Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Jahresabschluss und Kennzahlenmanagement der Ottakringer AG.
Die Gesamtsumme der Bilanz im Vergleich der Jahre 2017 und 2018 steigt leicht an. Dabei fällt auf, dass die Posten des Eigenkapitals auf der Passivseite allesamt sinken, während die Posten des Fremdkapitals deutlich steigen. Die erhöhte Bilanzsumme auf der Passivseite gleicht sich auf der Aktivseite insbesondere durch einen Anstieg im Bereich Sachanlagen aus, was auf einen Zukauf von Anlagen hindeutet.
Das Eigenkapital auf der Passivseite setzt sich zusammen aus den Posten I. eingefordertes Grundkapital, II. Kapitalrücklagen, III. Gewinnrücklagen und IV. Bilanzgewinn. Das Fremdkapital der Passivseite ergibt sich aus den Posten der C. Verbindlichkeiten.
Für die nachfolgende Analyse wurde neben der Berechnung für das Geschäftsjahr 2018 ebenso die Kennzahlen für das Jahr 2017 ermittelt, um zumindest einen minimalen zeitlichen Horizont in die Bewertung einfließen lassen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Gesamtbild der Bilanz – Eigenkapital und Fremdkapital auf der Passivseite
2 Kennzahlenanalyse
3 Vermögensanalyse
3.1 Kurzfristiges Vermögen
3.2 Langfristiges Vermögen
3.3 Investitionstätigkeit und Abschreibungen
4 Kapitalanalyse
4.1 Kapitalstruktur
4.2 Struktureller Erfolg
4.3 Rentabilität
4.4 Leverage-Effekt
5 Liquiditätsanalyse
5.1 Langfristige Liquidität
5.2 Kurzfristige Liquidität
5.3 Cashflow
6 Ergebnis und Empfehlungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die finanzielle Lage der Ottakringer AG anhand des Jahresabschlusses und relevanter Unternehmenskennzahlen für die Jahre 2017 und 2018 detailliert zu analysieren, um Schwachstellen in der Vermögens-, Kapital- und Liquiditätsstruktur aufzudecken.
- Analyse der Bilanzstruktur und Bilanzsummenentwicklung
- Untersuchung der Vermögenszusammensetzung
- Bewertung der Kapitalstruktur und Rentabilitätskennzahlen
- Prüfung der kurz- und langfristigen Liquiditätssituation
Auszug aus dem Buch
3.2 Langfristiges Vermögen
Das langfristige Vermögen ergibt sich aus dem Anlagevermögen. Diese Art der Vermögensanalyse kann sowohl vertikal als auch horizontal durchgeführt werden. Die Analyse zeigt die Intensität der Anlagen am Vermögen auf und gibt Einblick zur Vermögensstruktur.
Die Anlageintensität liegt bei rund 76% und ist im Vergleich zum Vorjahr um 5% gestiegen. Das Umlaufvermögen verhält sich dementsprechend gegenläufig und sinkt um 5 Prozentpunkte auf rund 24%. Die Werte zeigen, dass das Kapital der Ottakringer AG langfristig in den Anlagen gebunden ist. Somit ist die Liquidität des Unternehmens geringer, die Fixkosten höher und die Produktion unflexibel. Zwischen den Vergleichsjahren ist die Leasingrate gestiegen. Da Leasing das Anlagevermögen erhöht, kommt diesem Faktor eine speziell zu betrachtende Rolle zu. Da das Unternehmen für die Folgejahre eine weitere Erhöhung der Leasingrate anstrebt, wird die Anlageintensität womöglich weiter steigen und somit noch mehr Kapital gebunden sein. Ab dem Jahr 2023 plant der Konzern den Leasinganteil auf 0 zu senken.
Die Kennzahlen des Anlagevermögens können weiter aufgeteilt werden (immaterielles Anlagevermögen, Sach- und Finanzanlagevermögen). Die deutliche Erhöhung der Sachanlagen am Gesamtvermögen (Steigerung um 10%) zeigen den enormen Aufwand für Sachanlagen (wie Produktionsmaschinen) im Jahr 2018, was auf (Re-)Investitionen in das Sachanlagevermögen hinweist und die tragende Rolle der Sachanlagenwerte im Unternehmen verdeutlicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Gesamtbild der Bilanz – Eigenkapital und Fremdkapital auf der Passivseite: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung der Bilanzsumme sowie die strukturelle Zusammensetzung des Eigen- und Fremdkapitals im Vergleich der Geschäftsjahre 2017 und 2018.
2 Kennzahlenanalyse: Ein kurzer Hinweis darauf, dass die detaillierte Berechnung der Kennzahlen in einer separaten Excel-Datei erfolgt ist.
3 Vermögensanalyse: Untersuchung der kurz- und langfristigen Vermögenswerte sowie der Investitionstätigkeiten, um die Kapitalbindung und Modernisierungsmaßnahmen des Unternehmens zu bewerten.
4 Kapitalanalyse: Analyse der Kapitalstruktur, des strukturellen Erfolgs sowie der Rentabilität unter Einbeziehung des Leverage-Effekts zur Beurteilung der finanziellen Flexibilität.
5 Liquiditätsanalyse: Bewertung der kurz- und langfristigen Liquidität sowie des Cashflows, um die Fähigkeit des Unternehmens zur Schuldendeckung kritisch zu hinterfragen.
6 Ergebnis und Empfehlungen: Zusammenfassende Einschätzung der wirtschaftlichen Situation und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Liquidität und Rentabilität.
Schlüsselwörter
Jahresabschluss, Kennzahlenanalyse, Bilanzanalyse, Ottakringer AG, Eigenkapitalquote, Liquidität, Cashflow, Rentabilität, Anlagevermögen, Kapitalstruktur, Fremdkapital, Investitionsquote, Leverage-Effekt, Working Capital, Bilanzkennzahlen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die finanzielle Performance der Ottakringer AG durch eine detaillierte Auswertung des Jahresabschlusses für die Jahre 2017 und 2018.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Vermögensstruktur, der Kapitalzusammensetzung, der Rentabilität sowie der Liquiditätslage des Unternehmens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die finanzielle Gesundheit des Unternehmens zu bewerten, Liquiditätsrisiken zu identifizieren und Empfehlungen für eine zukünftige finanzielle Stabilisierung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Kennzahlenanalyse als instrumentelle Methode, um quantitative Daten aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung interpretierbar zu machen.
Welche Inhalte werden in den Hauptkapiteln vermittelt?
Nach einer grundlegenden Bilanzbetrachtung folgen detaillierte Analysen der Vermögenswerte, der Kapitalstruktur und der Liquiditätskennzahlen, welche durch eine Berechnung des Cashflows ergänzt werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bilanzanalyse, Liquidität, Rentabilität, Eigenkapitalquote und Kapitalstruktur.
Welchen Einfluss hat der Ankauf von Stammaktien auf die Kapitalstruktur?
Der Rückkauf eigener Aktien führte im Geschäftsjahr 2018 zu einer deutlichen Verringerung des Eigenkapitals und damit zu einem Anstieg der Fremdkapitalquote.
Warum wird die Liquiditätssituation im Fazit als kritisch eingestuft?
Das negative Net Working Capital und die unzureichenden Werte bei den Liquiditätsgraden verdeutlichen, dass das Unternehmen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen kaum nachkommen kann und ein Insolvenzrisiko besteht.
- Arbeit zitieren
- Josef Tischmacher (Autor:in), 2022, Jahresabschluss und Kennzahlenmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266327