In dieser Arbeit wird der Joker als Figur vorgestellt und die beiden Filme „The Dark Knight“ mit Heath Ledger und „Der Joker“ mit Joaquin Phoenix als Joker behandelt und die äußere Darstellungsweise verglichen. Der nächste Teil fokussiert sich auf „Der Joker“, welcher sich vordergründig auf psychische Störungen konzentriert. Demnach werden das Kindheitstrauma und die Dissoziale Persönlichkeitsstörung erläutert und auf den Joker bezogen. Zum Schluss erfolgt eine Endbetrachtung mit Zusammenfassung des Inhalts und Antwort auf die gestellte Leitfrage.
In der Filmindustrie trifft man oft verschiedene Heldentypen an. Am häufigsten sind es die Superhelden, die die Menschen vor dem Bösen bewahren. Doch es gibt auch die Antihelden, welche sich von dem klassischen Helden stark unterscheiden. Sie sind oft einsam und ziehen sich von anderen Menschen zurück. Es gibt verschiedene Arten von ihnen, sie reichen vom Außenseiter bis hin zu einem Kriminellen. Auch der Joker ist ein Antiheld, im Film und auch in früheren Comics. Über ihn wird viel geredet und auch geurteilt, da viele Menschen ihn als Psychopathen sehen, der kaltblütig Menschen umbringt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Joker
3. Äußere Erscheinung im Film
3.1 The Dark Knight – Heath Ledger
3.2 Der Joker- Joaquin Phoenix
4. Psychische Störung anhand eines Spielfilmes
4.1 Trauma
4.1.1 Kindheitstrauma
4.2 Persönlichkeitsstörung
4.2.1 Dissoziale Persönlichkeitsstörung
5. Einfach nur irres Gelächter?
6. Endbetrachtung
8. Literaturverzeichnis
8.1 Online- Literaturverzeichnis
8.2 Filmverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht inwiefern sich psychische Störungen des Jokers auf sein Verhalten und Handeln als Antiheld auswirken, wobei insbesondere die Darstellung in den Filmen "The Dark Knight" und "Joker" analysiert wird.
- Analyse des Antihelden-Archetyps am Beispiel des Jokers
- Vergleichende Betrachtung der äußeren Erscheinung der Joker-Inkarnationen von Heath Ledger und Joaquin Phoenix
- Medizinisch-psychologische Untersuchung von Traumata und Kindheitstraumata
- Psychologische Einordnung der Dissozialen Persönlichkeitsstörung
- Diskussion der Wechselwirkung zwischen psychischer Erkrankung und kriminellem Handeln
Auszug aus dem Buch
3. Auch hier ist seine Emotionslosigkeit deutlich.
Sein Gesicht ist wie versteinert, so auch seine Emotionen. Während er sie umbringt, sagt er "I used to think that my life was a tragedy, but now I know it’s a fucking comedy"45.
Die letzte Person, die er umbringt, ist Murray von der Talkshow, von welcher Arthur seit langer Zeit ein großer Fan war. Er wurde aufgrund seines Auftritts bei der Stand-Up Comedy Show eingeladen. Jedoch nicht, weil den Leuten seine Witze gefallen haben, sondern weil sie ihn aufgrund seines normabweichenden Verhaltens auslachen. Dies ist Arthur bewusst, da er die Sendung von Murray gesehen hat, in der er sich über ihn lustig machte. Gleichzeitig wird über die Morde, die er als Joker begangen hat, in den Nachrichten berichtet. Die Gesellschaft stellt sich auf die Seite von dem Joker. Die ganze Stadt hat eine Bewegung gestartet, nach dem Motto "Kill the rich".
Arthur tritt mit seiner Maske und Kleidung des Jokers bei Murray auf, wobei er bei der Livesendung zugibt die Männer getötet zu haben. Danach sagt er: "I got nothing left to lose...", "If it was me dying on the sidewalk, you’d walk over me. I pass you every day, you don’t notice me. But these guys...because Thomas Wayne cries about them on TV?" 46. Diese Aussagen spiegeln Arthurs Hoffnungslosigkeit wider und seine Enttäuschung über die Gesellschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Antihelden in der Filmindustrie und Vorstellung der Filmbeispiele "The Dark Knight" und "Joker".
2. Der Joker: Historischer Abriss der fiktiven Figur des Jokers von der Entstehung in den Comics bis zu den verschiedenen filmischen Adaptionen.
3. Äußere Erscheinung im Film: Analyse und Vergleich der visuellen Darstellung des Jokers durch Heath Ledger und Joaquin Phoenix.
4. Psychische Störung anhand eines Spielfilmes: Theoretische Abhandlung zu Traumata und Persönlichkeitsstörungen sowie deren Relevanz im Film.
5. Einfach nur irres Gelächter?: Analyse von Arthurs Entwicklung hin zum Joker unter Berücksichtigung biografischer Faktoren und psychischer Instabilität.
6. Endbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage über den Einfluss psychischer Störungen auf das Handeln des Jokers.
8. Literaturverzeichnis: Zusammenstellung der verwendeten Print- und Onlinequellen sowie der im Filmverzeichnis genannten Medien.
Schlüsselwörter
Joker, Antiheld, Psychische Störung, Trauma, Kindheitstrauma, Persönlichkeitsstörung, Dissoziale Persönlichkeitsstörung, Gotham City, The Dark Knight, Filmographie, Psychopathologie, Gewalt, Gesellschaftskritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen Analyse der Comicfigur Joker als Antiheld, speziell in Bezug darauf, wie seine filmisch dargestellten psychischen Erkrankungen sein Verhalten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft Filmwissenschaft mit Psychologie und untersucht Themen wie Traumatisierung, Persönlichkeitsstörungen, soziale Ausgrenzung und die Stigmatisierung psychisch Kranker in der Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu erörtern, ob und inwieweit das kriminelle und als "antiheldisch" wahrgenommene Verhalten des Jokers durch reale diagnostizierbare psychische Störungen wie Traumata oder eine dissoziale Persönlichkeitsstörung erklärbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse, die filmische Charakterdarstellungen mit psychologischen Definitionen aus medizinischen Klassifikationsmanualen (DSM-IV, ICD-10) und Fachliteratur vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine visuelle Analyse der Joker-Figuren und eine detaillierte psychologische Untersuchung von Traumata, deren Entstehung (Kindheitstrauma) sowie die Definition und Symptomatik der dissozialen Persönlichkeitsstörung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Joker", "Antiheld", "Trauma", "Persönlichkeitsstörung" und "Soziale Ausgrenzung" geprägt.
Wie unterscheidet sich die Darstellung von Heath Ledgers Joker von der von Joaquin Phoenix?
Ledgers Joker wird eher als chaotischer Psychopath inszeniert, während die Darstellung von Phoenix stark auf die biografische Leidensgeschichte, soziale Vernachlässigung und die schleichende Zerstörung der Psyche durch psychische Störungen fokussiert.
Welche Rolle spielen Traumata bei der Figur Arthur Fleck / Joker?
Traumata, insbesondere in der Kindheit, werden als maßgebliche Faktoren analysiert, die seine emotionale Abstumpfung, sein pathologisches Lachen und sein späteres gewalttätiges Verhalten begründen könnten.
Inwiefern beeinflusst das soziale Umfeld die Entwicklung des Jokers im Film?
Der Film zeigt, dass soziale Demütigung, mangelndes Verständnis und Gewalt durch das Umfeld die destruktive Persönlichkeitsentwicklung verstärken und den Mangel an emotionaler Bindung kompensieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Der Joker. Ein Antiheld im Film, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244175