Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Modern German Literature

Parodistische Dekonstruktion der Märchentradition. Shrek und Enchanted als zwei unterschiedliche Formen der Märchenparodie

Title: Parodistische Dekonstruktion der Märchentradition. Shrek und Enchanted als zwei unterschiedliche Formen der Märchenparodie

Term Paper , 2022 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophia Kühl (Author)

German Studies - Modern German Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit stellt sich die Frage danach, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede die beiden Märchenparodien "Shrek" und "Enchanted" aufweisen und inwieweit die beiden Filme dabei die veralteten Gesellschaftsansichten und Stereotypen des traditionellen Märchens in Form der Parodie wirklich kritisieren oder sogar dekonstruieren.

Um diesen Fragen nachgehen zu können, folgt im nächsten Kapitel zunächst eine Definition der Begriffe "Märchen" und "Parodie". Zudem werden die Merkmale des traditionellen Märchens erläutert, um daran anschließend zu beleuchten, warum sich das Genre des Märchens überhaupt gut zum Parodieren eignet und auf welche Weise typische Märchenmotive parodiert werden. Im Folgenden werden die beiden Filme "Shrek – Der tollkühne Held" und "Enchanted (Verwünscht)" getrennt voneinander bezüglich der Vorgehensweise des Parodierens von Märchenmotiven analysiert, wobei im Shrek-Film vor allem auch die Disney-Kritik beachtet wird. Außerdem soll untersucht werden, wie in beiden Filmen mit den traditionellen Werten und stereotypischen Gesellschaftsbildern des Märchens umgegangen wird und ob diese tatsächlich kritisch parodiert werden. Schlussendlich werden die Unterschiede beider Märchenadaptationen in Hinblick auf ihre Art des Parodierens zusammengefasst, um ein endgültiges Fazit zu ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung des klassischen Märchens hin zur Märchenparodie

2.1 Das traditionelle Märchen und dessen typische Merkmale

2.2 Die Parodie und das Parodieren von Märchenstoffen

3 Shrek – Dekonstruktion klassischer (Disney-)Märchenästhetik

3.1 Die parodistische Distanzierung vom klassischen Märchen

3.2 Disney im speziellen Fokus der kritischen Komik

3.3 Die Botschaft des zeitgenössischen Märchen-Blockbusters

4 Enchanted – echte Parodie oder selbstreferenzielle Hollywood-Komödie?

4.1 Modernität durch komische Selbstreferenz und Intertextualität

4.2 Profitorientierte Nutzung bewährter Traditionen und Stereotypen

5 Zwei Formen der Märchenparodie im Vergleich – ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Ansätze der Filmkonzerne DreamWorks und Disney bei der parodistischen Dekonstruktion klassischer Märchen, um herauszufinden, inwieweit diese Filme tatsächlich kritische Hinterfragungen oder lediglich kommerzielle Modernisierungen darstellen.

  • Entwicklung und Merkmale des klassischen Märchens
  • Methodik der parodistischen Dekonstruktion
  • Analyse der Disney-Kritik in Shrek
  • Selbstreferenzielle Komödie am Beispiel von Enchanted
  • Vergleichende Untersuchung der Vorgehensweisen beider Konzerne

Auszug aus dem Buch

3.1 Die parodistische Distanzierung vom klassischen Märchen

„Für [die] verstärkten postmodernen Tendenzen im Umgang mit Märchen ist Shrek sowohl Paradebeispiel wie möglicherweise Vorreiter.“ Denn trotz des Fokus auf die Parodie, der den Film zu einer Komödie werden lässt, bleiben die Märchenstoffe, wenn auch in abgewandelter Form, erhalten. Klassische Märchenkonventionen, also die Oberflächenstruktur des Märchens, bleiben auch in Shrek vorhanden, während die Parodie sich vor allem innerhalb der Tiefenstruktur, die über die Art und Weise der Darstellung der Inhalte bestimmt, abspielt.

Genau aus diesem Grund sollen hier zunächst Aspekte genannt werden, die der Film Shrek aus dem traditionellen Märchen übernimmt. Betrachtet man den Handlungsablauf innerhalb der Parodie, dann wird deutlich, dass der Rahmen des klassischen Märchenschemas trotz einiger inhaltlicher Veränderungen eingehalten wird. In Shrek kommt es zuallererst zu einer Konfrontation mit einem Problem, dass ein Held innerhalb eines Kampfes durch einen Sieg lösen muss, um daraufhin die Bestrafung des „Bösen“ und die Verwandlung oder Erlösung des Helden zu erreichen. Letzten Endes folgt ein glückliches Ende, dass durch eine Hochzeit oder eine Krönung des Helden verstärkt wird. In diesem Fall ist es Shrek selbst, der zum Held wird und die Prinzessin Fiona aus dem vom Drachen bewachten Turm befreit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung des Märchens als Kulturgut und erläutert, wie postmoderne Adaptionen durch Genre-Hybride und Parodie das Publikum dazu anregen, traditionelle Märchenstoffe kritisch zu hinterfragen.

2 Entwicklung des klassischen Märchens hin zur Märchenparodie: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Märchen und Parodie, um aufzuzeigen, wie sich das Genre durch ironische Überzeichnungen und die Dekonstruktion alter Rollenbilder für neue Zielgruppen öffnet.

3 Shrek – Dekonstruktion klassischer (Disney-)Märchenästhetik: Untersucht wird, wie der Film Shrek durch die gezielte Parodie von Märchenkonventionen und Disney-typischen Ästhetiken eine kritische, zeitgenössische Sichtweise auf das Genre entwickelt.

4 Enchanted – echte Parodie oder selbstreferenzielle Hollywood-Komödie?: Diese Analyse hinterfragt, ob der Film Enchanted tatsächlich eine echte Dekonstruktion des Disney-Märchens darstellt oder lediglich die bestehende Ideologie unter dem Deckmantel der Selbstparodie fortführt.

5 Zwei Formen der Märchenparodie im Vergleich – ein Fazit: Das Fazit stellt die unterschiedlichen Wirkungsweisen beider Filme gegenüber und kommt zu dem Schluss, dass Shrek das Genre dekonstruiert, während Enchanted es in seiner Essenz für profitmaximierende Zwecke bewahrt.

Schlüsselwörter

Märchen, Parodie, Dekonstruktion, Shrek, Enchanted, DreamWorks, Disney, Märchenfilm, Postmoderne, Intertextualität, Genderrollen, Stereotypen, Märchenästhetik, Medienkritik, Hybridgenre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Märchenverfilmungen durch parodistische Mittel die traditionellen Vorgaben des klassischen Märchens dekonstruieren oder modernisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Märchenparodie, die Auseinandersetzung mit Disney-Ästhetik und die kritische Untersuchung von Geschlechter- und Gesellschaftsbildern in populären Animationsfilmen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem als dekonstruktiv verstandenen Film „Shrek“ und dem als selbstreferenziell problematisierten Film „Enchanted“ herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medien- und literaturwissenschaftliche Filmanalyse, die intertextuelle Bezüge und narrative Strukturen der gewählten Fallbeispiele vergleichend betrachtet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse von Shrek hinsichtlich seiner Disney-Kritik und die Untersuchung von Enchanted im Kontext seiner profit- und traditionsorientierten Ausrichtung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Märchenparodie, Dekonstruktion, Disney-Kritik, Medientransformation und Geschlechterrollen.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung der Prinzessin in Shrek von der in Enchanted?

Während Fiona in Shrek durch ihre Identität als Ogerin aktiv die Schönheitsideale und Rollenbilder zerstört, bleibt Giselle in Enchanted trotz anfänglicher Ironie fest in den traditionellen moralischen Mustern der klassischen Disney-Prinzessin verhaftet.

Warum wird Disneys „Enchanted“ im Vergleich zu „Shrek“ kritisch bewertet?

Die Arbeit argumentiert, dass Disney in „Enchanted“ die parodistischen Elemente lediglich nutzt, um das bestehende, patriarchale System zu verschleiern und den eigenen kommerziellen Erfolg zu sichern, anstatt das Märchenschema grundlegend zu hinterfragen.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Parodistische Dekonstruktion der Märchentradition. Shrek und Enchanted als zwei unterschiedliche Formen der Märchenparodie
College
University of Hamburg
Grade
1,0
Author
Sophia Kühl (Author)
Publication Year
2022
Pages
26
Catalog Number
V1262977
ISBN (PDF)
9783346702272
ISBN (Book)
9783346702289
Language
German
Tags
Märchen Märchenparodie Shrek Enchanted Märchenfilme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Kühl (Author), 2022, Parodistische Dekonstruktion der Märchentradition. Shrek und Enchanted als zwei unterschiedliche Formen der Märchenparodie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1262977
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint