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Aphasien aus kognitiver Perspektive

Funktionalismus vs. Konnektionismus

Titel: Aphasien aus kognitiver Perspektive

Hausarbeit , 2007 , 6 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Beate Bergmann (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit wird der Funktionalismus in der Aphasiologie, Konnektionismus und seine psychologische Angemessenheit, die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache (Bildgebende Verfahren) behandelt.
Diese Arbeit wurde im Rahmen des Seminars "Aphasien aus kognitiver Perspektive" angefertigt.

Leseprobe


Struktur der Arbeit

1) Vor- und Nachteile des funktionalistischen Ansatzes in der Aphasiologie:

2) Die psychologische Angemessenheit des konnektionistischen Modells:

3) Die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache:

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung kognitiver Modelle der Sprachverarbeitung, wobei ein Vergleich zwischen dem funktionalistischen (modularen) Ansatz und dem konnektionistischen Modell gezogen wird, um deren psychologische Angemessenheit und Relevanz für die Aphasiologie zu bewerten.

  • Vergleich funktionalistischer versus konnektionistischer Sprachmodelle
  • Kritische Analyse des Syndromansatzes in der Aphasietherapie
  • Untersuchung paralleler versus serieller Verarbeitungsprozesse im Gehirn
  • Bedeutung bildgebender Verfahren für das Verständnis von Sprachprozessen
  • Implikationen für die moderne neurokognitive Sprachforschung

Auszug aus dem Buch

Die psychologische Angemessenheit des konnektionistischen Modells:

Ein hervorstechendes Modell im Konnektionismus ist das „Parallel distributed processing“-Modell (PDP-Modell) von Rumelhart und McClelland. Wie der Name schon erkennen lässt werden im Konnektionismus interaktive Verarbeitungsschritte angenommen, die parallel verlaufen. Man nimmt Abstand von seriellen Prozessen. Denn nur so kann die Geschwindigkeit vieler Verarbeitungsprozesse im Gehirn erklärt werden. Als Grundlage des konnektionistischen Modells dient die „Vorlage“ des neuronalen Netzes. Das Modell arbeitet analog und soll dieses Netzwerk symbolisieren und nachempfinden, was einen wichtigen Teil seiner psychologischen Realität ausmacht. Die Informationen werden in einem massiv verteilten, wechselseitig interaktiven und parallelarbeitenden System verarbeitet.

Die Verarbeitung erfolgt genauer gesagt in Form eines Aktivationsmusters der neuronalen Elemente. Das bedeutet, dass verschiedene dieser Units, welche miteinander verknüpft sind, gleichzeitig aktiviert sind und interagieren. Dies geschieht über Signale, die ein neuronales Element in Form von Exzibition (Bahnung) und Inhibition (Hemmung) einem anderen Element aussendet. Die Signale bestehen aus kleinen elektrischen Impulsen, die als Aktionspotentiale bezeichnet werden. Eine Verstärkung der Verbindung (Bahnung) geschieht genau dann, wenn zwei Neuronen wechselseitig aktiv sind. Ist dagegen ein Element gehemmt, kommt es zur Inhibition und die Verknüpfung der beiden Einheiten wird geschwächt. So erfolgt die Verarbeitung, in unserem Fall die der Sprache, holistisch und es erfolgt keine genaue Zuordnung zu einem Areal mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Vor- und Nachteile des funktionalistischen Ansatzes in der Aphasiologie:: Dieses Kapitel analysiert modulare Modelle der Sprachverarbeitung und hinterfragt die Effektivität des klassischen Syndromansatzes in der Therapie.

2) Die psychologische Angemessenheit des konnektionistischen Modells:: Hier wird das PDP-Modell erläutert, welches durch parallele Verarbeitungsprozesse und neuronale Vernetzung eine realistischere Abbildung der Gehirnaktivität anstrebt.

3) Die Beziehung zwischen Gehirn und Sprache:: Dieser Abschnitt erörtert die Rolle bildgebender Verfahren, um physiologische Prozesse bei der Sprachverarbeitung zu visualisieren und die theoretischen Modelle zu stützen.

Schlüsselwörter

Funktionalismus, Konnektionismus, Aphasiologie, Sprachverarbeitung, Modulare Modelle, PDP-Modell, Neuronale Netze, Aktionspotentiale, Bildgebende Verfahren, Syndromansatz, Kognitive Neurowissenschaft, Sprachtherapie, Parallelverarbeitung, Neuroplastizität, Sprachstörungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kognitiven Perspektive auf Aphasien und vergleicht zwei zentrale theoretische Strömungen: den Funktionalismus und den Konnektionismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den modularen Aufbau des Sprachsystems, die Funktionsweise neuronaler Netzwerke sowie die klinische Relevanz bildgebender Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Evaluierung der psychologischen Angemessenheit konnektionistischer Modelle im Vergleich zu klassischen funktionalistischen (modularen) Ansätzen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf bestehenden psycholinguistischen Modellen und neurowissenschaftlichen Befunden basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stärken und Schwächen modularer Modelle, die Mechanismen paralleler Informationsverarbeitung und den physiologischen Bezug durch bildgebende Verfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Funktionalismus, Konnektionismus, Aphasie, neuronale Netze, parallele Verarbeitung und Bildgebung.

Warum wird der klassische Syndromansatz in der Aphasie kritisiert?

Er wird kritisiert, weil er Patienten in starre Gruppen einteilt, anstatt ihre individuellen Hirnschädigungen und spezifischen Defizite in den Subsystemen der Sprache zu berücksichtigen.

Wie erklärt das konnektionistische Modell den Spracherwerb?

Das Modell geht von einem impliziten Lernen durch Assoziationen aus, bei dem das Netzwerk Ähnlichkeiten und Generalisierungen ohne explizite Regelvorgaben entwickelt.

Welche Rolle spielen bildgebende Verfahren für Therapeuten?

Sie dienen als wertvolle Unterstützung zur Veranschaulichung der betroffenen Hirnareale, um Hypothesen über Funktionsausfälle zu stützen und strategische Therapiepläne zu entwerfen.

Warum sind konnektionistische Modelle bisher nur Computersimulationen?

Sie sind theoretische Konstrukte, die versuchen, komplexe neuronale Vorgänge mathematisch abzubilden, können aber die volle natürliche Dynamik und Plastizität des menschlichen Gehirns noch nicht vollständig erfassen.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aphasien aus kognitiver Perspektive
Untertitel
Funktionalismus vs. Konnektionismus
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Kognitive Linguistik)
Veranstaltung
Aphasien aus kogntiver Perspektive
Note
1,7
Autor
B.A. Beate Bergmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
6
Katalognummer
V125651
ISBN (eBook)
9783640311576
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aphasien Perspektive Funktionalismus Konnektionismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Beate Bergmann (Autor:in), 2007, Aphasien aus kognitiver Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125651
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Leseprobe aus  6  Seiten
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