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Rom und Antiochos III. – Wie aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde

Titel: Rom und Antiochos III.   – Wie aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde

Seminararbeit , 2019 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Karl Schmitt (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, wie und warum aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde. Hierfür wird die Außenpolitik der drei Akteure: Antiochus III., Rom und Griechenland, von den Anfängen des Kalten Krieges bis zur Landung des Antiochos in Pteleon 192, untersucht. Griechenland ist in diesem Zusammenhang nicht als ein einzelner Akteur zu verstehen, sondern vielmehr als eine Region – mit einer Vielzahl multipolarer Akteure – in der die Interessenssphären von Rom und Antiochus III. direkt aufeinandertrafen.

Während die Römer noch mit Philipp V. – im Zweiten Makedonisch-Römischen Krieg – beschäftigt waren, setzte der Seleukidenkönig 196 v. Chr. nach Europa über und eroberte Thrakien, ließ Lysimacheia wiederaufbauen und setzte seinen Sohn als Vizekönig ein. Somit agierten die zwei verbleibenden mediterranen Supermächte erstmals in unmittelbarer Nähe. Die folgenden Jahre werden in der Forschung als „Kalter Krieg“ bezeichnet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Antiochos III. und Rom

2.1. Antiochos III. und seine Auffassung von der Außenpolitik Roms

2.2. Roms Wahrnehmung von der Außenpolitik des Antiochos III.

2.3. Griechenland – Kriegsschauplatz oder handelnder Akteur?

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Eskalationsdynamik zwischen dem Römischen Reich und dem Seleukidenkönig Antiochos III. im frühen 2. Jahrhundert v. Chr. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie aus der von der Forschung als „Kalter Krieg“ bezeichneten Phase der gegenseitigen diplomatischen Spannungen eine direkte militärische Auseinandersetzung resultierte, wobei insbesondere die Rolle Griechenlands als regionaler Akteur in den Blick genommen wird.

  • Die Außenpolitik von Antiochos III. und seine Ambitionen auf europäischem Boden.
  • Die römische Bedrohungsperzeption angesichts seleukidischer Machtansprüche.
  • Die Rolle der Ätoler und deren diplomatische Versuche, Antiochos gegen Rom zu instrumentalisieren.
  • Die Bedeutung der Hannibal-Präsenz für die römische Sicherheitsstrategie.
  • Der Übergang von diplomatischen Konferenzen hin zur tatsächlichen Invasion 192 v. Chr.

Auszug aus dem Buch

2.2. Roms Wahrnehmung von der Außenpolitik des Antiochos III.

Aus römischer Sicht hingegen müssen vor allem die große Zahl and Land- und Seestreitkräften, mit denen Antiochos nach Europa übergesetzt war, ein starker Unsicherheitsfaktor gewesen sein. So schreibt Polybios: „Im übrigen sei er verwundert, aus welchem Grund Antiochos mit so bedeutenden Streitkräften zu Wasser und zu Lande nach Europa herübergekommen sei. Wenn man es sich recht überlege, könne man auf keinen anderen Gedanken kommen als den, er beabsichtige einen Angriff auf die Römer.“ „Jener werde das zwar leugnen, sogar wenn er nach Italien hinübergehe; die Römer aber würden nicht warten, daß er das tun könne.“

Damit wird klar, dass man die Anwesenheit des Antiochos in Griechenland als eine Bedrohung verstand, als einen möglichen Unsicherheitsfaktor, den man nicht bereit war zu ignorieren, ja sogar, notfalls präventiv aktiv zu werden. Berücksichtigt man hierbei noch die Tatsache, dass die Römer – erst kürzlich – durch Hannibal erlebt hatten, wie es sich anfühlt ein Krieg in der Heimat – in Italien – zu führen, kann man einem solchen Aspekt nicht genug Bedeutung zurechnen. So hatte man diese Befürchtung bereits in der Auseinandersetzung mit Phillip V. als Begründung angeführt, um präventiv gegen Makedonien Krieg zu führen. „Ihr scheint mir nicht zu begreifen, Mitbürger, daß es für euch nicht um die Frage geht, ob ihr Krieg oder Frieden haben wollt – denn das wird euch Philipp nicht freistellen, der zu Lande und zu Wasser einen gewaltigen Krieg plant –, sondern ob ihr eure Legionen nach Makedonien hinüberschaffen oder ob ihr die Feinde in Italien in Empfang nehmen wollt. Was für ein Unterschied das ist, habt ihr, wenn sonst nie, auf jedem Fall im letzten Krieg erfahren“

Nun hat sich mit der Überquerung des Hellesponts durch Antiochos eine ähnliche, fast identische Situation ergeben. Der Ausgang der Konferenz von Lysimacheia konnte die römischen Bedenken keinesfalls beseitigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert den historischen Ausgangspunkt des Konflikts zwischen Rom und Antiochos III. und formuliert die zentrale Fragestellung zur Entwicklung vom „Kalten Krieg“ zum „Heißen Krieg“.

2. Antiochos III. und Rom: Dieses Hauptkapitel analysiert die gegenseitigen diplomatischen Wahrnehmungen, die ambivalenten Motive der Akteure sowie die strategische Bedeutung der Region Griechenland im Vorfeld der militärischen Eskalation.

2.1. Antiochos III. und seine Auffassung von der Außenpolitik Roms: Dieser Abschnitt beleuchtet die seleukidische Perspektive, die geprägt war von dem Anspruch auf das ehemalige Reich des Lysimachos und einer wachsenden Empörung über die römische Einmischung in asiatische Angelegenheiten.

2.2. Roms Wahrnehmung von der Außenpolitik des Antiochos III.: Hier wird die römische Sichtweise untersucht, die stark durch traumatische Erfahrungen aus den Punischen Kriegen und die Furcht vor einem Krieg auf italienischem Boden geprägt war.

2.3. Griechenland – Kriegsschauplatz oder handelnder Akteur?: Dieses Kapitel arbeitet heraus, wie lokale Akteure wie die Ätoler die Spannungen zwischen den Großmächten aktiv nutzten, um ihre eigenen machtpolitischen Ziele zu verfolgen.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Krieg kein zielgerichtetes Projekt Roms war, sondern das Ergebnis eines unglücklichen Zusammenspiels aus seleukidischem Selbstvertrauen, römischer Präventivangst und einer geschickten Instrumentalisierung durch griechische Akteure.

Schlüsselwörter

Antiochos III., Rom, Kalter Krieg, Außenpolitik, Seleukiden, Griechenland, Ätoler, Hannibal, Diplomatie, Machtpolitik, Lysimacheia, Syrischer Krieg, Hegemonie, Präventivkrieg, Antike Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den diplomatischen und strategischen Ursachen, die zum direkten militärischen Konflikt zwischen dem Römischen Reich und dem Seleukidenreich unter Antiochos III. führten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Außenpolitik der beteiligten Großmächte, die Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien sowie die Rolle von regionalen Kräften in Griechenland bei der Destabilisierung der Friedensverhältnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess vom diplomatischen Spannungszustand (dem sogenannten „Kalten Krieg“) hin zum offenen „Heißen Krieg“ (in Form der Invasion 192 v. Chr.) zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse antiker Quellen, insbesondere der Geschichtsschreiber Appian, Polybios und Livius, um die Ereignisse und Motive der Akteure zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Antiochos' Auffassung der römischen Politik, der römischen Sicherheitswahrnehmung bezüglich seleukidischer Streitkräfte und der aktiven Rolle griechischer Akteure wie der Ätoler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind Antiochos III., Römisches Reich, Kalter Krieg, Außenpolitik, Seleukiden, Griechenland, Ätoler und Hannibal.

Welche Rolle spielt Hannibal in dieser Untersuchung?

Hannibal wird als strategischer Berater des Antiochos betrachtet; seine Präsenz am seleukidischen Hof verstärkte in Rom massiv die Befürchtung eines erneuten Krieges in Italien.

Warum kam es – laut dieser Arbeit – nie zu einer offiziellen Kriegserklärung Roms an Antiochos?

Dies lag an der speziellen juristischen Prüfung durch die Fetialen, die aufgrund der vorangegangenen diplomatischen Konferenzen und der Ablehnung der römischen Forderungen durch Antiochos bereits davon ausgingen, dass das Bündnis als aufgekündigt zu betrachten sei.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rom und Antiochos III. – Wie aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Einführung in die Alte Geschichte: Das Seleukidenreich
Note
1,0
Autor
Daniel Karl Schmitt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V1267883
ISBN (PDF)
9783346708229
ISBN (Buch)
9783346708236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antiochos III. Antiochos III Rom Römisches Reich Kalter Krieg Heißer Krieg Griechenland Diadochenreiche Seleukidenreich Seleukiden Appian Philipp V. Makedonisch-Römischer Krieg Thrakien mediterranen Supermächte Außenpolitik Syriake Polybios von Megalopolis der römische Geschichtsschreiber Livius Livius multipolare Akteure Ätoler Flamininus Sparta Achäer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Karl Schmitt (Autor:in), 2019, Rom und Antiochos III. – Wie aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267883
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Leseprobe aus  14  Seiten
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