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Die Rolle der Frau in Disneys Aladdin (1992) und Aladdin (2019). Weibliche Emanzipation im Film

Título: Die Rolle der Frau in Disneys Aladdin (1992) und Aladdin (2019). Weibliche Emanzipation im Film

Tesis (Bachelor) , 2019 , 110 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Carolin Wenzel (Autor)

Estudios de género
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Die Bachelorarbeit überprüft für die Filme Aladdin (1992) und Aladdin (2019), inwiefern das Remake das dargestellte Frauenbild angepasst hat. In der westlichen Gesellschaft hat sich die Rolle der Frau über die Jahre verändert. Doch findet sich diese Veränderung auch im Remake Aladdin (2019) von Disney wieder? Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Entwicklung der Darstellung der Rolle der Frau vom Originalfilm Aladdin (1992) hin zur Neuverfilmung Aladdin (2019) und soll unter folgender Forschungsfrage untersucht werden: Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung der Rolle der Frau in ausgewählten Szenen der Disney-Filme Aladdin (1992) und Aladdin (2019)?

2019 war für The Walt Disney Company (kurz: Disney) das Jahr der Neuverfilmungen. Ein Wiedersehen gab es u.a. mit Dumbo, Der König der Löwen, Dornröschen (Maleficent: Mächte der Finsternis) und Aladdin. Und das ist wenig verwunderlich, denn bei der Herstellung einer Neuverfilmung, deren Original sich bereits als erfolgreich und insbesondere lukrativ herausgestellt hat, kann die Produktionsfirma von erneutem kommerziellen Erfolg ausgehen. Daher ist die Produktion von Neuverfilmungen für FilmemacherInnen sehr beliebt.

Allerdings sind die sogenannten Remakes meist keine Eins-zu-eins-Kopien der Originale: Zwar sollten die Intentionen und die wesentlichen Leitmotive des ursprünglichen Films in dem Remake erhalten bleiben, doch die Handlung wird in der Regel an gesellschaftliche Gegebenheiten, zeitlich relevante Themen sowie Interessen und Einstellungen der Zielgruppe angepasst, wodurch sich kleine bis größere Änderungen ergeben können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Walt Disney und das Disney-Unternehmen

3 Aladdin

3.1 Der Ursprung: Aladin und die Wunderlampe

3.2 Von der Erzählung zum Film: Entstehung der Aladdin-Filme

4 Der Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft

5 Forschungsstand

6 Theoretische Rahmung: Symbolischer Interaktionismus (Herbert Blumer)

7 Methodik

7.1 Forschungsprogramm

7.2 Qualitative Inhaltsanalyse

8 Analyse

8.1 Kategoriensysteme

8.2 Ergebnisdarstellung

8.2.1 Hauptaussagen und Zusammenhänge der Kategorien

8.2.1.1 Aussehen

8.2.1.2 Sexualisierung

8.2.1.3 Tätigkeiten

8.2.1.4 Charaktereigenschaften

8.2.1.5 Unterbewertung

8.2.1.6 Gewalt gegen Frauen

8.2.1.7 Wertschätzung

8.2.1.8 Unfreiheit

8.2.1.9 Lebensziel

8.2.1.10 Freiheit

8.2.2 Screentime

8.3 Theoretische Rückbindung

9 Fazit

10 Quellenverzeichnis

10.1 Filmverzeichnis

10.2 Printmedien

10.3 Internetquellen

10.3.1 Textquellen

10.3.2 Bildquellen

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung der Darstellung der Rolle der Frau in den Disney-Filmen Aladdin (1992) und dem gleichnamigen Realfilm aus dem Jahr 2019. Basierend auf der Theorie des symbolischen Interaktionismus nach Herbert Blumer analysiert die Autorin mittels der qualitativen hermeneutischen Symbolanalyse sowie einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz, wie sich das Frauenbild in den beiden Werken unterscheidet und inwiefern gesellschaftliche Wandlungsprozesse in die Inszenierungen eingeflossen sind.

  • Historische und soziologische Entwicklung der Rolle der Frau
  • Vergleich der Frauenbilder in Aladdin (1992) und Aladdin (2019)
  • Anwendung des symbolischen Interaktionismus auf Medienfiguren
  • Methodische qualitative Inhaltsanalyse von Filmsequenzen
  • Analyse von Screentime und Handlungsautonomie

Auszug aus dem Buch

8.2.1.1 Aussehen

In der Kategorie Aussehen finden sich Inhalte, die das Äußere der Frau und die Reduzierung darauf beschreiben. Hier seien die unterschiedlichen Filmarten des Zeichentrickfilms und des Realfilms zu beachten, da die Figuren in Zeichentrickfilmen, durch die zeichnerischen Möglichkeiten, häufig in überspitzter Form abgebildet werden und von einer realistischen Darstellung abweichen können.

In Aladdin (1992) wurde in der Kategorie Aussehen deutlich, dass die Frauen auf Agrabahs Straßen in der Regel in lange, weite Kleider und Tücher in Erdtönen verhüllt sind, die das Haar und die Haut, bis auf das ungeschminkte Gesicht, meist komplett verdecken. Dazu tragen sie sichtbare große goldene Ohrringe und/oder ein dunkles Tuch vor Mund und Nase (bsp. vgl. Anhang: MAXQDA_Aladdin_1992, Codierung Aladdin 1992, Z. 29 ff.). Diese Vermummung lässt auf den islamischen Hintergrund der Figuren schließen.

Hinter verschlossenen Türen jedoch, sind insbesondere die jungen Frauen anders dargestellt: Sie haben einen verhältnismäßig großen Kopf, große runde oder katzenartige Augen, kleine Nasen und einen relativ großen Mund, was auf das Kindchenschema schließen lässt. Gleichzeitig tragen sie ein starkes farbenfrohes Make-Up und goldenen auffälligen Schmuck, was wiederum für eine Darstellung einer erwachsenen Frau spricht. Genauso wie ihre schlanken Körper mit kurviger „Sanduhr“-Figur, die unnatürlich wirken. Sie tragen sehr freizügige Kleidung, die den flachen Bauch freilässt und betont. Auch die große Brust wird durch das Tragen von einfachen Bustiers und dem gezeichneten Brustansatz stark in Szene gesetzt. Somit liegen die Arme und Schultern meist komplett frei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Neuverfilmungen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung der Rolle der Frau in den beiden Aladdin-Filmen.

2 Walt Disney und das Disney-Unternehmen: Dieses Kapitel gibt einen Exkurs über den Werdegang des Medienunternehmens Disney und seinen Einfluss auf die moderne Filmgeschichte.

3 Aladdin: Hier wird der Ursprung der Geschichte in der Erzählsammlung Tausendundeine Nacht sowie die Entstehung der beiden Aladdin-Filme erläutert.

4 Der Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft: Dieses Kapitel liefert einen soziologischen Abriss über die Emanzipationsgeschichte der Frau und die damit verbundenen Herausforderungen.

5 Forschungsstand: Hier werden bestehende wissenschaftliche Arbeiten zu Geschlechterrollen in Disney-Filmen diskutiert und die Forschungslücke aufgezeigt.

6 Theoretische Rahmung: Symbolischer Interaktionismus (Herbert Blumer): Das Kapitel führt in die Theorie ein, die als Basis für das Verständnis der Interaktionen zwischen Filmen und Zuschauern dient.

7 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Anwendung der qualitativen hermeneutischen Symbolanalyse und Inhaltsanalyse.

8 Analyse: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die entwickelten Kategoriensysteme angewandt und die Ergebnisse detailliert dargestellt werden.

9 Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage und fasst die wesentlichen Unterschiede in der Darstellung der Rolle der Frau zwischen 1992 und 2019 zusammen.

10 Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der Film-, Print- und Internetquellen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Aladdin, Disney, Rolle der Frau, Emanzipation, Zeichentrickfilm, Realverfilmung, Symbolischer Interaktionismus, Herbert Blumer, Qualitative Inhaltsanalyse, Prinzessin Jasmin, Geschlechterrollen, Soziale Ungleichheit, Mediensoziologie, Feminismus, Filmvergleich

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Ziel der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung der Frau von dem klassischen Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1992 hin zu der Realverfilmung von 2019 verändert hat und ob diese den gesellschaftlichen Wandel der Frauenrolle reflektiert.

Welcher theoretische Ansatz wird verwendet?

Die Autorin nutzt den symbolischen Interaktionismus nach Herbert Blumer, ergänzt um Konzepte parasozialer Interaktionen, um die Wirkung der Medienfiguren auf das Publikum zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine qualitative hermeneutische Symbolanalyse angewandt, die durch eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz operationalisiert wurde.

Was sind die thematischen Schwerpunkte der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf Kategorien wie Aussehen, Sexualisierung, Tätigkeiten, Charaktereigenschaften, Unterbewertung, Unfreiheit und das Streben nach Freiheit und Selbstbestimmung.

Wie unterscheidet sich das Frauenbild in den Filmen?

Während die Frau 1992 eher konservativ, sexualisiert und untergeordnet dargestellt wird, zeigt die Version von 2019 eine selbstbewusstere, gebildetere und politisch interessierte Figur, die nach Autonomie strebt.

Warum wird Disneys Aladdin als Fallbeispiel gewählt?

Die Aladdin-Filme eignen sich aufgrund ihres starken Symbolcharakters und der Tatsache, dass ein moderner Vergleich zwischen Original und Remake wissenschaftlich bisher kaum explizit untersucht wurde.

Welche Rolle spielt die Zofe Dalia im Film von 2019?

Dalia ist ein in der Neuverfilmung neu geschaffener Charakter, der Jasmin als Freundin zur Seite steht und somit das soziale Umfeld und die Handlungsfähigkeit der weiblichen Protagonistin erweitert.

Was bedeutet das "Kindchenschema" in der Analyse?

Das Kindchenschema bezieht sich auf physische Merkmale der weiblichen Figuren im Film von 1992, die als besonders attraktiv und schutzbedürftig wahrgenommen werden sollen, was die Autorin kritisch als Sexualisierung wertet.

Final del extracto de 110 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle der Frau in Disneys Aladdin (1992) und Aladdin (2019). Weibliche Emanzipation im Film
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel
Calificación
1,3
Autor
Carolin Wenzel (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
110
No. de catálogo
V1264250
ISBN (PDF)
9783346703019
ISBN (Libro)
9783346703026
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziologie Disney Filmanalyse Aladdin Emanzipation Rolle der Frau Medienwissenschaft Mediensoziologie Filmwissenschaft Filmvergleich Symbolischer Interaktionismus Qualitative Inhaltsanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carolin Wenzel (Autor), 2019, Die Rolle der Frau in Disneys Aladdin (1992) und Aladdin (2019). Weibliche Emanzipation im Film, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1264250
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