Das Ziel dieser Arbeit einen Einblick in das Grundwissen, die Möglichkeiten und Risiken von Smart-Homes zu geben. Die im Jahre 2021 veröffentlichte Studie von Splendid Research hat aufgezeigt, dass innerhalb eines Jahres der prozentuale Anteil der Smart-Home Anwendungen, die genutzt wurden von 46 auf 40% gesunken ist. Zeitgleich aber wuchs die Zahl der Nutzer, die die ganzen Möglichkeiten der Anwendungen nutzen von 12 auf 18%.
Das eigene Zuhause wird für viele Menschen zum Lebensmittelpunkt, was mit steigenden Ansprüchen und Ansprüchen an die Lebensqualität einhergeht. Darüber hinaus fordern Verbraucher mehr Sicherheit, niedrigere Strom- und Gesundheitskosten sowie mehr Komfort in ihrem täglichen Leben. Diese Bedürfnisse stellen Marktchancen dar. Jüngste Innovationen in der Sensortechnologie, Analysetools und Touchscreens sowie das ständig wachsende Netzwerk von Objekten haben die Entwicklung neuer Lösungen im Bereich Smart-Home ermöglicht, um diese Möglichkeiten nutzen zu können.
Während es eine Fülle an wissenschaftlicher Literatur zu verwandten Themen wie Smart Grids gibt, wurde Smart-Home nicht im gleichen Maße untersucht. Bisher hat die Forschung Smart-Home hauptsächlich aus technischer Perspektive analysiert, aber selten soziale Organisation oder wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Smart-Home -Produkten und Beschreibungen einiger spezifischer Smart-Home-Geschäftsmodelle. Eine umfassende systematische Darstellung der Servicemöglichkeiten in der Smart-Home-Region fehlt jedoch.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
2 Literaturrecherche
2.1 Methodik
2.2 Literatur Review
3 Grundlagen intelligenter, smarter Systeme
3.1 Definition „Smart-Home“
3.2 Technische Grundlagen und Umsetzung
3.3 Bestandteile und Anwendungsfunktionen
3.3.1 Energiemanagement
3.3.2 Entertainment mit Komfort
3.3.3 Sicherheit
3.3.4 Ambient Assisted Living
3.3.5 Komfort und Wellness
4 Chancen und Risiken
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Einblick in das Grundwissen sowie in die vielfältigen Möglichkeiten und bestehenden Risiken von Smart-Home-Systemen zu geben, um deren komplexe Anwendung und Nutzung verständlich aufzuarbeiten.
- Grundlagen und Definition von Smart-Home-Technologien
- Technische Umsetzungsstrategien und Gebäudeautomation
- Anwendungsbereiche wie Energiemanagement, Sicherheit und Ambient Assisted Living
- Analyse der Chancen durch technologischen Fortschritt und Effizienz
- Kritische Würdigung von Sicherheitsrisiken und Marktbarrieren
Auszug aus dem Buch
3.3.3 Sicherheit
Der Sicherheitsfaktor eines Gebäudes beschreibt nicht nur den Diebstahlschutz, sondern auch andere Gefahren, Schäden und Risiken, wie beispielsweise Brand-, Schimmel- oder Wasserschäden. Hier kann die Automatisierung von Gebäuden einen Beitrag leisten.
Darüber hinaus ist auch die Datensicherheit wichtig. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik für 2015 stieg die Zahl der Einbruchdiebstähle in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 %. Mehr als 40 % der Einbruchsversuche scheitern jedoch, auch aufgrund der zunehmenden Sicherheitstechnik in Haus und Wohnung (Karolin Wisser, 2018, S.19). Neben mechanischen Schutzmaßnahmen (z. B. Tür- und Fenster-Diebstahlsicherungen) gibt es im Rahmen der Gebäudeautomation auch elektronische Maßnahmen (Frank Völkel, 2015, S. 103-104). Nach Völkel et al. Simuliert die Anwesenheit, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind, zum Beispiel auf langen Reisen. Anwesenheit wird durch automatische Licht- und Schattensteuerung simuliert. Dies kann mit einfacher Zeitsteuerung oder mit komplexen, unauffälligen Szenen erfolgen (Frank Völkel, 2015, S. 119).
Auch eine Videoüberwachung des Bereichs vor der Eingangstür oder des gesamten Grundstücks kann zur Abschreckung von Einbrechern eingesetzt werden (Frank Völkel, 2015, S. 105, 110). Nach Völkel et al. Datenschutz wird hier großgeschrieben: In der Regel können weder öffentliche Plätze noch die umliegenden Quartiere videoüberwacht werden. Aufgenommene Videos und Fotos werden in einem zentralen Netzwerkspeicher oder Cloud, einem externen Speicherplatz im Internet gespeichert. In beiden Fällen können die Daten auch mobil eingesehen werden, um das Zuhause zu überwachen (Frank Völkel, 2015, S. 111-112). Eine weitere Möglichkeit zur Diebstahlprävention ist die Aktivierung bereits vorhandener Sensoren, die auch zur Fenster- oder Lichtsteuerung eingesetzt werden (Frank Völkel, 2015, S. 103-118). Fensterkontakte oder Bewegungsmelder reagieren auf anormale Ereignisse, sobald eine Sicherheitsfunktion oder Alarmanlage aktiviert wird (Frank Völkel, 2015, S. 103-118).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das kontinuierliche Wachstum des Internets und identifiziert das Smart-Home als aufkommenden Massenmarkt, wobei sie die Notwendigkeit sicherer Betriebsstrategien hervorhebt.
2 Literaturrecherche: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise zur Erhebung des aktuellen Forschungsstandes mittels wissenschaftlicher Datenbanken und definiert die verwendeten Schlüsselbegriffe.
3 Grundlagen intelligenter, smarter Systeme: Hier werden die Definition von Smart-Home-Systemen, technische Schichtenmodelle sowie spezifische Anwendungsgebiete wie Energieeffizienz, Unterhaltung und Sicherheit detailliert dargestellt.
4 Chancen und Risiken: Es wird analysiert, wie Smart-Home-Technologien zur Lebensqualität und Effizienz beitragen, während gleichzeitig Nachteile wie Marktkomplexität, Kompatibilitätsprobleme und Sicherheitsbedrohungen diskutiert werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Smart-Home-Systeme zwar großes Potenzial für verschiedene Lebensbereiche bieten, ihre Verbreitung jedoch aufgrund von Nutzerdiversität und Interessenskonflikten aktuell noch gehemmt wird.
Schlüsselwörter
Smart-Home, Gebäudeautomation, Internet of Things, Energiemanagement, Sicherheitstechnik, Ambient Assisted Living, Vernetztes Wohnen, Digitalisierung, Nutzerakzeptanz, Datenschutz,Smart Living, Gebäudeautomation, Vernetzung, Smarte Technologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Smart-Homes, untersucht dessen technologische Grundlagen und beleuchtet sowohl die Vorteile für den Nutzer als auch die ökonomischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Smart-Home-Marktes, den technischen Möglichkeiten der Gebäudeautomation, Sicherheitsaspekten sowie der Unterstützung älterer Menschen durch Ambient Assisted Living.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das notwendige Basiswissen sowie die Chancen und Risiken zu geben, die mit der Implementierung smarter Systeme im privaten Wohnraum einhergehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturrecherche, bei der Fachdatenbanken wie Google Scholar und IEEE Xplore herangezogen wurden, um den aktuellen Forschungsstand zu eruieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, die verschiedenen Anwendungsfunktionen wie Energiemanagement, Unterhaltung und Sicherheit sowie eine kritische Bewertung der Marktchancen und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Smart-Home, Gebäudeautomation, IoT, Datenschutz, Energieeffizienz und Ambient Assisted Living maßgeblich bestimmt.
Welche Rolle spielt die Sicherheit bei der Nutzung von Smart-Home-Systemen?
Sicherheit ist ein zentraler Aspekt, der sowohl den Schutz vor Einbrüchen und Gefahren wie Brand oder Wasser als auch die Datensicherheit bei der Vernetzung von Geräten im Internet umfasst.
Warum ist das Thema Ambient Assisted Living in der Arbeit enthalten?
Es dient dazu aufzuzeigen, wie intelligente Gebäudeautomation den demografischen Wandel unterstützen kann, indem sie Senioren und pflegebedürftigen Menschen ein sichereres und selbstbestimmteres Wohnen ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Hilla Klingenberg (Autor:in), 2022, Möglichkeiten und Risiken der Smart-Home-Technologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274009