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Die digitale Öffentlichkeit als Nährboden für Verschwörungsmythen: Gegenstrategien

Título: Die digitale Öffentlichkeit als Nährboden für Verschwörungsmythen: Gegenstrategien

Trabajo , 2021 , 39 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Michelle Tannrath (Autor)

Política - Principios básicos y general
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Diese schriftliche Arbeit möchte die digitale Öffentlichkeit als einen neuen politischen Raum vorstellen, der unter anderem für die Verbreitung von sogenannten Verschwörungsmythen genutzt wird. Es soll dargelegt werden, welche spezifischen Bedingungen die digitale Sphäre aufweist, die sich scheinbar besonders förderlich für die Etablierung von Verschwörungsideologien auswirken. Hierfür gilt es zu klären, welche Merkmale als bezeichnend für solch konspirative Denkstrukturen gelten können und weshalb das Phänomen des Verschwörungsmythos als gesellschaftsgefährdend und daher als bekämpfungswürdig angesehen werden muss. Folgerichtig werden letztlich Gegenstrategien zur Eindämmung der Verschwörungsmythen vorgeschlagen, welche sowohl auf eine Stärkung der Verantwortungsethik als auch auf die Förderung einer Medienkompetenz abheben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen „Verschwörungsmythen“

2.1 Begriffliche Bestimmung

2.2 Kennzeichen

2.3 Gesellschaftsschädigendes Phänomen?

3. Die digitale Revolution: Gesellschaftlicher und politischer Wandel

3.1 Die digitale Öffentlichkeit als neuer politischer Raum

3.2 Verschwörungsmythen begünstigende Faktoren

3.2.1 Überwindung der Selektionsnormen

3.2.2 Schwindende Bedeutsamkeit von demokratischen Werten

3.2.3 Vermeintliche Anonymität

3.2.4 Filterblasen und Echokammern

3.2.5 Starke Wirkungskraft von Bild- und Videomaterial

3.3 Das bürgerliche Individuum im Zentrum des politischen Geschehens: Ambivalenzen der digitalen Demokratie

4. Gegenstrategien

4.1 Plädoyer für eine Verantwortungsethik der mediatisierten Welt

4.2 Von der Notwendigkeit der Vermittlung einer Medienkompetenz

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die digitale Öffentlichkeit Bedingungen schafft, die die Verbreitung und Etablierung von Verschwörungsmythen fördern, und entwickelt auf dieser Basis Gegenstrategien zur Stärkung der demokratischen Diskurskultur.

  • Analyse der digitalen Transformation als Katalysator für konspiratives Denken.
  • Untersuchung der strukturellen Veränderungen in der öffentlichen Kommunikation (z. B. Filterblasen, Anonymität).
  • Reflexion über die Ambivalenz der digitalen Demokratie und die Rolle des »bürgerlichen Individuums«.
  • Entwurf einer Verantwortungsethik für die mediatisierte Welt.
  • Ableitung der Notwendigkeit medienpädagogischer Bildungsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Überwindung der Selektionsnormen

Die wohl einschneidendste Veränderung, die der digitale Wandel für die Demokratie mit sich brachte, ist die Überwindung der Selektionsnormen für Veröffentlichungen. In jener Zeit vor der digitalen Wende stellte sich die Situation so dar, dass ausschließlich die Medienschaffenden über diejenigen Inhalte, die der Öffentlichkeit preisgegeben werden sollten, bestimmten (vgl. Hidalgo 2019). Demgemäß wurde der öffentliche Raum presserechtlich geregelt und dem Journalismus kam eine große Bedeutsamkeit aufgrund seiner hohen Einflussnahme zu (vgl. Bedford-Strohm / Höhne / Zeyher-Quattlender 2019: 11). Öffentlichen Beiträgen konnte somit ein gewisses Maß an Professionalität unterstellt werden, da die Inhalte zuvor nach journalistischen Gütekriterien geprüft wurden.

Im digitalen Zeitalter, in welchem die Internetnutzerinnen und Internetnutzer unmittelbar in Gestalt von Kommentaren, Blogs, Bilder und Videos auf den vielfältigen sozialen Netzwerken an der für nahezu alle Bürgerinnen und Bürgern zugänglichen Öffentlichkeit partizipieren, haben sich jegliche Grenzen verschoben. Wo die sogenannten Gatekeeper im prädigitalen Zeitalter also zu veröffentlichende Inhalte nach vorgegebenen Standards gefiltert und Journalistinnen und Journalisten ihre Erkenntnisse mit mühevoller, professioneller Recherche aufbereitet hatten, werden in Zeiten des Internets journalistische Qualitätsstandards unterlaufen. So kommt es vermehrt zu Kontextverletzungen und im Zuge dessen zu Missverständnissen, wenn aus dem Zusammenhang gerissene Informationen geteilt werden (vgl. ebd.: 136-138). Lediglich pornografisches Bild- und Videomaterial, gewaltverherrlichende Darstellungen oder nationalsozialistisches Vokabular werden mithilfe von Filtern von sozialen Plattformen entfernt, nachdem sie jedoch oftmals bereits für eine gewisse Zeit der Öffentlichkeit dargeboten wurden. Die Grenzen des Sagbaren haben sich nichtsdestotrotz radikal verschoben (vgl. ebd.: 18-20). Denn die Teilnehmenden an der digitalen Öffentlichkeit verfolgen mit ihren Beiträgen in den seltensten Fällen das Ziel der reinen Informationsweitergabe. Zumeist steht die Intention, so viele Klickzahlen wie möglich zu erhaschen, dahinter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der digitalen Öffentlichkeit als Nährboden für Verschwörungsmythen ein und skizziert das Forschungsanliegen sowie die methodische Aufarbeitung.

2. Das Phänomen „Verschwörungsmythen“: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Verschwörungsmythos, grenzt ihn von wissenschaftlichen Theorien ab und analysiert seine gesellschaftsgefährdenden Kennzeichen.

3. Die digitale Revolution: Gesellschaftlicher und politischer Wandel: Hier werden die digitalen Faktoren wie die Überwindung von Selektionsnormen, Filterblasen, Anonymität und die visuelle Kraft von Medien als begünstigende Bedingungen für konspiratives Denken identifiziert.

4. Gegenstrategien: Das Kapitel entwickelt Ansätze wie eine Verantwortungsethik und die Vermittlung von Medienkompetenz, um dem Erstarken von Verschwörungsmythen entgegenzuwirken.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenzen der digitalen Demokratie zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Verschwörungsideologien durch Stärkung demokratischer Werte und Medienbildung zu begegnen.

Schlüsselwörter

Verschwörungsmythen, digitale Öffentlichkeit, Demokratie, Medienkompetenz, Verantwortungsethik, Filterblasen, Echokammern, Selektionsnormen, mediatisierte Welt, konspiratives Denken, digitale Revolution, Internet, Meinungsbildung, gesellschaftlicher Wandel, Gatekeeper.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptthema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die digitale Öffentlichkeit die Ausbreitung von Verschwörungsmythen begünstigt und welche Strategien aus Sicht der Medienethik und Medienpädagogik dagegen helfen können.

Welche Rolle spielen „Gatekeeper“ in dieser Untersuchung?

„Gatekeeper“ (klassische Medienmacher) sorgten in der vordigitalen Ära für die Auswahl und Prüfung von Informationen. Die Arbeit zeigt auf, dass deren Wegfall und die damit verbundene Überwindung der Selektionsnormen heute ungefilterten Inhalten mehr Raum gibt.

Was ist das primäre Ziel der Autorin?

Das Ziel ist es, das Bewusstsein für die eigene Verantwortung der Bürger als „Produser“ in der digitalen Welt zu schärfen, um eine demokratiegefährdende Radikalisierung durch Verschwörungsmythen abzuwenden.

Welche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die soziologische und kommunikationswissenschaftliche Konzepte auf die aktuelle mediale Lage anwendet und daraus normative Handlungsempfehlungen ableitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil identifiziert spezifische Faktoren der digitalen Sphäre, darunter Filterblasen, Echokammern, die vermeintliche Anonymität des Netzes sowie die emotionale Kraft von Bild- und Videomaterial, die konspirative Denkstrukturen verstärken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Verschwörungsmythen, digitale Öffentlichkeit, Medienkompetenz, Verantwortungsethik und der Wandel zur „Empörungsdemokratie“.

Warum wird hier von „Verschwörungsmythen“ statt von „Theorien“ gesprochen?

Die Arbeit argumentiert, dass der Begriff „Theorie“ eine wissenschaftliche Qualität suggeriert, die bei konspirativen Mythen fehlt; Mythen sind stattdessen spekulative Narrative, die immun gegen kritische Beweise sind.

Welche Bedeutung hat die Medienkompetenz für die Demokratie?

Medienkompetenz wird als unerlässlich angesehen, da sie Bürger befähigt, Informationen kritisch zu prüfen, zwischen seriösen und unseriösen Inhalten zu unterscheiden und sich somit bewusst gegen konspirative Manipulation zu entscheiden.

Final del extracto de 39 páginas  - subir

Detalles

Título
Die digitale Öffentlichkeit als Nährboden für Verschwörungsmythen: Gegenstrategien
Universidad
University of Education Ludwigsburg  (Institut für Sozialwissenschaften)
Curso
Politische Verschwörungsmythen: Die ewige Suche nach einem Sündenbock
Calificación
1,0
Autor
Michelle Tannrath (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
39
No. de catálogo
V1266408
ISBN (Ebook)
9783346704016
ISBN (Libro)
9783346704023
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verschwörungsmythen Verschwörungstheorien Fake News Digitalisierung Rechtspopulismus digitale Öffentlichkeit Filterblasen Medienkompetenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michelle Tannrath (Autor), 2021, Die digitale Öffentlichkeit als Nährboden für Verschwörungsmythen: Gegenstrategien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266408
Leer eBook
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