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Ökonomische Funktionen von Ratings und Ratingagenturen auf Kreditmärkte

Title: Ökonomische Funktionen von Ratings und Ratingagenturen auf Kreditmärkte

Term Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christina Schröder (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Das Thema „Rating“ ist seit dem zweiten Baseler Konsultationspapier, das seit 2007 anzuwenden ist, in aller Munde. Kreditgeber sind seitdem dazu verpflichtet, höheres Risiko durch ein höheres Eigenkapital zu unterlegen. Die daraus resultierende Bedeutung des Ratings für Kreditgeber und -nehmer wird schnell ersichtlich, da eine Möglichkeit gegeben wird, die Bonität der Kreditnehmer eingehend zu prüfen und somit die Risiken der Kreditvergabe zu senken. Doch nicht nur für die Kreditgeber hat das zweite Baseler Konsultationspapier Konsequenzen. Für Unternehmen bedeutet dies von nun an, gute Ratings erzielen zu müssen, um entsprechend gute Konditionen bei Krediten zu erhalten. Ein schlechtes Rating, was u.a. auch mit einer schlechten Bonität des Kreditnehmers verbunden ist, bedeutet gleichzeitig höhere Zinsen und somit höhere Kosten. Geleitet werden die Ratings von so genannten Ratingagenturen, die vor allem in den USA eine vorherrschende Stellung einnehmen. Seit den 80er Jahren finden sich auch in Deutschland immer mehr kleinere Ratingagenturen, da die enorme Bedeutung des Ratings nicht mehr von der Hand zu weisen ist.
Diese Arbeit gibt einen Einblick in die ökonomischen Funktionen des Ratings und der Ratingagenturen auf Kreditmärkten. So werden im zweiten Kapitel zuerst untersuchungsrelevante Grundlagen dargestellt um einen ersten Einblick in das Thema zu finden. Im dritten Kapitel werden dann konkret die verschiedenen Funktionen, insbesondere die Informationsfunktion mit all ihren Teilfunktionen von Rating und Ratingagenturen auf Kreditmärkten vorgestellt. Im vierten Kapitel wird kurz auf einzelne Kritikpunkte des Ratings eingegangen. Das Fazit gibt Aufschluss darüber, ob Rating und Ratingagenturen tatsächlich von solch großer Bedeutung für den Finanzmarkt sind, wie es in der Literatur dargestellt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Untersuchungsrelevante Grundlagen

2.1 Definition „Rating“

2.2 Definition „Ratingagenturen“

2.3 Unterschied zwischen internem und externem Rating

2.4 Vorgehensweise einer Ratingagentur am Beispiel von Standard & Poor

3 Ökonomische Funktionen des Credit Ratings

3.1 Informationsfunktion als zentrale Funktion

3.1.1 Problem der Principal-Agent Beziehung

3.1.2 Informationsfunktion als Merkmal zur Reduzierung der Informationsasymmetrien

3.2 Teilfunktionen der Informationsfunktion

3.2.1 Kreditwürdigkeitsprüfung

3.2.2 Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit

3.2.3 Preissetzung von Krediten

3.2.4 Senkung der Kapitalkosten

3.2.5 Publizitätsfunktion

4 Kritik an Rating und Ratingagentur

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Funktionen von Ratings und Ratingagenturen auf Kreditmärkten, insbesondere vor dem Hintergrund der regulatorischen Anforderungen durch Basel 2, und analysiert deren Einfluss auf die Kreditvergabe und Kapitalbeschaffung von Unternehmen.

  • Grundlagen des Rating-Begriffs und der Funktionsweise von Ratingagenturen
  • Die zentrale Informationsfunktion zur Reduzierung von Informationsasymmetrien
  • Teilfunktionen des Ratings wie Kreditwürdigkeitsprüfung und Risikobestimmung
  • Einfluss von Ratings auf die Preissetzung von Krediten und Kapitalkosten
  • Kritische Würdigung der Ratingverfahren und deren Aussagekraft

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Problem der Principal-Agent Beziehung

Eine zentrale Rolle des Ratings und bei Ratingagenturen spielt die Informationsfunktion. Durch Credit Rating soll dem Investor die Entscheidung vereinfacht werden, welche Anlagemöglichkeit die Beste ist. Ratingagenturen bilden somit im Optimalfall eine Meinung zur Bonität von allen Schuldnern. Daher ist vor allem bei externen Ratings durch Ratingagenturen diese Funktion von Bedeutung, da die internen Ratings oftmals stark standardisiert sind, weil sie sich erst bei großen Kapitalgebern rentieren.

Ein intensiver Dialog zwischen Unternehmen und Kapitalgebern und somit eine offene Informationspolitik schafft generell größeres Vertrauen und dient einer Ausweitung der Kundebeziehungen. Doch um völlige Transparenz zwischen Kapitalnehmer und -geber zu schaffen, müssen die Probleme der Principal-Agent Theorie überwunden werden.

Die Beziehung des Principals, dem Kapitalgeber, und des Agenten, dem Kapitalnehmer, ist gekennzeichnet durch asymmetrische Informationsverteilung, Interessendivergenzen und Moral Hazard, sowie Unsicherheit.

Informationsasymmetrien bestehen vor Vertragsbeziehungen durch Hidden Informations, da der Agent gegenüber dem Principal Informationsvorsprünge hat. Weiterhin ist die Beziehung durch Hidden Characteristics gekennzeichnet, da der Agent möglicherweise Eigenschaften und Fähigkeiten verschweigt. Das dritte Problem sind die Hidden Actions, die nach Vertragsabschluss zum Tragen kommen, da Handlungen des Agenten nicht alle beobachtet werden können. Daraus entsteht wiederum das Problem des Moral Hazard, da der Agent durch sein Handeln die Situation des Principals, des Kapitalgebers, verschlechtern kann. Es bestehen Interessendivergenzen. Weiterhin besteht Unsicherheit, da der Agent auch von Umweltfaktoren beeinflusst wird, die wiederum von ihm nicht beeinflussbar sind. Das Problem der Principal-Agent Beziehung muss daher durch intensive Informationsflüsse reduziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz von Ratings durch Basel 2 und skizziert das Ziel der Arbeit, die ökonomischen Funktionen und Kritikpunkte des Credit Ratings darzulegen.

2 Untersuchungsrelevante Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „Rating“ sowie „Ratingagenturen“ und grenzt internes von externem Rating ab, inklusive einer Beschreibung der Prozessabläufe bei Standard & Poor.

3 Ökonomische Funktionen des Credit Ratings: Das Hauptkapitel analysiert das Rating als Instrument zur Minderung von Informationsasymmetrien und beschreibt detailliert die verschiedenen Teilfunktionen wie Bonitätsprüfung und Preissetzung.

4 Kritik an Rating und Ratingagentur: Hier werden kritische Aspekte wie mangelnde Transparenz, Prognoseunsicherheiten und die Problematik der Vergleichbarkeit von Ratingergebnissen diskutiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Ratings trotz Kritik ein unverzichtbares Instrument im modernen Kreditgeschäft sind und ihre Bedeutung weiter wachsen wird.

Schlüsselwörter

Rating, Ratingagenturen, Kreditmärkte, Kreditwürdigkeit, Basel 2, Informationsasymmetrie, Principal-Agent Theorie, Ausfallwahrscheinlichkeit, Kapitalkosten, Risikoprämie, Finanzmarkt, Bonität, Signalling, Screening, Unternehmensfinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit der ökonomischen Bedeutung und den Funktionen von Credit Ratings und Ratingagenturen im Kontext moderner Kreditmärkte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Definition von Ratings, die Rolle von Agenturen, die Informationsfunktion bei Asymmetrien sowie die Auswirkungen auf Kreditkonditionen und Kapitalkosten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ratingverfahren zur Risikoreduzierung beitragen und warum sie für Kapitalgeber und -nehmer bei der Kreditentscheidung entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Literaturrecherche zu den ökonomischen Funktionen von Ratings sowie der Auswertung bestehender Ratingmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden schwerpunktmäßig die Informationsfunktion zur Überwindung von Principal-Agent-Problemen sowie spezifische Teilfunktionen wie Kreditwürdigkeitsprüfung und Preissetzung erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kreditrating, Informationsasymmetrie, Basel 2, Ausfallwahrscheinlichkeit und Kapitalkosten beschreiben.

Wie unterscheidet sich internes von externem Rating laut dem Text?

Internes Rating wird von Banken für den eigenen Bedarf genutzt und bleibt vertraulich, während externes Rating eine marktfähige Dienstleistung spezialisierter Agenturen darstellt.

Welche Rolle spielen Signalling und Screening in diesem Kontext?

Diese Instrumente dienen dazu, den Informationsvorsprung des Kapitalnehmers (Agent) gegenüber dem Kapitalgeber (Principal) abzubauen und die Kreditwürdigkeit verifizierbar zu machen.

Warum wird Basel 2 im Zusammenhang mit Ratings erwähnt?

Basel 2 verpflichtet Kreditgeber dazu, höheres Risiko mit mehr Eigenkapital zu unterlegen, was die Bonitätsprüfung und damit Ratings für Unternehmen essenziell macht.

Welche Kritikpunkte werden an den Ratingagenturen geäußert?

Der Autor nennt unter anderem mangelnde Transparenz der Verfahren, die Schwierigkeit objektiver Prognosen über fünf Jahre hinaus und Probleme bei der Vergleichbarkeit von Ratings.

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Details

Title
Ökonomische Funktionen von Ratings und Ratingagenturen auf Kreditmärkte
College
Administrative and Economic Academy Hellweg-Sauerland
Course
Finanzierung
Grade
2,3
Author
Christina Schröder (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V126237
ISBN (eBook)
9783640322770
ISBN (Book)
9783640320868
Language
German
Tags
ökonomische funktionen rating ratings ratingagenturen kreditmärkte christina schröder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Schröder (Author), 2008, Ökonomische Funktionen von Ratings und Ratingagenturen auf Kreditmärkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126237
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