die formale und inhaltliche Struktur des Liedes, beleuchtet die sprachlichen Mittel und ihre Interpretation. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Konzept der „Herzeliebe“ und setzt es in Beziehung zu anderen Liebeskonzeptionen des Mittelalters.
Schlüsselwörter
Minnesang, Walther von der Vogelweide, „Herzeliebez frouwelîn“, „Herzeliebe“, Hohe Minne, Niedere Minne, Mädchenlieder, Interpretationsansätze, Formale Analyse, Inhaltliche Analyse, Mittelalterliche Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an Walthers Lied „Herzeliebez frouwelîn“?
Es gilt als eines der zentralen „Mädchenlieder“ Walthers von der Vogelweide, in denen er sich von der traditionellen „Hohen Minne“ (der unerreichbaren Herrin) abwendet und eine gegenseitige, herzliche Liebe thematisiert.
Was bedeutet der Begriff „Herzeliebe“?
Herzeliebe beschreibt eine Form der Liebe, die auf innerer Zuneigung und Gegenseitigkeit beruht, im Gegensatz zur rein gesellschaftlich-formalen Verehrung einer hochgestellten Dame im klassischen Minnesang.
In welche Gattung lässt sich das Lied einordnen?
Das Lied wird oft unter dem Begriff „Mädchenlieder“ oder „Niedere Minne“ geführt. Die Forschung diskutiert jedoch intensiv über die genaue Gattungszugehörigkeit und die Liebeskonzeption Walthers.
Welche Rolle spielt der Minnesänger in der mittelalterlichen Gesellschaft?
Der Minnesänger war nicht nur Künstler, sondern auch Vermittler von Moral und gesellschaftlichen Werten. Walther forderte durch seine Lieder die bestehenden Konventionen der höfischen Liebe heraus.
Was unterscheidet „Hohe Minne“ von „Niederer Minne“?
Die Hohe Minne ist die einseitige Verehrung einer gesellschaftlich höhergestellten Frau. Die Niedere Minne (oder die Mädchenlieder) beschreibt eine Liebesbeziehung auf Augenhöhe, oft zu Frauen von geringerem Stand.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, "Herzeliebez frouwelîn" von Walther von der Vogelweide, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234618