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Titus als Teilhaber am Imperium seines Vaters oder Co-Regent?

Título: Titus als Teilhaber am Imperium seines Vaters oder Co-Regent?

Trabajo Escrito , 2021 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anna Gäng (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Direkt nach der Proklamation des Vespasian zum Kaiser erhielt Titus, als dessen designierter Nachfolger, den Namen Titus Caesar Vespasianus. Bereits anhand dessen wird die besondere politische Stellung des Titus, dem Erstgeborenen des Vespasian, während der Herrschaft seines Vaters deutlich. Jedoch wird die Bedeutung des Titus sowie seine Aufgaben in dieser Zeit insbesondere in der Forschungsliteratur verschieden gedeutet. So beispielsweise bei Hermann Bengtson, welcher darauf verweist, dass Vespasian vielen Männern wichtige Stellungen im Heer und in der Reichsverwaltung ermöglicht habe.

Diese Forschungskontroverse soll im Folgenden genauer untersucht werden, um die Frage zu erläutern, ob Titus Teilhaber des Imperiums seines Vaters war oder als Co-Regent gesehen werden kann. Zur Untersuchung wird sich dabei auf die Regierungszeit Vespasians beschränkt, welche in die Zeit von 69-79 nach Christus einzuordnen ist. Des Weiteren ist die Zeit des jüdischen Krieges für die Position des Titus von großer Bedeutung, da der Sieg über Judäa ein Wendepunkt im Leben des Titus dargestellt habe. Suetons Kaiserviten stellen eine wichtige Grundlage zur Beantwortung dieser Frage dar, da er sich in diesem Werk ausführlich mit der Nachfolgefrage in der flavischen Dynastie beschäftigt hat.

Nachdem eine Quellenkritik an den Kaiserviten ausgeführt wurde, folgt eine Analyse zum Umgang mit dem particeps-Problem unter der Herrschaft Vespasian. Allgemein wurde diese Problem in der römischen Kaiserzeit auf folgende Weise gelöst: Um den Schein der Republik zu wahren, habe der potenzielle Nachfolger nicht innerhalb der Verfassung stehen dürfen. Die verfassungsmäßigen Institutionen haben jedoch den Nachfolger legitimieren müssen und ihm die entsprechenden Befugnisse übertragen müssen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Suetons Kaiserviten

3. Close-Reading von Suetons Kaiserviten

3.1. Der Umgang mit dem particeps-Problem unter der Herrschaft Vespasians

3.2. Die Ämter des Titus während der Regierungszeit des Vespasian

4. Parallelen zu Tiberius

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Rolle von Titus während der Regierungszeit seines Vaters Vespasian, um zu klären, ob Titus als bloßer Teilhaber am Imperium oder als tatsächlicher Co-Regent einzustufen ist.

  • Analyse der Darstellung durch Sueton im Vergleich zur modernen Forschungsliteratur
  • Untersuchung der herrschaftstheoretischen Einordnung des Titus
  • Betrachtung der Ämterlaufbahn und der militärischen Befugnisse des Titus
  • Vergleich der Machtkonstellation Vespasian-Titus mit dem historischen Beispiel Augustus-Tiberius

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Umgang mit dem particeps-Problem unter der Herrschaft Vespasians

Vespasians Umgang mit dem particeps-Problem wird bei Sueton, im Vergleich zur zuvor beschriebenen Vorgehensweise, als besonders dargestellt. Schon früh habe Vespasian den Senatsmitglieder klar gemacht, dass nur seine Söhne für ihn als Nachfolge in Betracht kämen. Dies habe er damit begründet, dass er und seine Söhne eine besondere Befähigung zum Regieren hätten, was wiederrum durch die Horoskope bestärkt worden wäre. Anders als zuvor üblich legte Vespasian, laut Sueton, keinen Wert darauf, dass sein potenzieller Nachfolger außerhalb der Verfassung stand. Auch habe er von Beginn an keine Adoption durchführen wollen. Dieser Hintergrund erklärt auch, wieso Vespasian insbesondere seinen Erstgeborenen Sohn Titus schon früh mit politischen und militärischen Aufgaben vertraut gemacht habe. Titus scheint für das Amt des Kaisers vorbereitet worden zu sein.

Sueton schreibt zudem, dass Titus von der römischen Bevölkerung wie ein Adoptivsohn betrachtet worden wäre. Damit verstärkt Sueton nochmals die Annahme, dass Vespasian Titus von Beginn an zum Nachfolger erziehen wollte und ihn auch dem römischen Volk als angehenden Kaiser präsentierte. Zusätzlich vermittelt Sueton den Eindruck, dass die Kaiserherrschaft des Titus von klein auf vorherbestimmt gewesen sei, da, abgesehen von dem günstig ausfallenden Horoskop, auch Narcissus die Karriere Titus’ schon sehr früh vorausgesehen habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Forschungskontroverse um die Stellung des Titus und führt in die Fragestellung zur Co-Regentschaft ein.

2. Suetons Kaiserviten: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Suetons Werk, seine Arbeitsweise als Sekretär der Kanzlei und die methodische Einordnung seiner Biografien.

3. Close-Reading von Suetons Kaiserviten: Dieses Kapitel analysiert Suetons Darstellung von Titus' politischer Rolle und dessen Ämter unter Vespasian.

3.1. Der Umgang mit dem particeps-Problem unter der Herrschaft Vespasians: Es wird untersucht, wie Vespasian seine Söhne frühzeitig als legitimierte Nachfolger positionierte, ohne auf die klassische Adoption zurückzugreifen.

3.2. Die Ämter des Titus während der Regierungszeit des Vespasian: Dieses Unterkapitel beleuchtet die konkreten militärischen und zivilen Ämter, die Titus ausübte, und wie diese sein wachsendes Gewicht als Entscheidungsträger spiegelten.

4. Parallelen zu Tiberius: Hier wird die Karrierelaufbahn des Tiberius unter Augustus als Vergleichsmodell herangezogen, um Muster der römischen Herrschaftsnachfolge zu verdeutlichen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Titus eher als Teilhaber des Reiches unter strikter Aufsicht seines Vaters einzuordnen ist.

Schlüsselwörter

Titus, Vespasian, Flavier, Imperium, Co-Regentschaft, Sueton, Kaiserviten, Nachfolge, Römische Geschichte, Prinzipat, Tiberius, Augustus, Machtpolitik, Teilhaber, Herrschaftslegitimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Machtverhältnis zwischen Kaiser Vespasian und seinem Sohn Titus, um dessen Rolle im römischen Staat zu bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Flavischen Dynastie, den Methoden der römischen Kaiserzurüstung auf die Nachfolge sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Suetons historischen Quellen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Titus als eigenständiger Co-Regent agierte oder lediglich als Teilhaber an einem von Vespasian kontrollierten Imperium zu sehen ist.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verwendet?

Es wird ein „Close-Reading“ von Suetons Kaiserviten durchgeführt, ergänzt durch einen Vergleich mit moderner Forschungsliteratur wie der von Barbara Levick und Hermann Bengtson.

Was wird primär im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der politischen und militärischen Karriere des Titus sowie dem "particeps-Problem", also der Frage nach der offiziellen Teilhabe an der Macht.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie „Co-Regentschaft“, „Flavier“, „Nachfolgefrage“ und die kritische Quellenarbeit an Sueton geprägt.

Warum spielt der Sieg über Judäa eine so wichtige Rolle für Titus?

Laut der untersuchten Quelle stellt der Erfolg gegen Judäa einen Wendepunkt in Titus' Leben dar, da er dadurch massiv an politischem Prestige gewann und seine militärische Autorität festigte.

Inwiefern beeinflusste Suetons Tätigkeit als Sekretär seine Darstellung?

Da Sueton an der kaiserlichen Kanzlei arbeitete, wird in der Arbeit diskutiert, inwieweit er in seinen Darstellungen voreingenommen war oder ein bestimmtes Bild des Kaisers wahren musste.

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Detalles

Título
Titus als Teilhaber am Imperium seines Vaters oder Co-Regent?
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,7
Autor
Anna Gäng (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
14
No. de catálogo
V1253214
ISBN (PDF)
9783346688958
ISBN (Libro)
9783346688965
Idioma
Alemán
Etiqueta
Titus Antike Imperium
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Gäng (Autor), 2021, Titus als Teilhaber am Imperium seines Vaters oder Co-Regent?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253214
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