The sources of international investment law are discussed, as well as the distinguishing characteristics of this area of international law in comparison to general international law. The predominance of bilateral investment treaties in investment relations raises various problems about the linkages between investment and non-investment treaties. In such situations, no investment tribunal has exonerated a party from its investment duties, nor has it considerably lowered the amount of compensation to be paid to the damaged party.
In the formative phase of international investment law, particularly in the oil concession arbitrations and in the pre-BIT era, general principles of law played an important role (such as in the Iran-US Claims Tribunal). According to recent empirical investigations, they are mainly ignored by today's arbitral tribunals. The intrinsic ambiguity of this source of law may explain the relative insignificance of general rules in contemporary investment jurisprudence.
Article 53 of the Vienna Convention, which deals with jus cogens, and Article 103 of the United Nations Charter, which deals with the primacy of the Charter's duties over investment treaties, Although writers' writings are considered a "secondary" source of international law, investment courts frequently consult them. Unlike the International Court of Justice, the World Trade Organization Appellate Body, and the European Court of Human Rights, which seldom resort to writers' opinions, investment arbitrators usually refer to scholarly literature
In this chapter, we examine the distinctive features of the sources of international investment law and how they relate to relationships between host states and foreign investors. Article 38 of the International Court of Justice's Statute of Justice defines the list of sources of general international law. As discussed in this chapter, not all rules of public international law are relevant to relationships with host states or foreign investor.
Inhaltsverzeichnis
Introduction
I. TREATIES
II. INTERNATIONAL CUSTOMARY LAW
III. GENERAL PRINCIPLES OF LAW
IV. JUDICIAL DECISIONS
V. SCHOLARLY WRITINGS
VI. SOFT LAW
VII. RELATIONSHIPS BETWEEN SOURCES OF INVESTMENT LAW
VIII. CONCLUDING REMARKS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Rechtsquellen des internationalen Investitionsrechts und analysiert deren Anwendung sowie das Zusammenspiel bei der Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und ausländischen Investoren.
- Analyse der Bedeutung von bilateralen Investitionsschutzverträgen (BITs) als primäre Rechtsquelle.
- Untersuchung der Rolle von internationalem Gewohnheitsrecht und allgemeinen Rechtsgrundsätzen.
- Bewertung der präjudiziellen Bedeutung von früheren Schiedssprüchen und gerichtlichen Entscheidungen.
- Diskussion der Wechselwirkungen zwischen Investitionsschutzverträgen und anderen internationalen Abkommen (z. B. Menschenrechte).
- Einordnung von "Soft Law" und gelehrter Literatur als subsidiäre Bestimmungsmittel im Investitionsschiedsverfahren.
Auszug aus dem Buch
JUDICIAL DECISIONS
Decisions of international courts and the International Court of Justice (ICJ) shape the law-making process and have a significant impact on international law events. Article 38(1)(d) of the ICJ Statute provides that judicial decisions constitute "subsidiary means for the determination of rules of law". ICJ Article 59 of the ICJ Statute and Article 1136 of the NAFTA, for example, clearly reject the doctrine of precedent in international law and investment tribunals have emphasized that they're not bound by awards rendered by other courts. At this point, there's no rule of precedent in normal international law; neither is there any within the particular ICSID system for the settlement of disputes between one state party to the Convention and another state party. Investment tribunals are likely to follow the accumulation of rulings on the same material (in similar circumstances) and constantly develop jurisprudence to increase stability and predictability in this sphere. ICJ Statute and Article 1136 of the NAFTA clearly reject the doctrine of precedent in international law.
Zusammenfassung der Kapitel
Introduction: Einleitende Betrachtung der rechtlichen Grundlagen im Investitionsschutzrecht.
I. TREATIES: Erläutert die Vorrangstellung von spezifischen Verträgen bei Konflikten und die Auslegung nach der Wiener Vertragsrechtskonvention.
II. INTERNATIONAL CUSTOMARY LAW: Analysiert die Bedeutung gewohnheitsrechtlicher Normen, wenn keine bilateralen Verträge vorhanden sind, und deren Beziehung zur Staatspraxis.
III. GENERAL PRINCIPLES OF LAW: Untersucht die Rolle allgemeiner Rechtsgrundsätze als Lückenfüller und deren abnehmende Bedeutung in der modernen Investitionsrechtsprechung.
IV. JUDICIAL DECISIONS: Diskutiert die rechtliche Natur von Präzedenzfällen und die Bedeutung von vorherigen Schiedssprüchen für die Entscheidungspraxis.
V. SCHOLARLY WRITINGS: Beleuchtet die Funktion der akademischen Literatur als subsidiäres Mittel zur Interpretation internationaler Rechtsnormen.
VI. SOFT LAW: Beschreibt den Einfluss von nicht rechtlich bindenden Richtlinien, wie etwa den IBA-Guidelines, auf das Verhalten von Schiedsrichtern.
VII. RELATIONSHIPS BETWEEN SOURCES OF INVESTMENT LAW: Analysiert die hierarchischen Verbindungen und potenziellen Widersprüche zwischen den verschiedenen Rechtsquellen.
VIII. CONCLUDING REMARKS: Fasst zusammen, dass Völkerrecht im Investitionsbereich stark durch die Interpretation der Schiedsgerichte und deren selektive Nutzung von Präzedenzfällen geprägt ist.
Schlüsselwörter
Internationales Investitionsrecht, Bilaterale Investitionsschutzverträge, Schiedsgerichtsbarkeit, Internationale Rechtsquellen, Gewohnheitsrecht, Wiener Vertragsrechtskonvention, Investitionsschutz, Präzedenzfall, ICSID, Völkerrecht, Staatsverantwortlichkeit, Jus Cogens, Menschenrechte, Soft Law, Schiedsspruch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse der verschiedenen Rechtsquellen, die im internationalen Investitionsrecht zur Anwendung kommen, und wie diese die Praxis der Schiedsgerichte bestimmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen Verträge, internationales Gewohnheitsrecht, allgemeine Rechtsgrundsätze, richterliche Entscheidungen, wissenschaftliche Literatur sowie das Verhältnis dieser Quellen zueinander.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Hierarchie und das Zusammenspiel der Rechtsquellen im Kontext der Beziehungen zwischen Gaststaaten und ausländischen Investoren aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von internationalen Abkommen, Schiedssprüchen, einschlägigen Rechtsvorschriften wie dem IGH-Statut sowie aktueller Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Verträgen, Gewohnheitsrecht und richterlichen Entscheidungen, wobei besonders auf die Problematik widersprüchlicher Regelungen eingegangen wird.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Investitionsschutzverträge, Schiedsgerichtsbarkeit, Völkerrecht, Präzedenzfälle und die Auslegung von Investitionsstreitigkeiten.
Warum wird im Dokument die Rolle der richterlichen Präzedenzfälle kritisch hinterfragt?
Obwohl im Völkerrecht formell keine Bindung an Präzedenzfälle besteht, zeigt die Arbeit auf, dass Investitionsgerichte in der Praxis dennoch auf eine "de facto"-Praxis von Präzedenzfällen zurückgreifen, um Stabilität zu schaffen.
Welchen Stellenwert haben allgemeine Rechtsgrundsätze im modernen Investitionsrecht?
Die Autorin stellt fest, dass allgemeine Rechtsgrundsätze trotz ihrer theoretischen Wichtigkeit in modernen Schiedsverfahren eher eine untergeordnete Rolle spielen und oft nur als ergänzende Argumente dienen.
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- Abera Milkessa (Author), Article Review on Sources of International Investment Law, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273605