Die folgende Seminararbeit geht der Thematik auf den Grund, welcher Kanal für das Online Retargeting, ob Banner oder Mail, zu präferieren ist und welche technischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sein müssen.
Basierend auf der Analyse der beiden Kanäle, nachdem zuvor die technischen und rechtlichen Aspekte kurz beleuchtet wurden, konnte herausgestellt werden, dass das Banner Retargeting zwar potenziell eine höhere Reichweite verspricht. Auf der anderen Seite reduziert jedoch die Nutzung von Ad Blockern die Sichtbarkeit von Bannern bei vielen Nutzer*innen. E-Mail Retargeting kann dagegen spezifischer und individueller auf Kundenbedürfnisse einwirken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff „Retargeting“
2.1 Definition und Funktionsweise des Retargetings
2.2 Rechtliche und technische Voraussetzungen
3. Kanäle für Retargeting
3.1 Banner Retargeting
3.2 E-Mail Retargeting
4. Wirkung und Einordnung des Retargetings
5. Fazit und Handelsempfehlungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen Vergleich zwischen E-Mail- und Banner-Retargeting zu ziehen, um zu bestimmen, welcher Kanal unter Berücksichtigung technischer und rechtlicher Rahmenbedingungen zu präferieren ist.
- Begriffsdefinition und Funktionsweise von Retargeting
- Technischen Anforderungen und rechtliche Aspekte (DSGVO)
- Analyse von Banner-Retargeting
- Analyse von E-Mail-Retargeting
- Wirkungsanalyse im Kontext der Customer Journey
Auszug aus dem Buch
Banner Retargeting
Der beliebteste Kanal Retargeting-Anzeigen zu nutzen, ist über die sogenannten Display-Banner, die auf weiteren Webseiten auf denen der Nutzer surft, ausgeliefert werden. Die gängigste Plattform ist das Google Ads Displaynetzwerk, in diesem Kontext ist anstelle des Wortes Retargeting häufig die Rede vom Ausdruck Remarketing, was nichts weiter als ein Synonym darstellt. Anders als normale Google Ads Anzeigen, erscheinen die Remarketing-Anzeigen nur nach bereits erfolgtem Kontakt mit der Webseite des Werbetreibenden.
Diese Banner-Anzeigen erscheinen dann auf anderen Webseiten im weiteren Verlauf der Web-Suche der Nutzer*innen, vorausgesetzt sie entsprechen den vorab festgelegten Bedingungen der Remarketing-Liste. Beispielsweise werden ausschließlich Besucher einer bestimmten Webseite mit Banner-Anzeigen angesprochen. Zusätzlich zu einer Steigerung der Conversion-Rate entsteht laut Kolell durch Display-Banner bei Webseite-besucher*innen unterbewusst der Eindruck, dass ein Unternehmen im Internet omnipräsent und relevant ist (Kolell, 2011, S.359).
Die umfangreichen Einstellungsoptionen machen es im Displaynetzwerk möglich, die Werbung z.B. auf Themen, Placements (ausgewählte Webseiten) oder bestimmte Mobile Apps einzuschränken (Google Ads Hilfe). Dies spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung einer Remarketing-Kampagne, da thematisch nicht passende Webseiten, auf denen die Banner ausgespielt werden, sich negativ auf das Image des Werbetreibenden auswirken können.
Darüber hinaus bietet Google ads die Möglichkeit des dynamischen Remarketings an. Dabei werden Display Anzeigen personalisiert, je nachdem, welche Produkte oder Dienstleistungen die Nutzer*innen auf der Seite angesehen haben und sind somit Bestandteil der dritten Stufe des Retargetings (vgl. Kapitel 2.1).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz des Retargetings im Marketing dar, formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Wahl zwischen E-Mail- und Banner-Retargeting und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Der Begriff „Retargeting“: Dieses Kapitel definiert Retargeting als Instrument des digitalen Marketings und erläutert dessen Funktionsstufen sowie die rechtlichen und technischen Grundlagen, insbesondere in Bezug auf Cookie-Tracking und DSGVO.
2.1 Definition und Funktionsweise des Retargetings: Dieser Abschnitt ordnet Retargeting als Marketinginstrument ein und beschreibt die drei Funktionsstufen sowie die Notwendigkeit von bereits vorhandenem Traffic.
2.2 Rechtliche und technische Voraussetzungen: Hier wird der Prozess des Cookie-Trackings und die Einbindung von Code-Snippets unter Berücksichtigung von Anonymisierung und der DSGVO-konformen Einwilligung beleuchtet.
3. Kanäle für Retargeting: Dieses Kapitel analysiert die zwei primären Retargeting-Kanäle, Banner und E-Mail, im Hinblick auf deren spezifische Ausgestaltung und Einsatzmöglichkeiten.
3.1 Banner Retargeting: Dieser Abschnitt beleuchtet das Google Displaynetzwerk als Kanal für Remarketing-Anzeigen und analysiert die Vor- und Nachteile sowie Einstellungsmöglichkeiten für Werbetreibende.
3.2 E-Mail Retargeting: Dieses Kapitel erläutert, wie E-Mail-Retargeting durch Trigger-Mails funktioniert und welche Vorteile dies im Vergleich zu Werbebannern bietet, insbesondere hinsichtlich Ad-Blockern.
4. Wirkung und Einordnung des Retargetings: Dieser Teil befasst sich mit der psychologischen und ökonomischen Wirkung von Retargeting entlang der Customer Journey sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Datenschutzbedenken.
5. Fazit und Handelsempfehlungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Werbetreibenden die Empfehlung, die Wahl des Kanals individuell zu bewerten sowie stets die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten.
Schlüsselwörter
Retargeting, Remarketing, E-Mail-Marketing, Banner-Marketing, Display-Werbung, Customer Journey, Conversion-Rate, Cookie-Tracking, DSGVO, Ad-Blocker, Trigger-Mails, Online-Marketing, Datenschutz, Nutzerverhalten, Performance-Marketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Thema Online-Retargeting und vergleicht die Ansätze via E-Mail und Banner, um zu klären, welcher Kanal unter welchen Bedingungen bevorzugt werden sollte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Definition des Retargetings, den rechtlichen Anforderungen, insbesondere der DSGVO, sowie einer Analyse der Kanäle Banner und E-Mail.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die Vor- und Nachteile der beiden Kanäle für Werbetreibende gegenüberzustellen und eine Handlungsempfehlung für die Marketing-Strategie abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und einer Untersuchung der technischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen des Online-Targetings.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition, die Analyse der spezifischen Kanäle (Banner/Mail) und die kritische Bewertung der Wirkung im Hinblick auf die Customer Journey und Datenschutzaspekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Online-Retargeting, Conversion-Optimierung, DSGVO-Konformität, E-Mail-Marketing und Banner-Performance beschreiben.
Wie unterscheiden sich Banner- und E-Mail-Retargeting hinsichtlich der Ad-Blocker-Problematik?
Während Banner-Retargeting häufig durch Ad-Blocker in der Sichtbarkeit eingeschränkt wird, ist E-Mail-Retargeting davon nicht betroffen und wird oftmals als weniger störend wahrgenommen.
Welche Rolle spielt die DSGVO für die Umsetzung einer Retargeting-Strategie?
Nach der Einführung der DSGVO im Jahr 2018 müssen Unternehmen zwingend eine aktive Zustimmung der Nutzer für das Setzen von Cookies einholen, was die technische Umsetzung von Retargeting direkt beeinflusst.
Was versteht man unter dem in der Arbeit beschriebenen „Trigger-Mail“?
Trigger-Mails sind eine spezielle Form des E-Mail-Retargetings, bei denen der Versand der E-Mail durch ein spezifisches Ereignis (z.B. Abbruch eines Warenkorbs oder Registrierung)automatisiert ausgelöst wird.
- Arbeit zitieren
- Fabian Muth (Autor:in), 2022, Online Retargeting per E-Mail oder Banner. Rechtliche und technische Möglichkeiten und Gegenüberstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271633