Welche Möglichkeiten gibt es, den Wert eines Unternehmens möglichst objektiv zu ermitteln?
Täglich werden weltweit unzählige Unternehmensbewertungen erstellt, aus unterschiedlichsten Anlässen und mit Hilfe ebenso verschiedener Formen beziehungsweise Methoden. Die üblichen und möglichen Formen sowie Anlässe einer Unternehmensbewertung möchte ich in dieser schriftlichen Ausarbeitung darstellen.
Die vorliegende Arbeit ist in fünf Kapitel unterteilt. Nach der Einleitung folgt im zweiten Kapitel die begriffliche – systematische Grundlegung. Hierbei wird der Begriff der Bewertung und der Begriff des Unternehmens kurz beleuchtet. Im Kapitel 3 wird auf die unterschiedlichen Bewertungsanlässe eingegangen. Im anschließenden Kapitel 4 werden die verschiedenen Formen der Unternehmensbewertung vorgestellt: die Einzelbewertungsverfahren, die Mischverfahren und die Gesamtbewertungsverfahren. Zum Schluss werden in Kapitel 5 die wichtigsten Punkte und Erkenntnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begrifflich – systematische Grundlegung
2.1 Der Begriff der Bewertung
2.2 Der Begriff des Unternehmens
3 Bewertungsanlässe
4 Formen der Unternehmensbewertung
4.1 Einzelbewertungsverfahren
4.1.1 Substanzwertverfahren
4.1.2 Liquidationswertverfahren
4.2 Mischverfahren
4.2.1 Mittelwertverfahren
4.2.2 Übergewinnverfahren
4.3 Gesamtbewertungsverfahren
4.3.1 Ertragswertmethode
4.3.2 Discounted Cash – flow – Modelle
4.3.3 Multiplikatorenverfahren
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über verschiedene Methoden der Unternehmensbewertung zu geben, um deren Anwendbarkeit bei unterschiedlichen Bewertungsanlässen, wie etwa Unternehmenskäufen, zu verdeutlichen.
- Grundlegende Begriffsbestimmung von Bewertung und Unternehmen.
- Analyse relevanter Bewertungsanlässe in Theorie und Praxis.
- Systematische Einordnung von Einzel-, Misch- und Gesamtbewertungsverfahren.
- Detaillierte Betrachtung von DCF-Modellen und der Ertragswertmethode.
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Substanzwertverfahren
Der grundsätzliche Gedanke des Substanzwertverfahrens geht von einer Weiterführung des Unternehmens aus. Der Wert des Unternehmens errechnet sich anhand des Betrages, den man für ein vergleichbares Unternehmen aufbringen müsste. Es wird überlegt, welche Ausgaben anfallen würden, um das Unternehmen auf der „grünen Wiese“ wieder zu errichten (Reproduktionswert). Von diesem Betrag werden nun die Schulden des Unternehmens abgezogen.
Reproduktionswert des betriebsnotwendigen Vermögens
- Wert der Schulden
= Unternehmenswert auf Basis des Substanzwertverfahren
Dabei kann entweder vom Teil- oder vom Vollreproduktionswert ausgegangen werden. Beim Vollreproduktionswert werden insbesondere auch die immateriellen Vermögenswerte berücksichtigt (z.B. Mietrechte und Patentrechte). Da diese Werte oftmals nur geschätzt werden können, wird in der Praxis oft das Teilreproduktionswertverfahren, welches die immateriellen Vermögenswerte vernachlässigt, angewandt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Unternehmensbewertung ein und erläutert den Aufbau der schriftlichen Ausarbeitung.
2 Begrifflich – systematische Grundlegung: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Begriffe „Bewertung“ und „Unternehmen“ aus betriebswirtschaftlicher Sicht.
3 Bewertungsanlässe: Dieses Kapitel identifiziert verschiedene Gründe für eine Unternehmensbewertung, wie sie im Lebenszyklus eines Unternehmens oder durch rechtliche Anforderungen auftreten.
4 Formen der Unternehmensbewertung: Hier werden die methodischen Kategorien der Einzel-, Misch- und Gesamtbewertungsverfahren detailliert vorgestellt und gegenübergestellt.
5 Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, bei der Wahl des Verfahrens immer die Plausibilität und den spezifischen Anlass zu prüfen.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Substanzwertverfahren, Liquidationswertverfahren, Ertragswertmethode, Discounted Cashflow, Multiplikatorenverfahren, Anlagewert, Eigenkapital, Fremdkapital, Unternehmenswert, Bewertungsmethode, Kapitalfluss, Mischverfahren, Übergewinnverfahren, Finanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Formen und Methoden der Unternehmensbewertung, die zur Ermittlung des Unternehmenswertes eingesetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die begrifflichen Grundlagen, die verschiedenen Anlässe für Bewertungen sowie eine systematische Kategorisierung der Bewertungsverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über Methoden wie das Substanzwert-, Misch- und Gesamtbewertungsverfahren zu geben und deren Eignung für verschiedene praktische Kontexte zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Standards und Methoden für die Unternehmensbewertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Einzelbewertungsverfahren, Mischverfahren und Gesamtbewertungsverfahren, inklusive der DCF-Modelle und Multiplikatoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Unternehmensbewertung, Substanzwert, Ertragswert, Cashflow, DCF-Modelle und Mischverfahren stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Was unterscheidet das Mittelwertverfahren von anderen Methoden?
Beim Mittelwertverfahren wird der Unternehmenswert als arithmetisches Mittel aus dem Substanzwert und dem Ertragswert bestimmt, um beide Perspektiven kombiniert zu berücksichtigen.
Warum wird das Multiplikatorenverfahren in der Praxis häufig genutzt?
Es wird als recht einfache Form der Wertermittlung geschätzt, die ideal für eine erste überschlägige Einschätzung dient, obwohl sie wissenschaftlich aufgrund des fehlenden theoretischen Fundaments kritisiert wird.
- Arbeit zitieren
- Johannes Nass (Autor:in), 2016, Formen der Unternehmensbewertung. Einzelbewertungsverfahren, Mischverfahren, Gesamtbewertungsverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1275668