Wie hat die Emanzipation das Leben der Frauen hinsichtlich der traditionellen sowie kulturellen Vielfalt geprägt und inwiefern wird diese im höheren Alter erlebt?
Zu Beginn meiner Arbeit wird der Begriff der Emanzipation definiert, woraufhin im zweiten Kapitel der Beginn der Frauenbewegung(en) dargestellt wird. Darauffolgend findet sich das Hauptkapitel der Arbeit, das sich mit jeglichen Ungleichheiten zwischen Frauen und Männer auseinandersetzt. Erwähnt sei, dass mein Fokus eher auf älteren Frauen liegt, da sie unter einer mehrfachen Diskriminierung leiden. Abschließend wird vor dem Fazit noch auf die guten, aber auch schlechten Aspekte der Lebensgestaltung der älteren Frauen eingegangen. Im Fazit soll ein pointiertes Resümee über die Themen der Gesamtarbeit gezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Begriffserklärung
1.2 Emanzipation
2. Die Anfänge der Frauenbewegung
3. Gleichstellung der Geschlechter im Fokus auf älteren Frauen
3.1 Traditionelle, kulturelle und hierarchische Frauenbilder
3.2 Sozialer und familiärer Anerkennungswert der Frau
3.3 Die kritische Betrachtung des Arbeitslebens
4. Möglichkeiten für die Unabhängigkeit älterer Frauen
4.1 Bildung im hohen Alter
4.2 Perspektiven der Alltagsgestaltung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Frauenemanzipation in Deutschland und Österreich mit einem besonderen Fokus auf die Lebensrealitäten und die spezifische Diskriminierungssituation älterer Frauen im Arbeits- und Familienleben.
- Historische Entwicklung der Frauenbewegung und der Emanzipationsbegriff
- Intersektionale Analyse der Benachteiligung älterer Frauen („Double Standard of Aging“)
- Strukturprobleme im Arbeitsleben, wie Gehaltsunterschiede und Doppelbelastung
- Bedeutung von Bildung und sportlicher Aktivität für die Empowerment-Prozesse älterer Frauen
- Politische Lösungsansätze zur Förderung der Gleichstellung und Unabhängigkeit
Auszug aus dem Buch
3.2 Sozialer und familiärer Anerkennungswert der Frau
Im Alter ändert sich die Sicht der Betrachtung auf Frauen. Während Männer ihre Versorgung und Abhängigkeit zu anderen akzeptieren und ihren Alltag danach gestalten, erleben Frauen ihr höheres Alter anders. Sie werden und kennzeichnen sich auch selbst als „egozentrisch, durchsetzungswillig und aggressiv anregend“ so Meyer (2012, S. 139). Die lobenswerten Charaktereigenschaften der alten Frau werden von einer außenstehenden Person übersehen, da das Aussehen den ersten Eindruck dominanter prägt. Das führt dazu, dass Falten bei Männern als Zeichen von Reife und bei Frauen als Makel angedeutet werden (vgl. Meyer 2012, S. 139). Hierbei erwähnt Meyer (2012) den „double standard of aging“, was genauer betrachtet eine „zweifache, sexistische wie ageistische Benachteiligung älterer Frauen“ beschreibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Frauenemanzipation und Begründung der Forschungsfrage über das Leben von Frauen im höheren Alter.
2. Die Anfänge der Frauenbewegung: Überblick über historische Meilensteine und die theoretische Unterscheidung zwischen bürgerlichen und proletarischen Frauenrollen.
3. Gleichstellung der Geschlechter im Fokus auf älteren Frauen: Analyse der Ungleichheiten in Familien- und Arbeitsleben sowie das Konzept der zweifachen Benachteiligung durch Alter und Geschlecht.
4. Möglichkeiten für die Unabhängigkeit älterer Frauen: Untersuchung von Bildungschancen und Alltagsgestaltung als Mittel zur Förderung der Selbstständigkeit.
5. Fazit: Zusammenfassendes Resümee über die anhaltenden strukturellen Belastungen von Frauen und mögliche Ansätze für Maßnahmen zur Gleichstellung.
Schlüsselwörter
Frauenemanzipation, Altersdiskriminierung, Arbeitswelt, Familienpflichten, Doppelbelastung, Double Standard of Aging, Gleichstellung, Empowerment, Bildung im Alter, Geschlechtergerechtigkeit, Gender Pay Gap, soziale Benachteiligung, Deutschland, Österreich, Rollenzuschreibungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte der Frauenemanzipation und analysiert, wie diese die Lebenssituation von Frauen in Deutschland und Österreich geprägt hat, insbesondere für die Generation der älteren Frauen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Frauenbewegung, die Analyse von Rollenzuschreibungen im Arbeits- sowie Familienleben und die spezifischen Herausforderungen und Chancen älterer Frauen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Wie hat die Emanzipation das Leben der Frauen hinsichtlich der traditionellen sowie kulturellen Vielfalt geprägt und inwiefern wird diese im höheren Alter erlebt?
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu Themen wie dem "Double Standard of Aging", Arbeitsmarktintegration und den soziopolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Hintergründe, die Analyse der Benachteiligung älterer Frauen (sozialer Wert, Arbeitsleben) sowie mögliche Wege zu mehr Unabhängigkeit durch Bildung und Alltagsgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Frauenemanzipation, Altersbenachteiligung, Gender Pay Gap, Arbeitswelt, Doppelbelastung und Empowerment.
Was bedeutet der Begriff "Double Standard of Aging"?
Er beschreibt die doppelte, sexistische wie ageistische Benachteiligung älterer Frauen, bei der etwa Falten bei Männern als Zeichen von Reife, bei Frauen hingegen als Makel wahrgenommen werden.
Welche Rolle spielt die Bildung für ältere Frauen laut Arbeit?
Bildung wird als wesentliche Grundlage für Selbstständigkeit und gesellschaftliche Partizipation gesehen, wobei ältere Frauen jedoch oft durch familiäre Fürsorgepflichten an deren Wahrnehmung gehindert werden.
Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des Arbeitsmarktes?
Die Autorin stellt fest, dass Frauen trotz rechtlicher Fortschritte weiterhin strukturellen Benachteiligungen wie ungleicher Bezahlung und der Vereinbarkeitsfalle zwischen Beruf und Familie unterliegen und schlägt flexible Arbeitsmodelle als Lösungsansatz vor.
- Arbeit zitieren
- Esma Altuntop (Autor:in), 2021, Die Geschichte der Frauenemanzipation. Auswirkungen besonders auf ältere Frauen früher und heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257221