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Wie funktioniert das Gedicht "Auf der Terrasse" und wie geht der junge Stefan George mit Sprache um?

Title: Wie funktioniert das Gedicht "Auf der Terrasse" und wie geht der junge Stefan George mit Sprache um?

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Es soll untersucht werden, wie das Gedicht "Auf der Terrasse" funktioniert und wie Auswahl, Maß und Klang dabei wirken. Basierend auf dieser Untersuchung soll Georges Umgang mit Sprache beleuchtet werden, ebenso wie die Folgen auf die Rezeption.

Der Lyriker Stefan George durchlebte in seiner Zeit als Dichter, die schon in jungen Jahren begann, mehrere dichterische Entwicklungen. Der junge George erlebte 1890 den Höhepunkt einer persönlichen Sprachkrise, bei der er sich nicht sicher war, in welcher Sprache er schreiben und dichten solle und bei der er sogar mit einer von ihm geschaffenen Kunstsprache experimentierte. Die lingua romana, wie er sie nannte, resultierte aus seiner intensiven Beschäftigung mit den romanischen Sprachen und war nicht sein erster Versuch einer artifiziellen Sprache. Nach einigen Übersetzungen, insbesondere aus dem Französischen, und dem engen Kontakt zu Frankreich und dem Symbolismus fand George seine Dichtersprache und veröffentlichte seinen ersten Zyklus. Die folgende Arbeit analysiert das Gedicht „Auf der Terrasse“ aus dem Zyklus „Hymnen“. Grundlage der Analyse ist ein Merkspruch aus den von George gegründeten Blättern für die Kunst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gedichtanalyse Auf der Terrasse

3. Dichtung über Dichtung

4. Georges „Spracherneuerung“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gedicht „Auf der Terrasse“ von Stefan George hinsichtlich seiner formalen und inhaltlichen Funktion sowie des spezifischen Umgangs des Autors mit Sprache. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie George durch eine bewusste Instrumentierung von Klang, Maß und Wortwahl eine symbolistische Ästhetik erzeugt, die den Leser zur Transzendenz des Alltäglichen herausfordert.

  • Analyse der lautlichen Dimension und des Vokalreichtums im Gedicht
  • Untersuchung der symbolistischen „Spracherneuerung“ und Formgebung
  • Deutung der Rolle des lyrischen Ichs als reflektierender Dichter
  • Einordnung des Werks in den Kontext von Symbolismus und „poesie pure“
  • Reflektion über die elitäre Rezeption und ästhetische Exklusivität

Auszug aus dem Buch

Gedichtanalyse Auf der Terrasse

Das Gedicht Auf der Terrasse erscheint 1890 als Privatdruck im Zyklus „Hymnen“. Im Folgenden wird eine Analyse des Gedichts vorgenommen, die sich neben der Deutung insbesondere auf den Umgang mit Sprache konzentriert. Da sich dieser bei George bereits auf den ersten Blick im Schriftbild unterscheidet, ist es sinnvoll, Georges eigentümlichen Druck der bloßen Zitation voranzustellen.

Es ist offensichtlich, dass der Druck sowohl in der Formation als auch im Schriftbild vom bekannten Duktus abweicht. Das Gedicht beginnt - zunächst ohne ersichtlichen Grund - im unteren Drittel der linken Seite, auf der nur die Überschrift und die erste Strophe stehen. Die drei folgenden Strophen stehen auf der rechten Seite, obwohl das Gedicht ohne große Veränderungen auch auf eine Seite hätte gedruckt werden können. George entwickelte seine eigenen Konventionen für die Formation seiner Gedichte, die sich klar von der Norm unterscheidet. Ebenfalls nicht der Norm entsprechend ist Georges Zeichensetzung. Er verwendet keine Kommata, macht sich das Kolon zu eigen (Vers 2 und 13) und setzt Doppelpunkte (Vers 8). Des Weiteren löst George das „ß“ in „ss“ auf (Vers 5) und verwendet Majuskeln nur an Versanfängen. Dieser Umgang mit der Sprache und ihren Konventionen deutet auf Georges Verhältnis zu ihr. Er bedient sich an Vorhandenem, formt es um und bereichert es so. Was optisch angedeutet wird, soll nun tiefergehend untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Sprachkrise des jungen Stefan George und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zur Funktionsweise des Gedichts „Auf der Terrasse“.

Gedichtanalyse Auf der Terrasse: Detaillierte Untersuchung des Schriftbildes, der Lautlichkeit, der Versstruktur und der Motivik des Gedichts unter Einbezug relevanter Forschungsliteratur.

Dichtung über Dichtung: Interpretation des lyrischen Ichs als Dichter, der über seinen eigenen schöpferischen Prozess und die Suche nach sprachlicher Epiphanie reflektiert.

Georges „Spracherneuerung“: Einordnung von Georges Sprachgebrauch in den französischen Symbolismus und Analyse seines bewussten Bruchs mit konventionellen Ausdrucksformen zugunsten einer „poesie pure“.

Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse, die Georges Werk als innovative, exklusive Dichtung charakterisiert, welche Form und Inhalt zu einer kalkulierten Einheit verschmelzen lässt.

Schlüsselwörter

Stefan George, Auf der Terrasse, Symbolismus, Lyrik, Spracherneuerung, Instrumentierung, Lautlichkeit, Epiphanie, poesie pure, Versstruktur, Seelenzustand, Dichtergedicht, Ästhetik, Exklusivität, Sinnbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das frühe Gedicht „Auf der Terrasse“ des Lyrikers Stefan George unter besonderer Berücksichtigung seiner spezifischen Formsprache und seines symbolistischen Kontexts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die lautliche Gestaltung der Verse, das Verhältnis von Form und Inhalt, der Einfluss des Symbolismus sowie die philosophische Ebene der Dichtung als Ausdruck von Seelenzuständen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, wie George durch bewusste sprachliche Modifikationen und strikte Formgebung eine eigene ästhetische Qualität schafft, die über bloße Kommunikation hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Methoden der Textanalyse und Verslehre, ergänzt durch einen komparatistischen Blick auf den zeithistorischen Symbolismus und die Forschungsliteratur zu Stefan George.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gedichtanalyse, die Besprechung des Gedichts als „Dichtung über Dichtung“ sowie die Untersuchung von Georges radikalem Bruch mit gängigen Sprachkonventionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen neben dem Autor und dem Titel vor allem Begriffe wie Symbolismus, Instrumentierung der Sprache, poesie pure und ästhetische Exklusivität.

Warum verwendet Stefan George eine so ungewöhnliche Zeichensetzung?

Die unkonventionelle Formatierung und Zeichensetzung dienen dazu, die Sprache vom Alltag zu lösen und den Text als ein bewusst kalkuliertes, ästhetisches Konstrukt zu markieren.

Was versteht man unter dem Begriff „Instrumentierung“ im Gedicht?

In Anlehnung an Wagners Musik bezeichnet der Begriff die präzise, fast mathematische Abstimmung von Vokalen und Konsonanten, um eine inhaltliche Stimmung – etwa das Fließen eines Gusses – lautlich nachzuahmen.

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Details

Title
Wie funktioniert das Gedicht "Auf der Terrasse" und wie geht der junge Stefan George mit Sprache um?
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V1247204
ISBN (PDF)
9783346676429
ISBN (Book)
9783346676436
Language
German
Tags
Stefan George Dichtung über Dichtung Spracherneuerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Wie funktioniert das Gedicht "Auf der Terrasse" und wie geht der junge Stefan George mit Sprache um?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247204
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