Die Arbeit widmet sich der Frage, ob Friedrich I. Barbarossa bewusst provozierte, in dem er den vorher besiegelten Dienst ablehnte oder den gegebenen Vertrag vollkommen falsch interpretierte.
Ein Herz für kriegerische Auseinandersetzungen, ein todesentschlossener Blick und eine Willenskraft bzw. Willensstärke, die vermutlich keiner zu bändigen in der Lage war, kann nur auf eine Person zutreffen: Friedrich I. Barbarossa, auch Rotbart genannt. Viele Höhen und Tiefen prägten sein Leben, die er sowohl in angenehmen als auch in kniffligen Situationen geschickt löste. Dies wiederum bekam das sacerdotium in den verschiedensten Situationen beziehungsweise Bereichen deutlich zu spüren. Papst Hadrian IV. war einer von ihnen, dem Friedrich I. Barbarrosa in der Nähe von Sutri im Jahre 1155 begegnete. Laut mehreren Quellen soll Barbarossa angeblich die dem Papst gewidmeten honor abgelehnt haben. Deshalb standen sich „regnum und sacerdotium“ in diesem Moment feindlich gegenüber.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Hauptteil
- 1. Begrüßungsritual zwischen Papst und König
- 1.1 Marschall- und Stratordienst
- 1.2 Fußkuss
- 1.3 Der Konflikt zwischen regnum und sacerdotium
- 2. Begrüßungsritual zwischen Friedrich I. Barbarossa und Hadrian IV.
- 1. Begrüßungsritual zwischen Papst und König
- III. Schluss
- 2.1 Augenzeugen bzw. Berichterstatter
- 2.2 Gründe für eine Provokation
- 2.3 Eventuelle Gründe für ein Missverständnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Begegnung zwischen Friedrich I. Barbarossa und Papst Hadrian IV. im Jahre 1155 bei Sutri. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob Friedrich I. Barbarossa den Papst bewusst provozierte oder ob es sich um ein Missverständnis handelte. Die Arbeit analysiert das Begrüßungsritual zwischen Papst und König in dieser Zeit und stellt die jeweiligen Perspektiven der beteiligten Akteure dar.
- Das Begrüßungsritual zwischen Papst und König im 12. Jahrhundert
- Die Begegnung zwischen Friedrich I. Barbarossa und Hadrian IV.
- Die Quellenlage und die unterschiedlichen Interpretationen des Geschehens
- Mögliche Gründe für eine Provokation und ein Missverständnis
- Der Konflikt zwischen regnum und sacerdotium
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung
Die Einleitung stellt Friedrich I. Barbarossa als eine zentrale Figur des 12. Jahrhunderts vor und hebt seinen Einfluss auf das Verhältnis zwischen "regnum" und "sacerdotium" hervor. Die Hausarbeit beleuchtet die Begegnung zwischen Friedrich I. Barbarossa und Papst Hadrian IV. im Jahre 1155 und untersucht die Frage, ob es sich dabei um eine bewusste Provokation oder ein Missverständnis handelte.
II. Hauptteil
Der Hauptteil beginnt mit einer Analyse des Begrüßungsrituals zwischen Papst und König im 12. Jahrhundert. Dabei werden die traditionellen Abläufe, wie der Marschall- und Stratordienst sowie der Fußkuss, erläutert. Anschließend wird der Konflikt zwischen "regnum" und "sacerdotium" in diesem Kontext beleuchtet.
Im zweiten Teil des Hauptteils wird das Treffen von Friedrich I. Barbarossa und Hadrian IV. anhand von Augenzeugenberichten analysiert. Die Hausarbeit diskutiert die unterschiedlichen Perspektiven der beteiligten Akteure und geht auf mögliche Probleme in der Quellenlage ein.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen "regnum" und "sacerdotium" im 12. Jahrhundert, insbesondere mit dem Begrüßungsritual zwischen Papst und König. Sie analysiert die Begegnung von Friedrich I. Barbarossa und Papst Hadrian IV. im Jahre 1155 und untersucht die Rolle von Provokation und Missverständnis in diesem Kontext. Zu den wichtigsten Themen gehören die Quellenkritik, die Analyse von Augenzeugenberichten, die Rekonstruktion des Begrüßungsrituals und die Erforschung des Konflikts zwischen Papsttum und Kaisertum.
Häufig gestellte Fragen
Was geschah bei der Begegnung in Sutri 1155?
Bei dem Treffen zwischen Friedrich I. Barbarossa und Papst Hadrian IV. kam es zum Eklat, weil Barbarossa den traditionellen Stratordienst (das Führen des päpstlichen Pferdes) zunächst verweigerte.
Was versteht man unter dem Marschall- und Stratordienst?
Dies waren symbolische Demutsgesten des Kaisers gegenüber dem Papst. Der Stratordienst beinhaltete das Halten des Steigbügels und das Führen des Pferdes, was die Unterordnung der weltlichen unter die geistliche Macht (sacerdotium) ausdrückte.
War Barbarossas Verhalten eine bewusste Provokation?
Die Arbeit untersucht, ob Barbarossa bewusst provozierte, um seinen Herrschaftsanspruch zu betonen, oder ob er die vertraglichen Vereinbarungen aufgrund sprachlicher oder zeremonieller Unterschiede missverstand.
Welche Bedeutung hatte der Fußkuss im mittelalterlichen Zeremoniell?
Der Fußkuss war Teil des Begrüßungsrituals und signalisierte die Anerkennung der geistlichen Autorität des Papstes durch den weltlichen Herrscher.
Wie zuverlässig sind die Berichte über das Treffen von Sutri?
Die Quellenlage ist komplex, da verschiedene Berichterstatter (Augenzeugen) das Geschehen aus ihrer jeweiligen politisch-ideologischen Perspektive (kaiserfreundlich oder papstfreundlich) darstellten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2016, Die Begegnung zwischen Friedrich I. Barbarossa und Hadrian IV., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244772