Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Der transatlantische Sklavenhandel. Herkunft der Schiffe, Stationen der Reise und der Einfluss ausländischer Institutionen auf die afrikanische Ökonomie und Gesellschaft

Titel: Der transatlantische Sklavenhandel. Herkunft der Schiffe, Stationen der Reise und der Einfluss ausländischer Institutionen auf die afrikanische Ökonomie und Gesellschaft

Bachelorarbeit , 2022 , 62 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Armin Wittwer (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Intention dieser Arbeit ist es, neben der zeitlichen Abgrenzung, dem Aspekt des Menschlichen und der wirtschaftlichen Dimension, den transatlantischen Sklavenhandel, die wichtigsten Einschiffungs- und Ausschiffungsregionen afrikanischer Sklaven sowie die sogenannten „Middle Passage“ - die mittlere Etappe der typischen Sklavenhandelsreise - zu skizzieren. In ökonomischer Hinsicht soll untersucht werden, ob und wie ausländische Institutionen, welche für den Sklavenhandel etabliert wurden, noch heute Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung afrikanischer Länder haben. Ein Großteil der Forschung auf diesem Gebiet konzentriert sich primär auf die Kolonialzeit und deren Folgen. Die Kolonialzeit dauerte aber nur ca. 70 Jahre, wohingegen der von den Europäern geschaffene transatlantische Handel mit Sklaven fast 500 Jahre andauerte. Für mich ist es deshalb von größtem Interesse eben jenen Zeitraum genauer zu beleuchten und einen Überblick über die im Verhältnis kleine, aber wachsende Literatur zu geben. Das methodische Vorgehen für die Untersuchung und Beschreibung der genannten Thematiken liegt in der hermeneutischen Analyse der von mir gewählten Literatur. Die Arbeit stellt also eine zusammenfassende Inhaltsanalyse dar, in welcher ich relevante Daten bezüglich des von mir gewählten Themas aus der Literatur filtere und auf eine überschaubare Menge an Text reduziere. Dies gilt auch für den Inhalt der nachfolgenden Kapitel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Allgemeines zum Begriff „Sklaverei“ und dem Sklavenhandel

2) Der Transatlantische Sklavenhandel, 15-18Jh.

2.1 Der Dreieckshandel

2.2 Rekrutierung

2.3 Die Händler

2.4 Die grausamen Passagen

2.5 Die Sklaven in Amerika – Ankunft und Verkauf

3) Wirtschaftsgeschichtliche Analyse

3.1 Wie können Institutionen die ökonomische Effizienz einer Volkswirtschaft beeinflussen?

3.2 Auswirkungen auf die afrikanische Wirtschaft

3.3 Auswirkungen auf die politischen Institutionen in Afrika

3.4 Afrikas Wirtschaftswachstum

4) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den transatlantischen Sklavenhandel im Zeitraum von 1501 bis 1867, wobei der Fokus auf den Ursprungsregionen der Schiffe, den Handelswegen und den langfristigen Auswirkungen ausländischer Institutionen auf die afrikanische Wirtschaft und Gesellschaft liegt. Ziel der Arbeit ist es, die ökonomischen Determinanten sowie das methodische Vorgehen bei der Rekrutierung und dem Transport versklavter Menschen aufzuzeigen und zu analysieren, ob diese historischen Prozesse zur heutigen Unterentwicklung afrikanischer Staaten beigetragen haben.

  • Geografische Analyse der wichtigsten Einschiffungs- und Ausschiffungsregionen
  • Untersuchung der "Middle Passage" und ihrer sozioökonomischen Auswirkungen
  • Analyse des institutionellen Erbes des Sklavenhandels auf afrikanische Staaten
  • Wirtschaftshistorische Einordnung der Handelsrouten und Akteure
  • Kontextualisierung des Sklavenhandels im Schatten des Kolonialismus

Auszug aus dem Buch

Die grausamen Passagen

Nun, da die einzelnen Nationen, welche am Sklavenhandel beteiligt waren, benannt, die Häfen, von welchen aus Sklavenfahrten organisiert wurden, angegeben und die afrikanischen Regionen, von welchen aus Sklaven an Bord der Schiffe gebracht wurden, thematisiert wurden, akzentuiert dieses Kapitel, bevor es im nächsten um die Regionen in Amerika geht, in denen Sklaven ankamen, die sogenannte „Middle Passage“ (im folgenden MP genannt). Die Rede ist von jener Überquerung des Atlantiks, welche jeder an der Küste von Afrika gekaufte und für Amerika bestimmte Sklave durchleben musste. Zahlen und Fakten spielen in diesem Kapitel eine untergeordnete Rolle. Es wird versucht, die Erlebnisse solcher Überfahrten nach zu stellen, den mit der MP in Verbindung stehenden geschichtlichen Kontext zu umreißen und einen groben Überblick bezüglich der Verhältnisse an Bord der Schiffe zu konstruieren.

Wurden Sklavenfahrten geplant, wählten die Kaufleute zunächst ein oder auch mehrere passende Schiffe aus. Nach Auswahl der Schiffe, berechneten die Kaufleute die Anzahl der Sklaven, die ein Kapitän ankaufen sollte sowie den Platz, den jeder einzelne Sklave auf dem jeweiligen Schiff einnehmen würde. Die Händler mussten im Vorhinein Vorräte, wie zum Beispiel Wasser und Fesseln, einlagern und eine Mannschaft anheuern, die im Verhältnis zur Größe der geplanten „Fracht“ stand. Interessant ist vor allem, dass die Kaufleute ihre Schiffe nicht einfach mit einer bestimmten Menge an Geld losschicken konnten, sondern eine sogenannte „assorted cargo“ benötigten, eine ganz bestimmte Ladung an Gütern und Waren, die in einer bestimmten Region in Afrika gegen eine gewisse Anzahl von Männern, Frauen und Kindern eingetauscht werden konnte. (Richardson, 1987, S. 185-186)

Zusammenfassung der Kapitel

1) Allgemeines zum Begriff „Sklaverei“ und dem Sklavenhandel: Dieses Kapitel definiert den Sklavenhandel als historisches Phänomen und ordnet die Praxis der Sklaverei in einen breiten, zeitlich weit zurückreichenden Kontext ein.

2) Der Transatlantische Sklavenhandel, 15-18Jh.: Hier werden die historischen Ursprünge, die Handelsrouten sowie die Akteure des transatlantischen Sklavenhandels detailliert dargelegt und die Grausamkeit der "Middle Passage" anhand von Augenzeugenberichten verdeutlicht.

3) Wirtschaftsgeschichtliche Analyse: Dieses Kapitel untersucht die ökonomischen Institutionen und deren langfristige Wirkung auf die heutige wirtschaftliche Entwicklung und politische Stabilität in den betroffenen afrikanischen Regionen.

4) Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Rolle institutioneller Pfadabhängigkeiten bei der Erklärung der Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher Effizienz und historisch bedingter Unterentwicklung.

Schlüsselwörter

Transatlantischer Sklavenhandel, Middle Passage, Afrika, ökonomische Institutionen, Sklaverei, Kolonialismus, Dreieckshandel, Wirtschaftsgeschichte, Vertrauenskultur, Zwangsemigration, Institutionenökonomik, Sklavenrekrutierung, Unterentwicklung, Handelsnetzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den transatlantischen Sklavenhandel, seine historische Genese und seine sozioökonomischen Auswirkungen auf den afrikanischen Kontinent unter Einbeziehung ökonomischer Institutionentheorien.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Kernpunkten gehören die geografische Herkunft der Sklaven, die Logistik der Handelsrouten, die Bedingungen während der Überfahrt sowie die langfristigen Folgen für die afrikanische Wirtschaftsleistung und Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss von ausländischen Institutionen, die während des Sklavenhandels etabliert wurden, kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen, ob diese Mechanismen zur anhaltenden Unterentwicklung Afrikas beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Analyse der Fachliteratur sowie auf eine zusammenfassende Inhaltsanalyse historischer Daten und Dokumente.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt?

Im Zentrum steht neben der deskriptiven Darstellung des Sklavenhandels die wirtschaftsgeschichtliche Analyse der Wirkungskanäle, über die historische Prozesse bis in die heutige Zeit nachwirken.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselbegriffen charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der institutionelle Wandel, Zwangsmigration, ökonomische Effizienz, kulturelles Misstrauen und die Aufarbeitung von Kolonialgeschichte.

Warum spielt die sogenannte "Middle Passage" eine so zentrale Rolle?

Die Überfahrt war nicht nur ökonomisch riskant, sondern repräsentiert den traumatischsten Teil der Zwangsmigration, dessen unmenschliche Bedingungen tiefgreifende Auswirkungen auf die betroffenen Menschen und sozialen Gefüge hatte.

Welche Rolle spielen moderne Datenbanken in dieser Forschungsarbeit?

Datenquellen wie "Slavevoyages" dienen als fundierte Grundlage, um die geografischen Muster der erzwungenen Migration präziser zu quantifizieren und historische Mythen durch validierte Zahlen zu ersetzen.

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der transatlantische Sklavenhandel. Herkunft der Schiffe, Stationen der Reise und der Einfluss ausländischer Institutionen auf die afrikanische Ökonomie und Gesellschaft
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien
Note
2,0
Autor
Armin Wittwer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
62
Katalognummer
V1271382
ISBN (PDF)
9783346718242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sklavenarbeit Versklavung Middle Passage Transatlantische Sklavenhandel Sklavenschiff Sklavenhäfen Einfluss ausländischer Institutionen auf die afrikanische Wirtschaft Afrika Sklavenreise Nathan Nunn David Eltis David Richardson
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Armin Wittwer (Autor:in), 2022, Der transatlantische Sklavenhandel. Herkunft der Schiffe, Stationen der Reise und der Einfluss ausländischer Institutionen auf die afrikanische Ökonomie und Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271382
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  62  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum