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Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Überschussrechnung im steuerlichen Vergleich

Anwendungsbereich, steuerliche Vorteilhaftigkeit und Problembereiche, insbesondere beim Wechsel der Gewinnermittlung

Titel: Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Überschussrechnung im steuerlichen Vergleich

Hausarbeit , 2008 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan Daniel Witten (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Einnahmen-Überschussrechnung wurde als erleichternde Alternative der Gewinnermittlung zum Betriebsvermögensvergleich im Jahre 1925 eingeführt. In der damaligen Gesetzesbegründung heißt es, dass die Möglichkeit als Basis für die Gewinnermittlung
lediglich den Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben zu nehmen, bei vielen Steuerpflichtigen oder auch ganzen Berufsgruppen genutzt wird, so von Kleingewerbetreibenden oder Freiberuflern.

Dieser Vereinfachungsgedanke steht heute auch noch im Vordergrund, so wie es in den Pressemitteilungen zu dem Referentenentwurf und dem Regierungsentwurf zum Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts zu lesen ist. Im Rahmen der Befreiungsvorschrift des § 241a HGB-E wird einigen Steuerpflichtigen die Möglichkeit eröffnet, statt des aufwendigeren Betriebsvermögensvergleiches die Einnahmen-
Überschussrechnung als Gewinnermittlungsart zu wählen. Diese Arbeit stellt die beiden Gewinnerermittlungsarten im Vergleich dar, zeigt Problembereiche auf und geht auf die Neuerungen durch den § 241a HGB-E ein. Der folgende Abschnitt stellt die beiden Gewinnermittlungsarten Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Überschussrechnung gegenüber und arbeitet deren größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus.

Der dritte Abschnitt beinhaltet die Neuerungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes, speziell durch den § 241a HGB-E in Bezug auf den ermöglichten Wechsel der Gewinnermittlungsart. Abschnitt vier weist auf Besonderheiten und mögliche Problembereiche hin, die mit der Wahl oder dem Wechsel der Gewinnermittlungsart und dem § 241a HGB-E einhergehen. Diese Seminararbeit schließt mit einem Fazit und einem kritischem Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewinnermittlungsarten

2.1 Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 und § 5 Abs. 1 EStG

2.1.1 Persönlicher Anwendungsbereich

2.1.2 Gewinnbegriff

2.1.3 Behandlung von Geschäftsvorfällen

2.2 Einnahmen-Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG

2.2.1 Persönlicher Anwendungsbereich

2.2.2 Gewinnbegriff

2.2.3 Behandlung von Geschäftsvorfällen

2.3 Weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten

3. Neuerungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)

3.1 § 241a HGB-E als Deregulierungsmaßnahme

3.1.1 Persönlicher Anwendungsbereich

3.1.2 Inhalt

3.1.3 Auswirkungen und Relevanz

3.2 Stellungnahmen zum § 241a HGB-E

4. Steuerliche Vorteilhaftigkeit und Problembereiche

4.1 Wahl der Gewinnermittlungsart

4.1.1 Endgültigkeit und Zeitpunkt der Wahl

4.1.2 Gewinnschätzung

4.2 Wechsel der Gewinnermittlungsart

4.3 Mögliche Probleme des § 241a HGB-E

5. Fazit und kritischer Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen dem Betriebsvermögensvergleich und der Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) im deutschen Steuerrecht, wobei insbesondere die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und des neuen § 241a HGB-E auf die Wahl der Gewinnermittlungsart untersucht werden.

  • Vergleich von Einnahmen-Überschussrechnung und Betriebsvermögensvergleich
  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen
  • Auswirkungen der Deregulierung durch § 241a HGB-E auf kleine Gewerbetreibende
  • Problematiken beim Wechsel zwischen den Gewinnermittlungsarten

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Gewinnbegriff

Nach dem § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG wird als Gewinn der Unterschiedsbetrag zwischen den Betriebsvermögensbeständen zu Beginn und Schluss des Wirtschaftsjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen, vermindert um den Wert der Einlagen bezeichnet, also als Vermögens-Bestandsmehrung definiert. Zusätzlich kann der Gewinn auch durch die Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag in einer Gewinn- und Verlustrechnung nach § 242 Abs. 2 HGB i.V.m. §§ 275 ff. HGB ermittelt werden.

In der Steuerlehre bilden die Wirtschaftsgüter das Betriebsvermögen. An einer expliziten Definition des Begriffes „Wirtschaftsgut“ mangelt es zwar im Steuerrecht, diese Lücke wird jedoch in vielen Urteilen geschlossen. So wird u.a. ein Bezug zum Vermögensgegenstandsbegriff im BGB vorgenommen. Einlagen werden gem. § 4 Abs. 1 Satz 7 EStG als solche Wirtschaftsgüter definiert, welche der Steuerpflichtige im Laufe des Wirtschaftsjahres zugeführt hat, während Betriebsentnahmen nach § 4 Abs. 1 Satz 2 EStG alle Wirtschaftsgüter sind, der der Steuerpflichtige im Laufe des Wirtschaftsjahres für betriebsfremde Zwecke aus dem Unternehmen entnommen hat.

Abhängig vom Nutzungsgrad im Betrieb wird zwischen notwendigem und gewillkürtem Betriebsvermögen unterschieden. Wirtschaftsgüter, welche ausschließlich und unmittelbar für eigenbetriebliche Zwecke verwendet werden oder dazu bestimmt sind, sowie Wirtschaftsgüter – mit Ausnahme von Gebäuden und Grundstücken-, die zu mehr als 50% im Betrieb genutzt werden, sind gem. EStR R 4.2 Abs.1 Satz 1, 4 als notwendiges Betriebsvermögen anzusehen. Besteht eine betriebliche Nutzung von 10% - 50%, kann das betreffende Wirtschaftsgut entweder anteilig oder vollumfänglich zum gewillkürtem Betriebsvermögen gerechnet werden. Die Bildung des gewillkürten Betriebsvermögens muss jedoch betriebsdienlich und betrieblich veranlasst sein. Werden Wirtschaftsgüter zu mehr als 90% im privaten Bereich genutzt, zählen sie gem. EStR R 4.2 Abs. 1 Satz 5 in vollem Umfang zum notwendigen Privatvermögen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung und die Relevanz der Einnahmen-Überschussrechnung ein und erläutert die Zielsetzung der Seminararbeit hinsichtlich des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

2. Gewinnermittlungsarten: Dieses Kapitel stellt die beiden Gewinnermittlungsarten Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Überschussrechnung systematisch gegenüber und erläutert ihre jeweilige Behandlung von Geschäftsvorfällen.

3. Neuerungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG): Es werden die Auswirkungen der Deregulierung durch den § 241a HGB-E analysiert, insbesondere hinsichtlich der Befreiung von der Buchführungspflicht für bestimmte Einzelkaufleute.

4. Steuerliche Vorteilhaftigkeit und Problembereiche: Dieses Kapitel thematisiert die Entscheidungsprozesse bei der Wahl der Gewinnermittlungsart, die Dokumentationserfordernisse, das Risiko von Gewinnschätzungen sowie die Folgen bei einem Wechsel der Methode.

5. Fazit und kritischer Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, ob die Deregulierungsmaßnahmen tatsächlich den intendierten Entlastungseffekt für die Steuerpflichtigen erzielen.

Schlüsselwörter

Einnahmen-Überschussrechnung, Betriebsvermögensvergleich, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, § 241a HGB-E, Gewinnermittlung, Buchführungspflicht, Steuerrecht, Einzelkaufleute, Deregulierung, Jahresabschluss, Betriebsvermögen, Wirtschaftsjahr, Wahlrecht, Gewinnschätzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für die Gewinnermittlung bei deutschen Unternehmen und konzentriert sich auf die Wahlmöglichkeiten zwischen der Einnahmen-Überschussrechnung und dem Betriebsvermögensvergleich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit den gesetzlichen Definitionen, den Deregulierungsmaßnahmen durch das BilMoG, den praktischen Anforderungen an die Buchführung und den steuerlichen Konsequenzen bei einem Methodenwechsel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen der durch das BilMoG eingeführten Erleichterungen, insbesondere des § 241a HGB-E, auf die Buchführungs- und Bilanzierungspflichten von Einzelkaufleuten kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Analyse von Gesetzestexten, Richtlinien und einschlägiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beiden Gewinnermittlungssysteme, die Analyse der gesetzlichen Neuregelungen durch das BilMoG und die Untersuchung der steuerlichen Vorteilhaftigkeit sowie auftretender Probleme bei der Anwendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Einnahmen-Überschussrechnung, Betriebsvermögensvergleich, BilMoG, § 241a HGB-E, Buchführungspflicht und steuerliche Gewinnermittlung.

Was bedeutet der Wechsel der Gewinnermittlungsart praktisch?

Ein Wechsel erfordert eine Anpassung des Gewinnbegriffs und kann zu Übergangsgewinnen oder -verlusten führen, die im ersten Jahr des Wechsels steuerlich berücksichtigt werden müssen.

Inwieweit führt § 241a HGB-E zu einer tatsächlichen Entlastung?

Obwohl eine bürokratische Entlastung beabsichtigt ist, wird kritisiert, dass durch den Wegfall der Buchführungspflicht die Datenbasis für Kreditverhandlungen fehlt und bei Überschreiten der Schwellenwerte hohe Folgekosten durch Schätzungen entstehen können.

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Details

Titel
Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Überschussrechnung im steuerlichen Vergleich
Untertitel
Anwendungsbereich, steuerliche Vorteilhaftigkeit und Problembereiche, insbesondere beim Wechsel der Gewinnermittlung
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Betriebswirtschafltiche Steuerlehre)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,3
Autor
Jan Daniel Witten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
32
Katalognummer
V126250
ISBN (eBook)
9783640322831
ISBN (Buch)
9783640320929
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebsvermögensvergleich Einnahmen-Überschussrechnung Vergleich Anwendungsbereich Vorteilhaftigkeit Problembereiche Wechsel Gewinnermittlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Daniel Witten (Autor:in), 2008, Betriebsvermögensvergleich und Einnahmen-Überschussrechnung im steuerlichen Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126250
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Leseprobe aus  32  Seiten
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