Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Gleichschaltung der Länder und Parteien Anfang des Jahres 1933 und der Frage, „wie Hitler ‚von oben herab‘ die Gleichschaltung der Länder und Parteien und die Zerschlagung der Gewerkschaften“ vollzog. Darüber hinaus wendet sich die Arbeit im zweiten Teil der Zerschlagung der Gewerkschaften und Betriebsräte zu, an deren Stelle die DAF (Deutsche Arbeiterfront) trat. Der zweite Mai 1933 gilt als einer der dunkelsten Tagen in der Gewerkschaftsgeschichte und wird mit seinem Stellenwert für die Gewerkschaften näher erläutert. Dabei bildet der 2. Mai kein für sich isoliertes Datum, sondern ein End- und Ausgangspunkt gewerkschaftsgeschichtlicher Erzählstränge. Zusätzlich ist es alles andere als leicht, eine subjektive Sichtweise auf die Zerschlagung der Gewerkschaften zu geben, denn zum einen wurden zum Ende des Zweiten Weltkrieges viele Unterlagen und Quellen von den Nationalsozialisten vernichtet, zum anderen geben die überlieferten Quellen oft nur die Sichtweise der Arbeitgeber – und nicht der Arbeitnehmer dar. Die Forschung über die Zerschlagung der Gewerkschaften wurde nach dem Historikerstreit 1989/90 noch mal neu aufgegriffen und erfreut sich aktueller Beliebtheit. Insgesamt gelten die Ereignisse des Jahres 1933 als gut erforscht und vielfach diskutiert
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gleichschaltung der Länder und Parteien
2.1 Reichstagswahl am 5. März 1933
2.2 Ermächtigungsgesetze
2.3 Gleichschaltungsgesetze vom 31. März und 7. April 1933
3. Die Abschaffung der Betriebsdemokratie und Zerschlagung der Gewerkschaften
4. Der 1. & 2. Mai 1933
5. Das Ende der Gewerkschaften und die DAF
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der nationalsozialistischen Gleichschaltung in Deutschland Anfang 1933. Im Fokus steht die Fragestellung, wie Hitler „von oben herab“ die politische Machtübernahme gestaltete, Parteien ausschaltete und die Zerschlagung der Gewerkschaften sowie der Betriebsdemokratie forcierte, um den Übergang von der Weimarer Demokratie zur Diktatur zu vollziehen.
- Politische Gleichschaltung der Länder und Parteien
- Etablierung des nationalsozialistischen Einparteienstaates
- Zerschlagung der freien Gewerkschaften und Betriebsräte
- Die Rolle der Deutschen Arbeiterfront (DAF) im NS-Regime
- Historische Analyse der Ereignisse vom 1. und 2. Mai 1933
Auszug aus dem Buch
3. Die Abschaffung der Betriebsdemokratie und Zerschlagung der Gewerkschaften
Die Geschichte der Deutschen Gewerkschaften ist geprägt von Erfolg, Verfolgung, Terror und Zerschlagung. In den 1920er Jahren waren die Deutschen Gewerkschaften ein Vorbild der Mitbestimmung im internationalen Vergleich. Dabei sind diese sind nicht nur Massenorganisationen und hatten in der Weimarer Republik Millionen von Mitgliedern, sondern sie lebten auch von dem Spielraum, den eine demokratische Öffentlichkeit-, Bewegungs- und Entfaltungsarbeit ihnen boten. Die Kommunikation und der Austausch mit der Arbeiterschaft ist immer noch von zentraler Bedeutung, um die Forderungen der Arbeiter zu verstehen und aufgreifen zu können. Dazu sind sie außerdem auf eine politische Landschaft angewiesen, die nach demokratischen Spielregeln funktioniert.
Die Betriebsräte sind eine innerhalb der Betriebe und Unternehmen institutionalisierte Arbeitnehmervertretung und fungieren als Mitbestimmungsorgan, dass von mehreren Personen ausgeführt werden konnte. Die Betriebsräte werden von den Arbeitnehmern demokratisch gewählt. Die 1929 einsetzende Weltwirtschaftskrise schwächte jedoch die deutschen Gewerkschaften massiv und führte zu einer allgemeinen Demoralisierung der Arbeitnehmerschaft. Ein Jahr vor der Machtergreifung Hitlers Im Jahr 1932, waren mehr als 44 Prozent der sozialdemokratischen Arbeiter erwerblos, ein knappes Drittel arbeiteten kurz. Die Demoralisierung der Arbeitnehmerschaft war auf dem Höhepunkt angekommen. Trotz dessen wäre der Nationalsozialismus in Deutschland nach Ansicht der Gewerkschaften und Betriebsräte nie an die Macht gekommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die politische Ausgangslage 1933, Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und die ersten repressiven Maßnahmen gegen politische Gegner.
2. Gleichschaltung der Länder und Parteien: Hier wird der Prozess der faktischen Entmachtung der Länder und der anderen Parteien durch Gesetze und polizeilichen Druck beschrieben.
2.1 Reichstagswahl am 5. März 1933: Der Abschnitt analysiert die Wahl und deren Konsequenzen im Hinblick auf Hitlers Ziel der totalen Machtübernahme.
2.2 Ermächtigungsgesetze: Analysiert wird die rechtliche und politische Zäsur durch das Gesetz, das Hitler die legislative und exekutive Macht vereinte.
2.3 Gleichschaltungsgesetze vom 31. März und 7. April 1933: Detaillierte Darstellung der legislativen Schritte zur totalen Kontrolle der Länderregierungen durch Reichsstatthalter.
3. Die Abschaffung der Betriebsdemokratie und Zerschlagung der Gewerkschaften: Beschreibung der Unterdrückung der Mitbestimmungsrechte im Betrieb und des Drucks auf Gewerkschaften.
4. Der 1. & 2. Mai 1933: Fokus auf die Ereignisse rund um den 1. Mai als Instrument der Manipulation und den anschließenden Schlag gegen die Gewerkschaftshäuser.
5. Das Ende der Gewerkschaften und die DAF: Darstellung der Gründung der DAF als Ersatzorganisation, um die Kontrolle über die Arbeiterschaft zu erlangen.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation der deutschen Gesellschaft von der Demokratie zur Diktatur.
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Gleichschaltung, Reichskanzler, Weimarer Republik, Gewerkschaften, Betriebsräte, Ermächtigungsgesetz, NSDAP, DAF, Terror, Machtübernahme, Betriebsdemokratie, 1. Mai 1933, Politische Unterdrückung, Diktatur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie die nationalsozialistische Regierung zu Beginn des Jahres 1933 die demokratischen Strukturen der Weimarer Republik systematisch abbaute.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Gleichschaltung der politischen Instanzen, die politische Instrumentalisierung von Gesetzen und die gezielte Zerstörung gewerkschaftlicher Mitbestimmung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie Hitler „von oben herab“ die Gleichschaltung der Länder und die Zerschlagung der Gewerkschaften umsetzte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter zeitgenössischer Quellen und der aktuellen Forschungsliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entmachtung von Parteien und Ländern sowie in die schrittweise Zerschlagung der Gewerkschaften durch Terror und neue Gesetze.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Begriffe wie "Gleichschaltung", "Ermächtigungsgesetz", "NSDAP", "Betriebsdemokratie" und "DAF" sind essenziell für das Verständnis der Arbeit.
Welche Bedeutung kommt dem 2. Mai 1933 in der Untersuchung zu?
Dieser Tag wird als „dunkelster Tag“ der Gewerkschaftsgeschichte markiert, an dem durch Stürmung der Gewerkschaftshäuser der organisierte Widerstand faktisch ausgelöscht wurde.
Warum spielt die Deutsche Arbeiterfront (DAF) eine Rolle?
Die DAF fungierte nach der Zerschlagung der Gewerkschaften als staatlich gelenktes Instrument, um die volle Kontrolle über alle im Arbeitsleben stehenden Menschen zu erlangen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Die Gleichschaltung der Länder und Parteien Anfang des Jahres 1933, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242806