Durch die Einsicht in das Prinzip der Mengenkonstanz und die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Zerlegen und Zusammensetzen von Zahlen mit Hilfe der Schüttelbox, erschließen sich die SuS operative Strukturen im Zahlenraum bis 10, erweitern ihr Verständnis von Anzahlen und durchdringen die Zahlzerlegung zur Notation des Additionsterms.
Um das Verständnis des Teil-Ganzes-Konzeptes zu erwerben, finden die SuS mit Hilfe der Schüttelbox verschiedene Möglichkeiten, die Zahl 6 zu zerlegen und notieren diese. Durch den reflektierten Umgang mit den Zahlzerlegungen und der Notationsform erschließen sie sich die operative Struktur dieser Zahl und schaffen sich so die notwendige Grundlage zur Entwicklung von flexiblen Rechenstrategien.
Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtsentwurf zum Unterrichtsbesuch im Fach Mathematik (Klasse 1)
1.1 Thema der Unterrichtsreihe: „Kräftig geschüttelt und verteilt!“ – Von der Zahlzerlegung zur Addition.
1.2 Ziel der Unterrichtsreihe:
1.3 Thema der Unterrichtsstunde: „Wir schütteln die 6“ – Den versteckten Zahlen auf der Spur.
1.4 Ziel der Unterrichtsstunde:
1.5 Aufbau der Unterrichtsreihe:
2. Anforderungsbereiche:
2.1 Lernaufgabe:
2.2 Schwerpunkt/Impulse der Reflexion
3. Sachanalyse
4. Differenzierungsauftrag
5. Didaktische Begründung – Bedeutung für die Kinder
6. Besonderheiten der Lernausgangslage
6.1 Lernausgangslage und Konsequenzen bezogen auf das Ziel der Stunde
6.1.1 Sachkompetenz
6.1.2 Selbstkompetenz
6.1.3 Sozialkompetenz
6.1.4 Methodenkompetenz
7. Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit besteht darin, den Schülern durch den handlungsorientierten Einsatz der Schüttelbox ein fundiertes Verständnis für das Teil-Ganzes-Konzept im Zahlenraum bis 10 zu vermitteln. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie durch die operative Zerlegung der Zahl 6 und die bewusste Reflexion der Notationsformen die Grundlage für flexible Rechenstrategien und das Operationsverständnis der Addition gelegt werden kann.
- Handlungsorientierte Einführung in das Teil-Ganzes-Konzept
- Entwicklung von Zahlvorstellungen durch die Schüttelbox
- Förderung flexibler Rechenstrategien im Zahlenraum bis 10
- Reflexion von Notationsformen zur mathematischen Darstellung
- Kompetenzentwicklung in den Bereichen Argumentieren sowie Darstellen und Kommunizieren
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Das Teil-Ganzes-Konzept ist dem Bereich der Arithmetik zuzuordnen. „Es besagt, dass sich jede Zahl aus kleineren Zahlen zusammensetzt oder umgekehrt in kleinere Zahlen zerlegen lässt“ (Anders 2015, S.10) – unter dem Zerlegen von Zahlen versteht man also das Aufteilen einer Zahl in zwei oder mehrere Summanden. Die Unterrichtsstunde fokussiert die Zerlegung in zwei Summanden. Jede Zahl n kann in n+1 Zerlegungen mit zwei Summanden zerteilt werden (vgl. Radatz/Schipper 1983, S.98). Zahlen müssen in diesem Kontext als Menge begriffen werden. Cantor definiert: „Unter einer Menge verstehen wir jede Zusammenfassung von bestimmten, wohlunterschiedenen Objekten unserer Anschauung oder unseres Denkens (die Elemente der Menge genannt werden) zu einem Ganzen“ (Padberg/Büchter 2015, S. 133).
Mit der Schüttelbox lässt sich das Teil-Ganzes-Konzept erarbeiten. Schüttelboxen sind Kästen, die mit Perlen oder anderen Gegenständen befüllt werden. In dieser Unterrichtsstunde erhalten die SuS eine Schachtel aus Karton, die mit sechs roten Holzperlen befüllt ist. In der Mitte befindet sich ein Papiersteg, so dass sich nach dem Schütteln der Schachtel die Perlen auf zwei Hälften verteilen (vgl. Padberg/Benz 2011, S. 42). Die zwei Hälften der Schüttelbox sind jeweils mit einem Zehnerfeld hinterlegt. Das Zehnerfeld gliedert sich in zwei Zeilen mit je fünf Kreisen und hebt somit sowohl die Zahl 5 als auch die Zahl 10 als Stützpunk-Zahlen hervor.
Zusammenfassung der Kapitel
Unterrichtsentwurf zum Unterrichtsbesuch im Fach Mathematik (Klasse 1): Dieser Abschnitt definiert das Thema, die Ziele sowie den strukturellen Aufbau der gesamten Unterrichtsreihe.
Anforderungsbereiche: Hier werden die Lernaufgaben in verschiedene kognitive Anforderungsstufen unterteilt und mit entsprechenden Impulsen für die Reflexion verknüpft.
Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die mathematischen Grundlagen des Teil-Ganzes-Konzepts und die Funktionsweise der Schüttelbox als didaktisches Arbeitsmittel.
Differenzierungsauftrag: Hier wird der weiterführende Auftrag zur Zerlegung der Zahl 7 beschrieben, der die mentalen Vorstellungsbilder vertieft.
Didaktische Begründung – Bedeutung für die Kinder: Das Kapitel begründet, warum die Zerlegung der Zahl 6 eine zentrale Basis für das Verständnis von Anzahlen und der Addition bildet.
Besonderheiten der Lernausgangslage: Hier erfolgt eine detaillierte Zuordnung der Kompetenzerwartungen aus den Lehrplänen zu den jeweiligen Schülerkompetenzen (Sach-, Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz).
Verlaufsplan: Dieser Teil bietet eine zeitlich gegliederte Übersicht der Unterrichtsphasen, inklusive der eingesetzten Sozialformen und Medien.
Schlüsselwörter
Mathematik, Unterrichtsplanung, Schüttelbox, Zahlzerlegung, Teil-Ganzes-Konzept, Addition, Grundschule, Additionsterm, Rechenstrategien, Mengenkonstanz, Operatives Verständnis, Zehnerfeld, Didaktik, Kompetenzförderung, Zahlenraum bis 10
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Die Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der Einführung in die systematische Zahlzerlegung im Zahlenraum bis 10, um das fundierte Verständnis für Additionen und Zahlstrukturen bei Schülern der ersten Klasse zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Teil-Ganzes-Konzept, die Arbeit mit konkreten Arbeitsmitteln (Schüttelbox), die Entwicklung mentaler Vorstellungsbilder sowie die Einführung in die mathematische Notation.
Welches primäre Ziel wird mit der Unterrichtsstunde verfolgt?
Ziel ist es, dass die Schüler durch das eigenständige Zerlegen der Zahl 6 mittels der Schüttelbox die operative Struktur der Zahl erkennen und diese Erkenntnisse in einer mathematischen Notation festhalten können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben dem exemplarischen Lernen nach Klafki setzt die Stunde stark auf handlungsorientierte Ansätze, die durch die Phasenmodellierung (Ich-Phase, Du-Phase, Wir-Phase) strukturiert werden.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Sachanalyse, die didaktische Begründung der Methodenwahl sowie eine detaillierte Kompetenzzuordnung gemäß den aktuellen Richtlinien für die Grundschule.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit zeichnet sich primär durch Mathematikdidaktik, Zahlzerlegung, die Anwendung der Schüttelbox und die Förderung der prozessbezogenen Kompetenzen aus.
Warum wird speziell die Zahl 6 für die Unterrichtsstunde gewählt?
Die Zahl 6 wurde ausgewählt, da sie über die Menge von fünf Fingern hinausgeht, aber dennoch eine übersichtliche Anzahl von Zerlegungsmöglichkeiten bietet, was sie ideal für den ersten Aufbau operativer Strukturen macht.
Welche Rolle spielt das „Zehnerfeld“ in der gewählten Schüttelbox?
Das Zehnerfeld unterstützt das quasi-simultane Erfassen der Perlenmengen und hilft den Schülern, die Anzahlen in direkte Beziehung zu den Stützpunktzahlen 5 und 10 zu setzen.
Wie unterscheidet sich die „Ich-Phase“ von der „Du-Phase“?
In der Ich-Phase steht die individuelle Erkundung und Dokumentation der Zahlzerlegung im Fokus, während die Du-Phase dem dialogischen Austausch mit einem Partner dient, um die Zerlegungsergebnisse zu vergleichen und zu ergänzen.
Was ist das Ziel des „Differenzierungsauftrags“?
Der Differenzierungsauftrag dient dazu, leistungsstärkere Schüler zu fordern, indem sie die Zerlegung der Zahl 7 vornehmen und sich dabei zunehmend von der haptischen Arbeit mit der Schüttelbox lösen, um mentale Vorstellungsbilder zu nutzen.
- Arbeit zitieren
- Julia Roth (Autor:in), 2016, Unterrichtsentwurf im Fach Mathematik für Klasse 1. Schüttelboxen: "Kräftig geschüttelt und verteilt!", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245442