Die Zielsetzung dieser Arbeit ist, das betriebliche Rechnungswesen als Informationsinstrument darzustellen, das für die umfassende und korrekte Informationserfassung, -aufbereitung und -weitergabe verantwortlich ist. Es soll die unternehmerische Wichtigkeit und Nützlichkeit für den internen Informationsadressaten, das Management und für seine Planungs-, Kontroll- und Dokumentationsprozesse dargestellt werden. Ebenso sollen die externen Informationsadressaten mit der Umsetzung ihrer Informationsbedürfnisse geschildert werden.
Mit dieser Zielformulierung sollen die folgenden Leitfragen beantwortet werden: Wie erfüllt das Rechnungswesen seine Unternehmensaufgabe bezüglich der internen und externen Informationsadressaten? Wie werden Informationen und Daten dokumentiert und geordnet und wie werden mit Berechnungen Aussagen und neue Ergebnisse über die Betriebsprozesse erzielt? Welchen Beitrag leisten die erhaltenen Ergebnisse zu den weiteren unternehmerischen Aufgaben und Pflichten? Welche Informationen sind für die externen Adressaten von Bedeutung?
Inhalt
1 Einleitung
1.1 Thema
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Aufbau
2 Aufgaben im Rechnungswesen
2.1 Bereiche im Rechnungswesen
2.2 Grundbegriffe Rechnungswesen
3 Pflicht zur Buchführung
3.1 Aufbewahrungsfristen in der Buchführung
3.2 Ordnungsgemäße Buchführung
3.3 Prinzip der doppelten Buchführung
4 Aufgaben internes Rechnungswesen, Betriebsbuchhaltung
4.1 Klassische Kostenrechnung
4.2 Kostenartenrechnung
4.2.1 Personalkosten
4.2.2 Materialkosten
4.3 Kostenstellenrechnung
4.4 Kostenträgerrechnung
5 Aufgaben externes Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung
5.1 Offenlegungspflichten für Unternehmen
5.2 Offenlegung Jahresabschluss, Bilanz, GuV-Rechnung, Anhang
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient dazu, das betriebliche Rechnungswesen als zentrales Informationsinstrument darzustellen, welches die interne Steuerung durch Management-Planungs- und Kontrollprozesse unterstützt sowie externe Informationsbedürfnisse durch gesetzlich vorgeschriebene Abschlüsse befriedigt.
- Grundlagen und Aufgabenbereiche des internen und externen Rechnungswesens
- Gesetzliche Verpflichtungen zur Buchführung und ordnungsgemäße Buchführungsgrundsätze
- Methoden der Kostenrechnung (Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung)
- Strukturen und Offenlegungspflichten des Jahresabschlusses (Bilanz, GuV, Anhang)
Auszug aus dem Buch
3.3 Prinzip der doppelten Buchführung
Ist für ein Unternehmen die Verpflichtung zur Buchführung nach dem HGB oder der AO gegeben, so muss eine doppelte Buchführung durchgeführt werden (vgl. Kapitel 3 Pflicht zur Buchführung, Seite 5). In dem anderen Fall ist eine einfache Buchführung ausreichend. Die Buchführung stellt eine Tätigkeit dar, die das Aufzeichnen aller quantitativen Geschäftsfälle umfasst. Die einfache Buchführung umfasst nur eine Buchung je Geschäftsfall. Darstellungsweise ist meist das Kassenbuch. Hier werden die einzelnen Geschäftsfälle in absteigender Reihenfolge mit den dazugehörigen Buchungen eingetragen.
Bei der doppelten Buchführung wird ein Konto in T-Form erstellt mit den beiden Seiten: links das „Soll“ und rechts das „Haben“ (siehe Abb. 1: Doppelte Buchführung). In diesem Kontext bedeutet ein Soll einen Abfluss von Geld und ein Haben einen Zufluss.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit, wobei das Rechnungswesen als essenzielles Informationsinstrument definiert wird.
2 Aufgaben im Rechnungswesen: Das Kapitel differenziert zwischen dem externen Rechnungswesen für Gläubiger/Behörden und dem internen Rechnungswesen für das Management und erläutert wichtige Grundbegriffe.
3 Pflicht zur Buchführung: Hier werden die gesetzlichen Buchführungspflichten nach HGB und AO sowie die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung und das Prinzip der doppelten Buchführung detailliert dargelegt.
4 Aufgaben internes Rechnungswesen, Betriebsbuchhaltung: Dieser Hauptteil beleuchtet die Kostenrechnung mit ihren Stufen der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung als Instrument zur Wirtschaftlichkeitskontrolle.
5 Aufgaben externes Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung: Das Kapitel behandelt die Offenlegungspflichten von Unternehmen sowie die Struktur des Jahresabschlusses bestehend aus Bilanz, GuV-Rechnung und Anhang.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse über die Verknüpfung der internen Dokumentationsaufgaben mit den externen Berichtspflichten für den Unternehmensabschluss.
Schlüsselwörter
Rechnungswesen, Buchführung, Bilanz, Kostenrechnung, GuV-Rechnung, Finanzbuchhaltung, HGB, Jahresabschluss, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Offenlegungspflicht, Betriebswirtschaft, Soll, Haben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Rechnungswesen als zentrales Informationsinstrument, das sowohl interne Entscheidungsprozesse des Managements unterstützt als auch externe Informationsbedürfnisse durch den Jahresabschluss erfüllt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Buchführungspflichten, die Struktur des internen Rechnungswesens (Betriebsbuchhaltung) sowie die Gestaltung und Offenlegung des externen Jahresabschlusses (Finanzbuchhaltung).
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Rechnungswesen Daten dokumentiert, ordnet und mittels Berechnungen neue Erkenntnisse über Betriebsprozesse für interne und externe Adressaten gewinnt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur aus dem Bereich Betriebswirtschaftslehre sowie gesetzlicher Vorschriften wie HGB und AO basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Buchführungspflichten, die spezifischen Bereiche der Kostenrechnung und die rechtlichen Anforderungen an Inhalt und Offenlegung eines Jahresabschlusses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Rechnungswesen, Kostenrechnung, Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV), Offenlegungspflicht und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB).
Wann ist ein Unternehmen zur doppelten Buchführung verpflichtet?
Eine Pflicht zur doppelten Buchführung besteht, wenn das Unternehmen laut HGB oder AO als Buchführungspflichtiger klassifiziert ist, etwa bei kaufmännischer Größe oder Überschreiten gewisser Umsatz- und Gewinngrenzen.
Was unterscheidet Einzelkosten von Gemeinkosten?
Einzelkosten können einem Kostenträger direkt zugerechnet werden, während Gemeinkosten keine direkte Zurechenbarkeit aufweisen und daher über spezifische Verteilungsschlüssel im Betriebsabrechnungsbogen (BAB) umgelegt werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Alexander Bracko (Autor:in), 2022, Das betriebliche Rechnungswesen als Informationsinstrument, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1275160