Diese Seminararbeit zeigt, wie unterschiedliche Sportarten sich auf die Dehnfähigkeit auswirken und welche Eigenschaften für welche Sportart spezifisch sind.
In dieser Arbeit wird die Dehnfähigkeit der hinteren Beinmuskulatur bei vier Personen untersucht. Basierend auf dem FMS-Test (Functional Movement Screen) nach Gray Cook wird die Beweglichkeit analysiert und bewertet. Es wird die jeweilige Hauptsportart der Person berücksichtigt und versucht, etwaige Probleme und Verkürzungen mit der Sportart verbinden zu können.
Inhaltsverzeichnis
Abstract
Einleitung
Hauptteil
Proband A bewertet Proband B
Probandin B bewertet Proband A
Probandin C bewertet Proband D
Proband D bewertet Probandin C
Ergebnis
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Beweglichkeit der hinteren Beinmuskulatur von vier sportlich aktiven Probanden mittels des "Active Straight-Leg Raise" (ASLR) aus dem Functional Movement Screen (FMS) zu untersuchen, zu bewerten und dabei mögliche Zusammenhänge zwischen den Testergebnissen und den jeweiligen Hauptsportarten der Probanden herzustellen.
- Grundlagen des Functional Movement Screen (FMS) nach Gray Cook
- Detaillierte Analyse des ASLR-Tests für die hintere Bein- und Rumpfmuskulatur
- Verhaltensanalyse sportartspezifischer Bewegungsmuster im Fußball
- Untersuchung der körperlichen Anforderungen und Voraussetzungen im Turnen
- Identifikation von Verkürzungen und Dysbalancen im Breitensport
Auszug aus dem Buch
Proband A bewertet Proband B
Im folgenden Abschnitt wird die Übungsausführung von Probandin B näher betrachtet und bewertet. Es wird auf die Besonderheiten eingegangen und die betreibende Sportart berücksichtigt.
In Abbildung 1 sieht man die Übung in gerader Rückenlage, ohne Ausführung. In Abbildung 2 wurde die Übung mit dem rechten Bein durchgeführt. Es ist zu sehen, dass das rechte Bein nicht ganz durchgestreckt werden kann. Der Oberschenkel ist fast im rechten Winkel zum Boden. Vom Knie abwärts (Unterschenkel) bildet das Bein keine gerade Linie mehr. Dies ist auf Verkürzungen im hinteren Oberschenkel- und Unterschenkelbereich zurückzuführen. Das linke Bein liegt schön am Boden auf und ist durchgestreckt.
Verkürzungen aller Art können aufgrund verschiedener Probleme entstehen. Sehr oft wird das Dehnen vernachlässigt. Weitere Gründe können Verletzungen oder muskuläre Dysbalancen sein. Des Weiteren beansprucht jede Sportart andere Muskelgruppen in verschiedener Intensität. In diesem Fall wird viel Leichtathletik trainiert. Im Zentrum von Leichtathletik stehen meist Muskel- und Bänderverletzungen, da viel im Schnelligkeitsbereich und Laufbereich gearbeitet werden muss. Da es in Abbildung 2 keine optimale Ausführung ist, kann man davon ausgehen, dass es schon einmal eine Verletzung gegeben hat. Die Hauptdisziplin von Probandin B ist der Mittelstreckenlauf (800 Meter und 1500 Meter). In dieser Disziplin ist die Muskulatur einer enormen Belastung ausgesetzt. Vor allem die Oberschenkel Vorder- und Rückseite wird beim Mittelstreckenlauf belastet. Ebenfalls nicht unterschätzt werden, darf die hohe Geschwindigkeit über diese Distanz. Ein weiterer Grund für diese Verkürzung könnte sein, dass nicht oft genug gedehnt wird – dies ist sehr oft der Fall.
Zusammenfassung der Kapitel
Abstract: Einführung in die Thematik der Beweglichkeit im Breitensport und kurzer Überblick über die Anwendung des FMS-Tests bei vier verschiedenen Probanden.
Einleitung: Theoretische Einführung in das FMS-Konzept von Gray Cook und detaillierte Erläuterung des durchgeführten ASLR-Testverfahrens.
Hauptteil: Detaillierte Analyse der Testdurchführungen, bei denen sich die Probanden gegenseitig bewerten und in Bezug auf ihre spezifischen Sportarten (Fußball, Turnen) analysieren.
Proband A bewertet Proband B: Bewertung der ASLR-Durchführung einer Läuferin, wobei muskuläre Verkürzungen im Kontext der Leichtathletik analysiert werden.
Probandin B bewertet Proband A: Analyse eines Fußballers hinsichtlich seiner Beweglichkeit und der spezifischen Belastungen durch sprintlastiges Training.
Probandin C bewertet Proband D: Sportartspezifische Betrachtung eines Fußballers unter besonderer Berücksichtigung der Rumpf- und Beinmuskulatur.
Proband D bewertet Probandin C: Untersuchung der Turnerin und Nachweis für die im Turnsport geforderte hohe Gelenkigkeit und Dehnfähigkeit.
Ergebnis: Zusammenführende Betrachtung der Analyseergebnisse, die auf die Notwendigkeit von regelmäßigem Dehnen im Breitensport zur Verletzungsprävention hinweist.
Schlüsselwörter
Functional Movement Screen, Active Straight-Leg Raise, ASLR, Beweglichkeit, Rumpfstabilität, Muskuläre Dysbalancen, Dehnfähigkeit, Breitensport, Fußball, Leichtathletik, Geräteturnen, Sportmotorik, Verletzungsprävention, Bewegungsanalyse, Leistungsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Beweglichkeit der hinteren Beinmuskulatur bei vier Personen mittels des Active Straight-Leg Raise Tests.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Functional Movement Screen, sportartspezifischen Bewegungsanforderungen im Fußball und Turnen sowie der Bedeutung von Dehnung für die Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll analysiert werden, wie verschiedene Sportarten wie Fußball oder Turnen die Beweglichkeit beeinflussen und ob Verkürzungen durch den ASLR-Test identifiziert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt den standardisierten FMS-Test nach Gray Cook, ergänzt durch eine gegenseitige Bewertung der Probanden und eine theoretische Aufarbeitung der Anforderungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die konkreten Analysen der Bewegungsabläufe der vier Probanden unter Einbeziehung ihrer jeweiligen sportlichen Hintergründe und das Aufzeigen von muskulären Dysbalancen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zentrale Begriffe sind FMS, ASLR, Beweglichkeit, Rumpfstabilität, muskuläre Dysbalancen, Verletzungsprävention und spezifische Sportarten wie Fußball und Turnen.
Warum zeigen die Fußballer in der Untersuchung häufiger Verkürzungen als die Turnerin?
Das Ergebnis legt nahe, dass im Turnsport eine extrem hohe Beweglichkeit Grundvoraussetzung ist, während beim Fußball häufig einseitige Belastungen und das Fehlen von regelmäßigem Ausgleichstraining zu Verkürzungen führen.
Welches Fazit ziehen die Autoren in Bezug auf den Breitensport?
Die Autoren betonen, dass Dehnen und Regeneration im Breitensport oft vernachlässigt werden, was langfristig zu Dysbalancen und einem erhöhten Verletzungsrisiko führen kann.
- Arbeit zitieren
- Luca Jost (Autor:in), 2021, Active Straight-Leg Raise. Unterschiede der Dehnfähigkeit der hinteren Beinmuskulatur nach Sportarten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268656