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Gilt die Fotografie als Gegenstandsbereich der Kunst? Basierend auf den Annahmen Walter Benjamins und Hegels

Titel: Gilt die Fotografie als Gegenstandsbereich der Kunst? Basierend auf den Annahmen Walter Benjamins und Hegels

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Fotografieren gehört im 21sten Jahrhundert zu den selbstverständlichen Dingen des Alltags. Wir fotografieren uns selbst, Gebäude, unser Essen, unsere Familie und unsere Freunde und noch viele andere Dinge. Oft tun wir dies, um uns an bestimmte Zeiten, Ereignisse und Orte erinnern zu können. Manchmal auch, um schöne Momente und schöne Dinge festzuhalten und zu teilen. Heutzutage kann man damit sogar sein Geld verdienen und es gibt einige Fotografen, welche durch ihre Werke sowohl berühmt geworden sind, als auch die Blickwinkel auf bestimmte Ereignisse verändert haben.
Doch nicht immer war das Phänomen der Fotografie und des Fotografierens selbstverständlich.

Erst im 19ten Jahrhundert wurde die erste Form einer Kamera erfunden und langsam in das gesellschaftliche Leben eingegliedert. In seinem Aufsatz „Kleine Geschichte zur Fotografie“, befasste sich der Philosoph Walter Benjamin mit dem eigen typischen besonderen Moment der Fotografie und dessen Entstehung, sowie deren Beziehung zur Kunst.
Die vorliegende Arbeit, beschäftigt sich deshalb, basierend auf Walter Benjamins literarischen und ästhetischen Essay "Kleine Geschichte zur Fotografie" und Hegels Grundannahmen zur Kunst, mit der Frage, ob die Fotografie zum Gegenstandbereich der Kunst gehört. Dies stellt eine Gegenüberstellung der Annahmen zweier Philosophen, von denen einer das Zeitalter der Fotografie erlebte und einem, welchem die Fotografie unbekannt war, dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Hinführung zur Fragestellung

2. Textrekonstruktion „Kleine Geschichte der Photographie“

3. Hegels Verständnis von Kunst

4. Vergleich Hegel und Benjamin

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die Photographie als Gegenstandsbereich der Kunst klassifiziert werden kann. Hierbei erfolgt eine systematische Gegenüberstellung der philosophischen Grundannahmen von Walter Benjamin und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, um zu erörtern, ob die Photographie einen ihr eigenen geistigen Gehalt besitzt und somit den Status eines Kunstwerkes beanspruchen darf.

  • Analyse der philosophischen Konzepte von Walter Benjamin zur „kleinen Geschichte der Photographie“.
  • Darstellung des Kunstbegriffs und der Hierarchie der geistigen Bemühungen nach Hegel.
  • Gegenüberstellung des technischen Charakters der Photographie mit dem ästhetischen Kunstverständnis.
  • Untersuchung der Bedeutung der „Aura“ und des „magischen Wertes“ in der photographischen Praxis.
  • Diskussion der gesellschaftlichen Funktion und der Rolle der Beschriftung im Kontext photographischer Werke.

Auszug aus dem Buch

2. Textrekonstruktion „Kleine Geschichte der Photographie“

Der Essay „Kleine Geschichte der Photographie“, welcher 1931 von Walter Benjamin verfasst wurde, beschäftigt sich mit dem Blick auf das Entstehen, die Analyse der Blütezeit und deren Zerfall sowie auf die mögliche Zukunft der Photographie. Außerdem thematisiert er die Beziehung von Photographie und Kunst.

Durch die Übernahme des Staates und den öffentlichen Zugang, habe die Photographie einer schnellen Entwicklung unterlegen, wodurch die philosophischen Fragen bezüglich dieser ungeachtet geblieben wären. Sie würden erst heute (zu Benjamins Zeit) an Aufmerksamkeit gewinnen, da die Blüte der Photographie in ihr erstes Jahrzehnt zerfalle. Demnach hätte sie eine vorindustrielle Blütezeit gehabt (Benjamin 1931: 368).

Im vorigen Jahrhundert habe es zahlreiche Debatten um die Photographie gegeben, da einige Menschen der Meinung waren, dass diese als Gotteslästerung zählen würde. Nur Gott habe die Macht sein Ebenbild, den Menschen, zu erschaffen und diese Fähigkeit solle keine vom Menschen erfundene Maschine haben. Dies dürfe nur der göttliche Künstler ohne zur Hilfenahme einer Maschine (Benjamin 1931: 369).

Benjamin behauptet hier, dass ein sogenannter „Banausenbegriff von der Kunst“ aufkomme, dem jede technische Erwägung fremd sei (Benjamin 1931: 369). Die Ursache für dieses Versagen liege darin, dass die bisherige Theorie einen „antitechnischen Begriff von Kunst auf die Fotografie“ angewendet und versucht habe, die Photographie „vor eben jenem Richterstuhl zu beglaubigen, den er umwarf.“ (Benjamin 1931: 369). Der Leitgedanke stehe demgegenüber, dass die Geschichte der Photographie nur verstanden werden könne, wenn ihr technischer Charakter berücksichtigt werde. Trotzdem bleibe aber die Malerei der Bezugspunkt. Wenn die Photographie auch nicht vor der Malerei beglaubigt werden könne, so beglaubige er sie doch im Unterschied zur Malerei (Benjamin 1931: 369f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Hinführung zur Fragestellung: Das Kapitel führt in das Phänomen der Photographie ein und stellt die zentrale Forschungsfrage auf, ob diese zur Kunst gezählt werden kann, basierend auf Benjamin und Hegel.

2. Textrekonstruktion „Kleine Geschichte der Photographie“: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Benjamins Essay, wobei sein Fokus auf technischem Charakter, Aura und der gesellschaftlichen Bedeutung der Photographie liegt.

3. Hegels Verständnis von Kunst: In diesem Kapitel werden Hegels Hierarchie der Philosophie, Kunst und Religion sowie seine Unterscheidung zwischen „Naturschönem“ und „Kunstschönem“ erläutert.

4. Vergleich Hegel und Benjamin: Hier werden die Theorien der beiden Philosophen gegenübergestellt, um zu untersuchen, wie sie die Photographie in den Kanon der Kunst einordnen würden.

5. Fazit: Das Resümee beantwortet die Fragestellung und hält fest, dass die Photographie aufgrund ihres hohen geistigen Gehalts als Gegenstandsbereich der Kunst anerkannt werden kann.

Schlüsselwörter

Photographie, Kunst, Walter Benjamin, Hegel, Aura, Kunsttheorie, Ästhetik, Kunstschönes, Geistiger Gehalt, Fototechnik, Bildunterschrift, Gesellschaftliche Kraft, Magischer Wert, Repräsentation, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die philosophische Einordnung der Photographie und fragt, ob diese als Gegenstandsbereich der Kunst betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die ästhetischen Theorien von Walter Benjamin, die Kunstphilosophie von Georg Wilhelm Friedrich Hegel sowie die historische Entwicklung und Wahrnehmung der Photographie.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob die Photographie – trotz ihres technisierten Charakters – als Kunstform wissenschaftlich legitimiert werden kann, indem sie mit klassischen philosophischen Kunstbegriffen abgeglichen wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine Textrekonstruktion der Werke Benjamins vornimmt und diese mit Hegels Grundannahmen vergleichend in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung von Benjamins „Kleine Geschichte der Photographie“, eine Darstellung von Hegels Kunstverständnis sowie eine komparative Analyse dieser beiden Positionen in Bezug auf das Medium Photographie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe „Aura“, „Kunstschönes“, „technischer Charakter“ und „geistiger Gehalt“ in ihrer Anwendung auf das Medium Fotografie.

Wie unterscheidet Hegel zwischen „Naturschönem“ und „Kunstschönem“?

Hegel sieht im „Naturschönen“ keinen geistigen Gehalt, da es naturgegeben ist, während das „Kunstschöne“ als menschliches Artefakt den Geist manifestiert und somit wissenschaftlicher Betrachtung zugänglich ist.

Welche Bedeutung misst Walter Benjamin der Beschriftung von Fotografien bei?

Benjamin sieht in der Beschriftung eine Notwendigkeit, da sie dem Bild erst seine gesellschaftliche Kraft verleiht und es aus einer gewissen Unbestimmtheit in einen konkreten, lesbaren Kontext überführt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gilt die Fotografie als Gegenstandsbereich der Kunst? Basierend auf den Annahmen Walter Benjamins und Hegels
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V1266241
ISBN (PDF)
9783346704658
ISBN (Buch)
9783346704665
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Photographie Kunst Walter Benjamin Hegel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Gilt die Fotografie als Gegenstandsbereich der Kunst? Basierend auf den Annahmen Walter Benjamins und Hegels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266241
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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