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Ist Paretos "Kreislauf der Eliten" eine Demokratietheorie?

Título: Ist Paretos "Kreislauf der Eliten" eine Demokratietheorie?

Ensayo , 2020 , 7 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Während die historische Entwicklung der letzten Jahrzehnte insgesamt eine starke Zunahme von Demokratien aufzeigt, beweist die heutige Zeit immer mehr, dass diese Entwicklung nicht unantastbar ist. Eine Demokratie unterscheidet sich von anderen Herrschaftstypen, wie beispielsweise der Aristokratie oder der Monarchie. Sie stellt einen besonderen Herrschaftstypus dar, weil alle Mitglieder der jeweiligen Gesellschaft das gleiche politische Teilhaberecht, beispielsweise durch Abstimmungen und Wahlen haben. Dabei ist ein demokratisches Gesellschaftssystem erst dann gegeben, wenn es sich bei der Anzahl der Personen, welche direkte politische Entscheidungen treffen, um die Mehrheit des Volkes handelt und somit der repräsentative Wille des Volkes umgesetzt wird. Zusätzlich muss stets Rechenschaft dieser Personen gegenüber dem Rest des Volkes bestehen. Diesbezüglich gibt es immer wieder neue und verschiedene Demokratietheorien, welche sich mit den politischen Formen und Theorien der Demokratie auseinandersetzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, ob Vilfredo Paretos Theorie des „Kreislaufs der Eliten“ als Demokratietheorie klassifiziert werden kann, indem sie deren Kernthesen mit demokratischen Prinzipien wie der Volkssouveränität und dem Elitewettbewerb abgleicht.

  • Grundlagen der Demokratietheorie (normativ vs. empirisch)
  • Struktur der sozialen Pyramide nach Pareto
  • Mechanismen des Elitenwechsels
  • Wettbewerbsdemokratie nach Schumpeter im Vergleich
  • Spannungsfeld zwischen Elitenherrschaft und Volkssouveränität

Auszug aus dem Buch

Hauptteil:

Pareto beschreibt das soziale Gefüge als „social pyramid“ (Pareto 1966, Part 1: S. 130). Dabei bildet die Mehrheit der Menschen, welche überwiegend arm sind, das Fundament der Pyramide. Die Spitze bildet die reiche Minderheit (ebd.: S. 130). In westlichen Gesellschaften kommt es dabei zu keinen Veränderungen der Schichten und des äußeren Konstrukts der sozialen Pyramide. Lediglich die individuellen Schichtaufstiege oder Schichtabstiege sorgen für minimale Veränderungen. Das beschriebene Konstrukt der „social pyramid“ repräsentiert die Gesellschaftsanordnung nach ihrem Besitz und nicht nach ihrer Macht. Innerhalb einer Demokratie kann es auch zu Unterschieden im Besitzreichtum kommen. Lediglich keine Unterschiede in der Gleichheit der Rechte auf politische Partizipation. Dies wird als Prinzip der Volkssouveränität bezeichnet (Marschall 2013: S. 19).

Die Elite der Gesellschaft stellt die Minderheit der Reichen dar, welche neben ihrem Besitz auch über Macht verfügen (Pareto 1966, Part 1.: S. 131). Die Stabilität dieser Eliten wird durch den regelmäßigen Elitenwechsel gewährleistet. Diesen beschreibt Pareto als den Kreislauf der Eliten. Dabei steigen Individuen auf und ersetzen dadurch die bestehende Elite, bis diese selbst wieder ersetzt wird. Dadurch herrscht jede Elite für eine gewisse Machtepisode. Pareto beschreibt den Kreislauf als die Grundlage für das Verständnis sozialer Bewegungen. Die Lebenswelt der Kinder ist dabei entscheidend für den Kreislauf. Während die Kinder der Mehrheit ihr Überleben durch Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen gewährleisten können, bildet die Lebenswelt der Kinder aus der Spitze der Pyramide das Gegenteil davon, weshalb die Kinder der unteren Schicht der Pyramide für den Elitestand qualifizierter sind (ebd.: S. 132f). Dies kann im Kontrast zu einer Demokratie stehen, da bereits die Lebenswelt der Kinder darüber entscheidet, ob sie für die Elite qualifiziert sind. Dabei kann das Prinzip der Volkssouveränität als verletzt angesehen werden, da keine Gleichheit der Rechte besteht (Marschall 2013: S. 19).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Begriffsvielfalt von Demokratietheorien ein und grenzt den normativen vom empirischen Ansatz sowie die Elitetheorie ab.

Hauptteil: Hier werden Paretos Konzept der sozialen Pyramide und der Kreislauf der Eliten analysiert und mit demokratischen Legitimationsmechanismen sowie Schumpeters Wettbewerbsbegriff in Beziehung gesetzt.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Paretos Theorie als empirische Demokratietheorie gewertet werden kann, obwohl sie in Spannungsverhältnis zur idealen Volkssouveränität steht.

Schlüsselwörter

Kreislauf der Eliten, Pareto, Demokratie, Demokratietheorie, soziale Pyramide, Elitenherrschaft, Volkssouveränität, politische Partizipation, Schumpeter, Macht, empirische Demokratietheorie, Elitenwettbewerb, politische Klasse, soziale Bewegungen, Legitimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Vilfredo Paretos soziologische Theorie des "Kreislaufs der Eliten" die Kriterien erfüllt, um als Demokratietheorie eingeordnet zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Demokratietheorien, die Strukturanalyse der Gesellschaft nach Pareto sowie der Vergleich zwischen Elitenherrschaft und demokratischer Interessenvertretung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Ist Paretos 'Kreislauf der Eliten' eine Demokratietheorie?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Paretos Kernthesen zusammengefasst und mit verschiedenen Demokratiemodellen (insbesondere von Schumpeter und Marschall) abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der „social pyramid“, dem Mechanismus des Elitenwechsels, der Bedeutung der sozialen Herkunft für den Aufstieg in die Elite und der demokratischen Legitimation durch politischen Wettbewerb.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Paretos Kreislauf der Eliten, Elitetheorie, empirische Demokratietheorie und Volkssouveränität.

Inwiefern beeinflusst die soziale Herkunft laut Pareto den Zugang zur Elite?

Laut Pareto ist die Lebenswelt der Kinder entscheidend; er argumentiert, dass Kinder aus der Unterschicht aufgrund ihres notwendigen Durchsetzungsvermögens oft besser für den Elitestand qualifiziert sind als Kinder aus der Spitze der Pyramide.

Wie lässt sich Paretos Theorie mit Schumpeters Demokratieverständnis verknüpfen?

Beide Theorien betonen den Wettbewerb um Macht. Während Schumpeter diesen als Wettbewerb innerhalb einer Elite um Stimmen definiert, spiegelt dies Paretos Konzept des Elitenwechsels wider, bei dem ebenfalls um das „Gewinnen des Volkes“ konkurriert wird.

Schließt sich Paretos Elitenmodell prinzipiell mit einer Demokratie aus?

Nicht zwingend. Obwohl das Prinzip der Volkssouveränität bei Pareto durch die elitäre Vorherrschaft belastet scheint, bietet das Modell Möglichkeiten zur Integration demokratischer Prinzipien, etwa durch das Rechtstaatsprinzip und politische Partizipationsrechte.

Final del extracto de 7 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist Paretos "Kreislauf der Eliten" eine Demokratietheorie?
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
7
No. de catálogo
V1266268
ISBN (PDF)
9783346710628
Idioma
Alemán
Etiqueta
Paretos Demokratie Eliten Demoktatietheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Ist Paretos "Kreislauf der Eliten" eine Demokratietheorie?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266268
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