Ziel dieser Arbeit ist, die Bilanzanalyse auf Basis des zum 31.12.2012 nach den IFRS aufgestellten Konzernabschlusses der RWE AG durchzuführen, um so Erkenntnisse über deren aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage zu gewinnen und zudem mögliche Entwicklungstendenzen zu betrachten. Für Unternehmen besteht die Verpflichtung, mindestens jährlich über deren durch die Geschäftstätigkeit erzielten Erfolg sowie deren aktuelle wirtschaftliche Lage zu berichten. Als Instrument dieser Rechenschaftsablegung dient der zu publizierende Jahresabschluss, der weitgehende Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liefert. Da zudem die Anzahl der einem Konzernverbund angehörenden Unternehmen steigt, wird demnach auch dem Konzernjahresabschluss eine zunehmende Bedeutung als Informationsbasis zugesprochen werden.
Dessen öffentlich verfügbares Zahlenmaterial dient insbesondere für die jeweiligen Jahresabschlussadressaten als Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen im Hinblick auf Investitionen, Kredit- oder Lieferbeziehungen. Ferner führen die immer schneller wechselnde Konjunktur sowie die durch die fortschreitende Globalisierung zunehmend geforderte Anpassungsfähigkeit an veränderte Wirtschaftsbedingungen dazu, dass viele Unternehmen unter einem erhöhten Leistungs- und Erfolgsdruck stehen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es sowohl für die Kapitalgeber als auch für ein Unternehmen selbst von besonderer Bedeutung, möglichst frühzeitig dessen finanz- und erfolgsbezogenen Entwicklungstendenzen zu betrachten. Genau diesen Aspekt beinhaltet die Bilanzanalyse, deren Aufgabe es ist, ein Unternehmen auf Basis dessen jeweiligen Jahresabschlussdaten zu beurteilen.
Dabei folgt nach der entsprechenden Aufbereitung des Datenmaterials, die Bildung von verdichteten Kennzahlen und deren anschließende Interpretation im Hinblick auf die unternehmerische Finanz- und Ertragslage. Auf diese Weise können entscheidungsrelevante Informationen über die Wirtschaftslage und ferner über die mögliche zukünftige Entwicklung eines Unternehmens gewonnen werden. Eine finanz- und erfolgswirtschaftliche Analyse ist insbesondere auch bei Unternehmen des Energiesektors von Bedeutung. Diese sind auf Grund der Energiewende, des verfrühten Atomausstiegs und sinkenden Großhandelspreisen speziellen Marktbedingungen ausgesetzt, so dass eine Untersuchung wertvolle Informationen über deren wirtschaftliche Situation sowie künftige Entwicklungsmöglichkeiten liefern kann.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. Zielsetzung
1.2. Gang der Untersuchung
2. GRUNDLAGEN DER BILANZANALYSE
2.1. Definition und Einordnung
2.2. Ziele
2.3. Arten
2.4. Ablauf
2.5. Grenzen
3. AUFBEREITUNG DER DATEN FÜR DIE BILANZANALYSE
3.1. Aufbereitung der Bilanz
3.1.1. Aktivposten
3.1.2. Passivposten
3.1.3. Erstellung der Strukturbilanz
3.2. Aufbereitung der Gewinn- und Verlustrechnung
4. FINANZWIRTSCHAFTLICHE BILANZANALYSE
4.1. Vermögensstrukturanalyse
4.1.1. Vermögensorientierte Intensitätskennzahlen
4.1.2. Umsatzrelationen
4.1.3. Umschlagskoeffizienten
4.1.4. Analyse der Investitions- und Abschreibungspolitik
4.2. Kapitalstrukturanalyse
4.2.1. Kapitalorientierte Intensitätskennzahlen
4.2.2. Optimaler Verschuldungsgrad und Leverage-Effekt
4.2.3. Weitere ausgewählte Kennzahlen zur Kapitalstruktur
4.3. Liquiditätsanalyse
4.3.1. Statische Liquiditätsanalyse
4.3.1.1. Lang- und mittelfristige Liquiditätskennzahlen
4.3.1.2. Kurzfristige Liquiditätskennzahlen
4.3.2. Dynamische Liquiditätsanalyse
4.3.2.1. Zusammensetzung des Cashflow
4.3.2.2. Ermittlung des Cashflow
4.3.2.3. Ausgewählte Kennzahlen zur Cashflow-Analyse
5. ERFOLGSWIRTSCHAFTLICHE BILANZANALYSE
5.1. Erfolgsanalyse
5.1.1. Erfolgsquellenanalyse
5.1.2. Erfolgsstrukturanalyse
5.1.2.1. Analyse der Gesamterfolgsstruktur
5.1.2.2. Analyse der Aufwandsstruktur
5.1.2.3. Analyse der Ertragsstruktur
5.2. Rentabilitätsanalyse und RoI
5.2.1. Rentabilitätskennzahlen
5.2.2. Return on Investment - Kennzahlensystem
5.3. Kapitalmarktorientierte Erfolgsanalyse
6. PRAXISBEISPIEL
6.1. Darstellung der RWE AG
6.1.1. Historie
6.1.2. Konzernstruktur und -strategien
6.1.3. Rechnungslegung und Konsolidierungskreis
6.1.4. Unternehmensumfeld
6.2. Durchführung der Bilanzanalyse
6.2.1. Aufbereitung der Daten
6.2.2. Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse
6.2.2.1. Analyse der Vermögenslage
6.2.2.2. Analyse der Kapitalstruktur
6.2.3. Liquiditätsanalyse
6.2.3. Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
6.2.3.1. Analyse der Erfolgsstruktur
6.2.3.2. Rentabilitätsanalyse
6.2.3.3. Börsen- und Renditebewertung
7. GESAMTURTEIL UND FAZIT
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis besteht in der Durchführung einer Bilanzanalyse für den RWE-Konzern auf Basis des nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses zum Stichtag 31.12.2012, um Erkenntnisse über die aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage des Unternehmens zu gewinnen und Entwicklungstendenzen zu identifizieren.
- Grundlagen und Rahmenbedingungen der Bilanzanalyse
- Methoden zur Aufbereitung von Jahresabschlussdaten (Strukturbilanz und Struktur-GuV)
- Finanzwirtschaftliche Analyse mittels Kennzahlen zu Vermögen, Kapital und Liquidität
- Erfolgswirtschaftliche Analyse inkl. Kennzahlensystemen (Return on Investment)
- Praktische Fallstudie zum RWE-Konzern im Zeitraum 2010 bis 2012
Auszug aus dem Buch
1.1. Zielsetzung
Für Unternehmen besteht die Verpflichtung, mindestens jährlich über deren durch die Geschäftstätigkeit erzielten Erfolg sowie deren aktuelle wirtschaftliche Lage zu berichten. Als Instrument dieser Rechenschaftsablegung dient der zu publizierende Jahresabschluss, der weitgehende Informationen über die Vermögens-, Finanz und Ertragslage liefert. Da zudem die Anzahl der einem Konzernverbund angehörenden Unternehmen steigt, wird demnach auch dem Konzernjahresabschluss eine zunehmende Bedeutung als Informationsbasis zugesprochen werden.
Dessen öffentlich verfügbares Zahlenmaterial dient insbesondere für die jeweiligen Jahresabschlussadressaten als Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen im Hinblick auf Investitionen, Kredit- oder Lieferbeziehungen.
Ferner führen die immer schneller wechselnde Konjunktur sowie die durch die fortschreitende Globalisierung zunehmend geforderte Anpassungsfähigkeit an veränderte Wirtschaftsbedingungen dazu, dass viele Unternehmen unter einem erhöhten Leistungs- und Erfolgsdruck stehen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es sowohl für die Kapitalgeber als auch für ein Unternehmen selbst von besonderer Bedeutung, möglichst frühzeitig dessen finanz- und erfolgsbezogenen Entwicklungstendenzen zu betrachten.
Genau diesen Aspekt beinhaltet die Bilanzanalyse, deren Aufgabe es ist, ein Unternehmen auf Basis dessen jeweiligen Jahresabschlussdaten zu beurteilen. Dabei folgt nach der entsprechenden Aufbereitung des Datenmaterials, die Bildung von verdichteten Kennzahlen und deren anschließende Interpretation im Hinblick auf die unternehmerische Finanz- und Ertragslage. Auf diese Weise können entscheidungsrelevante Informationen über die Wirtschaftslage und ferner über die mögliche zukünftige Entwicklung eines Unternehmens gewonnen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Bilanzanalyse für die externe Unternehmensbeurteilung und definiert das Ziel, den RWE-Konzern auf Basis des Jahresabschlusses 2012 zu analysieren.
2. GRUNDLAGEN DER BILANZANALYSE: Hier werden Definition, Ziele, Arten sowie der siebenstufige Ablauf und die wesentlichen Grenzen der Bilanzanalyse systematisch dargestellt.
3. AUFBEREITUNG DER DATEN FÜR DIE BILANZANALYSE: Dieses Kapitel beschreibt die notwendige Bereinigung der Aktiv- und Passivposten sowie der GuV zur Erstellung einer aussagekräftigen Strukturbilanz und Struktur-GuV.
4. FINANZWIRTSCHAFTLICHE BILANZANALYSE: Der Schwerpunkt liegt hier auf der Untersuchung der Vermögens-, Kapitalstruktur- und Liquiditätslage durch Anwendung diverser Finanzkennzahlen.
5. ERFOLGSWIRTSCHAFTLICHE BILANZANALYSE: Hier wird die Ertragskraft analysiert, wobei detaillierte Verfahren wie die Erfolgsquellen- und Erfolgsstrukturanalyse sowie das Return on Investment-Kennzahlensystem angewendet werden.
6. PRAXISBEISPIEL: In diesem Kapitel wird die theoretisch erarbeitete Systematik anhand der RWE AG im Zeitraum 2010 bis 2012 praktisch auf den Konzern angewandt.
7. GESAMTURTEIL UND FAZIT: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der durchgeführten Analysen zusammen und bewertet die wirtschaftliche Situation des RWE-Konzerns final.
Schlüsselwörter
Bilanzanalyse, RWE AG, Jahresabschluss, Konzern, IFRS, Finanzwirtschaft, Erfolgswirtschaft, Kennzahlen, Strukturbilanz, Liquidität, Eigenkapital, Ertragskraft, Return on Investment, Kapitalstruktur, Rentabilität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Das Dokument befasst sich mit der methodischen Durchführung einer externen Bilanzanalyse für einen DAX-Konzern, unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die finanzwirtschaftliche Analyse (Vermögens-, Kapital- und Liquiditätsstruktur) sowie die erfolgswirtschaftliche Analyse, ergänzt durch eine praktische Anwendung am Fallbeispiel RWE.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Stabilität und Ertragskraft des RWE-Konzerns über einen dreijährigen Zeitraum (2010-2012), um künftige Entwicklungstendenzen abzuleiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Kennzahlenanalyse, Strukturbilanzierung und Struktur-GuV-Berechnungen, um Daten aus Geschäftsberichten unternehmensübergreifend vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Bilanzanalyse und Aufbereitungsverfahren dargelegt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Vermögens-, Kapital- und Erfolgsstruktur sowie der Liquidität des RWE-Konzerns.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Bilanzanalyse, IFRS, RWE AG, Kennzahlen, Rentabilität, Liquidität, Kapitalstruktur, Erfolgsanalyse und Return on Investment.
Wie wird Liquidität im Kontext der RWE-Analyse bewertet?
Sowohl statische als auch dynamische Liquiditätskennzahlen werden herangezogen, wobei die Analyse zeigt, dass RWE zwar über konstante, aber eher geringe Deckungsgrade verfügt, was bei Krisen Risiken bergen kann.
Welche Rolle spielen die "Desinvestitionsmaßnahmen" bei RWE?
Die Analyse verdeutlicht, dass RWE durch geplante Desinvestitionen und Verkäufe versucht, die Kapital- und Liquiditätslage zu verbessern und sich auf Kernbereiche zu konzentrieren, was sich auch in den Cashflow-Ergebnissen widerspiegelt.
- Arbeit zitieren
- Melissa Dharmasena (Autor:in), 2013, Bilanzanalyse am Beispiel der RWE AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263269