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Spanglish - Ein Beispiel für spanisch-englisches Code-Switching?

Eine Untersuchung am Beispiel des „Don Quijote“ auf Spanglish

Titel: Spanglish - Ein Beispiel für spanisch-englisches Code-Switching?

Bachelorarbeit , 2008 , 32 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: B.A. Marija Lopin (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Sprachlandschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika zeichnet sich durch ihre verschiedensprachigen Bevölkerungsgruppen aus. Neben dem Englischen als Amtssprache existieren weitere Sprachen, wie das Spanische, welches dort den Status einer Minderheitensprache hat. Immigranten aus lateinamerikanischen Ländern haben das Spanische regional verbreitet und versuchen, trotz kultureller und sprachlicher Unterschiede, ihre Muttersprache aufrechtzuerhalten und zu pflegen.
Meiner Erfahrung nach hängt es vor allem vom familiären Umfeld ab, ob und wie stark die Muttersprache erhalten bleibt. Die meisten Immigranten wählen ein anderes Land als neuen Wohnort, um ihre ökonomische Situation zu verbessern und ihren Kindern ein sozial höherwertiges Leben zu bieten. Wegen ihrer Erwerbstätigkeit, zumeist mit niedrigem Lohn und harten Arbeitsbedingungen, bleibt wenig Zeit, ihren Kindern die Muttersprache grammatikalisch „richtig“ beizubringen. Weitere Faktoren kommen hinzu, die zum Verlust oder Nichterwerb der Muttersprache führen (z. B. geringe Kommunikation mit den Eltern, englischsprachiger Freundeskreis, einsprachiger Schulunterricht etc.).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Spanische in den USA

2.1 Historischer Überblick

2.2 Die demographische Verteilung der Hispanics in den USA

2.3 Die Varietäten des Spanischen

2.3.1 Das mexikanische Spanisch

2.3.2 Das puertoricanische Spanisch

2.3.3 Das kubanische Spanisch

2.3.4 Das Peninsulare oder Isleño

3. Das Spanische in Kontakt mit dem Englischen

3.1 Sprachkontakt

3.2 Bilingualismus, Code-Switching, Wortentlehnung – Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen

3.2.1 Bilingualismus

3.2.2 Code-Switching

3.2.2.1 Soziolinguistische Aspekte des Code-Switching

3.2.2.2 Grammatikalische Aspekte des Code-Switching

3.2.2.3 Syntaktische Beschränkungen des Code-Switching

3.2.3 Definition des Begriffs Entlehnung

3.3 Was versteht man unter der Bezeichnung „Spanglish“?

4. Untersuchung des „Don Quijote de la Mancha“ auf Spanglish

4.1 Methode

4.2 Spanglish im Hinblick auf die linguistischen Definitionen von Sprache

4.3 Morphosyntaktische Besonderheiten des Textes

4.3 Der Wortschatz des Spanglish

4.4 Semantische Besonderheiten des Textes

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen „Spanglish“ als Sprachkontaktphänomen zwischen Englisch und Spanisch in den USA. Ziel ist es, anhand der literarischen Spanglish-Übersetzung des „Don Quijote“ zu analysieren, ob Spanglish die linguistischen Kriterien einer eigenständigen Sprache erfüllt oder als eine Form des Code-Switching zu werten ist, die zu defizitären Sprachstrukturen führt.

  • Historische und demographische Entwicklung der Hispanics in den USA
  • Linguistische Abgrenzung von Bilingualismus, Code-Switching und Entlehnung
  • Analyse der morphosyntaktischen und semantischen Besonderheiten von Spanglish
  • Überprüfung linguistischer Beschränkungen (Poplack) in literarischen Texten
  • Soziolinguistische Bewertung von Identitätsbildung und Sprachgebrauch

Auszug aus dem Buch

4.3 Morphosyntaktische Besonderheiten des Textes

In dem Text findet der Wechsel zwischen Englisch und Spanisch ausschließlich satzintern statt. Die Häufigkeit des Wechsels hängt nicht von der jeweiligen Sprache ab, sondern eher von der Satzlänge. So werden unterschiedliche syntaktische Kategorien „geswitcht“, dabei favorisiert der Autor bei bestimmten Wortarten eher das Spanische, bei anderen das Englische.

Code-Switching erfolgt:

Bei Präpositionen (Englisch: in, of, with, to, for, but by; Spanisch: con, en, a, de, por, para, pa’, sin, de, sobre) oder präpositionalen Fügungen. Unregelmäßigkeiten lassen sich beispielsweise beim Gebrauch der beiden Präpositionen de (Span.) und of (Engl.), feststellen. Die spanische Präposition de ersetzt bei näherer Bestimmung eines Substantivs und Angabe des Materials vollständig die Englische, unabhängig von der Sprache des Substantivs: strips de iron [E-S-E]10, vida de hunter [S-S-E], acres de tierra [E-S-S], cuentos de amor [S-S-S]. Bei Eigennamen bzw. Titeln steht dagegen of oder de (Amadís of England, El Bucephalus de Alexander, Emperador de Trebizond).

In Bezug auf präpositionale Fügungen sind drei auffällige Merkmale zu nennen. Erstens wird innerhalb derselben der Code gewechselt (in spite de anstatt in spite of bzw. en vez de).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Sprachkontaktsituation in den USA und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2. Das Spanische in den USA: Überblick über die historische Verbreitung und demographische Situation der spanischsprachigen Bevölkerung.

3. Das Spanische in Kontakt mit dem Englischen: Theoretische Fundierung der Begriffe Bilingualismus, Code-Switching und Entlehnung.

4. Untersuchung des „Don Quijote de la Mancha“ auf Spanglish: Empirische Analyse des literarischen Textbeispiels hinsichtlich morphosyntaktischer und semantischer Strukturen.

5. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die Spanglish als Sprachvarietät und Medium der Identität, aber nicht als eigenständige Sprache einstuft.

Schlüsselwörter

Spanglish, Code-Switching, Bilingualismus, Sprachkontakt, Linguistik, Hispanics, USA, Wortentlehnung, Morphosyntaktik, Don Quijote, Soziolinguistik, Sprachvarietät, Identität, Ilan Stavans, Sprachanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition und linguistischen Analyse von „Spanglish“ als Sprachkontaktphänomen zwischen Englisch und Spanisch in den USA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den soziolinguistischen Hintergründen, den grammatikalischen Regeln des Code-Switching und der praktischen Textanalyse anhand eines literarischen Beispiels.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Spanglish als eigenständige Sprache klassifiziert werden kann oder ob es lediglich eine Form von Code-Switching darstellt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse zu sprachwissenschaftlichen Theorien, kombiniert mit einer strukturellen Textanalyse (Morphologie, Syntax, Semantik) des Don-Quijote-Spanglish-Auszugs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Definitionen, Sprachkontakt) und einen analytischen Teil, in dem die syntaktischen und morphologischen Merkmale des untersuchten Textes geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Spanglish, Code-Switching, Bilingualismus, Sprachkontakt, Morphosyntaktik und Identitätsbildung.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Shana Poplacks „Equivalence Constraint“?

Die Autorin nutzt diese Regel, um zu prüfen, ob der untersuchte Text die syntaktischen Bedingungen für zulässiges Code-Switching einhält oder ob er dagegen verstößt.

Warum wird die „Don Quijote“-Übersetzung von Ilan Stavans als Fallbeispiel gewählt?

Dieser Text dient als konkretes, schriftliches Beispiel, um die Theorie in einem künstlichen, literarischen Kontext zu testen und die Grenzen der linguistischen Klassifizierbarkeit von Spanglish aufzuzeigen.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spanglish - Ein Beispiel für spanisch-englisches Code-Switching?
Untertitel
Eine Untersuchung am Beispiel des „Don Quijote“ auf Spanglish
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,5
Autor
B.A. Marija Lopin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
32
Katalognummer
V126120
ISBN (eBook)
9783640322442
ISBN (Buch)
9783640320578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spanglish Beispiel Code-Switching Eine Untersuchung Beispiel Quijote“ Spanglish
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Marija Lopin (Autor:in), 2008, Spanglish - Ein Beispiel für spanisch-englisches Code-Switching?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126120
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Leseprobe aus  32  Seiten
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