Design Thinking als Tool für Innovationsmanagement in Zeiten der digitalen Transformation


Akademische Arbeit, 2020

16 Seiten, Note: Passed


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gliederung und Zielsetzung der Hausarbeit

2. Innovation
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Innovationsmanagement
2.3 Disruptive Innovation

3. Digitale Transformation

4. Innovationsmethoden
4.1 Design-Thinking
4.1.2 Was ist Design Thinking und woher kommt es?
4.1.3 Die Erfolgsfaktoren des Design Thinking
4.1.4 Die Phasen des Design Thinking-Prozesses
4.2 Rapid Innovation durch Rekombination

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Eidesstattliche Erklärung

I Abkürzungsverzeichnis

DT = Design Thinking

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Dass Innovation für Unternehmen essenzielle Bedeutung hat, ist keine Neuheit. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet des Innovationsmanagements erforscht; man beschrieb Innovationen als Durchsetzung neuer Kombinationen von bereits vorhandenen Elementen, die die alten Entwicklungen ablösen und somit zu einer Modifikation führen. So ist die Idee immer der Ursprung für Innovation mit der darauf folgenden erfolgreichen Positionierung am Markt.1 Neben der zunehmenden Digitalisierung und dem damit verbundenen kulturellen Wandel ist auch die Wirtschaft von den Veränderungen betroffen. In der Zeit der digitalen Transformation spüren Unternehmen aufgrund von technischen Weiterentwicklungen, weltweit sinkenden Markteintrittsbarrieren, sowie einer enormen Angebotsvielfalt einen großen Innovationsdruck. Innovationen müssen jedoch nicht immer nur technologischen Ursprungs sein.2 Rekombinationen bereits existierender Produkte, Services und Angebote bieten gleichwertige Chancen und besitzen disruptives Potenzial.3 Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Frage aufkommt, wann die entwickelte Innovation den nächsten Erfolg bringen wird. „Dabei sind realistische Ziele für die Umsetzung zu setzen: Die digitale Transformation ist kein Sprint, sondern ein Marathon“.4

1.2 Gliederung und Zielsetzung der Hausarbeit

Die vorliegende Arbeit soll klären, inwieweit sich Design Thinking (DT) als Tool im Innovationsmanagement in Zeiten digitalen Transformation eignet. Dafür werden im zweiten Kapitel die Begrifflichkeiten „Innovation“, „Innovationsmanagement“ und „Disruptive Innovationen“ definiert und voneinander abgegrenzt. Im dritten Kapitel werden zunächst die Gründe dargelegt, warum die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle in Zukunft noch bedeutsamer für das Innovationsmanagement als zuvor werden wird. Kapitel vier stellt die Einführung der Innovationsmethoden dar. Zunächst erfolgen eine Erörterung zu Design Thinking sowie eine Übersicht zur historischen Entwicklung. Darauf aufbauend werden die Erfolgsfaktoren des DT vorgestellt. Dieser Abschnitt schließt mit der Darstellung der Phasen während des Durchführungsprozesses ab. Darauf folgt die Vorstellung einer weiteren angelehnten Methode, der Rapid Innovation. Hier werden kurz allgemeine Merkmale und Vorteile dieser Methode erörtert. Im fünften Teil folgt eine kritische Reflexion ob sich DT als Tool im Innovationsmanagement in der Digitalisierung eignet. Es wird insbesondere auf die gewählte Methode zur Entwicklung passender Innovationen eingegangen sowie die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen näher eruiert. Anschließend werden, die Veränderungsprozesse die durch diese Innovationsmethode entstehen betrachtet. Die Arbeit endet mit weiteren Handlungs- und Untersuchungs-empfehlungen, wie DT und Rapid Innovation genutzt und die jeweiligen Schwächen abgemildert werden können.

2. Innovation

„Aktuell befinden wir uns in einer sich rapide verändernden und dynamisierenden Gesellschaft, (…), in der Innovationen zunehmend wichtiger werden, weil sie wieder selbst Grundlagen von Innovationen sind.“5 Die menschliche Fähigkeit ist mit der Digitalisierung einhergehend und somit Grundlage für eine effiziente und beschleunigte Innovationskultur. Die zunehmende Austauschbarkeit der Produkte, des fallenden Preisniveaus und steigender Wettbewerbsdruck setzen eine starke Innovations-fähigkeit voraus.6 Insbesondere im Zuge der digitalen Transformation stellen Innovationen ein essenzielles Fundament für die weitere Wettbewerbsfähigkeit dar. Um nicht von disruptiven Geschäftsmodellen gefährdet zu sein, sind Organisationen gezwungen Innovationen zu generieren.7

2.1 Begriffsdefinition

Der Innovationsbegriff ist ein wichtiger Bestandteil in allen Bereichen der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Aus wissenschaftlicher sowie theoretischer Ansicht gibt es jedoch bisher keine allgemein gültige Definition für diese Begrifflichkeit; jedoch ist man sich einig, dass es bei Innovationen um etwas „Neues“ geht.8 Die Professoren für Innovation Vahs und Brem (2015, S. 21) beschreiben diese als die „erstmalige wirtschaftliche Umsetzung einer neuen Idee“. Die erfolgreiche Markteinführung sowie ein großer Diffusionsgrad sei Ziel jeder Innovation.9 Dabei müssen Innovationen nicht immer eine grundlegende Erneuerung darstellen. Es wird auch die Durchsetzung neuer Kombinationen repräsentiert wie z.B. die Einführung einer neuen Produktionsmethode, die Erschließung eines neuen Absatzmarktes oder die Durchführung einer Neuorganisation.10

Innovationen umfassen sowohl technologische Verbesserungen, effizientere Abläufe, als auch Produkt- oder Prozessveränderungen. Erfolgreich orientieren sie sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe und werden von dieser als nützlich angesehen.11 Innovationen müssen sich an den Kunden orientieren um im Markt einen Vorteil zu erlangen. Zukünftiges Konsumverhalten sollte frühstmöglich identifiziert werden um geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten. Letztendlich ist das Ziel von Innovationen, den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.12

2.2 Innovationsmanagement

Das Innovationsmanagement „umfasst alle Planungs-, Entscheidungs-, Organisations- und Kontrollaufgaben im Hinblick auf die Generierung und Umsetzung neuer Ideen in marktfähige Leistungen.“13 So ist die Aufgabe des Innovationsmanagements „das optimale Ausmaß der Innovationstätigkeit zu bestimmen, die Innovationsziele daran auszurichten, Widerstände im Innovationsprozess zu antizipieren und geeignete Maßnahmen zu deren Überwindung zu ergreifen.“14 Ziel sollen Leistungsangebote sein, die den Erwartungen und Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe entsprechen und ihnen einen Mehrwert bietet. Priorität hat dabei die frühzeitige Identifikation von möglichen Trends. Diese werden in der Regel als „eine zu beobachtende Entwicklung“15 definiert. Innovationsmanagement ist langfristig für Organisationen von Bedeutung; es erzielt eine deutliche Gewinnsteigerung und einen Ausbau der Positionierung.16

2.3 Disruptive Innovation

„Mit atemberaubender Geschwindigkeit verändern neue Technologien das gesamte Wirtschaftsgefüge, die Gesellschaft und die Art, wie wir leben, arbeiten und konsumieren. Die digitale Transformation übertrifft alles Dagewesene an Ent-wicklungen hinsichtlich Schnelligkeit, Reichweite und systematischer Wirkung.“17 Der Begriff der Disruption hat im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung an Bedeutung gewonnen. Es ist ein Prozess, der in einer kleinen Branchennische beginnt. Auf der Grundlage einer neuen Technologie oder preisgünstigeren Angeboten werden Produkte oder Dienstleistungen in immer kürzeren Zyklen entwickelt, die das Potenzial haben, bestehende Geschäftsmodelle abzulösen oder vollständig zu verdrängen. Dies liegt insbesondere daran, dass Unternehmen an alten Werten und Kulturen festhalten, die nur wenig agil sind und kaum Spielraum für Innovationen lassen. Die digitale Transformation fordert ganzheitliche Veränderungsprozesse von Unternehmen bietet jedoch durch Rekombination von analogen und digitalen Dienstleistungen einige Innovationschancen. Durch weltweite Kooperationen mit branchenfremden Organisationen war es noch nie so einfach neuartige Produkte, Dienstleistungen oder ganze Geschäftsmodelle zu erschaffen.18

3. Digitale Transformation

„An dem Thema digitale Transformation (Digitalisierung) kommt man nicht vorbei, weil alle davon sprechen. Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben wollen, müssen sich den Veränderungen anpassen und eine eigene Digitalstrategie aufbauen.“19 Für digitale Transformation herrscht bis heute keine allgemeine Definition, lässt sie sich jedoch als einen fundamentalen und ganzheitlichen Veränderungsprozess innerhalb der Gesellschaft und Organisationen, ausgelöst durch den Einsatz von digitalen Technologien, beschreiben. Durch die vernetzte und digitalisierte Welt ist es für Unternehmen von essenzieller Bedeutung, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Durch die notwendigen technologischen, kulturellen und ökonomischen Veränderungen birgt die digitale Transformation eine hohe Komplexität, die wiederum risikobehaftet ist. Innovation und Transformation sind hier die Schlüsselbegriffe für langfristige Marktpositionierung.20

Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle ist der technische Fortschritt der vergangenen Jahre. Während sich die Leistung der Computerprozessoren in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat, sind die Kosten für Speicherkapazität signifikant gesunken. Dies hat zur Folge, dass größere Datenmengen in kürzerer Zeit verarbeitet werden können.21 Eingebaute Sensoren in unzähligen Geräten, sammeln und speichern Daten, dessen Auswertungen einen vorteilhaften Nutzen bringt. Big Data wird deshalb in Zukunft einen noch höheren Stellenwert einnehmen. Der weltweite Ausbau von Mobilfunknetzen und Breitband-Internetanschlüssen fördert die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Sie ermöglichen eine schnelle und ortsunabhängige Kommunikation mit Kunden.22

[...]


1 Vgl. Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 17

2 Albers, S., Grassmann, O . (2005): Vorwort

3 Vgl. Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 72

4 Vgl. Medium (2018):

5 Vgl. Granig, P., Hartlieb, E., Heiden, B., (2018): Vorwort

6 Vgl. Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 1

7 Vgl. Oswald, G., Krcmar, H., (2018): S. 1

8 Vgl. Vahs, D., Brem, A., (2013): S.1

9 Vgl. Duncker, C., Schütte, L. (2018): S.17

10 Vgl. Vahs, D., Brem, A., (2013): S.2

11 Vgl. Diesselkamp, M., (2012): S.21f

12 Vgl. Diesselkamp, M., (2012): S. 52ff

13 Vahs, D., Brem, A., (2013): S.28

14 Hauschildt, J./Salomo, S./Schultz, C./Kock, A. (2016), S. 25

15 Vgl. Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 5

16 Vgl. Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 19

17 Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 71

18 Vgl. Duncker, C., Schütte, L., (2018), S. 71f

19 Kugler, S., Anrich, F., (2018) Vorwort V

20 Vgl. Kugler, S., Anrich, F., (2018) S. 1f

21 Becker, T., Knop, C. (2015) S.23ff

22 Vgl. Weinreich, U., (2016) S. 81ff

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Design Thinking als Tool für Innovationsmanagement in Zeiten der digitalen Transformation
Hochschule
Mediadesign Hochschule für Design und Informatik GmbH Düsseldorf  (Media Design Hochschule Düsseldorf)
Veranstaltung
Design Thinking
Note
Passed
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1252834
ISBN (Buch)
9783346685889
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Design Thinking, Innovationsmanagement, Disruptive Innovation, Digitale Transformation, Rapid Innovation
Arbeit zitieren
Giulia Kohlrusch (Autor:in), 2020, Design Thinking als Tool für Innovationsmanagement in Zeiten der digitalen Transformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252834

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