Artenschutz zur Rechtfertigung der Jagd. Peter Singers Präferenzutilitarismus


Hausarbeit, 2021

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Peter Singers Präferenzutilitarismus
2.1 Interessen als Gegenstand der Moral
2.2 Universalisierbarkeit und das ‚Prinzip der gleichen Interessenberücksichtigung‘
2.3 Ablehnung von Speziesismus und Grenzfälle

3.0 Das Spannungsfeld der Jagd

4.0 Die individuellen Interessen am Artenschutz
4.1 Interesse an einem funktionierendem Ökosystem
4.2 Menschliche Interessen
4.2.1 Ästhetisches Interesse
4.2.2 Erkenntnisinteresse und Wissenschaftsinteresse
4.2.3 Kulturelles / Spirituelles Interesse
4.3 Interessen von Tieren

5.0 Rückschlüsse auf die Jagd

6.0 Fazit

7.0 Literaturverzeichnis

1.0 Einleitung

Das von Peter Singer in den 1970er-Jahren erstveröffentlichte Werk ‚Animal Liberation‘ gilt als Meilenstein und Mitbegründer der modernen Tierethik.1 Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, den moralischen Stellenwert nicht-menschlicher Lebewesen2 zu bestimmen, um diesen gegenüber ein moralisch geleitetes Handeln zu ermöglichen.3 Da die Tierethik eine besondere Nähe zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen aufweist, werden vermehrt konkrete, interdisziplinär strukturierte Anwendungsdiskurse geführt. Diese streben eine Veränderung der Behandlung von Tieren durch den Menschen an.4

Bis in die jüngere Vergangenheit hinein herrschte eine überraschende Leerstelle innerhalb der tierethischen Forschung, explizit über ‚wild’ lebende Tiere und ihre moralische Behandlung nachzudenken.5 Obwohl Diskurse über den Schutz von Ökosystemen oder Biodiversität bereits gesellschaftspolitisch, juristisch und ethisch geführt werden, fördert diese Leerstelle den Ausschluss individualtierethischer Überlegungen aus solchen Debatten.6 Dies wird dadurch verschärft, dass besonders Ansätze aus der Umweltethik die tierethischen Überlegungen herausfordern. Erstere sehen moralische Wertigkeit (nur) bei Kollektiven, beispielsweise Arten, Ökosystemen oder der ganzen Natur. Die Tierethik hingegen hat es sich zur Aufgabe gemacht, den individuellen Schutz von Tieren zu begründen.7 Das Spannungsfeld beider Disziplinen erscheint besonders relevant, da die Auswirkungen menschlichen Handelns, etwa der Globalisierung oder des anthropogenen Klimawandels nicht nur für Ökosysteme, sondern auch für individuelle Tiere negative Konsequenzen mit sich bringen.8 Aus diesem Umstand heraus kann die Tierethik als eine Form von Umweltethik und so auch als Grundlage für eine Naturschutzethik verstanden werden.9

Die von Menschen ausgeführte Jagd10 ist ein gutes Beispiel für Konflikte zwischen umwelt- und tierethischen Überlegungen. Dies gilt besonders, wenn aus Gründen des Artenschutzes ein Tier getötet und ihm potenziell dabei Leid zugefügt wird. Im Zuge dieser Hausarbeit wird dieses Spannungsfeld aus der präferenzutilitaristischen Perspektive Peter Singers analysiert. Dieser gilt als bedeutendster Vertreter einer utilitaristisch begründeten Tierethik.11 Auch er erwähnt die Behandlung von wildlebenden Tieren, besonders im Kontext der Jagd, nur am Rande und verweist darauf, dass er sie problematisch sieht, aber nicht tiefergehend behandelt.12 Diese Leerstelle soll im Zuge der vorliegenden Arbeit geschlossen werden. Dafür werden zwei Fragen beantwortet: Erstens: Inwieweit können gängige Argumente für den Artenschutz innerhalb des individual ausgerichteten Ansatzes Singers ins Gewicht fallen? Zweitens: Welche Konsequenzen hat dies für die moralische Rechtfertigung der Jagd durch und für den Artenschutz aus seiner Sicht?

Im ersten Kapitel wird dafür die Moralkonzeption Peter Singers dargestellt. Anschließend thematisiert Kapitel zwei die Rechtfertigungsbedürftigkeit der Jagd herausgearbeitet. Dabei wird besonders auf den Konflikt zwischen individuellen Interessen und Artenschutz eingegangen. Im dritten Kapitel werden gängige Argumente für den Artenschutz daraufhin überprüft, welche individuellen Interessen sowohl auf menschlicher, als auch auf tierischer Seite festgestellt werden können. Dadurch wird eine Basis geschaffen, um Artenschutz mittels des Singer’schen ‚Prinzips der gleichen Interessenberücksichtigung‘ bewerten zu können. Abschließend werden die herausgearbeiteten Interessen kritisch auf ihre Rechtfertigungskraft für die Jagdpraxis untersucht. Im Zuge dessen wird gezeigt, dass Jagd, wie sie momentan zumeist praktiziert wird, nach Singer, nicht durch den Artenschutz gerechtfertigt werden kann; Singers Kritik allerdings nicht tiefgreifend genug ist.

2.0 Peter Singers Präferenzutilitarismus

2.1 Interessen als Gegenstand der Moral

Singer ist als Vertreter eines egalitären Sentientismus zu verstehen.13 Anthropozentrische Moralkonzeptionen legen die Grenze des intrinsisch Wertvollen und damit moralisch direkt zu Berücksichtigenden beim Menschen an. Holistische Ansätze schreiben ganzen Ökosystemen direkten moralischen Stellenwert zu. Im Gegensatz dazu sieht Singer die Grenze der intrinsischen Wertigkeit und damit der direkten moralischen Berücksichtigung bei der Empfindungsfähigkeit des betreffenden Subjekts.14 Empfindungsfähigkeit kann als Schmerz- beziehungsweise Leidensfähigkeit verstanden werden.15 Im Gegensatz zum ‚hedonistischen Utilitarismus‘, wie ihn etwa Jeremy Bentham vertrat, ist in Singers Präferenzutilitarismus das moralisch als gut Bewertete jedoch keine Empfindung, wie beispielsweise Lust oder Schmerz. Stattdessen ist die Realisierung eines Wunsches beziehungsweise das Erreichen eines Ziels, die beide nicht notwendigerweise mit einer positiven Empfindung einhergehen müssen, von Singer moralisch positiv bewertet. Moralisch negativ bewertet wiederum ist die Frustration einer solchen Präferenz.16 Alle empfindungsfähigen Wesen haben zumindest die Präferenz, positive Empfindungen zu erfahren und negative zu vermeiden.17 Als Präferenzen versteht Singer Interessen, Bedürfnisse und Wünsche. Es bleibt in seinen Ausführungen unklar, wo genau die Unterschiede zwischen den vier Begriffen liegen.18 Nach Singer können nur empfindungsfähige Wesen Interessen ausbilden und daher von der Art und Weise, wie sie behandelt werden, subjektiv betroffen sein.19 Das Bewusstsein, verstanden als die Fähigkeit für subjektive Erfahrungen, ist folglich sowohl die notwendige, als auch die hinreichende Bedingung, um Interessen zu haben.20

Präferenzen erfüllen in Singers Konzeption also eine doppelte Funktion: Erstens bilden sie aus werttheoretischen Überlegungen heraus den einzigen intrinsischen moralischen Wert. Zweitens geben sie dadurch den Gegenstandsbereich der Ethik an, indem alles direkt moralisch zu berücksichtigen ist, was Interessen hat. In moralischen Überlegungen werden nur solche Präferenzen berücksichtigt, die erlebt werden, wenn das betroffene Subjekt voll informiert ist, eine gelassene Einstellung hat und klar denkt.21

2.2 Universalisierbarkeit und das ‚Prinzip der gleichen Interessenberücksichtigung‘

Moralische Überlegungen zeichnen sich, nach Singer, dadurch aus, durch Universalisierbarkeit aus. Dies meint, dass von eigenen persönlichen Vorlieben und Abneigungen Abstand genommen und stattdessen aus der Perspektive eines neutralen Betrachtenden über Handlungen nachgedacht wird. So müsste, nach Singer, jede*r zu den gleichen moralischen Überzeugungen gelangen, wenn lange genug darüber nachgedacht werden würde.22 Das natürliche Bestreben zugunsten der eigenen Präferenzen muss im moralischen Denken auf die Präferenzen aller betroffenen Individuen ausgedehnt werden.23 Damit ist nicht gemeint, dass alle empfindungsfähigen Wesen gleich behandelt werden müssten, sondern, dass ihre Interessen bei der Findung eines moralischen Urteils gleich stark gewichtet werden müssen.24 Dies besagt das ‚Prinzip der gleichen Interessenberücksichtigung‘, das fordert, „[…] dass wir in unseren moralischen Überlegungen den ähnlichen Interessen all derer, die von unseren Handlungen betroffen sind, gleiches Gewicht geben“25. Der vom Eigeninteresse geleitete Entscheidungsprozess soll also universalisiert werden.26

Berücksichtigt werden dabei nur die Konsequenzen einer Handlung und nicht die dahinterstehenden Absichten. Die gerade beschriebene ‚Gewichtung‘ erfolgt durch das Aggregationsprinzip. Demzufolge müssen positive und negative Konsequenzen eines jeden betroffenen Individuums berücksichtigt, zusammengenommen und gegeneinander aufgewogen werden. Daraus folgt die Möglichkeit, in bestimmten Situationen das Wohlergehen eines bestimmten Individuums zu opfern, um für den Rest die größte Interessenbefriedigung zu erreichen.27 Aus diesen Überlegungen sollte deutlich werden, dass Singers Theorie eine utilitaristische Konzeption ist, in der Handlungen nach der Nützlichkeit ihrer Konsequenzen zur möglichst großen Interessenbefriedigung aller Betroffenen bewertet werden.28

2.3 Ablehnung von Speziesismus und Grenzfälle

Solange davon ausgegangen werden kann, dass auch Tiere empfindungsfähig sind und deshalb Interessen haben, müssen sie nach Singer direkt und in gleicher Weise moralisch berücksichtigt werden.29 Sie befinden sich im Bereich der moralischen Berücksichtigung, auch wenn sie selber nicht in der Lage sind, moralische Überlegungen anzustellen, moralisch zu handeln oder ihre Interessen informiert oder sprachlich zu bilden. Das moralisch handelnde Subjekt steht viel mehr in der Pflicht, aus der Perspektive des universalen Beobachters heraus den Interessen des Tieres nachzuspüren und diese anschließend zu berücksichtigen.30

Die Interessen von Tieren dürfen, nach Singer, nicht mit der Begründung, dass sie keine Menschen sind, weniger stark beziehungsweise nicht gewichtet werden. Durch ein solches Vorgehen würde einer moralisch irrelevanten Eigenschaft, nämlich der Spezieszugehörigkeit, einen moralischen Stellenwert zugeschrieben. Allein aus der Tatsache heraus, dass Tiere auf irgendeine Art ‚anders’ sind, kann keine moralisch geringere Berücksichtigung folgen. Dieses Vorgehen ist für Singer mit rassistischen oder sexistischen Argumentationen vergleichbar. Auch in diesen wird einer moralisch unbedeutenden Eigenschaft, wie der Hautfarbe oder dem Geschlecht, eine moralische Bedeutung zugeschrieben.31 Ähnlich verhält es sich laut Singer auch mit einer Grenzziehung bei Intelligenz oder Sprachfähigkeit. So könnten diese jeweils zwar zusätzliche Interessen ermöglichen, seien abgesehen davon aber moralisch gesehen nicht relevant. Beispielsweise ist es absurd, für ein Schwein ein Interesse an freier Meinungsäußerung zu postulieren, wohingegen dies bei den meisten kommunikationsfähigen und einen gewissen Intelligenzwert überschreitenden menschlichen Individuen notwendig ist. Ein Interesse daran, keine Schmerzen zu empfinden, kann wiederum sowohl Menschen als auch Schweinen zugeschrieben werden. Die Interessen der beiden Spezies müssen aber im Falle einer Abwägung gleich berücksichtigt werden.

Ein Bereich, in dem kognitive Fähigkeiten in besonderer Art und Weise einen Unterschied für die Interessenberücksichtigung machen, ist laut Singer unter anderem die Tötungsfrage. Genauer, ob es moralisch verwerflich ist, ein Lebewesen zu töten. Sie verdeutlicht die Kontroversität und Folgenreichweite des Präferenzutilitarismus nach Singer, die nicht verschwiegen werden sollten: In der direkten Abwägung, ob ein menschliches oder ein nicht-menschliches Leben gerettet werden sollte, ist nach Singer die Frage relevant, ob das betreffende Lebewesen eine ‚Person‘ ist. Person versteht er „[…] in der Bedeutung eines rationalen und selbstbewussten Wesens […]“32. Damit ist gemeint, dass das Wesen „[…] sich seiner selbst als einer distinkten Entität bewusst [ist], mit einer Vergangenheit und Zukunft“33. Ein in dieser Art sich seiner selbst bewussten Wesen ist in der Lage, Wünsche hinsichtlich seiner eigenen Zukunft zu haben. Im Falle der Tötung dieses Wesens werden alle diese Wünsche frustriert, was bei einem ‚nicht-personalem‘ beziehungsweise ‚bloß bewusstem‘ (im Gegensatz zu ‚selbstbewussten‘) Wesen nicht der Fall wäre. Diese Überlegungen bedeuten, dass es sowohl menschliche Nichtpersonen (beispielsweise Babys oder stark geistig behinderten Menschen), als auch nicht-menschliche Personen (beispielsweise diverse Arten von Menschenaffen, Wale, Delfine, Elefanten) gibt.34 Nach Singer ist ein Mensch also nicht immer allein aus der Tatsache heraus, dass er ein Mensch ist, automatisch schützenswerter als Tiere.35 Es scheint darüber hinaus sehr schwierig, immer exakt zu definieren, ab wann ein Wesen im relevanten Sinne als Person gilt. Im Zweifelsfall sollte aber, so Singer, für den Angeklagten entschieden werden, um einer relevanten Interessenvereitelung vorzubeugen.36

Darüber hinaus vertritt Singer ein ‚Totalitäsansicht‘ des Utilitarismus. Nach dieser müssen die Interessen sowohl aller momentan existierenden, als auch die in der Folge der jeweiligen ausgesuchten Handlungsoption in Zukunft noch in Existenz kommenden Wesen in moralischen Überlegungen berücksichtigt werden.37 Aus dieser Überlegung heraus vertritt er das sogenannte ‚Ersetzbarkeitsargument‘ für nicht-personale Wesen. Dieses besagt, dass die sofortige, schmerzfreie Tötung eines bloß-bewussten Wesens (also eines Wesens, dass keine Vorstellung von sich selber und kein zeitempfinden hat) - solange keine weiteren empfindungsfähigen Lebewesen dadurch eine Form von Interessenfrustration erleiden - gerechtfertigt ist, wenn für das getötete Lebewesen ein neues Lebewesen geschaffen wird, das mit großer Wahrscheinlichkeit ein glücklicheres, also ein Leben mit größerer Interessenbefriedigung, führen wird, als das getötete Wesen.38

3.0 Das Spannungsfeld der Jagd

Jährlich werden in Deutschland über eine Millionen Rehe, 110.000 Stück Rot- und Damwild, sowie etwa eine halbe Millionen Wildschweine, Hasen und Füchse geschossen.39 Wenn durch das Prinzip der gleichen Interessenberücksichtigung alle Interessen von Betroffenen betrachtet werden müssen und anzunehmen ist, dass Wildtiere eine gewisse Form von Interessen besitzen, wird die Tätigkeit der Jagd nicht erst bei dieser Größenordnung moralisch für Singer rechtfertigungsbedürftig. Stärker noch, als die kontrovers diskutierte Frage, ob der Tod für bloß bewusste Lebewesen negativ zu verstehen ist, stellt sich die Frage, ob das Leid und die Interessenvereitelung der Wildtiere, die beinahe notwendigerweise durch die Durchführung der Jagd zustande kommen, aufgewogen werden können. Selten ist der Tod der Wildtiere durch die unbeeinflussbaren äußeren Gegebenheiten der Jagdsituation schnell und schmerzlos.40 Darüber hinaus sind die Tätigkeit der Jagd und einige jagdlichen Praktiken im Besonderen den Interessen der Wildtiere als entgegengestellt zu betrachten: Durch eine Bejagung werden die Wildtiere Menschen gegenüber scheuer. Dies verursacht, in einem zusehends kleiner werdenden gering durch den Menschen beeinflussten Lebensraum, zunehmenden Stress und damit Leid. Zusätzlich sind Jagdpraktiken, wie beispielsweise die Fallen- oder Treibjagd mit hohem Stress, großer Angst und damit Leid für die Tiere verbunden.41 Dies gilt auch gesetzt dem Fall, dass keine Beschießung und damit Schmerz beziehungsweise der Tod eintreten. Selbst wenn der Tod schnell und schmerzlos erfolgen sollte, sind sekundäre Leiden bei den hinterbliebenen Sozialpartnern oder Gruppenmitgliedern festzustellen. Es stellt sich die Frage, welche Interessen durch die Jagd, im Kontrast zu dem (zwangsläufigen) Leiden der Wildtiere, erfüllt werden können und ob diese im Sinne Singers die Interessenvereitelung überwiegen; die Jagd damit moralisch geboten ist.

[...]


1 Ach, Johann S.: Gegenwart, in: Ach, Johann S. / Borchers, Dagmar (Hrsg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018, S.20-24, hier S. 20. / Bode, Philipp: Einführung in die Tierethik, Wien u.a. 2018, hier S. 50.

2 Im Folgenden zur besseren Lesbarkeit nur ‚Tiere‘ genannt. Die Frage, in wie weit Pflanzen als Lebewesen gezählt werden sollten, kann an dieser Stelle nicht behandelt werden. Im Zuge dieser Hausarbeit werden sie nicht als solche verstanden.

3 Grimm, Herwig / Wild, Markus: Tierethik zur Einführung, Hamburg 2016, hier S. 50.

4 Ebd., S. 47f.

5 Wustmans, Clemens: Gemeinwohlorientierung contra „Ökofaschismus“. Ethische Überlegungen zum Problem invasiver Arten, TIERethik, Heft 17, 10. Jahrgang (2018), S. 36-57, hier S. 38.

6 Ebd., S. 54.

7 Gorke, Martin: Artenschutz und Tierschutz: Gegner oder Verbündete?, TIERethik, Heft 11, 7. Jahrgang (2015), S.23-45, hier S. 24. / Wustmans, Gemeinwohlorientierung, S. 43f.

8 Wustmans, Clemens: Artenschutz, in: Ach, Johann S. / Borchers, Dagmar (Hrsg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018, S. 307-311, hier S. 311.

9 Bossert, Leonie: Wildtierethik. Verpflichtungen gegenüber wildlebenden Tieren, Baden-Baden 2015, hier S.145.

10 Jagd verstanden als „das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Töten und Aneignen von Wild durch Menschen nach bestimmten Regeln, die das Ziel haben, den Schutz und die Achtung von Wildtieren, Mitjagenden und der Natur zu garantieren.“ Grimm, Tierethik zur Einführung, S. 189. Wildtier ist ein unzureichend genau definierter Begriff. Im Zuge dieser Arbeit wird er verstanden als nicht domestizierte Tiere, die nicht vom Menschen abhängig sind. Siehe: Martin, Angela Kathrin: Wildtiere, in: Ach, Johann S. / Borchers, Dagmar (Hrsg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018, S. 283-287, hier S. 283.

11 Bossert, Wildtierethik, S. 19f.

12 Singer, Peter: Praktische Ethik, 3. rev. und erw. Aufl., Stuttgart 2013, hier S. 115f.

13 Bossert, Wildtierethik, S. 17f. / Grimm, Tierethik zur Einführung, S. 72.

14 Gorke, Gegner, S. 25f / 29.

15 Grimm, Tierethik zur Einführung, S. 63.

16 Ebd., S.58f.

17 Singer, Peter: Not for Humans Only: The Place of Nonhumans in Environmental Issues, in: Light, Andrew / Rolston, Holmes (Hrsg.): Environmental Ethics: An Anthology, Oxford / Malden 2003, S. 55-64, hier S. 57.

18 Grimm, Tierethik zur Einführung, S. 62. / Bode, Einführung in die Tierethik, S. 52.

19 Ach, Gegenwart, S. 20.

20 Singer, Not for Humans Only, S. 57.

21 Singer, Praktische Ethik, S. 43.

22 Grimm, Tierethik zur Einführung, S. 58-60.

23 Singer, Praktische Ethik, S. 39.

24 Singer, Not for Humans Only, S. 58.

25 Singer, Praktische Ethik, S.52.

26 Grimm, Tierethik zur Einführung, S. 63f.

27 Ebd., S. 62.

28 Ebd., S. 64.

29 Welche Tierarten dies genau sind, muss aus anderen Wissenschaften heraus belegt werden, da es sich hierbei um empirische Fragen handelt. Maßgeblich scheinen aber ein zentrales Nervensystem und bestimmte Verhaltensweisen zu sein. Siehe: Ebd., S. 72.

30 Ebd., S. 66.

31 Bode, Einführung Tierethik, S. 55.

32 Singer, Praktische Ethik, S. 143.

33 Ebd., S.145.

34 Bossert, Wildtierethik, S. 21f. / Für eine ausführliche Diskussion, ob nicht-menschliche Tiere als Personen gelten können Siehe: Singer, Praktische Ethik, S. 174-184.

35 Singer, Praktische Ethik, S. 185.

36 Ebd., S.189. Darüber hinaus hält Singer eine graduelle, davon abhängige Bewertungsweise, ob ein Wesen im vollen Sinne eine Person ist oder nur potenziell beziehungsweise teilweise die nötigen Eigenschaften erfüllt für sinnvoll. Ebd., S. 191.

37 Ebd., S. 202f.

38 Ebd., 203-207.

39 Reichholf, Josef H.: Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften, TIERethik, Heft 7, 5. Jahrgang (2013), S. 12-32, hier S. 14.

40 Es reichen schon ein Windstoß, der ein Blatt in die Schussbahn der Kugel weht, oder eine unerwartete spontane Bewegung des Tieres, die einen sonst vielleicht sogar sofort tödlichen Schuss in einen nicht tödlichen (Streif-)Schuss verwandeln.

41 Tuider, Jens: Jagd, in: Ach, Johann S. / Borchers, Dargmar (Hrsg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte -Perspektiven, Stuttgart 2018, S. 247-251, hier S. 247.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Artenschutz zur Rechtfertigung der Jagd. Peter Singers Präferenzutilitarismus
Hochschule
Universität zu Köln  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Peter Singer, Praktische Ethik
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1241520
ISBN (Buch)
9783346669506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Singer, Artenschutz, Tierwohl, Jagd, Philosophie, Utilitarismus, Präferenzen, Moralphilosophie, Ethik, Naturschutz, Tierrechte, Tierschutz, Animal Liberation, Praktische Ethik, Tierethik, Umweltethik
Arbeit zitieren
Gereon Arntz (Autor:in), 2021, Artenschutz zur Rechtfertigung der Jagd. Peter Singers Präferenzutilitarismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1241520

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