Der folgende Unterrichtsentwurf zeigt eine Möglichkeit der kooperativen Erarbeitung verschiedener Parkourtechniken für den Sportunterricht in der Oberstufe (Arm Jump, Tic Tac und Underbar) auf. Neben Sachanalyse, Didaktik und Methodik enthält diese Arbeit auch den zugehörigen Hallenplan, Stationskarten und einen Überblick über die gesamte Unterrichtseinheit.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Lerngruppe
2. Thematische Einbettung und Funktion der Stunde in der Unterrichtseinheit
3. Sachanalyse
4. Didaktische Überlegungen
5. Lernziele
6. Methodische Überlegungen
7. Hausaufgaben
8. Literatur
9. Anhang
9.1 geplanter Stundenverlauf
9.2 Material
9.2.1 Hallenplan
9.2.2 Agenda
9.3.3 Regelplakat
9.3.4 Stationskarten
9.3.5 Bewegungskarten
9.4 antizipierte Schülerantworten
9.5 Thematische Übersicht der Unterrichtseinheit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist die kooperative Erarbeitung und Erprobung spezifischer Parkourtechniken, bei denen Schülerinnen und Schüler Hindernisse durch Bewegungsabläufe wie Arm Jump, Tic Tac und Underbar sicher und effizient überwinden lernen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Wirksamkeit einer dezentralen Erarbeitungsphase in heterogenen Gruppen zur Förderung der individuellen und sozialen Kompetenzen.
- Kooperative Erarbeitung von Parkourtechniken
- Einsatz dezentraler Erlernungsphasen in Kleingruppen
- Differenzierung individueller Bewegungsansätze
- Förderung der Sicherheit und Eigenverantwortung
Auszug aus dem Buch
Didaktische Überlegungen
Kompetenzen werden in der heutigen Stunde geschult: Die Schüler „erarbeiten, erweitern [...] ihre spezifischen Fertigkeiten“ (ebd.), „akzeptieren unterschiedliche Leistungs- und Motivationsvoraussetzungen bzw. -niveaus und wenden [...] Gestaltungsprozesse[n] situations- und gruppenadäquat an“ (ebd.). Die Anlage der Stunde soll zudem auch die genannten prozessbezogenen Kompetenzen erweitern (vgl. 2). Darüber hinaus bietet sich gerade für diese turnerisch eher unerfahrene Lerngruppe (vgl. 1) die Chance, individuelle und kreative Bewegungslösungen zu erproben und ihre Wahrnehmungsfähigkeit für den eigenen Körper zu entwickeln (vgl. [KC], S. 22). Didaktisch legitimiert sich Parkour auch durch seine Medienpräsenz im Alltag der Schüler (z. B. in Filmen, Videospielen oder Werbesports). Die erworbenen Fertigkeiten sind für die Schüler zudem relevant und auf ihre Lebenswelt übertragbar, weil viele der thematisierten Parkourelemente ohne Materialaufwand im Freien ausgeübt werden können. Die Inhalte der Besuchsstunde wurden insofern didaktisch reduziert, als die zu überwindenden Hindernisse vorhersehbar und dem Leistungsstand der Lerngruppe angepasst sind sowie durch materielle (und im Ausnahmefall personelle) Hilfestellung gesichert werden. Zudem sollen innerhalb der Stunde nur zwei der drei entwickelten Parkourtechniken erlernt werden, um die teilweise turnerisch unerfahrenen Schüler nicht zu überfordern.
Im Verlauf der Einheit wurde das Anforderungsniveau der Bewegungstechniken sukzessive gesteigert (vgl. 2), weshalb sich im Sinne einer inneren Progression der Erwerb der Parkourtechniken Tic-Tac, Arm Jump und Underbar als logischer Schwerpunkt der Besuchsstunde ergibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zur Lerngruppe: Dieses Kapitel erläutert die Voraussetzungen der Schüler, wobei die konkreten Daten aus Datenschutzgründen anonymisiert wurden.
2. Thematische Einbettung und Funktion der Stunde in der Unterrichtseinheit: Hier wird der Kontext der Stunde innerhalb der sieben Doppelstunden zum Thema Parkour dargelegt und die Zielsetzung der spezifischen Unterrichtsinhalte begründet.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert den Begriff Parkour fachwissenschaftlich als bewusste Überwindung von Hindernissen durch individuelle, kreative Bewegungsabläufe.
4. Didaktische Überlegungen: Hier wird die fachliche und formale Legitimation der Unterrichtsstunde anhand schulinterner Curricula und sportpädagogischer Ansätze erläutert.
5. Lernziele: Die Lernziele umfassen sowohl das globale Ziel der sicheren Parkourüberwindung als auch spezifische Teilziele zur Förderung kooperativer und methodischer Kompetenzen.
6. Methodische Überlegungen: Dieses Kapitel detailliert die Unterrichtsgestaltung, insbesondere die Wahl der kooperativen Erarbeitungsphase und die Nutzung dezentraler Stationen zur Förderung der Selbstständigkeit.
7. Hausaufgaben: Die Hausaufgabe dient der Transferleistung durch die Entwicklung eigener Verbindungselemente zwischen den erlernten Techniken.
8. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und pädagogischen Fachbücher auf, die zur Konzeption der Stunde herangezogen wurden.
9. Anhang: Der Anhang enthält praktische Hilfsmittel wie den Stundenverlauf, den Hallenplan, Agenda-Entwürfe und die verwendeten Stationskarten.
Schlüsselwörter
Parkour, Sportunterricht, Hindernisüberwindung, Tic Tac, Arm Jump, Underbar, kooperatives Lernen, Stationenlernen, Bewegungskompetenz, Sicherheit, methodische Progression, Differenzierung, Sportpädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Unterrichtsentwurf für eine Sportstunde in Klasse 11 am Gymnasium zum Thema „Parkour“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die fachgerechte Hindernisüberwindung, kooperatives Lernen in Kleingruppen und die methodische Vermittlung technischer Fertigkeiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist der Erwerb technischer Sicherheit bei Parkourbewegungen durch eine schülerzentrierte, kooperative Erarbeitung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch-methodische Analyse der Sportstunde mit Fokus auf binnendifferenzierte Lernwege in heterogenen Gruppen angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erläutert didaktische und methodische Überlegungen zur Einführung von Parkourtechniken sowie deren praktische Umsetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselwörter sind Parkour, Hindernisüberwindung, Bewegungstechniken und kooperativer Unterricht.
Warum wurde das Stationenlernen als Methode gewählt?
Das Stationenlernen ermöglicht eine individuelle Progression und Differenzierung, um sowohl leistungsstarke als auch leistungsschwächere Schüler adäquat zu fordern.
Wie gehen die Schüler mit den Anforderungen an die Technik um?
Durch die Arbeit in Tandemgruppen und mit Hilfe von Bewegungskarten entwickeln die Schüler eigenständig Lösungen, die sie anschließend ihre Mitschüler lehren.
Welche Rolle spielt die Sicherheit?
Sicherheit wird durch vorherige Absprachen, die Wahl bekannter Geländegegebenheiten und kontinuierliche Betreuung gesichert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Kooperative Erarbeitung der Parkour-Techniken (11. Klasse, Gymnasium, Sport), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257819