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Wie verläuft die Identitätsentwicklung im Jugendalter nach Erikson?

Titel: Wie verläuft die Identitätsentwicklung im Jugendalter nach Erikson?

Hausarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Merve Aygünes (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Identitätsentwicklung im Jugendalter. Zunächst wird sich mit dem Begriff der Jugend auseinandergesetzt, um danach auf die individuellen Bedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen, die das Jugendalter kennzeichnet, einzugehen. Ebenfalls beschäftigt sich das Kapitel mit den Veränderungen der Menschen zwischen dem zehnten und dem 18. Lebensjahr. Das nächste Kapitel befasst sich mit der Identität und der Identitätsentwicklung. Auf die Definition des Begriffs folgen zwei Theorien zur Identitätsentwicklung. Zuerst wird die Ich-Identität nach Erikson näher betrachtet, um anschließend auf den Identitätsstatus nach Marcia einzugehen.

Die Jugendphase ist eine Phase, in der der Mensch sehr unentschlossen ist. Der Jugendliche weiß nicht, was er will und zeigt ein Verhalten, das von anderen nicht verstanden oder akzeptiert wird. Es wird sich gegen die Eltern aufgelehnt, Anschluss an Cliquen gesucht und sich auffällig gekleidet. Jugendliche befinden sich in einer Zeit des Umbruchs, da sie sich von der friedlichen Kindheit verabschieden und sich auf den Weg in die selbstverantwortliche Welt der Erwachsenen machen. Demnach ist die Jugendphase eine Zwischenphase nach der Kindheit und vor dem Erwachsenenwerden. Allerdings bleibt während der Jugendphase eine Frage offen, die das Kernproblem der Adoleszenz beschreibt: Wer bin ich?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Jugendalter

2.1 Die Jugend

2.2 Entwicklungsaufgaben in der Jugend

3. Identitätsentwicklung

3.1 Der Begriff „Identität“

3.2 Ich-Identität nach Erikson

3.3 Identitätsstatus nach Marcia

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht den Prozess der Identitätsentwicklung im Jugendalter vor dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Theorien. Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für die Herausforderungen und psychologischen Umbruchprozesse Jugendlicher zu vertiefen, um angehenden Lehrkräften eine fundierte theoretische Basis für den pädagogischen Umgang mit dieser Altersgruppe zu bieten.

  • Psychologische Charakteristika und Entwicklungsaufgaben des Jugendalters
  • Die Bedeutung der sozialen Identität im Kontext von Peers und Familie
  • Vertiefende Analyse der Ich-Identität nach Erik H. Erikson
  • Differenzierung der Identitätsstadien nach James E. Marcia
  • Einflussfaktoren auf die erfolgreiche Formung eines stabilen Selbstbildes

Auszug aus dem Buch

3.2 Ich-Identität nach Erikson

Erikson hat das Phasenmodell der Identitätsentwicklung aufgestellt, welches in Anlehnung an Freuds Phasen der Libidoentwicklung eine Stufenfolge „psychosozialer Modalitäten“ entwickelt und diese Stufen spezifische Identitätsproblemen und Identitätsaufgaben zugeordnet. Er sieht die Identität an die Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit gebunden und die damit zusammenhängende Wahrnehmung, dass Außenstehende ebenfalls diese Gleichheit und Kontinuität erkennen (Stimmer, 2000).

Eine Ich-Identität, also die eigentliche Identitätsfindung, die Erfahrungen zusammenfügt und Teilidentitäten ausbalanciert, wird laut Erikson zum ersten Mal im „psychosozialen Moratorium“ der Adoleszenz, also in der „aufschiebbaren Verlängerung des Zwischenstadiums zwischen Jugend und Erwachsenenalter“ ausprobiert und entwickelt (Stimmer, 2000). Unter einem psychosozialen Moratorium versteht Erikson also einen Aufschub erwachsener Verpflichtungen oder Bindungen. Dies ist eine Periode, die durch selektives Gewährenlassen seitens der Gesellschaft und durch provokative Verspieltheit seitens der Jugend gekennzeichnet ist (Oerter & Montada, 2002).

Während dieser Phase löst sich der Jugendliche aus seinem Kindheitsmilieu und formt aus veränderten gesellschaftlichen Einflüssen und Rollenanforderungen sowie eigenen Überlegungen und Plänen ein eigenes Persönlichkeitsprofil. Da die Erwartungen, die an den jungen Menschen gestellt werden oft verwirrend und überfordernd sind, bezeichnet Erikson das Jugendalter als Zeit einer „normativen Identitätskrise“ (Erikson, 1981 a, S.13). Im Jugendalter ist der Mensch innerlich aufgewühlt durch sexuelle und aggressive Antriebe und äußerlich verunsichert durch den unklaren Status zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt. Aus diesem Grund erleben junge Menschen sich selbst und ihre Umwelt problematisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Jugendalters als Phase des Umbruchs ein und begründet die Relevanz der Identitätsthematik für angehende pädagogische Lehrkräfte.

2. Das Jugendalter: Das Kapitel definiert den Begriff "Jugend" soziologisch und psychologisch und erläutert die zentralen Entwicklungsaufgaben nach Robert J. Havighurst.

3. Identitätsentwicklung: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Identität sowie eine detaillierte Darstellung der Modelle von Erik H. Erikson und James E. Marcia.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Identitätsentwicklung ein komplexes Zusammenspiel aus individuellen Bestrebungen und sozialer Unterstützung darstellt und für die Integration in die Gesellschaft unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Identität, Adoleszenz, Jugendalter, Ich-Identität, Erikson, Marcia, Entwicklungsaufgaben, psychosoziales Moratorium, Identitätskrise, Selbstbild, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Peer-Group, Identitätsstatus, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit behandelt den Prozess der Identitätsentwicklung von Jugendlichen und analysiert, wie diese ihre Rolle in der Gesellschaft und ihr eigenes Selbstbild finden.

Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Jugendalters, den entwicklungspsychologischen Anforderungen dieser Lebensphase sowie den Theorien von Erikson und Marcia.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Prozesse der Identitätsfindung theoretisch zu beleuchten, um das Verständnis für die Jugendliche in einer Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis psychologischer Fachliteratur verschiedene Modelle der Identitätsentwicklung gegenüberstellt und diskutiert.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Begriff der Jugend und Havighursts Entwicklungsaufgaben definiert, gefolgt von der theoretischen Erarbeitung der Ich-Identität nach Erikson und den Identitätsstadien nach Marcia.

Welche Keywords beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identität, Adoleszenz, psychosoziales Moratorium und Entwicklungsaufgaben charakterisiert.

Was unterscheidet Eriksons Konzept von dem Marcias?

Während Erikson die psychodynamische Abfolge von Krisen betont, erweitert Marcia dies durch eine Klassifikation von vier spezifischen Identitätsstadien, die auf den Dimensionen Krise und Verpflichtung basieren.

Was versteht man unter dem "psychosozialen Moratorium"?

Nach Erikson ist dies eine Phase des Aufschubs von verbindlichen Erwachsenenrollen, die es Jugendlichen ermöglicht, mit Identitätsalternativen zu experimentieren.

Warum spielt die Umwelt eine so wichtige Rolle für Jugendliche?

Eine unterstützende soziale Umgebung ist laut Autorin entscheidend, um einen stabilen Identitätsprozess zu ermöglichen; fehlt diese, drohen Verunsicherung oder leichte Beeinflussbarkeit.

Hat der Verlauf der Identitätsentwicklung bei allen Jugendlichen die gleiche Form?

Nein, der Text verdeutlicht durch Marcia, dass es keinen starren, prototypischen Verlauf gibt, sondern dass im Entwicklungsverlauf jederzeit Wechsel zwischen den verschiedenen Stadien möglich sind.

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Details

Titel
Wie verläuft die Identitätsentwicklung im Jugendalter nach Erikson?
Hochschule
Universität zu Köln  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Selbstkonzept und Persönlichkeitsentwicklung
Note
1,0
Autor
Merve Aygünes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V1245337
ISBN (PDF)
9783346671677
ISBN (Buch)
9783346671684
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialisation Identität Jugend Entwicklung Erikson Marcia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Merve Aygünes (Autor:in), 2019, Wie verläuft die Identitätsentwicklung im Jugendalter nach Erikson?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245337
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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