Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

„Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“

Wissenschaftliche Analyse dieser Sätze der SÄKULAREN BUSKAMPAGNE sowie des Satzes "There's probably no God" der ATHEIST BUS CAMPAIGN

Title: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“

Scientific Essay , 2009 , 43 Pages

Autor:in: Mag. Georg Schilling (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Satz "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott" der "Säkularen Buskampagne" in D wirft spannende Fragen auf:

Kann besagter Satz überhaupt (!) widerlegt werden? Grenzt [sic!] Wahrscheinlichkeit - aus wissenschaftlich-seriöser Sicht - an Sicherheit? Welchen Wahrscheinlichkeitsbegriff meinen die AutorInnen besagten Satzes ? Welchen "Gottes"-Begriff avisieren die AutorInnen der Sätze? Dürfen - aus wissenschaftlicher Sicht - graduelle (zB Wahrscheinlichkeit) und ja/nein-Begriffe (zB Sicherheit) in einem Satz vermengt werden aus seriös-wissenschaftlicher Sicht?

In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird versucht, klare und verständliche Antworten, die sich einem seriös-wissenschaftlichen Anspruch verpflichtet fühlen, zu geben. Überdies wird auf den Satz "There's probably no God" der ATHEIST BUS CAMPAIGN im Vereinigten Königreich nüchtern, sachlich und fachlich sowie aus seriös-wissenschaftlicher Sicht eingegangen sowie Unterschiede zwischen den Sätzen der d SÖKULAREN BUSKAMPAGNE und der ATHEIST BUS CAMPAIGN im Vereinigten Königreich behandelt.

Um der Leserin/dem Leser auch den sonstigen, im Alltagsgebrauch der Jurisprudenz in D und Ö etwa, im Speziellen des d und ö Kriminalrechts ("Strafrechts"), vorkommenden, aus seriös-wissenschaftlicher Sicht (gleichfalls) inkorrekten Sprachgebrauch (insbes des einen oder anderen so genannten "Sachverständigen") nüchtern und sachlich vor Augen zu führen, wird auf den Bereich der so genannten "Unterlassungshaftung", und zwar auf die so genannte "Quasikausalität" und die dortige Wortfolge der so genannten "an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit" eingegangen.

Ehe jedoch diese Wortfolge näher wissenschaftlich analysiert wird, wird der Gebrauch der Worte "Wahrscheinlichkeit" sowie "Sicherheit" sowohl in umgangssprachlicher als auch in wissenschaftlicher Sicht sachlich-kritisch beleuchtet.

Was das Wort "probably" betrifft, so wird dieses ebenso aus umgangssprachlicher als auch aus wissenschaftlicher Sicht untersucht. Die Wortfolge des so genannten "beyond a reasonable doubt" wird fernerhin der so genannten "an SIcherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit" - aus seriös-wissenschaftlicher Sicht gegenüber gestellt.

Insgesamt wird versucht, die Leserin/Leser zu eigenständigem Denken anzuregen. Ferner wird die Leserin/der Leser ermutigt, seriös-wissenschaftliche Fragen zu stellen. Dergestalt wird versucht aufzuzeigen, wie spannend und vielschichtig wissenschaftliches Fragen sein kann ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Der Begriff „Wahrscheinlichkeit“ - Abgrenzungen

1.3.1 Der Begriff „Wahrscheinlichkeit“ - Grundsätzliches

1.3.2 Das Wort „Wahrscheinlichkeit“ in den Wirtschaftswissenschaften

1.3.3 Das Wort „Wahrscheinlichkeit“ in der Umgangssprache

1.3.4 Das Wort „Wahrscheinlichkeit“ in den Rechtswissenschaften

1.4 Das Wort „Sicherheit“ - Abgrenzungen

1.4.1 Das Wort „Sicherheit“ in der Umgangssprache

1.4.2 Das Wort „Sicherheit“ in der Wissenschaft

1.5 Zur „Wahrscheinlichkeit“ im ö (materiellen) Strafrecht

1.5.1 Zur so genannten „Quasi-Kausalität“ – (Fehl-)Behauptungen

1.5.2 Sachkritischer Kommentar zu FUCHS und KIENAPFEL/HÖPFEL

1.5.3 Die FUCHSsche „media sententia“ und Fragen hiezu

1.6 Zur „Wahrscheinlichkeit“ in der (ö und d) Prozesspraxis

1.6.1 „Heisenberg’sche Unschärfe-Relation“: „New Age“ ante portas?

1.6.2 Die „an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit“ in der öRSpr

1.6.3 Die „an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit“ in der dRSpr

1.6.4 Implikationen für die (Prozess-)Praxis

1.7 Die (aktuelle) deutsche Werbekampagne

1.7.1 Die so genannte „Säkulare Buskampagne“

1.7.2 Der Satz „Es gibt keinen Gott“

1.7.3 „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit …“

1.7.4 „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit)…“

1.8 Die (aktuelle) englische Werbekampagne

1.8.1 Die „Atheist Bus Campaign“

1.8.2 Der Satz „There’s probably no God“

1.8.3 Das Wort „probable“ im Englischen

1.8.4 Das Wort „probably“ in der englischen Umgangssprache

1.8.5 Das Wort „probably“ in den englischen Rechtswissenschaften

1.8.6 „probably“ vs „an Sicherheit grenzende [sic!]…“?

1.8.7 „an Sicherheit grenzende …“ vs „beyond a reasonable doubt“?

1.9 Zusammenfassung und skeptisch-ambivalenter Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den wissenschaftlichen Aussagewert und die logische Konsistenz der umgangssprachlich geprägten Formel "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit" im juristischen Kontext, insbesondere im Straf- und Prozessrecht, sowie im Rahmen aktueller atheistischer Werbekampagnen zu analysieren.

  • Wissenschaftliche Analyse der Begriffe "Wahrscheinlichkeit" und "Sicherheit".
  • Kritische Prüfung der Verwendung der Wortfolge "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit" in der Rechtsprechung.
  • Dekonstruktion der Slogans "Es gibt keinen Gott" und "There’s probably no God".
  • Untersuchung der Differenz zwischen graduellen Wahrscheinlichkeitsbegriffen und binären (ja/nein) Sicherheitsbegriffen.

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Der Begriff „Wahrscheinlichkeit“ - Grundsätzliches

Generell ist zu vermerken, dass die sog „an Sicherheit grenzende [sic!] Wahrscheinlichkeit“, welche in diesem Kontext zT herangezogen wird, sachlich iSv wissenschaftlich falsch ist, es müsste „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ heißen. Wahrscheinlichkeit grenzt – aus seriös-wissenschaftlicher Sicht – nicht an Sicherheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Motivation der Untersuchung vor, die aus der Beobachtung einer unsauberen Verwendung statistischer Begrifflichkeiten im juristischen Kontext und in der öffentlichen Wahrnehmung resultiert.

1.1 Einführung: Erläutert die Ausgangslage der Analyse im Kontext von Rechtsphilosophie und Strafrecht, insbesondere unter Bezugnahme auf die Unterlassungshaftung.

1.2 Gang der Untersuchung: Skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit, von der umgangssprachlichen zur wissenschaftlichen Analyse der Begriffe.

1.3 Der Begriff „Wahrscheinlichkeit“ - Abgrenzungen: Definiert und differenziert die unterschiedlichen Facetten des Wahrscheinlichkeitsbegriffs in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

1.4 Das Wort „Sicherheit“ - Abgrenzungen: Arbeitet Sicherheit als theoretischen, binären Ja/Nein-Begriff heraus und grenzt ihn von graduellen Skalierungen ab.

1.5 Zur „Wahrscheinlichkeit“ im ö (materiellen) Strafrecht: Untersucht die Verwendung quasi-kausaler Formeln im materiellen Strafrecht und kritisiert deren wissenschaftliche Unhaltbarkeit.

1.6 Zur „Wahrscheinlichkeit“ in der (ö und d) Prozesspraxis: Analysiert die Prozesspraxis in Österreich und Deutschland hinsichtlich der Verwendung des Begriffs der "an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit".

1.7 Die (aktuelle) deutsche Werbekampagne: Setzt die vorangegangenen wissenschaftlichen Ergebnisse in Bezug zur "Säkularen Buskampagne" in Deutschland.

1.8 Die (aktuelle) englische Werbekampagne: Überträgt die Analyse auf die englischsprachige "Atheist Bus Campaign" und hinterfragt die Übersetzung und Verwendung von Wahrscheinlichkeitsbegriffen.

1.9 Zusammenfassung und skeptisch-ambivalenter Ausblick: Führt die Ergebnisse zusammen und hinterfragt die Sinnhaftigkeit der untersuchten Slogans sowie die Rolle der Lehre und Judikatur.

Schlüsselwörter

Wahrscheinlichkeit, Sicherheit, Rechtswissenschaft, Strafrecht, Quasi-Kausalität, Beweismaß, Säkularisierung, Buskampagne, Logik, Statistik, Theorie, Kausalität, Wissenschaftstheorie, Sprachanalyse, Prozesspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse und der logischen Korrektheit von Begriffsverwendungen wie "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit" im juristischen und öffentlichen Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Statistik, die Rechtsprechung, die Wissenschaftstheorie sowie die sprachliche Dekonstruktion von Slogans im atheistischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass "Sicherheit" und "Wahrscheinlichkeit" inkompatible Begriffe sind und ihre Vermengung ("an Sicherheit grenzende...") wissenschaftlich unsauber bzw. falsch ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine sachlich-kritische, wissenschaftlich-analytische Methode, die auf logischer Präzision, fachsprachlicher Abgrenzung und der Untersuchung von Quellen aus Jurisprudenz und Stochastik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie als auch deren konkrete Anwendung bzw. Fehlverwendung in Strafverfahren, bei Gutachten und in der öffentlichen "Säkularen Buskampagne" analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Wahrscheinlichkeit, Sicherheit, Kausalität, Beweismaß, Rechtswissenschaft und logische Inkonsistenz.

Wie bewertet der Autor die "Säkulare Buskampagne"?

Er stuft die Slogans der Kampagne, wie "Es gibt keinen Gott", als rhetorische Tricks ein, die wissenschaftliche Grundregeln verletzen und inhaltlich nicht beweisbar sind.

Warum wird die Wendung "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit" kritisiert?

Weil sie einen binären Sicherheitsbegriff mit einem graduellen Wahrscheinlichkeitsbegriff vermengt, was logisch unzulässig ist, da Sicherheit nach wissenschaftlichem Verständnis kein graduelles Phänomen ist.

Welche Rolle spielt die "Heisenberg’sche Unschärferelation" in der Untersuchung?

Der Autor führt sie als Beispiel für den unsachgemäßen Gebrauch wissenschaftlicher Termini durch Sachverständige bei Gericht an, um den Aussagen eine Schein-Präzision zu verleihen, die in diesem Kontext nicht zutrifft.

Excerpt out of 43 pages  - scroll top

Details

Title
„Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“
Subtitle
Wissenschaftliche Analyse dieser Sätze der SÄKULAREN BUSKAMPAGNE sowie des Satzes "There's probably no God" der ATHEIST BUS CAMPAIGN
College
University of Vienna
Course
Wissenschaftlich-sachliche Analyse aktueller und lebensnaher Fragen der Gegenwart
Author
Mag. Georg Schilling (Author)
Publication Year
2009
Pages
43
Catalog Number
V127595
ISBN (eBook)
9783640353880
ISBN (Book)
9783640353514
Language
German
Tags
Sicherheit Wahrscheinlichkeit) Gott Wissenschaftliche Analyse Sätze SÄKULAREN BUSKAMPAGNE Satzes There ATHEIST CAMPAIGN
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Georg Schilling (Author), 2009, „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127595
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  43  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint