Welche Angebote für Erwachsene mit einer Alkoholabhängigkeit im Rahmen der Zielgruppenarbeit gibt es und wie sehen diese aus? An dieser Forschungsfrage soll in der Arbeit zusätzlich die Relevanz der Zielgruppenarbeit hervorgehoben werden.
Im ersten Teil der Arbeit geht es um Definitionen der Begriffe „Zielgruppe“ und „Abhängigkeit“. Bei der Abhängigkeit wird auch definiert, ab welchem Zeitpunkt und Merkmalen eine Abhängigkeit überhaupt festgestellt werden kann. In welchem Zusammenhang diese beiden Begriffe stehen, wird im weiteren Verlauf erläutert. Das dritte Kapitel beschäftigt sich insgesamt mit der Bedeutung von Zielgruppen. Beginnend mit dem historischen Kontext und der langjährigen Entwicklung. Anschließend folgen Definitionen und theoretische Ansätze der Zielgruppenarbeit.
Im zweiten Teil wird das Thema Alkoholismus behandelt. Zu Beginn folgen diesbezüglich allgemeine Informationen, wie relevante Zahlen, Daten und Fakten. Hinsichtlich der hochaktuellen Situation der Corona Pandemie wird anschließend untersucht, welchen Einfluss diese auf das Trinkverhalten der Menschen hat. Darauf aufbauend werden die Ursachen von Alkoholismus in den Blick genommen. Nachdem die Ursachen in Betracht genommen wurden, geht es im nächsten Kapitel um die Folgen von Alkoholismus. Damit eine Sucht verhindert werden kann, muss präventiv vorgegangen werden. Möglichkeiten der Prävention werden im nachfolgenden Kapitel neben weiteren Unterstützungsmethoden behandelt. Nach der Prävention wird Suchtberatung thematisiert und eine Form der Selbsthilfe in Bezug auf Selbsthilfegruppen. Der Verlauf von einer Selbsthilfegruppe wird explizit am Beispiel der „Anonymen Alkoholiker“ beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1 Zielgruppenbegriff
2.2 Abhängigkeit
3. Zielgruppenarbeit
3.1 Zielgruppenarbeit aus historischer Sicht
3.2 Definitionen und Theorien der Zielgruppenarbeit
3.2.1 Zielgruppenarbeit nach Schiersmann
3.2.2 Zielgruppenarbeit nach Schäffter
3.2.3 Zielgruppe nach Herwig-Lempp und Schwabe
4. Alkoholismus: Zahlen, Daten und Fakten
4.1 Alkohol und Corona Krise
4.2 Ursachen
4.3 Folgen
4.4 Unterstützungsmethoden
4.4.1 Prävention
4.4.2 Suchtberatung
4.4.3 Selbsthilfegruppe
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Zielgruppenarbeit für alkoholabhängige Erwachsene und analysiert, welche unterstützenden Angebote existieren und wie diese gestaltet sind, um Betroffene effektiv in ihren Lebensalltag zu integrieren.
- Grundlagen der Zielgruppenarbeit und deren historische Entwicklung
- Konzepte und Ansätze der Zielgruppenarbeit (Schiersmann, Schäffter, Herwig-Lempp/Schwabe)
- Statistische Daten zu Alkoholismus unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie
- Ursachen und Auswirkungen von Alkoholabhängigkeit auf den Einzelnen und das Umfeld
- Unterstützungsmethoden wie Prävention, Suchtberatung und Selbsthilfegruppen
Auszug aus dem Buch
4. Alkoholismus: Zahlen, Daten und Fakten
Jedes Jahr sterben weltweit drei Millionen Menschen aufgrund eines schädlichen Alkoholkonsums (WHO, 2018). Zudem gilt jeder zehnte Erwachsene als alkoholgefährdet (Faßbender, 2021, S.11). Im Jahr 2020 lag der Pro-Kopf-Konsum von alkoholischen Getränken in Deutschland bei einem Wert von 123,8 Liter (Statista, 2021,S.7). Ausgehend von einer üblichen Vodka Flasche mit einem Inhalt von 0,7 Litern, ergibt dies aufgerundet 176 Flaschen, die in einem Jahr pro Person konsumiert wurden. Im Vergleich zu den letzten 17 Jahren ist dieser Wert bisher der niedrigste. Der Höchstwert des Pro-Kopf-Konsums ergab sich aus dem Jahre 2003 mit 147,3 Litern (Statista, 2021, S.7). Eine Erhebung aus dem Jahr 2020 gibt an, dass das beliebteste und am meisten verkaufte Alkoholische Getränk in Deutschland Bier (Pils) ist. 35,8 Prozent der Bevölkerung gab an in den letzten 14 Tagen Bier gekauft oder getrunken zu haben (Statista, 2021).
Fakt ist, der Konsum von Alkohol verursacht in Deutschland erhebliche gesundheitliche, soziale und volkswirtschaftliche Probleme. Studien zeigen, dass mit dem Alkoholkonsum mehr als 200 Erkrankungen einhergehen (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., 2020). Mehrere Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren konsumieren in riskanter Form Alkohol. Davon sind allein ungefähr 1,6 Millionen Menschen von der puren Abhängigkeit betroffen. Konsumenten leiden demzufolge an zahlreichen chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebserkrankungen, Erkrankungen der Leber, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar an tragischen Unfällen (Bundesministerium für Gesundheit, 2021). Zu den tragischen Unfällen, die nicht selten vorkommen, zählen zum Beispiel Arbeitsunfälle oder Autounfälle: „Mehr als 17.000 Menschen wurden 2018 in Deutschland bei sogenannten Alkoholunfällen verletzt. 244 Menschen starben an den Folgen eines Unfalls, bei dem Alkohol am Steuer eine Rolle spielte“ (Kenn dein Limit, o.J.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Forschungsfrage nach Angeboten für alkoholabhängige Erwachsene im Rahmen der Zielgruppenarbeit und führt in die Relevanz der Thematik ein.
2. Begriffserklärungen: Es werden die zentralen Begrifflichkeiten „Zielgruppe“ und „Abhängigkeit“ definiert, um das methodische Verständnis für die weiteren Kapitel zu schaffen.
3. Zielgruppenarbeit: Dieses Kapitel behandelt die historische Entstehung sowie verschiedene theoretische Ansätze und Konzepte der Zielgruppenarbeit in der sozialen Arbeit.
4. Alkoholismus: Zahlen, Daten und Fakten: Hier werden aktuelle Statistiken, Ursachen, Auswirkungen und methodische Unterstützungsansätze sowie der Einfluss der Corona-Pandemie detailliert erörtert.
5. Fazit: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von zielgruppenspezifischen Hilfsangeboten zur Bewältigung der Alkoholabhängigkeit.
Schlüsselwörter
Alkoholabhängigkeit, Zielgruppenarbeit, Suchtberatung, Prävention, Selbsthilfegruppen, Corona-Pandemie, Soziale Arbeit, Alkoholkonsum, Erwachsenenbildung, Hilfsangebote, Gesundheit, Unterstützungsmethoden, Krankheitsbewältigung, Ursachenforschung, Intervention
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptanliegen der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, welche strukturierten Angebote der Zielgruppenarbeit für Erwachsene mit einer Alkoholabhängigkeit zur Verfügung stehen und wie diese praktisch umgesetzt werden.
Welche zentralen Themenbereiche werden abgedeckt?
Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung der Zielgruppenarbeit, die gesundheitlichen sowie sozialen Folgen von Alkoholismus und verschiedene Interventionsmethoden.
Welche Forschungsfrage liegt der Arbeit zugrunde?
Die zentrale Frage lautet: „Welche Angebote für Erwachsene mit einer Alkoholabhängigkeit im Rahmen der Zielgruppenarbeit gibt es und wie sehen diese aus?“
Welche methodischen Ansätze werden zur Bewältigung der Alkoholabhängigkeit vorgestellt?
Es werden insbesondere Präventionsmaßnahmen, ambulante wie stationäre Suchtberatungen sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen wie den „Anonymen Alkoholikern“ analysiert.
Welche Aspekte des Alkoholkonsums werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert statistische Daten, die psychischen und körperlichen Ursachen des Konsums, die Auswirkungen auf das Arbeitsleben und das private Umfeld sowie die Mythen rund um Alkohol in der Pandemie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Alkoholismus, Zielgruppenarbeit, „Hilfe zur Selbsthilfe“ und soziale Unterstützungssysteme.
Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf den Alkoholkonsum?
Die Pandemie führte zu einer Zunahme des Alkoholkonsums aufgrund von Stress, sozialer Isolation und mangelnden Kompensationsmöglichkeiten, was bestehende Alkoholprobleme sichtbarer machte.
Was bedeutet „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Kontext der Selbsthilfegruppen?
Dieser Ansatz betont, dass die Betroffenen durch Eigenverantwortung und den Austausch in der Gruppe selbst aktiv an ihrer Genesung mitwirken müssen, um langfristig abstinent zu bleiben.
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- Dilara Mey Kaplan (Author), 2022, Zielgruppenarbeit mit alkoholabhängigen Erwachsenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244172