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Das Spanische in den USA

Title: Das Spanische in den USA

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Lautsch (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
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Die spanischsprachige Gemeinschaft (Hispanics, Hispanos, Latinos) bildet heute, noch
vor den Afroamerikanern, die größte ethnische Minderheit in den Vereinigten Staaten. Sie
umfasst 13,7 % ihrer Bevölkerung, was etwa 39,9 Millionen Sprecher bedeutet. Damit sind
die USA nach Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Spanien schon die fünftgrößte
hispanophone Gemeinschaft der Welt. Somit kann Spanisch durchaus als zweite Sprache der
USA bezeichnet werden. Dies schlägt sich auch deutlich in den Medien nieder. So gibt es weit
über hundert spansischsprachige Radio- und Fernsehsender, sowie etliche auflagenstarke
Tageszeitungen und Magazine.
Außerdem stellen die Hispanos die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe dar.
Aufgrund stetiger Immigration und einer hohen Geburtenrate wird sich die Anzahl der
Sprecher, laut US Census Bureau, bis zum Jahr 2050 ca. verdreifachen. Dies entspräche etwa
102,6 Millionen Menschen1.
Persönlich hatte ich das Glück im Jahr 2000 ein Jahr auf einer High School in Amerika
verbringen zu dürfen, im Südosten Colorados nahe der Grenze zu New Mexico. Neben dem
Fakt, dass meine Gastmutter aus Mexiko stammte und fließend Spanisch sprach, merkte man
den Einfluss auch deutlich an den Namen umliegender Orte wie La Junta oder Pueblo. Auch
die Anzahl hispanischer Mitschüler war neben meinen beiden Gastbrüdern recht groß. Aber
dies nur am Rande, als persönliche Erfahrung, weshalb das Thema sofort mein Interesse
weckte.
Die sich nun zu stellenden Fragen befassen sich unter anderen mit der Herkunft der
Sprecher. Das Wort Hispano wird als eine Art Sammelbegriff für die spanischsprachige
Gemeinschaft gebraucht. Sie setzt sich jedoch aus Menschen verschiedenster Länder, mit
unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen. Vereint sind sie aber über ihre
Muttersprache. Woher kommen diese Menschen nun also? Wie verteilen sie sich territorial in
den USA? Inwiefern beeinflussen sich das Englische und das Spanische?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Das Spanische in den USA

2.1 Geschichte und Einwanderung

2.2 Aktuelle Situation

2.2.1 Herkunft und geographische Verteilung

2.2.2 Sprachliche Situation Gestern und Heute

2.2.3 Spanische Medien in den USA

2.3 Einfluss der Englischen Sprache auf die Hispanos

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die aktuelle demografische Situation sowie den soziolinguistischen Status der spanischen Sprache in den Vereinigten Staaten von Amerika unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses des Englischen.

  • Historische Expansion des Spanischen durch Kolonialisierung und US-Expansion.
  • Demografische Analyse der hispanischen Bevölkerung nach Herkunft und geographischer Verteilung.
  • Die Rolle spanischsprachiger Medien und ihre Bedeutung im US-Markt.
  • Sprachphänomene wie Spanglish und Code-Switching als Ausdruck der kulturellen Hybridität.
  • Gesellschaftspolitische Debatten zur Zweisprachigkeit und zum "English-Only-Movement".

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Sprachliche Situation Gestern und Heute

Wie bereits erwähnt, kommt es aufgrund von minderen Kenntnissen der Englischen Sprache für die Hispanos und andere Minderheiten oft zu Benachteiligungen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Zum Beispiel gibt es bei Wahlen oder im Dienstleistungssektor kaum Formulare in Spanisch. Viele sind sich ihrer politischen Rechte nicht bewusst und bei Gerichtsverhandlungen oder ihrer Arbeitstätigkeit verstehen sie oftmals aufgrund der sprachlichen Barriere nicht worum es geht.

Doch diese Ablehnung der Amerikaner und die daraus resultierende Benachteiligung der Minderheiten waren nicht immer vorhanden. In der Kolonialzeit wurde sogar eine Förderungspolitik betrieben. Durch die vielen Immigranten, die damals aus ganz Europa in die USA strömten wurde eine Mehrsprachigkeit schnell verbreitet und als große Bereicherung empfunden. Die Fremdsprachen dienten ja schließlich der Integration der neuen Siedler und die Hoffnung auf eine spätere Englischsprachige Gesamtbevölkerung wurde nicht aufgegeben. Ein Wandel dieser Ansicht vollzog sich erst ab dem Jahr 1880, als die Einwanderer aus Lateinamerika die europäischen in der Anzahl überflügelten. In den Augen der Amerikaner galten diese als untergeben. Diese Meinung änderte sich auch in den nächsten 80 Jahren nicht. Erst zu Beginn des Kalten Krieges 1958 begann eine erneute Förderung der Mehrsprachigkeit, da sie als Vorteil der USA gegenüber der Sowjetunion galt und die Vereinigten Staaten näher an andere Staaten heran rücken sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor führt in das Thema der spanischsprachigen Gemeinschaft in den USA ein und schildert seine persönliche Motivation durch eigene Auslandserfahrungen.

2. Das Spanische in den USA: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die demografische Expansion des Spanischen.

2.1 Geschichte und Einwanderung: Es wird die Ausbreitung der Sprache von der ersten spanischen Landung bis zur modernen US-Expansionsgeschichte nachgezeichnet.

2.2 Aktuelle Situation: Hier wird der Status quo der spanischsprachigen Bevölkerung hinsichtlich ihrer Herkunft, Verteilung und Medienlandschaft analysiert.

2.2.1 Herkunft und geographische Verteilung: Untersuchung der heterogenen Gruppen wie Mexikaner, Puerto Ricaner und Kubaner sowie deren regionale Konzentration.

2.2.2 Sprachliche Situation Gestern und Heute: Analyse der gesellschaftlichen Einstellung zum Spanischen und des Einflusses politischer Bestrebungen wie dem English-Only-Movement.

2.2.3 Spanische Medien in den USA: Darstellung der wachsenden Bedeutung spanischsprachiger Radiosender, Fernsehsender und Printmedien als ökonomischer Machtfaktor.

2.3 Einfluss der Englischen Sprache auf die Hispanos: Erörterung der wechselseitigen Beeinflussung der Sprachen, inklusive Phänomenen wie Spanglish und Code-Switching.

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung des Spanischen und Ausblick auf die zukünftige soziokulturelle Integration der Hispanos.

Schlüsselwörter

Spanisch, USA, Hispanos, Latinos, Einwanderung, Migration, Mehrsprachigkeit, Spanglish, Code-Switching, Medienlandschaft, Integration, Kultur, Sprachpolitik, Demografie, Minderheiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung, Verbreitung und den aktuellen Status der spanischen Sprache innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die historische Genese der spanischen Sprachpräsenz, die demografische Zusammensetzung der hispanischen Gemeinschaft und soziolinguistische Auswirkungen der Sprachmischung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Spanische trotz des dominierenden Einflusses der englischen Sprache behaupten kann und wie es sich durch Kontakte mit dem Englischen verändert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, die auf Literaturrecherche, statistischen Daten (z.B. US Census Bureau) und linguistischen Beobachtungen basiert.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Rückblicke auf die Einwanderungsphasen, die aktuelle geografische Verteilung, den Einfluss der Medien und die Entstehung von Mischformen wie Spanglish.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Hispanics, Einwanderungsgeschichte, Spanglish, Sprachkonflikte, Medienpräsenz und soziolinguistische Akkulturation.

Warum spielt die Medienlandschaft eine so wichtige Rolle für das Spanische in den USA?

Die Medien fungieren als Identitätsstifter und ökonomischer Faktor; ihre Reichweite zeigt, dass die spanischsprachige Zielgruppe für den US-Markt zunehmend attraktiv und einflussreich ist.

Was genau bedeutet der Begriff "Code-Switching" im Kontext dieser Arbeit?

Er beschreibt das spontane Wechseln zwischen Spanisch und Englisch innerhalb von Gesprächen, oft bei zweisprachigen Sprechern in informellen Kommunikationssituationen.

Welche Bedeutung hat das "English-Only-Movement" für die untersuchte Sprachgruppe?

Es repräsentiert eine politische Gegenströmung, die Englisch als notwendiges Bindeglied der amerikanischen Identität betrachtet und Versuche zur offiziellen Etablierung des Spanischen ablehnt.

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Details

Title
Das Spanische in den USA
College
University of Passau
Course
Amerikanisches Spanisch
Grade
1,7
Author
Sebastian Lautsch (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V124542
ISBN (eBook)
9783640297610
ISBN (Book)
9783640302970
Language
German
Tags
Spanische Amerikanisches Spanisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Lautsch (Author), 2005, Das Spanische in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124542
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