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Afrikanische Flüchtlinge in Spanien und der Einfluss der EU auf die Einwanderungspolitik Spaniens

Title: Afrikanische Flüchtlinge in Spanien und der Einfluss der EU auf die Einwanderungspolitik Spaniens

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 14 Pages

Autor:in: Joanna Lang (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Spanien ist aufgrund seiner geographischen Lage das Tor nach Afrika. Ebenso ist es aber auch die südliche Eingangspforte für Afrikaner, die nach Europa wollen. Vor allem seit 1990 planen viele Flüchtlinge ihre Flucht aus Afrika und wählen Spanien als Zielland, weshalb sich Spanien nun als Einwanderungsland immer mehr mit der Flüchtlingsproblematik auseinandersetzen muss.
Melilla und Ceuta, die Nordafrika-Exklaven, sind hier oftmals Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen, aber auch die Kanaren stehen vor dem Problem der nicht zu bewältigenden Einwanderungsmassen. Die illegale Einwanderung stellt ein großes Problem für den EU-Mitgliedsstaat dar und führt aktuell zu brisanten Debatten, beispielsweise über die rechtliche Basis für Abschiebungen der illegalen Migranten und die Vertretbarkeit von Auffanglagern.
Ethische Grundsatzdiskussionen sind auf dem politischen Parkett ebenso an der Tagesordnung wie pragmatische Lösungsstrategien für den Umgang mit der Flut an Flüchtlingen. Wie kann man den Flüchtlingsstrom eindämmen? Welche Einwanderungspolitik macht Sinn und ist ethisch vertretbar? Grenzzäune und Auffanglager in Melilla verursachten hitzige Debatten darüber, ob Spanien gegen die Genfer Flüchtlingskonventionen und internationale Flüchtlingsstandards verstößt. Wahre Flüchtlingsdramen spielen sich dort Tag für Tag ab, wenn Menschen aus Kamerun, Mali oder Nigeria versuchen in das „gelobte Land“ einzureisen.
Die Flüchtlingsproblematik ist nicht ausschließlich ein spanisches Problem, sondern ein europäisches. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Einführung in die Flüchtlingsproblematik

2.1) Warum flüchten Menschen?

2.2.) Wie entwickelte sich Spanien vom Auswanderungsland zum begehrtesten Einwanderungsland in Europa?

3.) Die EU und die Flüchtlingsproblematik Spaniens

3.1) Aktuelle Situation in Spanien in Bezug auf die Migrationsfrage

3.2.) Schritte in Richtung einer gemeinsamen europäischen Einwanderungspolitik

3.2.1) Haager Programm

3.2.2.) „Strategie für die Außendimension des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“

3.2.3) Ministerkonferenz zu Migration und Entwicklung in Tripolis

4.) Die Afrikanische Sicht

4.1.) Lebensalltag und Lebenswirklichkeit der illegalen afrikanischen Einwanderer in Spanien

5.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die aktuelle Situation afrikanischer Flüchtlinge in Spanien sowie die Auswirkungen der europäischen Migrationspolitik auf das Land. Ziel ist es, die Entwicklung Spaniens vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland zu beleuchten und den Einfluss der EU-Strategien auf die Bewältigung der Migrationsströme kritisch zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der Migration in Spanien
  • Europäische Harmonisierung der Asyl- und Einwanderungspolitik
  • Bekämpfung von Fluchtursachen und Migrationssteuerung
  • Lebenswirklichkeit illegaler Einwanderer in der spanischen Gesellschaft
  • Ansätze für eine nachhaltige Integrations- und Entwicklungspolitik

Auszug aus dem Buch

4.1.) Lebensalltag und Lebenswirklichkeit der illegalen afrikanischen Einwanderer in Spanien

Einen weiteren interessanten Gesichtspunkt stellt die aktuelle Situation von „erfolgreich“ eingewanderten und sich illegal in Spanien aufhaltenden Afrikanern dar. „Die Migranten, seien es nun Marrokaner oder Peruaner oder Menschen anderer Nationalitäten, gehören zum Bevölkerungsbild dazu. Sie begegnen uns auf jedem Schritt unseres alltäglichen Lebens, sie bauen unsere Straßen, hüten unsere Kinder, putzen unsere Häuser“9, so Prof. Fayrén.

Wenn sie die Einreise in das erhoffte „Paradies“ überlebt und ihren Heimatkontinent hinter sich gelassen haben, folgen die nächsten Probleme und Herausforderungen des illegalen Daseins. Sie müssen sich um ihr Überleben kümmern und das in einer rechtlichen Grauzone. Meistens halten sie sich ohne Papiere („sin papeles“ werden sie genannt, was „ohne Papiere“ heißt) und somit illegal in Spanien auf. Sie leben zu hunderttausenden ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis, Sozialversicherung, Arbeitsvertrag, Sicherheiten und ohne Rechte.

In Granada hatte ich die Chance Seren10 zu treffen. Dieser zweiundzwanzigjährige junge Mann ist aus dem Senegal nach Spanien geflüchtet. In Spanien hält er sich mit kleinen Handelgeschäften über Wasser. Er verkauft gebrannte CDs und DVDs.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die geografische Rolle Spaniens als Tor zu Europa und führt in die brisante Problematik der illegalen Einwanderung sowie die Methodik der Forschungsreise ein.

2.) Einführung in die Flüchtlingsproblematik: Das Kapitel analysiert die globalen Beweggründe für Migration, wie Armut und Verfolgung, und zeichnet den historischen Wandel Spaniens zum zentralen Einwanderungsland nach.

3.) Die EU und die Flüchtlingsproblematik Spaniens: Hier werden die europäische Einwanderungspolitik, das Haager Programm und die strategische Zusammenarbeit mit Herkunftsländern in Bezug auf Spanien detailliert untersucht.

4.) Die Afrikanische Sicht: Dieser Abschnitt beleuchtet die prekäre Lebenswirklichkeit von illegalen Einwanderern und lässt Betroffene zu Wort kommen, um deren soziale Situation zu verdeutlichen.

5.) Fazit: Das Fazit kritisiert rein repressive Grenzschutzmaßnahmen und fordert stattdessen einen Fokus auf die Bekämpfung von Fluchtursachen und eine koordinierte internationale Entwicklungspolitik.

Schlüsselwörter

Flüchtlingsproblematik, Spanien, Migration, Einwanderungspolitik, Europäische Union, Haager Programm, illegale Einwanderung, Fluchtursachen, Nordafrika, Arbeitsmigration, soziale Integration, Rückführungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, Lebenswirklichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Migration von Afrika nach Spanien und analysiert, wie die Europäische Union und der spanische Staat auf die damit verbundenen Herausforderungen reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf den Migrationsursachen, der europäischen Einwanderungspolitik, der Entwicklung Spaniens zum Einwanderungsland und der sozialen Situation von Migranten ohne legalen Status.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen nationaler spanischer Realität und übergeordneten europäischen Politiken zu untersuchen und Ansätze zur Verbesserung der Migrationssteuerung zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus einschlägiger Fachliteratur, tagesaktueller Presseberichterstattung sowie qualitativen Experteninterviews und persönlichen Erfahrungsberichten vor Ort.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der EU-Strategien, wie das Haager Programm und die Konferenz von Tripolis, sowie die lebensnahe Darstellung des Alltags illegaler Einwanderer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Zu den prägenden Begriffen zählen Migration, Spanien, EU-Politik, Fluchtursachen, illegale Einwanderung, Integration und Entwicklungszusammenarbeit.

Wie unterscheidet sich die Situation in Spanien von anderen EU-Staaten?

Spanien fungiert aufgrund seiner geografischen Nähe zu Afrika als primäre Eintrittspforte, was das Land vor besondere soziale und infrastrukturelle Herausforderungen stellt.

Welche Rolle spielt die „Grenzzaunpolitik“ im Fazit der Autorin?

Die Autorin bewertet reine Grenzabschottung als kostenspielig und effektlos und plädiert stattdessen für einen Fokus auf entwicklungspolitische Maßnahmen in den Herkunftsländern.

Welche Bedeutung haben Rücküberweisungen von Migranten für die Herkunftsländer?

Sie werden als bedeutende Entwicklungsfaktoren identifiziert, die in ihrer Gesamtsumme sogar die offizielle internationale Entwicklungshilfe übertreffen können.

Wie gehen illegale Migranten in Spanien mit fehlenden Papieren um?

Viele leben in einer rechtlichen Grauzone, gehen informellen Tätigkeiten nach und sind bei der Grundversorgung, wie etwa bei medizinischen Notfällen, auf informelle Netzwerke angewiesen.

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Details

Title
Afrikanische Flüchtlinge in Spanien und der Einfluss der EU auf die Einwanderungspolitik Spaniens
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Author
Joanna Lang (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V123663
ISBN (eBook)
9783640286904
ISBN (Book)
9783640286997
Language
German
Tags
Afrikanische Flüchtlinge Spanien Einfluss Einwanderungspolitik Spaniens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joanna Lang (Author), 2007, Afrikanische Flüchtlinge in Spanien und der Einfluss der EU auf die Einwanderungspolitik Spaniens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123663
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