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Heidegger und das "Ge-stell" als das Wesen der Technik

Titel: Heidegger und das "Ge-stell" als das Wesen der Technik

Seminararbeit , 2020 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll darauf eingegangen werden, wie Heidegger zur Erkenntnis des Wesen der Technik als Ge-stell gelangt. Dafür wird diese „bestimmte Denkweise“, welche „der Technik innewohnt“ (ebd.) mit Hilfe des Buches von Martin Heidegger „Die Technik und die Kehre“ analysiert. Auf dem Weg der Analyse treten immer wieder neue Aussagen Heideggers auf, welche das Wesen der Technik aufbauend erklären. Über die Kausalität und das Verschulden gelangt Heidegger zur Entbergung und das Bestellen bis hin zum Ge-stell. Wobei das Entbergen der Wahrheit gleichgestellt wird. Aus diesem Entbergen wird allerdings auch eine Gefahr erkenntlich, welche die Rettung zugleich in sich trägt.
Unter der Bearbeitung der Frage, was das Ge-stell als Wesen der Technik darstellt, werden im Folgenden nacheinander die Begriffe Kausalität und das Verschulden, das Entbergen, das Bestellen, das Ge-stell selbst und auch das Geschick geklärt. Diese Darstellung mündet in der Offenlegung der Gefahr, welche durch das Entbergen gegeben ist und deren Rettung durch sich selbst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Wesen der Technik als ‚Ge-stell‘

2.1 Die Kausalität und das Verschulden

2.2 Das Entbergen und das Herausfordern

2.3 Das Bestellen

2.4 Das Ge-stell

2.5 Das Geschick

2.6 Die Gefahr und die Rettung

3 Konklusion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Heideggers philosophische Auseinandersetzung mit dem Wesen der modernen Technik. Ziel ist es, den Begriff des „Ge-stells“ detailliert zu erläutern und aufzuzeigen, wie Heidegger das herkömmliche Verständnis von Technik als rein instrumentales Mittel durch eine tiefere Analyse der Entbergung und des Geschicks ersetzt, um die damit verbundene Gefahr und die mögliche Rettung zu reflektieren.

  • Kausalität und das aristotelische Verschulden
  • Die Transformation vom Entbergen zum technischen Herausfordern
  • Mensch und Natur im Kontext des „Bestandes“
  • Kritische Reflexion des „Ge-stells“ als Wesen der modernen Technik
  • Die Zweideutigkeit der Technik als Gefahr und Rettung

Auszug aus dem Buch

2.4 Das Ge-stell

Als das „Ge-stell“ bezeichnet Heidegger nun „jenen herausfordernden Anspruch, der den Menschen dahin versammelt, das Sichentbergende als Bestand zu bestellen“ (ebd.: 19). Das heißt, das Ge-stell ist eine „Weise des Entbergens, die im Wesen der modernen Technik waltet und selber nichts Technisches ist“ (ebd.: 20). Die Technik ist dabei kein Gestänge oder gar Gerüst, aber es entspricht der der Herausforderung des Ge-stells, macht dieses jedoch nie selbst aus oder bewirkt etwas (vgl. ebd.). „Stellen“ wird in dieser Hinsicht auch nicht dem „Herausfordern“ gleichgesetzt, vielmehr stammt es aus den Worten „Her-stellen“ oder „Dar-stellen“ (vgl. ebd.). Es ist das, was das Anwesende in die Unverborgenheit hervorkommen lässt (vgl. ebd.).

Im Bezug zur modernen Technik setzt Heidegger das Ge-stell als das Ereignen von Unverborgenheit, wonach „die Arbeit der modernen Technik das Wirkliche als Bestand entbirgt“ (ebd.). Auch dabei wird wieder ersichtlich, dass es kein rein menschliches Tun oder bloßes Hilfsmittel den Tuns darstellt (vgl. ebd.). Aus dieser Betrachtung ergibt sich, dass die zu Beginn erwähnte rein instrumentale Betrachtung der Technik, welche keine „dahintergeschaltete Erklärung“ (ebd.: 21) enthält, hinfällig ist. Dagegen bleibt die Erkenntnis, dass auch der Mensch des technischen Zeitalters besonders in das Entbergen herausgefordert ist (vgl. ebd.).

Heidegger schreibt weiterhin „Alles Wesende […] hält sich überall am längsten verborgen“ (ebd.: 22), woraus sich nehmen lässt, dass das was zuerst war, am längsten ist und somit das Früheste darstellt, welches dem Menschen am letztes zugänglich wird (vgl. ebd.). Da das Wesen der modernen Technik im Ge-stell liegt, muss dafür die exakte Naturwissenschaft verwendet werden (vgl. ebd.: 23).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in Heideggers Analyse der Technik ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Wesen der Technik als „Ge-stell“.

2 Das Wesen der Technik als ‚Ge-stell‘: Dieses Kapitel erläutert die Grundbegriffe der Technikphilosophie Heideggers, insbesondere die Abkehr von einer rein instrumentellen Auffassung.

2.1 Die Kausalität und das Verschulden: Heidegger analysiert hier die aristotelische Ursachenlehre, um das Wesen des „Ver-an-lassens“ als Grundlage der Technik zu bestimmen.

2.2 Das Entbergen und das Herausfordern: Hier wird der Übergang von einem ursprünglichen Entbergen hin zur modernen, herausfordernden Art des Entbergens der Natur thematisiert.

2.3 Das Bestellen: Dieses Kapitel beschreibt, wie der Mensch durch das technische Handeln selbst als Teil des „Bestandes“ gefordert wird.

2.4 Das Ge-stell: Hier wird der zentrale Begriff des Ge-stells als herausfordernder Anspruch, der das Wirkliche als Bestand entbirgt, expliziert.

2.5 Das Geschick: Das Kapitel verortet das Ge-stell innerhalb des „Geschicks des Entbergens“ und betont die Freiheit des Menschen innerhalb dieses Prozesses.

2.6 Die Gefahr und die Rettung: Der Fokus liegt auf der Ambivalenz der Technik, die sowohl die Gefahr der Missdeutung als auch die Möglichkeit zur Rettung birgt.

3 Konklusion: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, das Wesen der Technik als Konstellation des Entbergens zu begreifen.

Schlüsselwörter

Heidegger, Technik, Ge-stell, Entbergen, Bestellen, Bestand, Kausalität, Verschulden, Geschick, Gefahr, Rettung, Wahrheit, Unverborgenheit, Instrumentalität, Wesen der Technik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Martin Heideggers Werk „Die Technik und die Kehre“ und seinem spezifischen Verständnis der modernen Technik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Kausalität, das Entbergen, die Rolle des Menschen als Bestand und das Wesen der modernen Technik als Ge-stell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Heidegger das Wesen der Technik als „Ge-stell“ bestimmt und welche erkenntnistheoretischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die hermeneutische Textanalyse von Heideggers Originalwerk unter Einbeziehung philosophischer Sekundärliteratur zu den dargelegten Begriffen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise Begriffe wie Kausalität, Verschulden, Bestellen, Ge-stell, Geschick sowie die Gefahr und Rettung in Bezug auf das Wesen der Technik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Ge-stell, Entbergen, Bestand und Geschick charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die moderne Technik laut Arbeit vom klassischen „Her-vor-bringen“?

Während klassisches Hervorbringen ein Entbergen aus sich selbst heraus ist, zeichnet sich moderne Technik durch ein herausforderndes Stellen aus, das Natur als Bestand verfügbar macht.

Inwiefern ist das „Ge-stell“ laut Heidegger zweideutig?

Es ist zweideutig, da es einerseits die Gefahr birgt, das Wesen der Wahrheit durch einseitige Instrumentalisierung zu verstellen, andererseits aber das Potenzial für eine rettende Einsicht freilässt.

Was bedeutet es, wenn der Mensch selbst zum „Bestand“ wird?

Dies beschreibt den Zustand, in dem der Mensch im Zuge der technischen Herausforderung zunehmend selbst wie eine Ressource oder bloßer Akteur behandelt und in den Prozess des Bestellens eingegliedert wird.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heidegger und das "Ge-stell" als das Wesen der Technik
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1255452
ISBN (PDF)
9783346692313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heidegger Technik Ge-stell Wesen der Technik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Heidegger und das "Ge-stell" als das Wesen der Technik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1255452
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Leseprobe aus  12  Seiten
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