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Die Restrukturierung der Ausbildung in Verlag und Buchhandel

Title: Die Restrukturierung der Ausbildung in Verlag und Buchhandel

Intermediate Examination Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michaela Rhino (Author)

Book Science
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[...] Dieser Nachwuchs muss jedoch in irgendeiner Form ausgebildet werden, um effizient und gut zu arbeiten.
Eine Ausbildung– gerade in Krisenzeiten und besonders im Einzelhandel/ kaufmännischen Bereich – kann und muss jedoch noch viel mehr leisten. Wenn die Konkurrenz zwischen Branchen immer größer wird und sie sich in ihrem Angebot und ihren Leistungen gleichzeitig immer mehr annähern, dann muss sich die Ausbildung diesen Gegebenheiten anpassen. Sie muss optimal auf den jeweiligen Beruf vorbereiten und dadurch, nämlich durch sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte, den Eigenen von ähnlichen Branchenzweigen abgrenzen. Die folgende Arbeit greift dieses Thema speziell für die Ausbildung in Verlag und Buchhandel auf. Der direkte Untersuchungsgegenstand ist die Ausbildungs-neuordnung der Berufsbilder Verlagskaufmann/-frau sowie Buchhändler/-in im Jahre 1998. Es wird erstens gefragt, ob die Umgestaltung der Ausbildungs-verhältnisse notwendig war und zweitens, ob deren Neuerungen in die Realität umgesetzt werden konnten und ob eventuelle Probleme in dieser Umsetzung zum Teil zu der momentanen Wirtschafts- und Personalkrise der letzten 3 Jahre mit beigetragen hat. Zeitlich bewegt sich die Arbeit von 1998 – wie eben erwähnt wurde in diesem Jahr in beiden Bereichen eine Ausbildungsneuordnung vorgelegt - bis zum Fertigstellungsdatum der Arbeit (01. März 2004). Zu Beginn leitet eine kurze Darstellung der Berufsbildung in Deutschland allgemein in die Arbeit ein. Das folgende Kapitel bezieht sich dann speziell auf die Thematik der Berufsbildung und in Buchhandel und Verlag und deren Neuordnung 1998. Anfangs wird dabei ein kurzer Rückblick in Zahlen vor 1998 gegeben. Danach folgen die Gründe für die Neuordnungen sowie deren Inhalte. Die Arbeit wird sich jedoch bei den Inhalten konkret nur auf die Neuerungen beziehen. Paragraphen in den Ausbildungsverordnungen, die nicht geändert wurden, nicht den direkten Inhalt und die Struktur der Ausbildung betreffen (z.B. juristische sowie finanzielle Komponenten) oder zu sehr ins Detail gehen, werden nicht berücksichtigt. Es geht der Arbeit vielmehr darum, einen Gesamt-Überblick über die strukturellen und damit inhaltlichen Veränderungen der Ausbildungen zu geben. Darauf folgen wird eine Problem-Analyse der Umsetzung in Theorie und Praxis, bei der positive wie negative Aspekte angeführt werden

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Berufsbildung allgemein

3 Die Ausbildungsneuordnungen 1998

3.1 Rückblick in Zahlen

3.2 Gründe einer Neustrukturierung

3.3 Neuerungen betreffend die Ausbildungsordnungen Buchhandel und Verlag

4 Problem-Analyse der Umsetzung

4.1 Theorie: Berufsschulen und Prüfung

4.2 Praxis: Betriebe

5 Fazit

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die 1998 verabschiedeten Ausbildungsneuordnungen für Verlagskaufleute und Buchhändler, mit dem primären Ziel zu klären, ob die Umgestaltung notwendig war und ob die Neuerungen in der Praxis erfolgreich implementiert werden konnten. Dabei wird insbesondere beleuchtet, ob etwaige Umsetzungsprobleme zur wirtschaftlichen Krise der Branche beigetragen haben.

  • Strukturvergleich und historische Entwicklung der Ausbildungsberufe im Buchmarkt
  • Analyse der handlungsorientierten Reformansätze und Lernfeldkonzepte
  • Bewertung der praktischen Umsetzung an Berufsschulen und in Ausbildungsbetrieben
  • Untersuchung der Problematik einheitlicher Prüfungsstandards durch die IHK-Strukturen
  • Ausblick auf zukünftige Modernisierungstendenzen im Bereich der Medienberufe

Auszug aus dem Buch

3.2 Gründe einer Neustrukturierung

Die Gründe liegen bei der Betrachtung der jeweiligen Änderungen auf der Hand. Der wichtigste überhaupt ist wohl auf jeden Fall die Anpassung an die äußeren Gegebenheiten. Die Technik entwickelt sich damals wie heute ständig weiter, neue Erkenntnisse in Betriebs- und Volkswirtschaft kommen hinzu. Diese werden sehr schnell in der Berufspraxis umgesetzt und die Auszubildenden müssen in den Betrieben damit arbeiten. Selbst die „Innovationszeiten von Produkten und Dienstleistungen sind heute schon in vielen Fällen kürzer als ein Ausbildungsdurchlauf“. Eine gute Ausbildungsordnung sollte sich aber natürlich in erster Linie an der jeweiligen beruflichen Tätigkeit orientieren und den betrieblichen Abläufen anpassen. Auch der in der Berufsschule verwendete Rahmenlehrplan kann technische und wirtschaftliche Neuerungen (z.B. neue Vertriebswege) nur in eben dem vorgegeben Rahmen integrieren, der vor allem dann gesprengt wird, wenn die Prioritäten in den zu lernenden Qualifikationen sich sehr verschieben oder manche komplett von anderen ersetzt werden, z.B. im Rechnungswesen.

Durch die immer kürzer werdenden Innovationszyklen in der Wirtschaft und die damit verbundenen Struktur- und Arbeitsprozessveränderungen in ähnlich schnellem Rhythmus müssen auch die Grundstrukturen des Ausbildungs-rahmenplanes in der Ausbildungsordnung neu definiert werden – weg von den heute kurzlebig gewordenen speziellen fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten, hin zur Konzentration auf grundlegende Schlüsselqualifikationen und Arbeitsprozessen. Die damit verbundene Notwendigkeit von späterer selbstständiger beruflicher Weiterbildung muss dabei insofern berücksichtigt werden, dass die Auszubildenden auch auf berufliche Eigenverantwortung und Selbständigkeit hin ausgebildet werden. Oder mit den Worten von Wolfgang Schmelzle, Leiter des Seckbacher Kolleg der Schulen des deutschen Buchhandels: „Die Ausbildung muss handlungsorientiert sein (komplexe Zusammenhänge erkennen, analysieren, bewerten, beurteilen, auf andere Probleme übertragen und neue Lösungen entwickeln) und vermittelt Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz. So sind die bestehenden Berufsbilder offen für alle zukünftigen Entwicklungen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Ausbildung für die Branchenexistenz dar und definiert den Untersuchungsgegenstand der Ausbildungsneuordnungen von 1998.

2 Berufsbildung allgemein: Hier werden die Grundlagen des dualen Ausbildungssystems in Deutschland, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Prozess der Berufsbildneuordnung erläutert.

3 Die Ausbildungsneuordnungen 1998: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick sowie eine detaillierte Übersicht der inhaltlichen Neuerungen und Reformgründe für die betroffenen Berufsbilder.

4 Problem-Analyse der Umsetzung: Dieses Kapitel untersucht kritisch die praktische Implementierung der Reformen an Berufsschulen, in der Prüfungspraxis sowie in den Ausbildungsbetrieben.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Reformen zwar notwendig waren, aber durch Branchenprobleme in der Umsetzung behindert wurden.

6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert aktuelle Tendenzen zu weiteren Umstrukturierungen, wie etwa die Debatte um das Berufsbild des Medienkaufmanns.

Schlüsselwörter

Ausbildung, Neuordnung, Buchhandel, Verlag, Berufsbildung, duales System, Rahmenlehrplan, Lernfelder, Handlungsorientierung, Ausbildungsbetriebe, IHK, Fachkompetenz, Medienkaufmann, Strukturwandel, Prüfungsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strukturellen und inhaltlichen Veränderungen der Ausbildungsordnungen für Buchhändler und Verlagskaufleute, die im Jahr 1998 in Deutschland eingeführt wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Anpassung der Ausbildung an moderne Marktbedingungen, die Einführung von Lernfeldern, die Rolle der Berufsschulen und die Herausforderungen der praktischen Umsetzung in den Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu bewerten, ob die Neuordnungen notwendig waren und inwiefern die Reformen die Qualität der Ausbildung tatsächlich steigern konnten oder an der Realität scheiterten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Echtzeitanalyse, die auf Fachliteratur, Ausbildungsberichten und Experteninterviews mit Vertretern aus der Berufsbildung und der Praxis basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Betrachtung der Rahmenlehrpläne und Prüfungssysteme sowie eine praxisnahe Analyse der betrieblichen Ausbildungssituation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Ausbildung, Neuordnung, Buchhandel, Verlag, duales System, Handlungsorientierung und Lernfelder.

Welche Rolle spielt die IHK bei der Umsetzung der Reformen?

Da die Industrie- und Handelskammern in Deutschland eine hohe Autonomie genießen, führt dies laut Autorin zu heterogenen Prüfungsmodellen, die eine bundesweit einheitliche Qualität der Ausbildung erschweren.

Warum wird die Situation im Bereich Buchhandel als weniger dynamisch beschrieben?

Im Gegensatz zum Verlagswesen sieht die Autorin die Buchhandelsbranche stark mit traditionellen Problemen wie dem sinkenden Absatz und der Buchpreisbindung belastet, was notwendige Investitionen in die Ausbildungsqualität hemmt.

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Details

Title
Die Restrukturierung der Ausbildung in Verlag und Buchhandel
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Buchwissenschaft)
Course
Buchmarkt in der Krise? Eine Echtzeitanalyse
Grade
1,3
Author
Michaela Rhino (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V123735
ISBN (eBook)
9783640293261
ISBN (Book)
9783640293520
Language
German
Tags
Restrukturierung Ausbildung Verlag Buchhandel Buchmarkt Krise Eine Echtzeitanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Rhino (Author), 2004, Die Restrukturierung der Ausbildung in Verlag und Buchhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123735
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