Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen des Dynamic Pricing im Onlinehandel zu geben. Zuerst werden die theoretischen Grundlagen, die Einordnung im Preismanagement und die Definition beschrieben. Anschließend erfolgt anhand von repräsentativen Beispielen eine Untersuchung der Faktoren, welche maßgeblichen Einfluss auf den dynamischen Preisbildungsprozess haben. Des Weiteren soll herausgefunden werden, wo die Grenzen beim Dynamic Pricing liegen. Es wird zum einen diskutiert, inwiefern die Kunden Dynamic Pricing akzeptieren und welche Folgen es haben kann, wenn Unternehmen das entgegengebrachte Vertrauen missbrauchen. Zum anderen wird der gesetzliche Rahmen untersucht, innerhalb dessen sich der dynamische Preisbildungsprozess abspielt. Abschließend wird die Zielerreichung erörtert und einer kritischen Würdigung unterzogen. Darüber hinaus werden ein Ausblick und weitere Perspektiven bezüglich dieses Themas gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition
2.2 Ziele
3 Faktoren
3.1 Zeitpunkt
3.2 Dringlichkeit
3.3 Standort
3.4 Endgeräte
3.5 Kundenprofil
4 Grenzen
4.1 Frustration der Kunden
4.2 Gesetzlicher Rahmen
4.2.1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
4.2.2 Datenschutzrechtliche Zulässigkeit
4.2.3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen des Dynamic Pricing im Onlinehandel, untersucht maßgebliche Einflussfaktoren auf dynamische Preisbildungsprozesse und bewertet die rechtliche sowie konsumentenpsychologische Zulässigkeit dieser Strategie.
- Grundlegende Definition und Ziele dynamischer Preisstrategien
- Einflussgrößen wie Zeitpunkt, Standort und Kundenverhalten
- Herausforderungen durch Kundenfrustration und Reputationsrisiken
- Rechtliche Bewertung nach aktuellem deutschen Wettbewerbs- und Datenschutzrecht
- Zukünftige Perspektiven durch Technologie und künstliche Intelligenz
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Durch den Wandel vom Verkäufer- hin zum Käufermarkt bedingt, wird es für Unternehmen immer schwieriger mit klassischen Preisstrategien im Konkurrenzkampf zu überleben. Während noch vor einigen Jahren die zurechenbaren Kosten des Produkts einen ausschlaggebenden Faktor für die Preisbildung darstellten, ist es heute essentiell, sich an den Strategien direkter Konkurrenten und der Nachfrageseite zu orientieren. Die Folge ist eine über den Lebenszyklus des Produkts dynamische Preisanpassung im Zeitverlauf, um zum einen den größtmöglichen Profit zu erwirtschaften und zum anderen, vorhandene Lagerkapazitäten optimal zu nutzen. Neben den schon seit Jahren bekannten Anwendungsgebieten wie den Treibstoffpreisen an Tankstellen oder im Einzelhandel, spielt heute mehr denn je der Online-Vertrieb die wichtigste Rolle. Viele Unternehmen wenden mittlerweile das Direct-to-Customers Geschäftsmodell über das Internet an, welches ihnen ermöglicht, sensible Informationen über den Kunden zu sammeln und zur individuellen Preisbildung zu verwenden. Durch hochentwickelte, selbstlernende Computerprogramme – sogenannte Algorithmen – ist es möglich, in Echtzeit und mit äußerst geringem logistischem Aufwand, jeden Kunden individuell zu bewerten und Preise festzulegen.
Die schnelle Entwicklung im Bereich der Informationstechnik bietet für den Endverbraucher bzw. den Kunden neben vielen Vorteilen auch einige Nachteile. Jeder Online-Kauf, jeder Klick und jede „Gefällt mir“ Angabe wird registriert und gespeichert. Bei Verwendung des Internets hinterlässt jeder Nutzer, ob bewusst oder unbewusst, Spuren, welche die oben angeführten Algorithmen mit Daten versorgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den rasant wachsenden E-Commerce und die wachsende Bedeutung von Dynamic Pricing als Instrument zur individuellen und echtzeitbasierten Preisoptimierung.
2. Grundlagen: Hier wird der theoretische Rahmen von Dynamic Pricing als Teil des Preismanagements gesteckt und der Begriff durch die Zielsetzung der Erlösmaximierung definiert.
3. Faktoren: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Einflussfaktoren, wie den Zeitpunkt, die Dringlichkeit, den Standort und das Endgerät, welche bei Preisalgorithmen zur Kundendifferenzierung herangezogen werden.
4. Grenzen: Dieser Abschnitt thematisiert die Risiken durch Kundenunzufriedenheit sowie die rechtlichen Schranken durch AGG, Datenschutz und UWG im Kontext dynamischer Preise.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Vor- und Nachteile von Dynamic Pricing zusammen und diskutiert künftige technologische Entwicklungen bis hin zum stationären Handel.
Schlüsselwörter
Dynamic Pricing, Preismanagement, Onlinehandel, Algorithmen, Preisdifferenzierung, Datenverarbeitung, Kundenprofil, Erlösmaximierung, Wettbewerbsrecht, Datenschutz, Kundenzufriedenheit, Personalisierung, E-Commerce, Kaufverhalten, Preisstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Seminararbeit behandelt das Konzept des "Dynamic Pricing", also die dynamische Anpassung von Preisen im Onlinehandel in Echtzeit basierend auf Nachfrage und Kundendaten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Preismanagements, die technischen Faktoren der Preisbildung sowie die rechtlichen und sozialen Grenzen dieser Strategie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten zur Erlössteigerung durch Dynamic Pricing zu geben und gleichzeitig die ethischen sowie rechtlichen Risiken kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die einschlägige Fachliteratur und Studien nutzt, um den aktuellen Stand der dynamischen Preisgestaltung zu erläutern und einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Einflussfaktoren (wie Standort oder Endgeräte) und die Analyse der Grenzen durch Kundenakzeptanz und geltendes Recht in Deutschland.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Preisdifferenzierung, Algorithmen, Daten-Tracking, Diskriminierungsverbot und Gewinnmaximierung geprägt.
Wie beeinflussen technische Geräte die Preisgestaltung?
Untersuchungen zeigen, dass Anbieter die Zahlungsbereitschaft anhand des genutzten Endgeräts (z.B. Apple vs. Windows) oder mobil vs. stationär bewerten und entsprechend variable Preise ausspielen.
Welche Rolle spielt die Privatsphäre beim Dynamic Pricing?
Da Dynamic Pricing massiv auf Nutzerdaten angewiesen ist, muss die Verarbeitung dieser Daten zwingend den Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen, um rechtlich zulässig zu sein.
Ist Dynamic Pricing im stationären Handel möglich?
Ja, durch digitale Preisschilder lässt sich die Dynamik des Onlinehandels auch auf den stationären Handel übertragen, was in einigen Supermärkten bereits praktiziert wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Dynamic Pricing im Onlinehandel. Möglichkeiten und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1246542