Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Die Religion(en) der Römer und Germanen

Titel: Die Religion(en) der Römer und Germanen

Akademische Arbeit , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter der Leitthese, dass „die germanischen und römischen Religionen eine Wesensverwandtheit besitzen und die Germanen die religiösen Vorstellungen der Römer in ihre eigene integrierten“, werden zunächst die beiden Religionen gesondert voneinander vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei nehmen die Kulthandlungen und die damit verbundenen Opferrituale eine besondere Stellung ein. Anhand des Matronenkultes, der besonders in den germanischen Provinzen gehuldigt wurde, soll gezeigt werden, dass die römischen und germanischen Religionen kompatibel miteinander gewesen sind. Zum Ende wird ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die römische Religion

2.1. Entstehung und Funktion der römischen Götter

2.2. Die römischen Opferbräuche

2.3. Sacra Publica

3. Die germanischen Religionen

3.1. Die germanischen Opferbräuche

3.2. Götterpantheon der Germanen? Entstehung und Ursprung germanischer Gottheiten

4. Matronenkult

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die religiösen Vorstellungen der Römer und Germanen in der Antike und prüft die Leitthese einer Wesensverwandtheit beider Religionen. Dabei steht insbesondere der Einfluss des kulturellen Austauschs sowie die Bedeutung sakraler Handlungen und lokaler Kulte, wie des Matronenkultes, im Mittelpunkt der Analyse.

  • Vergleich der polytheistischen Religionsstrukturen von Römern und Germanen
  • Analyse der Bedeutung von Opferritualen als zentrale Bestandteile der antiken Lebenswelt
  • Untersuchung des römischen Götterpantheons und dessen Entstehung
  • Erforschung der germanischen Kulte im Kontext von Provinzialreligion und Romanisierung
  • Diskussion über das Fortbestehen lokaler Kulte wie des Matronenkultes unter römischer Verwaltung

Auszug aus dem Buch

2.2. Die römischen Opferbräuche

Das Leben der Römer war erfüllt von sakralen Handlungen. Eine der wichtigsten sakralen Handlungen stellte das Opfer dar. Im Vergleich zum griechischen Opfer als Kulthandlung ist die Quellenlage bei den Römern denkbar schlecht. Das meiste über private Opferzeremonien wissen wir von Cato d. Ä. aus seinem Werk: Über die Landwirtschaft.25 Die Römer waren in der Hinsicht ein sehr frommes Volk, da sie an die ständigen Eingriffe der Götter in ihr Leben glaubten. Sie glaubten, dass sich die Forderungen der Götter in Zeichen äußerten und eine Missstimmung der Götter sich in Naturereignissen zeigte. Die Bewegründe für ein Opfer konnten jedoch ganz verschiedener Natur sein. Die meisten waren Dank- oder Bittopfer, die entweder im privaten oder im öffentlichen Bereich vollzogen wurden und den Wunsch des Gläubigen in den Fokus rückten. Darin sieht die Forschung auch das typischste Merkmal der römischen Religion, dass: do-ut-des-Prinzip; Ich gebe damit du gibst.26

Im Wesentlichen bedeutet es, dass die Menschen eine vertragsähnliche Übereinkunft bzw. ein Tauschgeschäft mit den Göttern hatten. Als Gegenleistung für die kultische Verehrung und das Errichten von Tempelanlagen und Heiligenbezirken sollten die Götter den Menschen Hilfe und Beistand bieten, Gesundheit, Kindersegen, oder was immer der Wunsch des Opfernden war.“27 Das es sich bei der römischen Religion um eine Opferreligion handelt, zeigt sich auch in zwei überlieferten Texten Catos Über die Landwirtschaft. In einem Kapitel geht es um ein Opfer unmittelbar vor der Ernte. Darin beschreibt Cato den genauen Ablauf der Opferzeremonie:

„Bevor Du erntest, soll der Ceres eine proca praecidanea (ein vorher zu tötendes Schwein) auf diese Weise dargebracht werden: Der Ceres ein vorher zu schlachtendes Schwein mit einem weiblichen Schwein, bevor diese Feldfrüchte eingefahren werden: Spelt, Nacktweizen, Gerste, Bohnen, Rüben. Spreche mit Weihrauch und Wein dem Ianus, dem Iuppiter und der Iuno die Einleitung, bevor Du das weibliche Schwein opferst. Dem Ianus setze ein Kuchen so vor: „Vater Ianus, ich bitte Dich durch diesen Dir vorzusetzenden Kuchen mit guten Bitten, dass Du wohlgesonnen, gnädigst seiest mit, meinen Kindern. Dem Haus und meiner Sklavenschaft“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, die Religionen der Antike trotz schwieriger Quellenlage miteinander zu vergleichen und definiert den Begriff Religion im römischen und germanischen Kontext.

2. Die römische Religion: Dieses Kapitel erläutert die polytheistische Struktur der römischen Religion, ihre engen Bezüge zum Staatswesen und die Bedeutung korrekter Kultausübung (Orthopraxie).

3. Die germanischen Religionen: Das Kapitel beleuchtet die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition germanischer Religionen und untersucht die wechselhafte Überlieferung zu Gottheiten und Opferpraktiken.

4. Matronenkult: Hier wird anhand des Matronenkultes in der Region Xanten analysiert, wie lokale religiöse Praktiken in der römischen Provinz funktionierten und integriert wurden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass trotz kultureller Unterschiede eine Wesensverwandtheit und Kompatibilität zwischen den römischen und germanischen religiösen Vorstellungen im Austausch der Kaiserzeit bestand.

Schlüsselwörter

Antike, Römische Religion, Germanische Religion, Opferbrauch, Polytheismus, Do-ut-des, Matronenkult, Sacra Publica, Götterpantheon, Romanisierung, Kult, Pietas, Ritual, Siedlungsgeschichte, Antike Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die religiösen Vorstellungen von Römern und Germanen sowie deren Wechselwirkungen und Gemeinsamkeiten in der Antike.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind der Opferkult in beiden Völkern, das Götterpantheon, die politische Bedeutung von Religion und die Praxis lokaler Kulte wie dem Matronenkult.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These einer Wesensverwandtheit zwischen römischer und germanischer Religion zu prüfen und zu analysieren, wie beide sich gegenseitig beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wird eine religionshistorische und archäologische Untersuchung durchgeführt, die schriftliche antike Quellen mit zeitgenössischem archäologischem Material verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung des römischen und germanischen Götterglaubens sowie der Opferrituale und schließt mit einer Fallstudie zum Matronenkult ab.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie Do-ut-des, Sacra Publica, Orthopraxie, Polytheismus und Romanisierung stehen im Zentrum der Arbeit.

Wie unterscheidet sich der römische vom germanischen Opferkult?

Während bei den Römern Altäre in Tempelanlagen zentral waren, bevorzugten die Germanen oft natürliche Orte wie Moore, Lichtungen oder Feuchtgebiete als sakrale Stätten.

Welche Bedeutung kommt dem Matronenkult für die These der Arbeit zu?

Der Matronenkult dient als Beispiel dafür, wie lokale religiöse Traditionen in den römischen Raum integriert wurden und verdeutlicht die Toleranz und Kompatibilität beider Kulturen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Religion(en) der Römer und Germanen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V1242941
ISBN (PDF)
9783346666574
ISBN (Buch)
9783346666581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antike Römer Germanen Religion Matronae Götter Römisches Pantheon
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Die Religion(en) der Römer und Germanen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1242941
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  26  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum