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Der Wicca auf seinem Weg nach Deutschland. Geschichte und Entwicklung

Titel: Der Wicca auf seinem Weg nach Deutschland. Geschichte und Entwicklung

Fachbuch , 2022 , 31 Seiten

Autor:in: Lunas (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die geschichtlichen Hintergründe des Wicca auf seinem Weg nach Deutschland zu beleuchten. 1949 erschien ein vermeintlicher Fantasy-Roman mit dem Titel "High Magic’s Aid" in England. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, dass sich hinter dem Pseudonym ‚Scire‘ des Autors niemand geringeres als Gerald Brosseau Gardner verbarg und dass dieses Buch auch weitaus mehr war als ein Fantasy-Roman. Gardner, zum damaligen Zeitpunkt ein Beamter, versuchte über dieses Buch Informationen über lokale Traditionen des Hexentums zu verbreiten.

Die Tarnung als Roman hatte den simplen Zweck des Selbschutzes, denn „Hexerei“ galt zu dieser Zeit in England immer noch als eine Straftat. Nach der Aufhebung dieses Verbotes erschien 1954 ein weiteres Buch, "Witchcraft Today", dieses einmal unter Gardners richtigem Namen. Es sollte dieses Buch sein, dass den Grundstein dafür legte, die losen Traditionen des Hexentums aus Südengland in eine einheitliche Theologie zu formen, die später als Wicca bekannt wurde und heute nach der Auffassung vieler Forschender schon den Status einer Weltreligion erreicht hat.

In Amerika stieg die Anzahl initiierter Wiccas von 1990 bis 2014 um ganze 11.775%, in England gewann Wicca allein zwischen den Jahren 2001 und 2011 über 56.000 neue Anhänger. In Deutschland beläuft sich die Zahl initiierter Wiccas 2020 Schätzungen mehrerer Experten nach auf circa 170.000 bis 300.000. Trotz diesem massiven Zuwachs an Gläubigen in der ganzen Welt beschäftigt sich die meiste Fachliteratur nur mit praktischer Theologie oder dem Leben von einzelnen Personen wie Gerald Gardner. In dieser Publikation hingegen wird auf die britische Geschichte des Wicca nur kurz zum besseren Verständnis der Thematik eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Abriss

1 Der Ursprung

1.1 New-Forest-Coven

1.2 Bricket-Wood Coven

2 Umbruch und Abspaltung

2.1 Thelma Capel

2.2 Jack Bracelin

3 Sachsenwald

3.1 Traditionen

3.2 Der Weg in die moderne Welt

3.3 Hamburg

4 Fazit

4.1 Zusammenfassung der Publikation

4.2 Reflexion des Mehrwerts

4.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die historischen Hintergründe und die Entwicklung des Wicca-Glaubens auf seinem Weg von den Ursprüngen in Südengland bis hin zur Etablierung in Deutschland nachzuzeichnen. Dabei steht insbesondere die Verbindung zwischen den britischen Wurzeln und den spezifischen Strukturen der deutschen Coven im Fokus der Untersuchung.

  • Historische Wurzeln des englischen Hexentums (New-Forest- und Bricket-Wood-Coven)
  • Strukturelle Transformationen durch Reformbewegungen und Abspaltungen
  • Die Entwicklung des "Sachsenwald-Coven" als Fallbeispiel für die Präsenz in Deutschland
  • Analyse der Überlieferung und Weitergabe von rituellen Lehren und Traditionen

Auszug aus dem Buch

1 Der Ursprung

Wo genau der allgemeine Paganismus („Heidentum“) Englands aufhört und wo das beginnt, was wir heute als Wicca kennen, ist umstritten. Gerald Gardner kam nachweislich erstmals in den 1930er Jahren mit einer okkulten Gruppe, dem Rosenkreuzerorden Crotana in Verbindung. Es ist heute bekannt, dass Gardner diese Gruppe und vor allem ihren Anführer, dem er vorwarf, ein unzureichendes Wissen über Theologie zu haben, stark kritisierte und sie gegen Ende der 30er Jahre wieder verließ, allerdings nicht allein.

In der Gruppe lernte Gardner mehrere Personen kennen, unter anderem die Geschwister Ernest und Susie Mason, die mit ihm gemeinsam den Orden verließen. In einem Interview mit Jack Bracelin (siehe auch 2.2) sollte Gardner später über die Geschwister und seine Erfahrungen mit ihnen in der Gruppe sagen: „Sie schienen eher von Anderen eingeschüchtert zu sein und blieben eher bei sich selbst. Dennoch waren sie die interessantesten Personen. Im Gegensatz zu den anderen hinterfragten sie die Lehren des Leiters und besaßen großes Wissen. [...]“ Die Geschwister waren es auch, die Gardner wenig später mit einer Frau bekanntmachten, die von Gardner später nur „Dafo“ genannt wurde.

Nach Forschungen mehrerer Historiker, unter anderem Professor Ronald Hutton und Philip Heselton, lässt sich heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass es sich bei der ominösen Dafo um eine Frau mit dem Namen Edith Woodford-Grimes gehandelt haben muss. Gardner war eng mit ihr befreundet und bekam 1939 über sie Kontakt zu einer Gruppe von Hexen, dem New-Forest-Coven.

Zusammenfassung der Kapitel

Abriss: Einleitende Betrachtung der Anfänge des modernen Hexentums durch Gerald Gardner und dessen Entwicklung zu einer globalen Glaubensbewegung.

1 Der Ursprung: Untersuchung der frühen okkulten Kontakte Gardners und der Entstehung des New-Forest-Coven als Ausgangspunkt der Wicca-Tradition.

1.1 New-Forest-Coven: Beleuchtung der Hintergründe dieser frühen Gruppe und der Initiierung Gardners im Jahr 1939.

1.2 Bricket-Wood Coven: Darstellung der Gründung des Coven durch Gardner nach seinem Umzug und dessen Bedeutung für die Verbreitung der einheitlichen Wicca-Theologie.

2 Umbruch und Abspaltung: Analyse der internen Spannungen und Reformforderungen durch langjährige Mitglieder wie Doreen Valiente.

2.1 Thelma Capel: Betrachtung der Phase, in der Capel als Hohepriesterin wichtige strukturelle und rituelle Reformen durchführte.

2.2 Jack Bracelin: Analyse des Einflusses von Bracelin, der durch seine lockere Handhabung der Beitrittsregeln maßgeblich zur Verbreitung des Wicca beitrug.

3 Sachsenwald: Fokus auf die Gründung des ersten Coven in Deutschland unter Mitwirkung von Rita und deren Verbindung zum britischen Wicca.

3.1 Traditionen: Beschreibung der spezifischen Ausrichtung, der Entscheidungsprozesse und der rituellen Organisation im Sachsenwald-Coven.

3.2 Der Weg in die moderne Welt: Schilderung der weiteren organisatorischen Entwicklung hin zu einem konziliaren Führungssystem und der Bildung von Tochtercoven.

3.3 Hamburg: Dokumentation der räumlichen Verlagerung des Coven-Standorts in den Raum Hamburg.

4 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der gewonnenen Erkenntnisse über die Ausbreitung des Wicca von England nach Deutschland.

4.1 Zusammenfassung der Publikation: Kurzfassung des inhaltlichen Bogens von den Anfängen bis zur modernen Struktur des Sachsenwald-Coven.

4.2 Reflexion des Mehrwerts: Einordnung der Arbeit in das Feld der religionsgeschichtlichen Forschung, insbesondere hinsichtlich der deutschen Wicca-Geschichte.

4.3 Ausblick: Aufruf zu weiterführender Forschung und zur Sicherung historischer Dokumente.

Schlüsselwörter

Wicca, Wicca-Religion, Neopaganismus, Hexentum, Gerald Gardner, New-Forest-Coven, Bricket-Wood-Coven, Sachsenwald-Coven, Initiation, Ritualistik, Hexenverfolgung, Religionsgeschichte, Ordenswesen, Buch der Schatten, Doreen Valiente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation beleuchtet die geschichtliche Entstehung und Entwicklung des Wicca-Glaubens, ausgehend von frühen englischen Coven bis hin zu dessen Weg und Struktur innerhalb Deutschlands.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die Anfänge des Wicca durch Gerald Gardner, die Bedeutung lokaler Traditionen wie dem New-Forest-Coven sowie die organisatorischen Veränderungen und der Transfer der Traditionen nach Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entwicklungslinien des traditionellen Wicca aufzuzeigen und insbesondere die Entstehung sowie Etablierung eines der ersten Coven in Deutschland wissenschaftlich zu dokumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse unter Einbeziehung zahlreicher Fachmonografien, Internetquellen sowie der Auswertung von zeitgeschichtlichen Primärdokumenten und persönlichen Berichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung britischer Ursprünge (New-Forest/Bricket-Wood), die Phasen des Umbruchs (Reformen durch Capel/Valiente) und die spezifische deutsche Entwicklung in Sachsenwald und Hamburg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neopaganismus, Coven-Struktur, Traditionen des Gardner-Wicca sowie die historische Bedeutung und Weitergabe von rituellen Inhalten.

Warum spielt der Sachsenwald-Coven eine so entscheidende Rolle in der Arbeit?

Er dient als konkretes Fallbeispiel für die Etablierung des Wicca in Deutschland und zeigt auf, wie Traditionen aus England adaptiert, reformiert und erfolgreich in einem anderen kulturellen Kontext fortgeführt wurden.

Welche Funktion hat das im Anhang aufgeführte "alte Gesetz"?

Das Dokument bietet eine historische Einsicht in die internen Regeln des Gardnerian-Wicca, ihre Entstehung im Kontext der Hexenverfolgung und ihre ursprüngliche Funktion als Mittel zur Konfliktlösung innerhalb der Coven.

Wie wurde die Transformation von englischen zu deutschen Coven-Strukturen vollzogen?

Durch die Etablierung von Gremien wie dem "Konzil" und die Einführung von Initiationsdokumentationen passte sich der Coven den Anforderungen einer wachsenden Religionsgemeinschaft an, während er gleichzeitig die traditionelle Anbindung wahrte.

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Details

Titel
Der Wicca auf seinem Weg nach Deutschland. Geschichte und Entwicklung
Autor
Lunas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
31
Katalognummer
V1246635
ISBN (PDF)
9783346739650
ISBN (Buch)
9783346739667
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wicca Neopaganismus Theologie Religionsgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lunas (Autor:in), 2022, Der Wicca auf seinem Weg nach Deutschland. Geschichte und Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1246635
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Leseprobe aus  31  Seiten
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