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Die Rolle von Stereotypen in Sitcoms. Eine qualitative Analyse am Beispiel von „Blockbustaz“

Titel: Die Rolle von Stereotypen in Sitcoms. Eine qualitative Analyse am Beispiel von „Blockbustaz“

Bachelorarbeit , 2018 , 135 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Adriana Henke (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit dient die Sitcom „Blockbustaz“ als Untersuchungsobjekt. Das junge Format lief erstmals im Jahr 2016 auf ZDFneo. Aktuell wird dort die zweite Staffel ausgestrahlt. Im Fokus steht das Leben mehrerer Charaktere in einer Kölner Plattenbausiedlung. Die meist arbeitslosen Bewohner treffen in jeder Folge auf eine neue Herausforderung, die sie auf ihre ganz eigene Art und Weise bewältigen. Die Nutzung von stereotypischen, zugespitzten und teils übertriebenen Situationen erzeugt einen spezifischen Humor, der bei vielen Journalisten auf Kritik stieß. Daher stellt sich „Blockbustaz“ im Hinblick auf die Nutzung von Stereotypen als interessantes Untersuchungsobjekt dar. Kann der gezielte Einsatz von Stereotypen eine spezifische Funktion erfüllen? Inwiefern beeinflusst die Darstellung von Arbeitslosen, Menschen mit Migrationshintergrund, Geschlechtern und allgemein sozialer Klassen unsere Einstellung zu diesen Gruppen? Wird solch eine Darstellung von den Zuschauern als humorvoll oder als überspitzt angesehen?

Um diese und weitere Fragestellungen zu untersuchen, besteht das Interesse dieser Forschungsarbeit darin, die Auswirkung von Stereotypen in audiovisuellen Darbietungen zu analysieren. Stereotype treten primär in Formaten mit einem hohen Gehalt an Komik und Humor auf. Sitcoms stellen somit einen Spielraum für die Nutzung von stereotypischen Bildern bereit. Neben der Unterhaltung sollen bei dem Einsatz von Stereotypen allerdings auch Wissen und Werte vermittelt werden. Demnach ist es interessant zu erforschen, welche Rolle Stereotypen in Sitcoms für den Rezipienten einnehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Das Stereotyp

2.2 Stereotypen in Film und Fernsehen

2.3 Die Sitcom als Format

2.4 Soziologische Aspekte der Arbeitslosigkeit

3. Die Sitcom „Blockbustaz“

3.1 Inhaltsangabe „Blockbustaz“

3.2 Folge 3: „Elterninitiative“

3.3 Rollenprofile

3.3.1. Sol Berger

3.3.2 Jessica Meissner

3.3.3 Lisa Meissner

3.3.4 Anna

3.3.5 Harald

3.3.6 Ronald Meissner

3.3.7 Volkan

3.4 Konzept der Sitcom „Blockbustaz“

4. Methodisches Vorgehen

4.1 Themenwahl

4.2 Qualitative Interviews

4.3 Das Fokussierte Interview

4.4 Sample

4.5 Datenerfassung

4.6 Die Themenanalyse

5. Ergebnisdarstellung

5.1 „Blockbustaz“ als Format

5.2 Figuren als Stereotype

5.2.1 Figur Anna

5.2.2 Figur Harald

5.2.3 Figur Jessica

5.2.4 Figur Sol

5.2.5 Figur Lisa

5.2.6 Figur Volkan

5.2.7 Figur Ronald

5.3 Stereotyp des Hartz-IV-Empfängers

5.4 Geschlechterstereotypen

5.5 Stereotyp eines Plattenbaubewohners

5.6 Zusammenfassung Stereotype

5.7 Beantwortung der Forschungsfrage

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen und Wahrnehmung von Stereotypen in audiovisuellen Medien am Beispiel der Sitcom „Blockbustaz“. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Zuschauer durch die humorvolle und teils überspitzte Darstellung gesellschaftlicher Gruppen zum Nachdenken angeregt werden oder ob diese Darstellungen bestehende Vorurteile festigen.

  • Wirkungsweise von Stereotypen in Sitcoms
  • Soziale Ungleichheit und Klischees in der Medienrezeption
  • Geschlechterrollen und ihr Wandel in der Darstellung
  • Die Sitcom als Instrument zur Vermittlung von Werten
  • Wahrnehmung von Randgruppen durch ein studentisches Publikum

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Stereotyp

Der Terminus „Stereotyp“ stammt von den griechischen Begriffen stereós und týpos ab. Ersteres bezieht sich auf einen festen beziehungsweise harten Zustand. Týpos ist ein Substantiv, welches für eine Gruppe mit bestimmten Merkmalen steht. Zusammengefügt beschreibt der Terminus also eine feste Gruppe mit spezifischen Merkmalen. In der Gegenwart werden dem Ausdruck „Stereotyp“ in vielen Fachrichtungen unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben. Die Definition, die für diese Forschungsarbeit relevant ist, bezieht sich auf den Kerngedanken, den Lippmann (1922) in seinem Werk „Public Opinion“ erstmalig veröffentlichte. Zunächst beschreibt er Stereotype als Bilder in unseren Köpfen, wobei es sich um kognitive Formen handelt, die von unserer Gesellschaft geprägt werden. Des Weiteren geht es dabei um die Wahrnehmung fremder Gruppen und Kulturen, die unser Denken beeinflussen.

Mit Stereotyp wird kein allgemein geteiltes Konzept beschrieben. Schweinitz (2006) differenziert an dieser Stelle zwischen vorurteilshaften Vorstellungen über Fremde, die gesellschaftlich verbreitet sind und narrativen Wiederholungsformen normierter Bilder (S. 3). Primär ersteres bezieht sich auf die Reflektion von Menschenbildern, die in der weiteren Forschungsarbeit besondere Aufmerksamkeit erhält. Der Fokus liegt auf der vereinfachten, zufälligen und oberflächlichen Meinung über eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe. Solche Fremdbilder sind essentielle Bestandteile interkultureller Identitätsbilder und kollektiver Kommunikation (Havas, 2013). Es handelt sich dabei um sozial geteilte Vorstellungen über besondere Eigenschaften und Verhaltensmuster fremder Gruppen, die als typisch wahrgenommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz medialer Stereotype ein und definiert die Sitcom „Blockbustaz“ als zentrales Untersuchungsobjekt.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Stereotypen, deren Verarbeitungsprozesse sowie die Rolle der Sitcom als Unterhaltungsformat.

3. Die Sitcom „Blockbustaz“: Hier werden die Serie, die untersuchte Folge „Elterninitiative“ sowie die zentralen Rollenprofile und das Formatkonzept vorgestellt.

4. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Anwendung qualitativer fokussierter Interviews als Methode sowie die Stichprobenauswahl und die Themenanalyse.

5. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse präsentieren die Wahrnehmung der Figuren durch die Befragten und reflektieren dies im Kontext soziologischer Stereotyp-Theorien.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass die Sitcom bei kritischen Zuschauern zur Modifikation von Vorurteilen beitragen kann.

Schlüsselwörter

Stereotype, Sitcom, Blockbustaz, Medienrezeption, qualitative Interviews, Vorurteile, soziale Ungleichheit, Geschlechterrollen, Hartz-IV, Themenanalyse, Klischees, Medienwirkung, Migrationshintergrund, Identifikation, gesellschaftliche Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle Stereotype in der Sitcom „Blockbustaz“ spielen und wie diese von einem studentischen Publikum wahrgenommen und bewertet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die mediale Darstellung von Arbeitslosigkeit, Geschlechterrollen und die Wahrnehmung ethnischer sowie sozialer Gruppen durch die Zuschauer.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Die Forschungsfrage „Inwiefern werden die dargestellten Stereotypen in der Sitcom ‚Blockbustaz‘ als diese wahrgenommen?“ soll klären, ob die Serie Klischees eher verstärkt oder zum kritischen Nachdenken anregt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet qualitative fokussierte Interviews nach Merton und Kendall, ergänzt durch eine Themenanalyse nach Froschauer und Lueger.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Sitcom „Blockbustaz“ und eine umfangreiche Analyse der Interviewergebnisse zu verschiedenen Charaktertypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Stereotype, soziale Ungleichheit, Medienrezeption, Identifikation sowie die spezifische qualitative methodische Herangehensweise.

Warum wurde gerade die Folge „Elterninitiative“ für die Analyse gewählt?

Die Folge bietet ein breites Spektrum an Charakteren aus unterschiedlichen sozialen Schichten und zeigt einen archetypischen Konflikt, der die Untersuchung der Wahrnehmung sozialer Vorurteile ideal ermöglicht.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Charakteren wie „Anna“ und „Jessica“?

Während Anna von den Befragten recht homogen als unsympathisches Oberschicht-Stereotyp wahrgenommen wird, wird Jessica oft als Identifikationsfigur und „normaler Mensch“ gesehen, die als Brückenelement zwischen den sozialen Milieus fungiert.

Welche Rolle spielt das Vorwissen der Rezipienten?

Das Vorwissen aus anderen TV-Formaten beeinflusst die Wahrnehmung stark; Teilnehmer, die bereits mit Formaten wie „Hartz und Herzlich“ vertraut sind, setzen die Sitcom in einen stärkeren Kontext mit (negativen) Klischees.

Ende der Leseprobe aus 135 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle von Stereotypen in Sitcoms. Eine qualitative Analyse am Beispiel von „Blockbustaz“
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Autor
Adriana Henke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
135
Katalognummer
V1265498
ISBN (PDF)
9783346705143
ISBN (Buch)
9783346705150
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stereotype Klischeebilder Sitcom Rezeption
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adriana Henke (Autor:in), 2018, Die Rolle von Stereotypen in Sitcoms. Eine qualitative Analyse am Beispiel von „Blockbustaz“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1265498
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Leseprobe aus  135  Seiten
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