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Kleopatra im Film. Plutarchs Kleopatra-Darstellung sowie Stereotypenbildung

Titel: Kleopatra im Film. Plutarchs Kleopatra-Darstellung sowie Stereotypenbildung

Hausarbeit , 2022 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marco Fiedler (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Figur Kleopatra ist von einer geheimnisvollen und faszinierenden Aura umgeben. Einen sicherlich nicht unwesentlichen Anteil an dieser Mythenbildung um die ägyptische Herrscherin hat dabei der griechische Geschichtsschreiber Plutarch, der ihr in seinen Beschreibungen und Ausführungen allerlei - auch körperliche - Attributionen zuschreibt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Faszination für Kleopatra über Jahrhunderte hinweg in verschiedenen künstlerischen Gattungen ihren Ausdruck findet. Ihr Leben, Lieben und vor allem der, ihr zugeschriebene, spektakulär inszenierte Tod - durch einen vermeintlichen Schlangenbiss regt bis heute die (teilweise erotische) Phantasie und Gedankenwelt von Kunstschaffenden an.
Auch popkulturell gewinnt die Darstellung der Kleopatra in neuerer Zeit (zum Beispiel in Form von Musikvideos) stärkere Präsenz und sie wird unter anderem von RuPaul im Video zu "Don’t go breaking my Heart" oder Katy Perry bei ihrem Auftritt im Video von "Dark Horse" verkörpert.
Nicht zuletzt finden sich auch Kleopatra-Anleihen im "Erwachsenenfilm", genauer in erotischen oder pornografischen Filmwerken, die so sinnige wie eindeutige Titel tragen wie "Die Orgien der Cleopatra".

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überlegungen zu Plutarchs Ausführungen über Kleopatra

3. Vivien Leigh als Kleopatra (1945)

4. Elizabeth Taylor als Kleopatra (1963)

5. Kleopatra in der popkulturellen Darstellung am Beispiel von Cher, RuPaul (1993), Madonna (2012), Katy Perry (2014) und den Simpsons

6. Kleopatra im erotischen Film am Beispiel von Die Orgien der Cleopatra (1982)

7. Resumee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die filmische und popkulturelle Rezeption der historischen Figur der Kleopatra, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen antiken Quellen, insbesondere den Schilderungen des Geschichtsschreibers Plutarch, und deren filmischer Transformation liegt. Dabei wird analysiert, wie sich das Bild der ägyptischen Königin durch verschiedene Epochen und Filmgenres – vom klassischen Spielfilm über Popkultur-Referenzen bis hin zum erotischen Film – verändert hat und welche Rolle stereotype Elemente bei der Identifikation der Figur spielen.

  • Analyse der zentralen Charakteristika Kleopatras bei Plutarch als Ausgangspunkt der Mythenbildung.
  • Vergleich der Identitätskonstruktion in klassischen Spielfilmen (Vivien Leigh, Elizabeth Taylor).
  • Untersuchung der popkulturellen Aneignung und Stilisierung durch Ikonen wie Madonna, Cher und Katy Perry.
  • Kritische Betrachtung der Darstellung in erotischen und pornografischen Filmformaten.
  • Reflexion über die mediale Etablierung visueller Identifikationsmerkmale (z.B. Schlangenarmreif, Bob-Frisur).

Auszug aus dem Buch

3. Vivien Leigh als Kleopatra (1945)

Diana Wenzel setzt sich in ihrer Arbeit von 2005 intensiv mit acht Filmen mit dem Subjekt Kleopatra auseinander und analysiert sie (38). Der Film Caesar und Cleopatra (1945) mit Vivien Leigh ist in ihrer Auwahl nicht zu finden. Dennoch sollte der Film, aufgrund der Kleopatra Darstellung durch Vivien Leigh, die unter anderem auch durch den Film Vom Winde verweht bekannt ist, Erwähnung finden.

Der Film behandelt das Zusammentreffen von Julius Caesar (gespielt von Claude Rein) und Kleopatra. Caesar dringt nach Ägypten vor, wo er eines Nachts in der Nähe einer Sphinx auf die junge, ängstlich naiv wirkende Kleopatra trifft, die ihn nicht erkennt. Es ensteht ein neckisches Geplänkel zwischen den beiden, bis Kleopatra einige Zeit später erkennt, wer der ältere Römer in Wirklichkeit ist. Caesar tritt dabei in die Rolle eines (väterlichen) Mentors und versucht ihr das notwendige Wissen darüber zu vermitteln, wie ein Land zu beherrschen ist. Für Kleopatra ist dieses Zusammentreffen von Vorteil, da sie unter der Obhut Caesars heranreift und den Machtkampf um den Thron und die Regentschaft über Ägypten mit ihrem jüngeren Bruder Ptolemäus (Anthony Harvey) aufnimmt, der unter der Vormundschaft und dem Einfluss von Pothinus (Francis L. Sullivan) steht. Der Film wirkt in seiner Anordnung und Aufstellung stellenweise sehr kulissenhaft. Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler nehmen teilweise die Statur von Theaterschauspielerinnen und -Schauspielern ein und wirken, als würden sie auf einer Bühne agieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Faszination für die Figur der Kleopatra und deren vielseitige künstlerische Rezeption durch die Jahrhunderte hindurch.

2. Überlegungen zu Plutarchs Ausführungen über Kleopatra: Analyse der antiken Quellen bei Plutarch, die als Grundlage für die spätere Mythenbildung und Charakterattribute dienten.

3. Vivien Leigh als Kleopatra (1945): Untersuchung der filmspezifischen Darstellung Kleopatras als junge, naive Figur unter der väterlichen Anleitung Caesars.

4. Elizabeth Taylor als Kleopatra (1963): Analyse der monumentalen Hollywood-Produktion und der Etablierung des modernen, visuell prägenden Kleopatra-Bildes durch Elizabeth Taylor.

5. Kleopatra in der popkulturellen Darstellung am Beispiel von Cher, RuPaul (1993), Madonna (2012), Katy Perry (2014) und den Simpsons: Betrachtung der freien, popkulturellen Interpretation und Stilisierung der Figur durch aktuelle Musikikonen.

6. Kleopatra im erotischen Film am Beispiel von Die Orgien der Cleopatra (1982): Analyse der Reduktion der Kleopatra-Figur auf erotische Stereotype und sexuelle Funktionen in diesem speziellen Filmgenre.

7. Resumee: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation der Kleopatra-Figur vom historischen Kern hin zu einem medialen Identitätssymbol, das stark von visuellen Codes geprägt ist.

Schlüsselwörter

Kleopatra, Plutarch, Filmgeschichte, Popkultur, Elizabeth Taylor, Vivien Leigh, Ikonografie, Hollywood, Gender-Darstellung, Erotik-Film, Mythenbildung, Historienfilm, visuelle Codes, Identitätskonstruktion, Vorbildcharakter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der filmischen und popkulturellen Rezeption der historischen ägyptischen Herrscherin Kleopatra und analysiert, wie ihr Bild durch verschiedene Medien und Genres hindurch geformt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der historische Abgleich mit den Quellen Plutarchs, die Analyse klassischer Spielfilme, die popkulturelle Stilisierung sowie die Darstellung der Figur in erotischen Filmformaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich das Bild der Kleopatra vom ursprünglichen historischen Kontext gelöst hat und durch visuelle Codierungen (wie z.B. bestimmte Frisuren oder prunkvollen Schmuck) zu einem universellen, zeitlosen Symbol wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-vergleichenden Ansatz, um die Diskrepanz zwischen antiken schriftlichen Überlieferungen und der filmischen Inszenierung von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise konkrete Beispiele: angefangen bei den frühen Filmen mit Vivien Leigh, über die monumentale Darstellung von Elizabeth Taylor bis hin zu popkulturellen Auftritten (Madonna, Katy Perry, etc.) und deren Reduktion auf erotische Klischees.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kleopatra-Rezeption, Filmikonografie, antike Quellen, popkulturelle Aneignung und mediale Transformation der Geschichte definieren.

Warum spielt die Darstellung durch Elizabeth Taylor eine so zentrale Rolle?

Der Autor argumentiert, dass Taylor eine visuell derart machtvolle und monumentale Identität schuf, dass ihr Erscheinungsbild zum Standard wurde, an dem sich spätere popkulturelle Interpretationen bis heute orientieren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in erotischen Filmen?

In diesem Genre wird die historische Figur in der Regel auf ihre vermeintlich sexuellen Attribute reduziert, während aufwendige Kostüme oder historisch fundierte Handlungen zugunsten schnellerer, klischeehafter Erzählweisen vernachlässigt werden.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kleopatra im Film. Plutarchs Kleopatra-Darstellung sowie Stereotypenbildung
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Autor
Marco Fiedler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
28
Katalognummer
V1247228
ISBN (PDF)
9783346676573
ISBN (Buch)
9783346676580
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleopatra Plutarch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Fiedler (Autor:in), 2022, Kleopatra im Film. Plutarchs Kleopatra-Darstellung sowie Stereotypenbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247228
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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