Das Frauenbild in ausgewählten deutschen Frauenzeitschriften der Nachkriegszeit (1945-1955)


Diplomarbeit, 1998

110 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

VORBETRACHTUNG
Forschungsstand
Zum Begriff "Frauen- und Männerbild"
Die Macht der Medien - Wechselwirkung von Leitbild und Realität
Die Untersuchungsthese

A) ALLTAGSREALITÄT
A 1 Westliche Besatzungszonen / BRD
A 1.1 Die Ausgangslage
Soziale Verhältnisse 1945-49
Frau und Familie
"Arbeitseinsatz auf Widerruf"
Die Währungsreform
A 1.2 "Leitbilder und ihre Erhaltung"
Familienpolitik in der Adenauer-Ära 1949-63
Der Streit um die Gleichberechtigung der Frau
Arbeitskräftemangel: Die Frau im "Wirtschaftswunder" (1950-1963)
Schwierigkeiten mit dem Mutterschutz
Zusammenfassung
A 2 Sowjetische Besatzungszone / DDR
A 2.1 Ausgangslage
A 2.2 Die Frauenpolitik der SED (1946-1949)
Rechtliche Grundlagen
Organisierung und Einfluß
Frauenarbeit
A 2.3 Die Frauenpolitik der SED (1949-1956)
Das Mütter- und Kinderschutzgesetz (MKSchG)
Ideologische Beeinflussung
Frau und Familie
Familie und Erziehung
Zusammenfassung
A 3 Die Bedeutung der Arbeit der Frauen - als Lohnarbeiterinnen und
Hausfrauen - in der Nachkriegszeit
A 3.1 Alles war möglich - verpaßte Chance?
A 3.2 "Hausarbeit als Überlebensarbeit. Krisenbewältigung auf Kosten der Frauen"
"Die psychische Seite der Überlebensarbeit: 'Behaglichkeit' im Chaos"
"Arbeitsüberlastung: Chance zur Rollenveränderung im 'Privat'bereich?"
Durchsetzung des "weiblichen" Prinzips im öffentlichen Bereich?
Kurzes Resümee
A 4 Zum Politikverständnis der Nachkriegszeit

B) ZEITSCHRIFTENANALYSE
Informationen zu den Zeitschriften
B I) Welches Bild der Frau wird zwischen 1946 und 1950 vermittelt?
B I) 1 Die Welt der Frau
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Familie und Ehe
B I) 2 Der Regenbogen
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Ehe und Familie in der Hand der Frau
B I) 3 Die Frau von heute
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Familie und Ehe
B II) Das Bild zwischen 1950 und 1955
B II) 1 Die Welt der Frau
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Beruf-Ehe-Familie
B II) 2 Der Regenbogen
Die Stellung der Frau in Politik und Gesellschaft
Ehe, Familie und Beruf?
B II) 3 Die Frau von heute
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit-Familie-Haushalt

SCHLUßBEMERKUNG

Quellenanhang

Literaturverzeichnis

VORBETRACHTUNG

"Es gibt keine Zeitschrift, die den Mann so als Stand ansprechen will, wie die Frauenzeitschrift die Frau."[1]

Heimwerker-, Auto- oder Anglerzeitschriften implizieren eine männliche Leserschaft, schließen eine weibliche jedoch nicht aus. Sie sind also keine spezifischen "Männer-zeitschriften". Obwohl auch Frauen unterschiedliche Interessengebiete haben, werden sie nur unter der Rubrik "Frau" zusammengefaßt. Eine Frauenzeitschrift muß demnach "alle" Interessen bedienen.

Gibt es trotz aller Überschneidungen der männlichen und weiblichen Interessengebiete also doch ein Gebiet von "Frau zu Frau"?

Welche sind diese angenommenen "frauenspezifischen" Themen? Welche Leitbilder und Wunschvorstellungen konstruieren und transportieren die Zeitschriften, d.h. welches Frauenbild propagieren sie?

Im Zentrum vorliegender Untersuchung steht die Rolle der Frau, d.h. die Frage nach ihren Tätigkeitsfeldern und den ihr zugeschriebenen Eigenschaften, wie sie einige ausgewählte Frauenzeitschriften der Nachkriegszeit (1946-1955) entwickeln.

Forschungsstand

Zu Männer- und Frauenbildern[2] wurde zwar oft gearbeitet, selten allerdings in der Nachkriegszeit und kaum unter Nutzung von Zeitschriften als Primärquelle.

Doris Schubert verwendet in ihrer Abhandlung zur Frauenarbeit 1945-1949[3] einige Frauenzeitschriften als Quelle und Illustration ihrer Thesen.

Auch in Bezug auf die Alltagswelt der Frauen in der Nachkriegszeit in der SBZ / DDR stellt sich die Literaturlage als sehr lückenhaft und schwierig dar. Mir zugängliche Literatur behandelt nur Beschlüsse, Gesetze und Verordnungen bzw. besteht aus einer Zusammenstellung von historischen Daten und befaßt sich größtenteils mit der Zeit nach der Gründung der DDR. Einzig Gesine Obertreis bezieht sich in ihrer Arbeit zur Frauen- und Familienpolitik[4] auch auf Artikel, die in der Zeitschrift Die Frau von heute erschienen sind.

Zum Begriff "Frauen- und Männerbild"

1) Zum einen sind damit die programmatischen Vorstellungen über das Verhältnis von Männern und Frauen gemeint, wie sie zum Beispiel in Form von Gesetzen in der Verfassung festgelegt sind. Sie bilden Orientierungshilfen für die Gesellschaft, Politik und das Individuum.[5]
2) Diese allgemeinen, programmatischen Vorstellungen werden in Leitbildern konkretisiert, in denen die Möglichkeiten (im gegebenen Rahmen) für die Gestaltung bzw. Veränderung von Geschlechterverhältnissen zu (mehr oder minder kurzfristigen) Zielsetzungen verdichtet sind. Diese Zielvorstellungen sollen in Politik umgesetzt werden bzw. den individuellen Lebenskonzepten die Richtung weisen.
3) Schließlich sind Frauen- und Männerbilder auch kollektive kulturelle Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, die - als tiefverwurzelte Gewohnheit - den praktischen, alltäglichen Lebensprozeß der Individuen weitgehend formen. Sie sind stereotyp gewordene Vorstellungen von "Weiblichkeit" und "Männlichkeit". Oft sind es von biologischen Unterschieden abgeleitete Hierarchien, bestimmte Eigenschaften[6], Machtbefugnisse, Tätigkeiten, die mit dem einen oder anderen Geschlecht "gekoppelt" werden und als "Erklärungsgrund" dienen.

Insbesondere in der familiären Interaktion werden die kulturellen Deutungs- und Wahrnehmungsmuster schon früh, noch vor dem "Denken in Begriffen", erworben, regelrecht "einverleibt". Gerade diese Verinnerlichung macht sie so hartnäckig und beständig. Sie können deshalb nicht einfach durch einen Willensakt, Reflexion oder per Gesetz außer Kraft gesetzt werden. "Durch vielfältige Präsentationsformen des 'Männlichen' und 'Weiblichen' werden die in einer Kultur gängigen geschlechter-spezifischen Wahrnehmungs- und Deutungsmuster in 'Dauerpräsenz' gehalten [...]"[7], z.B. durch die Medien.

Alle drei Formen können sich wechselseitig ergänzen und bestätigen, aber auch im Widerspruch zueinander stehen.

Die Macht der Medien - Wechselwirkung von Leitbild und Realität

Da sich die Frauenzeitschriften mit ihren Inhalten direkt an ein weibliches Publikum richten, dienen sie möglicherweise zur Unterstützung und Ausprägung eines Rollenbildes. Sie können Wünsche, Ideale und Denkrichtungen beeinflussen - denn Trends und Verhaltensweisen, die ununterbrochen reflektiert werden, verstärken sich.

Dennoch darf das von den Zeitschriften konstruierte Bild nicht allzu stark vom sozialen Umfeld und den gesellschaftlichen Leitbildern der Leserinnen abweichen - der "Wirklichkeit".

Kurz gesagt: Trotz oder gerade aufgrund einer oftmals unbewußten und unentwirr-baren Beeinflussung zwischen Redaktion und Leserschaft kann eine Zeitschrift als Spiegel der Wunschvorstellungen ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit gelten.

Wenn er auch ein Zerrspiegel ist - (nicht zuletzt aus finanziellen Gründen) verschoben in die Richtung der Zielgruppe und angepaßt an die vorherrschende "Wirklichkeit".

Natürlich sind es nicht allein die Medien, die Idealvorstellungen und Rollenmuster prägen, es sind auch die gesellschaftlichen Fakten, politische Rahmenbedingungen, die rechtliche und soziale Stellung und die Bildungschancen, die diese Rolle bestimmen.

Deshalb soll in Teil A vorliegender Arbeit ein Einordnungsrahmen durch Aufzeigen der Werte und Normvorstellungen, sowie der Alltagswirklichkeit im ausgewählten Zeitraum gegeben werden. Aufgrund der erwähnten schlechten Literaturlage ist dies für die SBZ / DDR nur sehr schemen- und lückenhaft möglich. Um diese Lücken etwas auszufüllen, beziehe ich mich teilweise auch auf Berichte meiner Großmutter.[8]

Im Anschluß an die jeweiligen Darstellungen erfolgt eine kurze Zusammenfassung.

Ein nächster Abschnitt (Teil A 3) stützt sich auf die Arbeit Doris Schuberts, die sich aus frauengeschichtlicher Sicht mit der großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Arbeit der Frauen - als Lohnarbeiterinnen und Hausfrauen - in der Nachkriegszeit auseinandersetzt.[9] Obwohl sich ihre Ausführungen auf die westlichen Besatzungszonen beziehen, meine ich, daß sie im Hinblick auf die soziale Ausgangs-lage und die unermeßlichen Leistungen der Hausfrauen auch für die sowjetische Besatzungszone gelten.

Um eine bessere Einordnung der Rolle der Frauen in der Politik zu ermöglichen, erfolgen im Anschluß einige Ausführungen zum Politikverständnis der Zeit - besonders der unmittelbaren Nachkriegsjahre.

Durch thematische Bündelung werden Kontinuitäten und Veränderungen besser sichtbar. Deshalb habe ich die drei ausgewählten Zeitschriften nach diesen drei Aspekten "durchforstet": Politik und Gesellschaft, Bildung und Berufstätigkeit, Familie und Ehe. Die Vielzahl der aufgeführten Zitate im Hauptteil (Teil B I u. II) der Arbeit dienen dem Versuch einer plastischen Darstellung der Zeitschriftenanalyse.

Das Jahr 1950 markiert einen Bruch, der auch in den Zeitschriften deutlich wird.[10] Zum einen liegt die Ursache in der veränderten politisch-gesellschaftlichen Lage, der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 und der Verbesserung der Verhältnisse. Eine weitere Erklärung ist innerhalb der Zeitschriften selbst zu suchen:

Andere SchreiberInnen und HerausgeberInnen ziehen die Zeitschriften in eine andere Richtung.

Die Vermittlung eines Frauenbildes in einer Zeitschrift kann auf verschiedene Art geschehen: Durch Artikel, die sich besonders mit der Frau oder dem Verhältnis der Geschlechter an sich beschäftigen und - mehr indirekt - über die Themenauswahl, die Persönlichkeit der AutorInnen, die Formen und Inhalte der Werbung, Literatur und die ”typische Frauenseite”.

Meine Zeitschriftenanalyse im Hauptteil dieser Arbeit konzentriert sich vorwiegend auf ersteres, also die mehr direkte Art der Vermittlung.[11]

Für meine Untersuchung wählte ich drei Zeitschriften - DER REGENBOGEN; DIE WELT DER FRAU (beide für die französische Besatzungszone) und DIE FRAU VON HEUTE (für die sowjetische) aus.

Die Auswertung nur einer östlichen im Gegensatz zu zwei westlichen Zeitschriften ist allein der Tatsache geschuldet, daß mir nur diese eine zugänglich war.

Die Untersuchungsthese

Besonders für die unmittelbare Nachkriegszeit ist das Bild einer sozial engagierten, erwerbstätigen, von der Not stark gemachten Frau, die all ihre Kräfte dem Neuaufbau zur Verfügung stellt, zu erwarten.

Die Probleme und Nöte waren groß und vielschichtig, die Menschen aber durch die jahrelangen körperlichen und seelischen Belastungen erschöpft, apathisch und deprimiert.[12] Die Frauen waren besonders in den ersten Jahren weitgehend auf sich allein gestellt, und mit der Rückkehr der Männer tauchten neuartige Probleme auf.

Die Aufgabe der Zeitschriften mußte es demnach sein, die Frauen aufzurichten, anzuspornen und ihnen Horizonte zu eröffnen. Daher werden sie auch das Bild der politisch interessierten und engagierten Frau entwerfen.

Da das Bild der Mutter von der nationalsozialistischen Ideologie so sehr strapaziert wurde, war anzunehmen, daß dieses Bild nicht so dominant zu finden sein wird. Die Zeitschriftenanalyse ergibt jedoch das Gegenteil dieser These.

Die Zeitschrift ist also politisch motivierend und praktisch orientiert.

Für die nachfolgende Zeit (Beginn der 50er bis 60er) wird eine schärfere Trennung zwischen den Inhalten der westlichen und der östlichen Zeitschrift deutlich.

"In den fünfziger Jahren herrscht im Westen das Ideal der 'Hausfrau und Mutter', im Osten das Leitbild der 'Heldin der Arbeit'".[13]

Die beiden westdeutschen Zeitschriften entwerfen das Bild der nichtberufstätigen Mutter, für die Erziehungsfragen, Haushalts- und Modetips im Vordergrund stehen. Im politischen Leben engagiert sie sich in "ihrem" Bereich - soziale Angelegenheiten, Bildung und Erziehung - und wehrt sich vielleicht kampagnenartig gegen sie benach-teiligende Gesetze; sonst ist sie aber sehr verletzbar und beschützenswert. Die "große Politik" überläßt sie lieber dem Mann.

In der ostdeutschen Zeitschrift ist die berufstätige, hochqualifizierte Frau - die all "ihre Kräfte in den Dienst des Sozialismus stellt" und dabei keine Mühe hat, ”alles unter einen Hut zu bringen” - zu finden. Sie muß nicht gegen sie benachteiligende Gesetze ankämpfen, denn sie ist ja ”gleichberechtigt”.

A) ALLTAGSREALITÄT

A 1 Westliche Besatzungszonen / BRD

A 1.1 Die Ausgangslage

Soziale Verhältnisse 1945-49

Das größte Problem kurz nach Beendigung des Krieges war die Wohnungsnot. In den drei Westzonen waren ca. 45% des Wohnungsbestandes der Vorkriegszeit total zerstört oder schwer beschädigt.[14] Die Menschen lebten unter katastrophalen Bedingungen:

"[...] dunkle, kalte, zugige Wohnlöcher, die oft nicht einmal den Regen abhalten konnten, mit Pappe verschlossene Fenster, einsturzgefährdete Wände und Treppen, keine sanitären Anlagen, notdürftiges Mobiliar. In Hamburg lebten 1947 über 200 000 Menschen in Kellern, Bunkern und Wohnlauben. [...] Besonders schwer hatten es Ausgebombte, Evakuierte und Flüchtlinge. Jahrelang mußten sie im Elend leben."[15]

Vorrangige Aufgaben waren demnach Reparaturarbeiten und Trümmerbeseitigung.

Neben der Wohnungsnot bereitete die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln von Monat zu Monat mehr Schwierigkeiten. Vor allem die Bevölkerung in den Großstädten hungerte. Trotz intensiver Bemühungen sanken die Kaloriensätze immer weiter ab. "Nach einem Bericht des Oberbürgermeisters von Konstanz standen der Bevölkerung im Sommer 1945 nur 800 Kalorien[16] täglich zur Verfügung. Seit dem Winter 1945/46 verschlechterte sich die Lage rapide und erreichte im Sommer 1946 und dann vor allem im Frühjahr 1947 einen Höhepunkt."[17] Die Fürsorge konnte nur kranke und verarmte Menschen betreuen.

Von der Hungersnot waren alle betroffen. Dennoch waren die Frauen mehr als die Männer von der Sorge beherrscht, Lebensmittel zu besorgen und sie zu einer möglichst nahrhaften Mahlzeit zu verarbeiten. Von ihrer Geduld, Findigkeit und Durchsetzungsfähigkeit hing es ab, ob sie mit leerer oder gefüllter Einkaufstasche von ihren oft den ganzen Tag dauernden Besorgungen zurückkehrten.[18]

Die Nahrungsmittel, die zur Verteilung kamen, waren nicht ausreichend und alles andere als ausgewogen (viele Kohlenhydrate, wenig Fett und Eiweiß). Um überleben zu können, brauchte man unbedingt zusätzliche Nahrungsmittel. Die Frauen waren gezwungen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, sei es durch eigenen Gartenbau oder durch das Sammeln von Pilzen, Beeren, Brennesseln und Löwenzahn.[19]

Spezialkochrezepte wurden - wie schon zu Kriegszeiten - von offizieller (Tages- und Frauenzeitungen[20], Flugblätter) und inoffizieller Seite (nachbarschaftliche Hilfe) verbreitet.

"Es gab nichts Eß- und Verwertbares, das weggeworfen wurde. Obstabfälle wurden zu Essig, Blumenkohlblätter zu Gemüsesuppen, Kochwasser von Gemüse zur Grundlage der nächsten Suppe. Und es gab Dutzende von 'Ersatz'stoffen: 'falsche' Mandeln aus Eicheln, 'falsche' Reibekuchen aus Kohlrüben, 'falsche' Rosinen aus Ebereschen."[21]

Selbst Eichhörnchen wurden von den Frauenzeitschriften als Delikatesse empfohlen.[22]

Der Schwarzmarkthandel florierte, dort gab es nahezu alles, man brauchte nur den entsprechenden Gegenwert in Reichsmark (die war allerdings nicht sehr gern gesehen), in Zigaretten oder in anderen Ersatzwährungen und Tauschobjekten zu bezahlen. "Aktuelle Schwarzmarktpreise konnten Interessenten den Tageszeitungen entnehmen"[23]. So waren in der britischen Zone im April 1947 unter anderem folgende Schwarzmarktpreise handelsüblich: Butter 240-250 RM das Pfund, Speck 200 RM, Fleisch 60-80 RM, Zucker 70-90 RM, Mehl 30 RM, 3 Pfund Brot 25 RM.[24] Eine Arbeiterfamilie mit einem Einkommen von 135 RM und 165 RM für vier respektive

fünf Personen konnte nicht mit diesem Geld auskommen.[25]

Die dennoch überwiegend positive Haltung der Bevölkerung gegenüber Schiebern und professionellen Schwarzmarkthändlern läßt sich wohl nur damit erklären, daß der Schwarzmarkt für viele die einzige Möglichkeit war, an zusätzliche Lebensmittel oder andere notwendige Waren heranzukommen. Erst wenn die Menschen buchstäblich vom Hungertod bedroht waren, stellten sie die kapitalistischen Marktgesetze von Angebot und Nachfrage durch Demonstrationen und Aktionen gegen Schieber in Frage.[26]

Auch das "Hamstern" war eine illegale Form der Nahrungsmittelbeschaffung.

Zu Tausenden fuhr die Bevölkerung aus den Städten aufs Land und versuchte durch Kauf, Tausch oder Betteln die Bauern zur Herausgabe von Lebensmitteln zu bewegen. Abends kam sie mehr oder minder erfolgreich von ihren Hamstertouren zurück, immer in Angst, bei Kontrollen auf den Bahnhöfen alles abgeben zu müssen.[27]

Die Hamsterzüge in die ländlichen Regionen waren allgemein bekannt und trugen recht hoffnungsvolle Namen, wie der "Kartoffelzug" von Hamburg in die Lüneburger Heide, der "Kalorien-Expreß" oder die "Nikotin-Bahn" in die Pfalz.[28]

Darüber hinaus arbeiteten einige Frauen aus den Großstädten auch bei den Bauern gegen Naturallohn. Bei diesen Arbeiten handelte es sich um ausgelagerte Haus-arbeiten, wie Flicken, Stopfen, Waschen.[29]

Wenn alle Möglichkeiten zur Nahrungsmittelbesorgung wie "Hamstern", Tausch, aber auch Diebstahl, ausgeschöpft waren, blieb den Frauen oft nur noch übrig, sich "zu verkaufen". Als potentielle Kunden kamen entweder deutsche Männer oder alliierte Besatzungssoldaten in Frage, wobei letzteren der Vorzug gegeben wurde.[30]

Die dramatische Wohnungslage und die Mangelernährung führten zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten und zum Absinken von Leistungs- und Arbeitsfähigkeit.

Das Fehlen von Medikamenten und medizinischem Gerät begünstigte einen besorgnis-erregenden Anstieg von Tuberkulose, Rachitis, spinaler Kinderlähmung und Diphtherie.[31] Die Zahl der Tuberkulose-Kranken war 1946 in der Britischen Besatzungszone dreimal so hoch wie 1938.[32] Auch eine Zunahme von Geschlechts-krankheiten war zu verzeichnen.[33]

Mangel herrschte des weiteren an Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, wie Seife und Reinigungsmitteln, Küchengeräten, Kleidung und Möbeln. Anleitungen zur phantasievollen Behebung des Mangels gaben wiederum die Frauenzeitschriften:

Bettlaken, Zuckersäcke, Uniformen, Decken wurden zu Kleidern, Mänteln, Strümpfen umgearbeitet. Es wurde mit Haar gestopft, mit Sauerampfer, Spinat und Zwiebeln gefärbt, aus Öl und Ruß Stiefelwichse gefertigt. Auch bei der Eigenerzeugung von Ersatzstoffen für Reinigungsmittel griffen die Frauen auf Methoden der vorindustri-ellen Zeit zurück: Waschmittel wurden aus pflanzlichen Stoffen und aus bei der Lebensmittelzubereitung gewonnenen Nebenprodukten wie Kartoffelschalen hergestellt.[34]

Trotz aller Not zeigte sich in den Schönheitsidealen eine Kontinuität, wie aus den Kosmetiktips und der Kosmetikwerbung der Frauenzeitschriften herauszulesen ist. "Sommersprossen scheinen auch 1947 ein Problem gewesen zu sein, und die Werbung begann bereits, die Geschäfte mit der Beseitigung unübersehbarer 'Kriegsfolgen' in Gestalt von Falten und grauen Haaren vorzubereiten, unter dem zynischen Motto 'Für sein Gesicht ist jeder selbst verantwortlich'!"[35]

Aber "frau" war auch verärgert über etwas übertriebene Vorgaben der Mode, so z.B. den Unmengen an Stoff verbrauchenden "New Look" aus Frankreich in Zeiten, in denen vielen Menschen der warme Wintermantel fehlte.[36]

"Sorgen wir erst einmal dafür, daß jeder deutsche Mensch ein Kleid auf dem Leibe hat und seine Wäsche wechseln kann."[37]

Frau und Familie

1946 kamen auf 1000 Männer 1263 Frauen[38], eine Situation, die mit dem Begriff "Frauenüberschuß" beschrieben wurde und wird.

Zu dem harten Alltag der Frauen, der Stunden für Einkauf, Schlangestehen und dem Ausfindigmachen von Zusatzquellen beanspruchte, kamen die Angst um vermißte Personen und die durch den Männermangel notwendig gewordene Erwerbstätigkeit.

Der Hunger und das Elend in der Nachkriegszeit setzten die in Zeiten der Normalität allgemein anerkannten Moral- und Wertvorstellungen außer Kraft. Das zeigt sich nicht nur an der ansteigenden Beschaffungskriminalität (Diebstahl und Prostitution) unter Jugendlichen, sondern auch an dem wachsenden egoistischen Verhalten selbst den eigenen Familienmitgliedern gegenüber.[39] Vernachlässigte und herumlungernde Kinder und Jugendliche gehörten zum alltäglichen Bild.[40] Allerdings zeigte diese Notsituation auch gegenteilige Wirkung: Familienangehörige schlossen sich enger zusammen.[41]

Ärzte diagnostizierten Untergewicht, eine Zunahme von Frauenkrankheiten und einen allgemeinen Anstieg von Nervosität und Reizbarkeit als Folge enormer physischer und psychischer Belastungen, denen die Frauen nicht gewachsen waren.[42] Auch die entsprechend hohe Anzahl von Früh-, Fehl- und Totgeburten läßt sich darauf zurückführen. Jede Geburt stellte für die geschwächten Frauen ein unkalkulierbares Risiko dar. Die Überlebenschancen für Neugeborene waren nicht sehr groß. Im Winter 1946/47 starben 12% aller Neugeborenen.[43]

"Trotz der immensen Schwierigkeiten war der Wille zu überleben, die Probleme zu meistern bei Frauen, und nicht nur bei Frauen mit Kindern, ausgeprägter als bei Männern, die nicht selten im Selbstmord die Lösung ihrer Schwierigkeiten suchten."[44]

Die Sorgen und Nöte belasteten die Familien und Ehen, ein rapider Anstieg von Scheidungen, der seinen Höhepunkt 1948 hatte, war die Folge.[45]

Insgesamt gesehen war die Familie aber ein stabilisierender Faktor. Probleme gab es hauptsächlich in den Ehen, die während des Krieges geschlossen wurden und der Ausnahmesituation der Nachkriegszeit nicht gewachsen waren, und bei solchen Familien, wo die Frau nicht ohne weiteres bereit war, nach Rückkehr des Ehepartners aus der Kriegsgefangenschaft, ins zweite Glied zurückzutreten, nachdem sie jahrelang bewiesen hatte, daß sie durchaus in der Lage war, ihren "Mann" zu stehen.[46] Der Publizist Walter von Hollander hob in seinen Rundfunksendungen 1946 und 1947 als Gründe für Ehekrisen außerdem hervor, daß die Frauen "oft im Sexuellen ein Leben geführt (haben), das sich bisher der Mann [...] vorbehalten hat." Wenige seien bereit, die relative Ungebundenheit des männlichen Lebens aufzugeben. Zudem könne nun keiner mehr vom anderen Schonung verlangen, wie einst die Männer, wenn sie als Soldaten zurückkehrten. Nun verlange jeder vom anderen die Kraft, die fast unüberwindlichen Schwierigkeiten zu überwinden. Verschärft würde die Situation durch die Tatsache, daß die Männer als Verlierer aus dem Krieg kämen. Ihr Stolz sei durch die Niederlage verletzt.[47]

"Arbeitseinsatz auf Widerruf"

Seit Sommer 1945 - in der SBZ schon früher - begannen die Behörden, die arbeits-fähige Bevölkerung zur Pflichtarbeit heranzuziehen; Männer zwischen 14 und 65 Jahren und ledige Frauen zwischen 16 und 45 Jahren.[48][49]

Ab Herbst 1945 gingen die Alliierten dazu über, die Arbeits- und Sozialgesetze zu verschärfen. Darunter fielen Lohnstopp, Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels, Aufhebung gewisser Arbeitsschutzbestimmungen.[50] Auch wurden alle Zahlungen der Kriegsversorgung eingestellt.[51]

Eine große Anzahl von Frauen wurde in Männerberufe gedrängt, ohne aber für die gleiche Leistung den gleichen Lohn zu bekommen.[52] "Ähnlich wie in Kriegszeiten arbeiteten Frauen im Bereich der Eisen-, Metall- und Maschinenindustrie, aber auch im Bergbau. Gefragt waren vor allem Berufe mit Schwer- und Schwerstarbeitszulage, was zusätzliche Lebensmittel für die Familie einbrachte."[53]

Steineklopfende Frauen und Frauen auf dem Bau (sowie "Männer in Massen anscheinend beschäftigungslos herumstehend" - Vermittler, Käufer und Verkäufer auf dem Schwarzen Markt[54] ) gehörten in der unmittelbaren Nachkriegszeit zum alltäglichen Bild. "Gemessen an der Gesamtzahl der weiblichen Arbeitnehmerinnen waren die Hilfsarbeiterinnen im Baugewerbe nur eine Minderheit.[55] Sie fanden aber durch ihr Erscheinungsbild öffentliches Interesse, und die teilweise vehemente Kritik und Ablehnung dieser Art von Arbeit resultierte nicht nur aus der Gesundheits-gefährdung und den schlechten Arbeitsbedingungen, sondern vor allem auch aus dem "unweiblichen" Charakter dieser Arbeit.

"Bauarbeit, das war gleichbedeutend mit 'sittlicher Gefährdung' infolge rauhen Umgangstons und hohen Alkoholgenusses, die als charakteristisch für die Atmosphäre auf dem Bau galten. Immer wieder wurde betont: 'Frauen im Baugewerbe bleiben doch Frauen!', und damit man ihnen die unversehrte Weiblichkeit auch ansah, brachten die Frauenzeitschriften kosmetische Tips für die 'Frauen vom Bau'."[56]

"Von Anfang an machten die Arbeitsbehörden deutlich, daß es sich bei der Frauenarbeit im Baugewerbe nur um Beschäftigung auf Widerruf handeln könne."[57] Deshalb wurden die Frauen nur als Hilfsarbeiterinnen mit entsprechend niedrigen Löhnen eingestuft, sie besaßen auch nicht das Recht, sich zu Facharbeiterinnen ausbilden zu lassen.[58] Die Gewerkschaften und Frauenabteilungen der Arbeitsämter forderten das Recht auf Umschulung und Ausbildung in einigen bisher den Männern vorbehaltenen Berufen.[59] Sie hatten auch teilweise Erfolg damit, trafen aber besonders in handwerklichen Berufszweigen auf massiven Widerstand der Berufsorganisationen, deren Ablehnung nicht nur ideologische, sondern wohl auch handfeste materielle Gründe hatte.[60]

Die sehr allgemein gehaltenen Bestimmungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz für den Fraueneinsatz im Baugewerbe legten einzelne Betriebe recht willkürlich zu Lasten der berufstätigen Frauen aus. Unregelmäßigkeiten waren an der Tagesordnung, die Frauen setzten sich aus Angst um ihre Zulagevergütung nicht zur Wehr. Bei Bean-standungen lag die letzte Entscheidung beim Arbeitsminister. Selten kam es aber zum Verbot der beanstandeten Tätigkeit für Frauen, meist wurden die Betriebe nur zur Einhaltung spezieller Arbeitsschutzbestimmungen verpflichtet.[61]

Neben ihrer Berufstätigkeit hatten die Frauen auch die Hauptverantwortung für den Haushalt und die Kindererziehung. Zu ihrer Entlastung wurde das Hausarbeitstags-gesetz am 27. Juli 1948 im nordrhein-westfälischen Landtag erlassen. Der Hausarbeitstag stand sofort nach seiner Verkündung im Kreuzfeuer der Kritik. Den Arbeitgebern war er zu teuer, und die Gewerkschaften bemängelten die unklaren Bestimmungen. Viele Frauen verzichteten aus Furcht vor Entlassung auf ihren Anspruch.[62]

Der Streit legte sich erst, als 1962 die 5-Tage-Woche beschlossen, und der Hausarbeitstag abgeschafft wurde.[63]

Die Währungsreform

Die Währungsreform, die am 21. Juni 1948 in den Westzonen durchgeführt wurde, gilt im Bewußtsein der ZeitgenossInnen, aber auch in der Literatur zur Nachkriegs-zeit, als entscheidende Wende zur Besserung der Lebensbedingungen. Eindringlich im Gedächtnis blieb die "erstaunliche" Tatsache der über Nacht aufgefüllten Läden und Schaufenster. Wenn man die Hintergründe der Währungsreform kennt, erscheint diese Tatsache weniger erstaunlich als vielmehr zwangsläufig, da geplant.[64] Die rigorose Finanzpolitik Ludwig Erhards vor der Währungsreform hatte zur Folge, daß der Markt nun mit gehorteten Gütern überschwemmt wurde.[65] Die Erleichterung über das Wieder-Vorhandensein lang entbehrter Konsumgüter wich dem Erschrecken und der Wut über die Brutalität einer solchen menschenverachtenden Politik.

DER REGENBOGEN schreibt:

"Mußte das sein? So fragen sich viele Frauen gleich mir, wenn sie die Berge von Kleinartikeln sehen. Mußte das sein, daß wir uns jahrelang mit den primitivsten Notbehelfen für alltägliche Kleinigkeiten, wie Schuhbänder, Gummilitzen, Nähzeug usw. quälten, während sie massenweise fabriziert worden sind. [...] Wie viel Zeit, Gehetze und Nervenkraft wäre uns erspart geblieben."[66]

Inzwischen wurde in der historischen Aufarbeitung die Bedeutung der Währungs-reform für das konjunkturelle "Wirtschaftswunder" der 50er Jahre stark relativiert. Was dabei aber immer noch übersehen wurde, ist die Tatsache, daß die Währungs-reform für das Leben der Bevölkerung zunächst keine positive Bedeutung hatte, sich sogar negativ auswirkte. Die Hungerdemonstrationen und Käuferstreiks der 2. Hälfte des Jahres 1948 wurden regelrecht aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt.

Nach einer anfänglichen Kaufwelle war infolge der Aufhebung des Preisstopps bei gleichzeitiger Beibehaltung des Lohnstopps bis zum November 1948 ein Großteil der Bevölkerung zunächst kaum in der Lage, die nun zwar vorhandenen, aber überteuerten Waren überhaupt zu bezahlen. Auch waren zahlreiche Ersparnisse wertlos geworden. Die Hausfrauen übten sich weiterhin in "Mangelbewirtschaftung". So blieb in vielen Familien noch lange "Schmalhans Küchenmeister", auch wenn die Werbung von zahlreichen "wieder" erhältlichen Waren kündete.[67]

Die Abschwächung des wirtschaftlichen Wachstums führte bei gleichbleibendem Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen zu einer Sättigung des Arbeitsmarktes. Bis zum März 1950 war die Arbeitslosigkeit auf 12,8% angestiegen.[68]

1948/49 wurden die Frauen zunehmend aus ihren Stellen gedrängt. Gefährdet waren dabei besonders Frauen in den sogenannten Männerberufen, Verheiratete und Frauen ohne Berufsausbildung. Es wurden die unterschiedlichsten Argumente von staatlichen Stellen, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften vorgetragen. Sie reichten von der "sittlichen Verrohung" der Frauen bis hin zur Diffamierung der "Doppelverdiener" oder "Untauglichkeitsbescheinigungen" für Frauen unter Zuhilfenahme von "ärztlichen Gutachten", die sich nach eingehender Prüfung jedoch als völlig haltlos herausstellten.[69]

Die Arbeitsämter wurden angewiesen, nur noch Männer in Männerberufe zu vermitteln. Gleichzeitig drängte man auf die Einhaltung der Arbeitsschutzbestim-mungen für Frauen, bei Verstoß drohte die Kündigung.[70]

Ein überproportionaler Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit war die Folge. Arbeitsbehörden und Gewerkschaften beobachteten diese Entwicklung mit Sorge. Neben den bereits seit 1946 existierenden beratenden Ausschüssen bei den einzelnen Arbeitsämtern wurde ein Fachausschuß für Frauenfragen beim Landesarbeitsamt eingerichtet.[71]

Die Gewerkschaften plädierten für eine qualifizierte Berufsausbildung der Frauen, was zwar langfristig gesehen erfolgversprechend, für den Moment aber keine Lösung war.

Die Gewerbeaufsichtsämter wurden angewiesen, in ihren Amtsbereichen nach Möglichkeiten für eine Berufsausweitung für Frauen zu forschen. Allerdings gelangten sie zu einem wenig zufriedenstellenden Ergebnis, da es sich hauptsächlich auf Hilfstätigkeiten beschränkte. Für schwer vermittelbare Frauen, wie Flüchtlingsfrauen, blieb nur noch die Heimarbeit. Durch die Umgehung der Heimarbeitsbestimmung wurden diese aber oft von ihren Arbeitgebern ausgenutzt.

Unterstützung bekamen die Frauen durch die Hauptabteilung "Frauen" im DGB und die Frauenausschüsse. Diese hatten allerdings keinen leichten Stand bei ihren männlichen Kollegen.[72]

A 1.2 "Leitbilder und ihre Erhaltung"

Familienpolitik in der Adenauer-Ära 1949-63

1950 begannen sich die Verhältnisse zu normalisieren. Es gab wieder genug zu essen, und die Nachkriegskrankheiten wie Tuberkulose und Typhus waren erfolgreich eingedämmt. Die Wohnungsnot bestand noch, war aber erträglich. Ihr wurde mit "Wohnraumzwangsbewirtschaftung" begegnet. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit befand sich die Wirtschaft in einer Aufschwungphase.[73][74]

Nachdem die Ausnahmesituation der ersten Nachkriegsjahre vorüber war, mehrten sich Stimmen, die "Anstand und Sitte" wieder geltend machten. Als Moral- und Gesetzeshüter betätigten sich die katholische Kirche und ihr nahestehende konservative Politiker und Institutionen. Sie riefen zur Rückbesinnung auf alte und bewährte Tugenden und gegen "Schamlosigkeit" auf.

Der Skandal um Willi Forsts Spielfilm "Die Sünderin"[75] (am 18. Januar 1951 uraufgeführt), wirft ein Schlaglicht auf das gesellschaftliche Klima jener Jahre. Tabuthemen wie Prostitution, Mord und Selbstmord, dazu einige Nacktszenen mit der Hauptdarstellerin, Hildegard Knef, entfachten einen Sturm der Entrüstung. Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche kündigten ihre Mitarbeit im FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft), Josef Kardinal Frings, Erzbischof von Köln, rief zum Boykott des Films auf, Stinkbomben, vereinzelt auch Schlägereien begleiteten die Filmaufführung.[76]

Der Familie galt das besondere Interesse der Kirche und der Konservativen. Sie plädierten für die hierarchische Struktur von Ehe und Familie bei gleichzeitiger Wiederbelebung der traditionellen Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau. Sie galt als die "Gehilfin des Mannes" und sollte ihm untergeordnet sein.

"Die Frau hatte dem Mann zu gehorchen, ihm Kinder zu gebären und damit den Bestand des Volkes zu sichern. Als Frei-, Gestaltungs- und Arbeitsraum wurde ihr die Familie zugewiesen, in der sie entsprechend ihrer natürlichen Begabungen und Fähigkeiten agieren sollte."[77]

Eine berufstätige Frau entsprach nicht dem Idealbild der Konservativen, es wurden nachteilige Folgen für die gesellschaftliche Funktion der Familie befürchtet.

Die Kirche appellierte an das Gewissen, neben der Berufstätigkeit nicht die Pflichten als Mutter zu vernachlässigen. Sie sprach sich für eine breitangelegte Familienpolitik aus und förderte die Gründung von Familienorganisationen als Interessenvertreter der Familien gegenüber dem Gesetzgeber, der Verwaltung und Wirtschaft. Diese standen im Austausch mit dem 1953 gegründeten Bundesministerium für Familienfragen.

Dabei wurde aber in erster Linie bevölkerungspolitisch argumentiert.[78]

Die Diskussion um das Kindergeld begann bereits während der ersten Legislatur-periode 1949/1953. Der Streit um eine geeignete Organisations- und Finanzierungs-form wurde erst in der zweiten Legislaturperiode mit dem "Kindergeldgesetz" im November 1954 beendet. Dabei brachte die CDU/CSU ihren Antrag mit knapper Mehrheit durch.[79] Allerdings waren noch viele Nachbesserungen nötig, weil niemand mit diesem Gesetz so richtig zufrieden war.

Der Streit um die Gleichberechtigung der Frau

Trotz der öffentlichen Anerkennung für die geleistete Arbeit während der Abwesen-heit der Männer blieb den Frauen die Gleichberechtigung versagt. Große Hoffnungen setzten die Frauen deshalb in das neue Grundgesetz, das dem Parlamentarischen Rat seit September 1948 zur Beratung vorlag.

Im Grundgesetz sollte, so die Forderung der Frauenorganisationen, endlich der Gleichheitsgrundsatz von Mann und Frau festgeschrieben werden. Er war zwar in der Weimarer Verfassung verankert, beschränkte sich aber im wesentlichen nur auf "dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten", also auf das Frauenwahlrecht. Gleichzeitig sollten die Ehe- und Familienrechtsbestimmungen des BGB von 1896 an den Gleichheitsgrundsatz angepaßt werden.[80]

Den konservativen Politikern und der Kirche gingen die Forderungen zu weit. Sie befürchteten nachteilige Folgen für die Autorität des Mannes, die Institution Familie und nicht zuletzt für das konservativ ausgerichtete gesellschaftliche Gefüge.

In der ersten Lesung wurde der Antrag der SPD-Abgeordneten Elisabeth Selbert abgelehnt. Nach regen Diskussionen in der Öffentlichkeit und Eingaben und Einspruch der Frauenorganisationen an den Parlamentarischen Rat sah sich dieser in der dritten Lesung am 8. Februar 1949 genötigt, dem SPD-Antrag stattzugeben.[81]

Da der Gleichheitsgrundsatz aber im Widerspruch zu den Bestimmungen im BGB stand, wurde seine volle Wirkung bis zum 31. März 1953[82] aufgehoben, um dem Gesetzgeber die Möglichkeit zu lassen, die dem Gleichberechtigungsgrundsatz widersprechenden Einzelgesetze anzupassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Bundestag jedoch nicht in der Lage, ein Anpassungsgesetz zu verabschieden. Rechtssicherheit wurde erst durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom

18. Dezember 1953 geschaffen. Es bestimmte, daß die Gleichberechtigung von Mann und Frau ab dem 1. April 1953 auch im Bereich des Ehe- und Familienrechts wirksam sei. Trotzdem wurde erst nach mehrjähriger, kontrovers geführter Debatte am

3. Mai 1957 das "Gleichberechtigungsgesetz"[83] verabschiedet. Zwar wurde das Entscheidungsrecht des Ehemannes aufgehoben, die elterliche Gewalt in der Hand des Vaters wurde aber beibehalten.[84]

Arbeitskräftemangel: Die Frau im "Wirtschaftswunder" (1950-1963)

Der konjunkturelle Aufschwung der westdeutschen Wirtschaft im sogenannten "Wirtschaftswunder" führte zu Engpässen bei den Arbeitskräften. Die Frauenarbeit stieg wieder an, sie war den konservativen Kräften aber immer noch ein Dorn im Auge.

Es wurde das "Problem" der Erwerbstätigkeit von Ehefrauen und Müttern thematisiert, wobei besonders die Dreifachbelastung durch Haushalt, Beruf und Kinderbetreuung betont wurde.

Die Diskussion um die berufstätige Ehefrau war sehr kompliziert, da sie aus verschiedenen Blickwinkeln geführt wurde. Auf der einen Seite argumentierte man aus dem ökonomischen und arbeitsmarktpolitischen und auf der anderen aus dem gesundheitlichen, erzieherischen, sozialpolitischen und psychologischen Gesichtspunkt.[85] Diese Diskussion wurde zudem durch Vorurteile, Verallgemei-nerungen und falsche Vorstellungen von den tatsächlichen Größenordnungen erschwert. So sprach man zum Beispiel von 3 Millionen erwerbstätigen Müttern, unterschied aber nicht nach selbständigen berufstätigen Müttern, Bäuerinnen, Arbeiterinnen und Müttern mit schon selbst berufstätigen Kindern.[86]

Auch der Begriff von 300 000 "Schlüsselkindern" oder "Waisenkindern der Technik" war sehr verzerrt. Hierbei wurde weder eine Altersgrenze der Kinder zugrundegelegt;

noch die Frage, ob sie tatsächlich während der beruflichen Abwesenheit der Mutter nicht von einer anderen Person betreut wurden. Tatsächlich blieben "nur" 8000 Kinder unbetreut.[87]

Bewußt und überspitzt wurde den berufstätigen Frauen von Gegnern der Frauen-erwerbstätigkeit auch "Geltungsdrang", "Luxusbedürfnis" und die Vernachlässigung der Familie vorgeworfen. Untersuchungen ergaben aber, daß vorrangig der zu geringe Verdienst des Mannes als Grund für die Frauenerwerbstätigkeit genannt wurde.[88]

Die Begründung der Befürworter war, daß die berufliche Tätigkeit der Frau ein wichtiger Schritt zu Selbständigkeit und geistiger Anregung sei. Sie wurde von den Gegnern mit dem Argument der "nervtötenden Fließbandarbeit" zurückgewiesen.[89]

Besonders interessant ist hierbei, daß der Frau in Zeiten, als sie als Arbeitskraft dringend gebraucht wurde, eine "Monotoniebegabung" bescheinigt wurde, die sie besonders fähig zum Einsatz an Fließbändern machte.[90]

Zwar wurden in den Folgejahren erhebliche Vergünstigungen, die zu einem familien-freundlicheren Klima beitrugen, eingeführt; das erklärte Ziel, die berufstätigen Mütter an den häuslichen Arbeitsplatz zurückzuholen, wurde aber nicht erreicht.

Die Berufstätigkeit nahm sogar zu; jetzt war der Grund aber nicht mehr die materielle Not, sondern der Wunsch, die Erziehung und Ausbildung der Kinder finanziell sichern zu können.[91]

Schwierigkeiten mit dem Mutterschutz

Das 1942 von den Nationalsozialisten erlassene "Gesetz zum Schutz der erwerbs-tätigen Mutter" wurde nach Kriegsende aufgehoben.[92]

In der BRD gab es keinen einheitlichen Rechtsschutz für berufstätige Frauen, die schwanger waren oder stillten. Am 29. Juli 1950 brachte die SPD einen Initiativantrag zum "Mutterschutzgesetz" in den Bundestag ein, der nach eineinhalbjähriger Beratung am 12. Dezember 1951 einstimmig verabschiedet wurde. Am 19. Juli 1954 wurde dieses Gesetz auch auf Beamtinnen ausgeweitet.[93]

Seine vielen Lücken führten zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten; dennoch wurde es erst 1965 geändert.[94]

Zusammenfassung

In der BRD wurde der Gleichheitsgrundsatz von Mann und Frau erst nach langen Diskussionen und erbitterten Kämpfen in die Verfassung aufgenommen. Er wurde auch nur halbherzig durchgesetzt, was sich in der Beibehaltung bestimmter Artikel des BGB und der ungleichen Bezahlung von Männern und Frauen manifestiert.

Die Einbeziehung der Frau in den gesellschaftlichen Arbeitsprozeß war in Zeiten der ökonomischen Notwendigkeit zwar akzeptiert und gefordert, wurde aber von vornherein als zeitlich begrenzt betrachtet, weshalb unterstützende Gesetze nur nach langem Hin und Her und in abgeschwächter Form verabschiedet wurden.

Mit dem einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung meldeten sich die konservativen Kräfte zu Wort und beschworen alte Moral- und Familienvorstellungen, die die Frauen in ihre traditionellen Schranken wiesen. Vorerst ließen sich die Frauen allerdings noch nicht in den bloßen familiären Betätigungsradius zurückdrängen. Oftmals war die weibliche Berufstätigkeit jedoch bedingt durch ökonomische Zwänge (innerhalb der Familien und durch den Arbeitskräftemangel während der Zeit des "Wirtschaftswunders").

A 2 Sowjetische Besatzungszone / DDR

A 2.1 Ausgangslage

Die Problemfelder in der SBZ waren denen in den drei westlichen Besatzungszonen sehr ähnlich. An erster Stelle standen das Wohnungs- und Ernährungsproblem.

Bei Kriegsende waren zwei Drittel aller Städte zerbombt, Verkehrswesen, Energie und Wasserversorgung schwer beschädigt; die Ernte und die Viehbestände gingen radikal zurück.[95]

In der SBZ waren etwa 45% der Produktionsanlagen zerstört (in der BRD 20%), dabei wurde die Situation durch die auf Reparationsleistungen gerichtete Wirtschaftspolitik (Demontagen, Enteignung von Industriebetrieben und sonstigen Vermögenswerten) zusätzlich erschwert. Die Reparationskosten werden mit ca. 60 Mrd. DM angegeben.[96]

800 000 Wohnungen waren 1945 auf dem späteren Territorium der DDR zerstört[97] ; wer noch ein Dach über dem Kopf hatte, wurde verpflichtet, andere aufzunehmen.

Man hatte Anspruch auf ein halbes Brot pro Woche, das entsprach etwa zwei Scheiben am Tag. Milch gab es nur für die Kinder, 1/4 bis 1/2 l Molke nur "hintenherum".[98] In vielen Familien wurden die Rationen gegenseitig weggessen, wobei sich die Männer meist am wenigsten zügeln konnten.[99]

Die Stadtbevölkerung ging zu den Bauern in die umliegenden Dörfer, um zu tauschen, zu betteln oder auch zu stehlen. Auch die Möglichkeit der Nachlese nach der Ernte wurde ausgeschöpft, stundenlanges Wühlen für eine geringe Ausbeute an fingerhut-großen Kartoffeln.[100]

Im November 1948 wurde die staatliche Handelsorganisation (HO) gegründet. Sie war "zur schlagkräftigsten Waffe gegen Schwarzhändler und Schieber geworden. Obwohl teuer und für viele unerschwinglich, kosteten die Waren in der HO etwa fünf bis sechs Prozent weniger als auf dem 'Schwarzen Markt'."[101]

Schon 1949 gab es Schulspeisung, am 15. April 1950 wurde die Ausgabe einer warmen Mahlzeit in allen Grund-, Ober-, Berufs- und Fachschulen zur Pflicht erhoben.[102] Für das Werksküchenessen und die Schulspeisung brauchte man keine Lebensmittelkarten, beides wurde auch nicht nach HO-Preisen berechnet.[103]

Besonders in den ersten Nachkriegsjahren hatte man gegen Krankheiten wie Typhus, Diphtherie, Scharlach, Keuchhusten, Kinderlähmung, Syphilis, Gonorrhoe und vor allem Tuberkulose zu kämpfen. Noch 1949/50 starben an Tuberkulose und Lungenentzündung mehr Menschen als an Altersschwäche. Doch die großen Seuchengefahren, wie sie 1945/46 drohten, waren gebannt.[104]

Statistisch gesehen, kamen 1950 auf je 10 000 Menschen der DDR-Bevölkerung sieben Ärzte. Die ärztliche Behandlung in Betriebspolikliniken war etwas völlig Neues. Die Aufgabe der Betriebsärzte bestand nicht nur in der Behandlung von Krankheiten und Unfällen, sondern nun auch in dem Überprüfen der Arbeitsbedingungen unmittelbar am Arbeitsplatz.[105]

A 2.2 Die Frauenpolitik der SED (1946-1949)

Rechtliche Grundlagen

Der Verfassungsentwurf der SED von 1946 enthält in Art. 25 den Hinweis, daß "die Familie unter dem besonderen Schutze der Verfassung steht" und die "Ehe auf der Gleichberechtigung der beiden Geschlechter (beruht)". Nach Art. 26 wurde die Frau "auf allen Gebieten des staatlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Lebens dem Manne gleichgestellt", und die gesetzlichen Bestimmungen, die der Gleichberech-tigung entgegenstanden, aufgehoben.[106] Dies hatte Initialwirkung, mußten doch die durch die Streichung entstandenen Gesetzeslücken durch neues Recht ersetzt werden.

In den Verfassungen der Länder der SBZ waren die Bestimmungen einschließlich der Beseitigung der Diskriminierung der außerehelichen Geburt schon geltendes Recht.

Organisierung und Einfluß

Bereits in seiner Rede auf der Berliner Großkundgebung der KPD zur Bodenreform am 19. September 1945 forderte Wilhelm Pieck die "Einreihung der Frauen in die antifaschistisch-demokratische Einheitsfront" und kündigte die Schaffung von Frauenausschüssen durch die kommunalen Selbstverwaltungen an.[107]

Diese Ankündigung wurde dann 6 Wochen später durch den SMAD-Befehl Nr. 80 über die Organisierung der antifaschistischen Frauenausschüsse in die Praxis umgesetzt. Dem Befehl nach sollten sie "politisch-erzieherische und kulturelle Aufklärungsarbeit unter den Frauen auf antifaschistisch-demokratischer Grundlage" leisten, die Mütter "bei der Erziehung der Kinder im demokratischen Geiste" unterstützen und die Frauen "in das aktive öffentliche Leben des Landes" einbeziehen.[108]

Die Arbeit der Frauenausschüsse auf sozialem Gebiet (Sammelaktionen, Schulspeisung, Versorgung der Alten, Nähstubenarbeit, Preiskontrollen) wurde allgemein anerkannt. Offensichtlich löste jedoch die "politische Aufklärungsarbeit" bei den anderen Parteien Verärgerung aus. Die Folge war die Auflösung der Berliner Frauenausschüsse und die Bildung eines Stadtverordnetenausschusses für Frauenfragen Mitte Februar 1947.[109]

Ein Befehl der SMAD verbot die Bildung weiterer Frauenorganisationen (wie innerhalb der westdeutschen Parteien). Damit war das Organisationsmonopol einer Frauenorganisation geschaffen, die die Ressourcen der 1947 aufgelösten antifa-schistischen Frauenausschüsse übernahm und als Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD) neugegründet wurde. Innerhalb des Spektrums der Teilnehmer-innen am Deutschen Frauenkongreß (7./8. März 1947 in Berlin), in dessen Rahmen der DFD gegründet wurde, bestand Einigkeit hinsichtlich der Ziele Frieden, Wieder-aufbau und Versöhnung, aber auch Skepsis der nichtkommunistischen Frauen gegenüber politischer Vereinheitlichung.[110] Der von der Konferenz verabschiedete Aufruf ist auch ein Hinweis auf Spannungen zwischen der SED und dem DFD:

"Wir dürfen niemals mehr zulassen, daß über Deutschlands Gestaltung und Geschichte ohne uns Frauen entschieden wird. Wir werden von jetzt ab mitwissen, mitverantwor-ten und mitbestimmen".[111] Die Spielräume wurden allerdings sehr früh durch direkte Eingriffe der SED in die Organisation des DFD und durch die Begrenzung von Handlungsfeldern verkleinert. Mit der Umwandlung der SED in eine "Kaderpartei neuen Typs" 1948 erfolgten auch personelle Neubesetzungen von Leitungsgremien im DFD. Zudem führte die Auflösung der DFD-Betriebsgruppen (1949) zu einer Verdrängung des DFD aus dem Arbeitsfeld - und damit aus dem Hauptkonfliktfeld für Frauen. Nach dem "Wohngebietsprinzip" beschränkte sich seine Arbeit nun auf den nicht-betrieblichen Bereich. In den 50er Jahren konzentrierten sich die Aktivitäten des DFD vor allem auf Werbung und Mobilisierung für die Berufstätigkeit.[112]

Der Verlust an politischer Bedeutung in den zentralen wirtschaftlichen und politischen Feldern führte schon früh zu einem Nachwuchsproblem und einer Stagnation bzw. Rückläufigkeit der Mitgliederzahlen.

Als Zeichen für die Bedeutung, die den Frauen in der DDR und der Sowjetunion beigemessen wurde, blieb eigentlich nur der 8. März als Internationaler Frauentag und die Verleihung der "Clara-Zetkin-Medaille" für besondere Verdienste um die Gleichberechtigung der Frau übrig.

Die Bemühungen um die rechtliche Gleichstellung der Frau und um politische Einflußnahme auf die Frau ist nur eine Seite der Frauenpolitik der SED. Die andere und für die Entwicklung der Frauenpolitik in der DDR wichtigere Seite ist die Frauenarbeitspolitik.[113]

Frauenarbeit

1946 entsprach die Zahl von Männern und Frauen in der SBZ einem Verhältnis von 100 zu 135. Dieses Mißverhältnis wird noch deutlicher, wenn man die Altersstruktur berücksichtigt. So kamen z.B. in der Altersgruppe zwischen 20 und 25 Jahren auf 100 Männer 229 Frauen.[114] Frauenarbeit wurde damit zur wirtschaftlichen Überlebens-frage. Auch viele - meist verwitwete oder geschiedene - Frauen waren auf die Berufsarbeit angewiesen. Die dennoch bestehende Frauenarbeitslosigkeit (bei gleichzeitig offenen Stellen in Betrieben - Facharbeitermangel) erklärt sich aus der fehlenden bzw. mangelhaften Qualifikation der Frauen und aus den traditionellen Vorstellungen bzw. Vorurteilen bei Männern und Frauen über "typische" Frauen- und Männerberufe. "Fest steht, daß diese demographische Ausgangslage und die daraus resultierende Arbeitsmarktsituation schon früh auf die Notwendigkeit aufmerksam machten, 'in den brachliegenden weiblichen Arbeitskräften' die Reserven zu sehen."[115] Um den Vorurteilen entgegenzuwirken, wurde den Betriebsleitungen und vor allem den Betriebsräten gegenüber nicht nur Überzeugungsarbeit geleistet, sondern es wurden auch bestimmte Festlegungen erteilt (Quotierung). Außerdem veranlaßte man die Umsetzung von Männern und damit die Freimachung von Arbeitsplätzen für Frauen. Die männlichen Vorurteile manifestieren sich auch bei der Durchsetzung des SMAD-Befehls Nr. 253 vom 17. August 1946, der gleichen Lohn für gleiche Arbeit vorschrieb: Betriebsleitungen und Betriebsräte äußerten, daß der Befehl undurchführ-bar sei, weil Frauen und Jugendliche nicht in der Lage seien, das gleiche zu leisten wie die Männer. Deshalb könnten sie auch nicht den gleichen Verdienst verlangen. Andere paßten sogar die höheren Männerlöhne an die geringeren Frauenlöhne an.[116]

Aber auch die Frauen, die der Meinung waren, "daß ihre Arbeit nur etwas Vorübergehendes sei und deshalb die Erlernung eines Berufes überflüssig wäre"[117] mußten "aufgeklärt" und überzeugt werden.

Die Qualifizierungsbemühungen dieser Zeit konzentrierten sich auf das Anlernen.

A 2.3 Die Frauenpolitik der SED (1949-1956)

Auch nach der Gründung der DDR war die Erhöhung der Anzahl berufstätiger Frauen eine ökonomische und sozialstrukturelle Notwendigkeit.

Zum einen sank die Einwohnerzahl ständig, zum anderen ist das proportionale Verhältnis von Männern und Frauen durch Unausgewogenheit gekennzeichnet, die sich auch in der Struktur des Arbeitskräftepotentials niederschlägt.

Die große Zahl der Flüchtlinge in die BRD - Bauern, die ihr Land nicht zugunsten einer Kollektivierung aufgeben wollten; Eigentümer von selbständigen Betrieben und Geschäften und Menschen, die die zunehmend härteren ideologischen und kulturellen Zwänge, Schikanen und Diskriminierung nicht akzeptieren konnten und wollten - entsprach schon im Jahre 1949 3,5 Prozent der Bevölkerung. Dieser schwere und anhaltende Bevölkerungsverlust und die ungünstigen industriellen Voraussetzungen stellten ein großes Handikap für die Belebung der Wirtschaft dar.[118]

Trotz aller Schwierigkeiten machte die DDR erstaunliche Fortschritte bei der Erfüllung des ersten Fünfjahrplanes. Ihre Leistung war insofern beeindruckend, als sie diesen wirtschaftlichen Aufschwung aus eigener Kraft geschafft hatte, während das westdeutsche Wirtschaftswunder durch amerikanische Hilfe im Rahmen des Marshall-Plans erleichtert worden war.[119]

Das Mütter- und Kinderschutzgesetz (MKSchG)

Die Gesellschaftsordnung der DDR, wie sie nach 1945 schrittweise nach dem sowjetischen Vorbild und orientiert an den Traditionen der Arbeiterbewegung aufgebaut worden war, ermöglichte eine sehr schnelle Umgestaltung des Rechts nach dem Gleichberechtigungsprinzip, "erlaubte es doch das zentrale Planungssystem, Rechtstraditionen in ihrer historischen Entwicklung mehr oder minder abrupt zu unterbrechen"[120].

[...]


[1] Kowohl, Edith: Die Frauenzeitschriften, In: Hagemann, W. (Hg.): Die deutsche Zeitschrift, Münster 1950, Seite 194

[2] Hierzu gibt es verschiedene Meinungen. Während Irene Dölling der Auffassung ist, daß das Männerbild über das Frauenbild bestätigt wird, fordert Waltraud Cornelissen eine Einbeziehung des Männerbildes, um Vergleiche erst möglich zu machen und die Befunde des Frauenbildes ins rechte Licht zu rücken. vgl. Dölling, Irene: Gespaltenes Bewußtsein - Frauen- und Männerbilder in der DDR, In: Helwig, Gisela / Nickel, Hildegard Maria (Hg.): Frauen in Deutschland 1945-1992, Bonn 1993, S. 24 u. 55

[3] Kuhn, Annette (Hg.): Frauen in der deutschen Nachkriegszeit. Bd. 1 Frauenarbeit 1945-1949, Düsseldorf 1984, S. 25-109. Auch Kuhn . Bd. 2 Frauenpolitik 1945-1949, Düsseldorf 1986

[4] Obertreis, Gesine: Familienpolitik in der DDR 1945-1980, Opladen 1986

[5] vgl. Dölling, S. 23-52

[6] Weil z.B. die Frau von "Natur aus" häuslich und emotional ist, hat sie Sorge für den Haushalt, die Familie und die Erziehung der Kinder zu tragen.

[7] Dölling, S. 24

[8] Ich denke, das ist auch aus wissenschaftlicher Sicht durchaus vertretbar, da es sich hier um Alltagsgeschichte handelt, die von "Augen- bzw. Zeitzeugen - Geschichte" lebt.

[9] vgl. Kuhn (1984)

[10] Nicht so sehr in "Der Welt der Frau".

[11] Die Quellen aus Teil A 3 (Doris Schubert in Kuhn [1984]) stammen eher aus dem Bereich der indirekten Vermittlung.

[12] vgl. Ruhl, Klaus-Jörg (Hrsg.): Unsere verlorenen Jahre. Frauenalltag in Kriegs- und Nachkriegszeit 1939-1949 in Berichten, Dokumenten und Bildern, Darmstadt 1985, S.193

[13] Andrea Mork: Warum eigentlich "ungleiche" Schwestern?, in: Katalog zur Ausstellung "Ungleiche Schwestern? Frauen in Ost- und Westdeutschland" hrsg. von Stiftung Haus der Geschichte der BRD, Prof. Dr. Hermann Schäfer, Bonn 1997, S. 5

[14] vgl. Ruhl, Klaus-Jörg (Hrsg.): Frauen in der Nachkriegszeit, München 1988, S. 11

[15] Ruhl (1985), S. 156f und Kuhn (1984), S. 128, 181-187

[16] Die Norm liegt bei ca. 2400-3000 kcal.

[17] Ruhl (1985), S. 134 und Ruhl (1988), S. 12 und Kuhn (1984), S. 129-135

[18] vgl. Ruhl (1985), S. 137 und Kuhn (1984), S. 140, 158-165, 167-170, 175-177

[19] vgl. Kuhn (1984), S. 156-162

[20] "Eichelbrot", In: Die Welt der Frau, Heft 1 / 1946, S. 24 (siehe Quellenanhang 1)

[21] Kuhn (1984), S. 137

[22] "Was alles nicht gegessen wird", In: Die Landfrau Heft 11+12 / 1946, S. 28

[23] Ruhl (1985), S. 142

[24] vgl. ebd. Angaben aus: Die Neue Zeitung 21. April 1947

[25] vgl. ebd. S. 163, Angaben aus dem Bericht der Familienfürsorge Dortmund, 6. Juni 1947

[26] vgl. Kuhn (1984), S. 136, 147f

[27] vgl. ebd. S. 151-155 und Ruhl (1985), S. 145f

[28] vgl. Ruhl (1985), S. 146

[29] vgl. Kuhn (1984) S. 43

[30] vgl. Ruhl (1985) S. 156 Für uneheliche Kinder, die von der deutschen Mutter in ein Heim gegeben werden, übernimmt der Staat die Kosten. Sie werden, wenn der Vater Amerikaner ist, als "indirekte Besatzungskosten" bezeichnet. Aus: Frauenwelt, Heft 14, 1949, S. 12

[31] vgl. Ruhl (1988), S. 12 und Kuhn (1984), S. 43f

[32] vgl. Ruhl (1985), S. 178

[33] vgl. Kuhn (1984), S. 191

[34] vgl. Kuhn (1984), S. 179, 196, 198-201 Der Regenbogen, Heft 2+3 / 1947, S. 30, Heft 5 /1948, S. 18

(siehe Quellenanhang 2)

[35] Kuhn (1984), S. 180, "Die Sonne bringt sie an den Tag...", In: Die Frau von heute, Heft 15 / 1947, S. 23; (Quellenanhang 3) u. Kosmetikwerbung, In: Die Welt der Frau, Heft 12 / 1949, S. 38

[36] "Was die Mode befiehlt", In: Die Frau von heute, Heft 23 / 1947, S. 19

[37] aus einem Leserbrief "Das hat uns gerade noch gefehlt!", In: Die Frau von heute, Heft 4 / 1948,

S. 19

[38] vgl. Ruhl (1988), S. 25

[39] vgl. Kuhn (1984), S. 44, 149, 157 u. Situation in der SBZ

[40] vgl. Ruhl (1988), S. 25

[41] vgl. Kuhn (1984), S. 44

[42] vgl. Ruhl (1988), S. 25

[43] vgl. Ruhl (1985), S. 178

[44] Ruhl (1988), S. 26 vgl. auch Kuhn (1984), S. 47, 175

[45] vgl. Ruhl (1988), S. 26

[46] vgl. ebd.

[47] vgl. Ruhl (1985), S. 186f und Walter von Hollander: "Wie überwinden wir die Ehekrise?", In: Die Welt der Frau Heft 4/1946 (1), S. 8f

[48] Ruhl (1988), S. 39

[49] vgl. ebd. und Kuhn (1984), S. 252f

[50] vgl. Ruhl (1988), S. 40

[51] Hinterbliebenenrente erhielten Kriegerwitwen nur dann, wenn sie das 60. Lebensjahr überschritten oder mindestens zu zwei Dritteln erwerbsunfähig waren oder zwei Kinder unter 8 Jahren versorgen mußten. vgl. Ruhl (1985), S. 193

[52] Ein Bauhilfsarbeiter erhielt RM 0,70 pro Stunde, ein Mädchen bei gleicher Leistung nur RM 0,60. Jüngere Mädchen erhielten sogar nur RM 0,42. vgl. Ruhl (1985), S. 205 und Kuhn (1984), S. 312f,

316-322 (siehe auch Quellenanhang 4)

[53] Ruhl (1988), S. 40

[54] Ruhl (1985), S. 201, 206

[55] ebd. S. 207

[56] Kuhn (1984), S. 251, 258-263 und "Gesund und schön. Ein Kapitel Gesichtspflege für die Frau vom Bau", In: Die Frau von heute, Heft 1 / 1946, S. 10f

[57] Ruhl (1988), S. 41

[58] vgl. ebd.

[59] vgl. Kuhn (1984), S. 265-269

[60] vgl. ebd. S. 251, 268f

[61] vgl. ebd. S. 41f

[62] vgl. Kuhn (1984), S. 304-311

[63] vgl. Ruhl (1988), S. 42

[64] vgl. Kuhn (1984), S. 207

[65] vgl. Turner, S. 67

[66] "Mußte das sein?", In. Der Regenbogen, Heft 7 /1948, S. 2

[67] vgl. Kuhn (1984), S. 207f, 211, 214f, 332

[68] vgl. Ruhl (1988), S. 72

[69] vgl. Ruhl (1985), S. 220 und Kuhn (1984), S. 326-331

[70] Ruhl (1988), S.72

[71] vgl. ebd. S. 73

[72] vgl. S. 74

[73] ebd. S. 107

[74] vgl. ebd. S. 107

[75] zum Inhalt: Das Mädchen Marina ist Prostituierte. Die große Liebe zu einem unheilbar kranken Maler verändert ihr Leben. Sie umsorgt ihn und finanziert eine teure, jedoch erfolglose Operation. Marina tötet ihren Geliebten, um ihm das qualvolle Sterben zu ersparen, und begeht Selbstmord.

[76] vgl. Katalog zur Ausstellung "Ungleiche Schwestern", S. 37

[77] Ruhl (1988), S. 107

[78] vgl. ebd.

[79] vgl. ebd. S 109 "Gesetz über die Gewährung von Kindergeld und Einrichtung von Familienausgleichskassen"

[80] vgl. ebd. S. 154

[81] vgl. ebd. S. 154f (Artikel 3, Absatz 2 GG)

[82] Artikel 107 GG

[83] "Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet der bürgerlichen Ehrenrechte"

[84] vgl. Ruhl (1988), S. 155

[85] vgl. ebd. S. 205

[86] vgl. ebd. S. 206

[87] vgl. ebd.

[88] vgl. ebd. Das war aber auch der einzig akzeptierte Grund. (N.W.)

[89] vgl. ebd. S. 207

[90] "Monotoner Arbeit bringen Frauen im Verhältnis zur übrigen Fabrikarbeit relativ weniger Unlust entgegen, sie sind also dafür besser einzusetzen als Männer." Marietta Marx: Die Frau im Betrieb. Eine betriebswirtschaftliche Untersuchung. Diss. Köln 1949, S. 27 abgedruckt in: Kuhn (1984), S. 275f

(siehe auch Quellenanhang 5)

[91] vgl. Ruhl (1988), S. 207

[92] vgl. ebd. S. 235 (siehe auch Quellenanhang 6)

[93] vgl. ebd. S. 236

[94] vgl. ebd. S. 237

[95] vgl. Zimmerling, Zeno: Das Jahr 1. Einblicke in das erste Jahr der DDR, Berlin 1989, S. 15

[96] vgl. Knocka, Jürgen: "1945: Neubeginn oder Restauration?", In: Stern, Carola / Winkler, Heinrich A.(Hg.): Wendepunkte deutscher Geschichte, 1848-1945, Frankfurt/M. 1979, S. 146

[97] vgl. Zimmerling, S. 68

[98] aus den Erzählungen meiner Großmutter

Meine Urgroßmutter soll nur noch 70 Pfund gewogen haben. In Dresden teilte die Volksküche "Demos" gegen Lebensmittelkarten ein warmes Essen (dünne Suppe oder auch mal Pellkartoffeln) aus. Abends holte sich meine Familie die Pellkartoffelschalen ab und trocknete sie in einer mit Sterinwachs gefetteten Küchenform (Das gab eine Art Kartoffelchip). Gas gab es nur stundenweise.

[99] vgl. auch Kuhn (1984), S. 44

[100] Bei den Bauern auf den Böden stapelten sich die Damastdecken und Porzellanfiguren. Sie machten ihre Hofhunde gegen die Städter scharf oder stellten Leute aus der Stadtbevölkerung gegen einige Nahrungsmittel zum Schutz ihrer Felder an. (Quelle: Großmutter, s. auch Quellenanhang 7)

vgl. auch Karikatur "Der Perser im Kuhstall", In: Die Frau von heute, Heft 7 / 1948, S. 7

[101] vgl. Zimmerling, S. 75f

[102] vgl. ebd. S. 47

[103] vgl. ebd. S. 79

[104] vgl. ebd. S. 107. Für Berlin hatte man statistisch errechnet, daß von 33 000 Krankenhausbetten

24 000 unbenutzbar, von 22 730 Schulklassenräumen rund 20 000 zerstört waren. ebd. S. 15

[105] vgl. ebd. S. 106f

[106] vgl. Obertreis, S. 33

[107] vgl. ebd. S. 34

[108] ebd.

Die antifaschistischen Frauenausschüsse hatten sich nicht nur in der SBZ als "Initiative gegen die Not" zusammengeschlossen.

[109] vgl. ebd. S. 35

[110] vgl. Hampele, Anne: "Arbeite mit, plane mit, regiere mit" - Zur politischen Partizipation von Frauen in der DDR, In: Helwig, Gisela / Nickel, Hildegard Maria (Hg.): Frauen in Deutschland 1945-1992, Bonn 1993, S. 297

[111] vgl. ebd.

[112] vgl. ebd. S. 297f

[113] vgl. Obertreis S. 38

[114] vgl. ebd. S. 39

[115] ebd. S. 41

[116] vgl. ebd. S. 45

[117] ebd. S. 46

[118] vgl. Turner S. 123

[119] vgl. ebd. S. 125

[120] Obertreis S. 51

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten

Details

Titel
Das Frauenbild in ausgewählten deutschen Frauenzeitschriften der Nachkriegszeit (1945-1955)
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,3
Autor
Jahr
1998
Seiten
110
Katalognummer
V125799
ISBN (eBook)
9783640313419
ISBN (Buch)
9783640317196
Dateigröße
1848 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Diplomarbeit entstand im Studienschwerpunkt "Geschlechterdifferenz"
Schlagworte
Frauenbild, Frauenzeitschriften, Nachkriegszeit
Arbeit zitieren
Nora Weise (Autor:in), 1998, Das Frauenbild in ausgewählten deutschen Frauenzeitschriften der Nachkriegszeit (1945-1955), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125799

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