Neue MDK Prüfungen in der Pflege


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

18 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis [optional in Hausarbeiten]

1 Einleitung

2 Qualitätssicherung und -management
2.1 Notwendigkeit einer Qualitätssicherung
2.2 Grundlagen der Qualitätssicherung und -entwicklung
2.3 PDCA-Zyklus als Instrument der Qualitätssicherung

3 Fallbeispiel
3.1 Ausgangslage
3.2 Theoretischer Hintergrund
3.3 Methodische Vorgehensweise zur Ermittlung geeigneter Indikatoren in der Pflege …

4 Notwendigkeit von Qualität in der Praxis

5 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis [optional in Hausarbeiten]

Abbildung 1: Ansatz und Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Pflege

Abbildung 2: Deming-Kreis

Abbildung 3: Ablauf inhaltlicher Herleitungen von Kennzeichen und Merkmalen für die Qualität in der Pflege

Abbildung 4: Skizzierung der Vorgehensweise der Merkmale

1 Einleitung

In dieser Arbeit werden die Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) betrachtet. Das Prüfungsinstrument der MDK bearbeitet konkret die Frage, inwiefern das Prüfungsinstrument des MDK die Qualität und dabei insbesondere die Ergebnisqualität von Pflegeeinrichtungen tatsächlich beurteilt beziehungsweise beurteilen kann. Die Untersuchung der Ergebnisse der Leistungen von MDK ist insofern wichtig, da es nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht wurde, um allgemein gültige Sachverhalte und Zusammenhänge generalisiert ausdrücken zu können (Görres et al. 2008:3-5, Siefert 2019:20). Um laut Görres (2008:3-7) eine fundierte Aussage für eine Beurteilung von Ergebnisqualität in der Pflege treffen zu können bedarf es demnach pflegeintensiver Outcomes. Die meisten Instrumente unter anderen auch das MDK, orientieren sich jedoch vorwiegend an klinisch-medizinischen Parametern, die oftmals nur bedingt in der Pflege vorkommen, wodurch das Erfassen und Bewerten einiger Parameter nicht oder lediglich sehr eingeschränkt benutzt werden kann. Dies liegt vor allem ebenfalls daran, dass Zielgruppen und das gesamte Setting in den Pflegeheimen oftmals nicht in die allgemeinen Bewertungsmuster passen. Das bislang größte Hindernis der MDK-Prüfung in Pflegeheimen ist demnach, dass vergleichende, großflächig angelegte und methodisch anspruchsvolle empirische Forschung zur Wirksamkeit von Qualitätssicherungsmaßnahmen, insbesondere zum Outcome der Pflege, fehlen. Der Prüfkatalog der MDK entspricht des Weiteren nicht in ausreichender Form und Ausführung der Pflegewissenschaft, wodurch zahlreiche Gütekriterien nicht berücksichtigt werden können. Dies ist der verheerendste Nachteil der derzeitigen Prüfinstrumente. Die Qualität in der Pflege richtet sich vor allem nach den Ergebnissen. Die Frage nach der Qualität ist in zahlreichen Branchen eines der wichtigsten Messinstrumente, wodurch vor allem die Qualitätsverbesserung eine führende Rolle einnimmt (Sperl 1996:9-13).

Ziel dieser Arbeit ist es demnach Lösungen für die oben genannten Hindernisse und Probleme zu finden und Indikatoren, Instrumente und Bewertungen herauszufinden, die der Pflegewissenschaften entsprechen und fundiertere und allgemeinere Aussagen über MDK-Prüfungen in der Pflege treffen zu können.

2 Qualitätssicherung und -management

2.1 Notwendigkeit einer Qualitätssicherung

Grundsätzlich folgt das Qualitätsmanagement in der Pflege den Konzepten der übrigen Bereiche der Gesundheitsversorgung. Hier wie dort werden Qualitätsanforderungen maßgeblich von der Profession entwickelt und mithilfe verschiedener Instrumente Qualitätsverbesserungen verfolgt. Besonderheiten in der Pflege betreffen vor allem die gesetzliche Verbindlichkeit der zurzeit vorliegenden sieben sogenannten Expertenstandards und die seit 2009 durchgeführten und veröffentlichten externen Qualitätsprüfungen. Erste Ergebnisse dieser Qualitätsprüfungen bescheinigen eine durchschnittlich gute Qualität der stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegedienste. Gleichzeitig wurde jedoch ein großer Weiterentwicklungsbedarf sowohl bei den Qualitätskriterien als auch bei der Bewertungssystematik deutlich. Hierzu findet aktuell eine kontroverse Diskussion zwischen Pflegewissenschaften, Leistungserbringern und Kostenträgern statt (Geraedts et al. 2011:185-189).

Demnach ist es wichtig Rahmenbedingungen und Charakteristiken zu definieren, die es in der Pflege zu implementieren gilt, die die Qualitätssteigerung gewährleisten. Im Rahmen einer Perspektivwerkstatt des Zentrums für Pflege (ZQP) wurde demnach eine neue Ordnung für die Qualitätsdiskussion anhand getrennt zu betrachtender und zu diskutierender Bereiche initiiert und vorgeschlagen (Eggert 2013:4-11, Büscher 2013:17-22).

Ziele dieser Implementierung sollen vor allem die Qualität professionellen Pflegehandels sein. Das bedeutet, dass sich eine Schärfung des fachlichen Profils der ambulanten Pflege hinsichtlich einer zukünftigen Aufgabe, die sich aus einem erweiterten Verständnis des neuen Begriffs der Pflegebedürftigkeit ergibt und sich daraus eine neue Grundlage mit besserer Qualität und Erweiterung des derzeit eingeschränkten und begrenzten Leistungsspektrum ergibt. Zusätzlich gilt es das Ausmaß und die Inhalte ambulanter Pflege kommunikativ auszuhandeln und sich darüber zu verständigen, wie sich angesichts der oftmals unterschiedlichen Vorstellungen der Angehörigen eines betrachteten Pflegehaushaltes und der Mitarbeiter eines professionellen Pflegedienstes vereinen lassen. Infolgedessen ist es wichtig eine partizipative Aushandlung und Vereinbarung von Zielen und Maßnahmen in Hilfeplänen festzulegen. Zwar liegt die letztendliche Entscheidung über das Verfahren bei dem Betroffenen Patienten und den Angehörigen, jedoch obliegt dem professionellen Pflegedienst die Aufgabe, die aus fachlicher Perspektive wichtigen Aspekte aufzuzeigen und ein dementsprechendes Unterstützungsangebot zu unterbreiten und somit eine Entscheidungsstütze zu liefern. Daran anknüpfend ist die individuelle Pflegebedürftigkeit und Teilhabe als Ausgangspunkt zur Einschätzung der Pflegequalität unabdinglich. Diese Aspekte verweisen darauf, in Zukunft die Qualität der Pflege nicht lediglich institutionell zu betrachten, sondern ebenfalls zahlreiche Aspekte der individuellen Situation des zu betrachteten pflegebedürftigen Menschen mit berücksichtigen zu können, Veränderungen zu erfassen und demnach zu überprüfen. Ziel dabei ist es vor allem einzuschätzen, ob Veränderungen die Konsequenz fortschreitender Krankheitsprozesse, individueller Entscheidungen oder unzureichender professioneller Versorgung sein könnte.

Objektive und subjektive Parameter der Lebensqualität sind Aspekte des Wohlbefindens und der Sicherheit. Diese haben eine entscheidende Bedeutung, wenn es um die subjektive Wahrnehmung der Qualität der Versorgung geht. Die Sicherstellung dieser Aspekte ist eine Aufgabe, die einige Herausforderungen mit sich bringen kann, die über externe Qualitätsprüfungen nur bedingt sichergestellt werden kann. Die lokale Infrastruktur dient der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen und kann in keinem Fall separat von ihrer lokalen Umwelt betrachtet und beurteilt werden. Sie ist in einem äußerst hohen Maße von der Umwelt bestimmt, wodurch demnach Fragen des Lebens mit Pflegebedürftigkeit und der häuslichen Qualität und Versorgung auf der lokalen und kommunalpolitischen Agenda sein sollten (Büscher und Krebs 2018:3-8)

2.2 Grundlagen der Qualitätssicherung und -entwicklung

Die Qualitätsentwicklung setzt eine bestimmte Entwicklung der Profession voraus. Insbesondere die Pflege befindet sich in einer Übergangsphase von einem Stadium der traditionellen Helferberufe hin zu einer modernen Gesundheitsprofession (Fischer et al. 2000:80-84, Hensen 2019:32-34). In der Pflege gibt es ein erhebliches Missverständnis zwischen der Qualitätssicherung und deren Umsetzung. Untersuchungen zur Umsetzung in der Pflege zeigen vor allem, dass das Unwissen zu Unsicherheiten und Skepsis führen, sodass deren Wirkung oftmals stark eingeschränkt werden (Fischer et al. 2000:80-84, Ewers 1996:96-102).

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Neue MDK Prüfungen in der Pflege
Hochschule
Universität Witten/Herdecke
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V1245595
ISBN (Buch)
9783346675118
Sprache
Deutsch
Schlagworte
MDK, medizinische Pflege, Pflegewissenschaften, MDK in der Pflege, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, PDCA, PDCA-Zyklus
Arbeit zitieren
Maurice Maaß (Autor:in), 2020, Neue MDK Prüfungen in der Pflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245595

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