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Motivation in der praktischen Pflegeausbildung. Motivationsstrategien und Konsequenzen für die praktische Ausbildung

Titel: Motivation in der praktischen Pflegeausbildung. Motivationsstrategien und Konsequenzen für die praktische Ausbildung

Hausarbeit , 2022 , 12 Seiten

Autor:in: Tim Kiery (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen der Hausarbeit werden neben der Begriffsbestimmung und der Rolle der Motivation in der praktischen Pflegeausbildung insbesondere die Rolle der/des Praxisanleitenden im motivationalen Prozess beleuchtet. Dabei geht der Autor auf die Anforderungen der generalistischen Pflegeausbildung ein und beschreibt Motivationsstrategien für die praktische Anwendung in den alltäglichen pflegerischen Anleitungssituationen sowie deren Konsequenzen für die Ausbildungsqualität.

Mit der Reformation der Pflegeausbildung in Form einer generalistischen, also mehrere Berufsgruppen vereinenden Ausbildung im Jahr 2020, änderten sich ebenfalls die Anforderungen an die Inhalte des praktischen Teils der Lehre: Während der theoretische Ausbildungsanteil seit jeher im Aufgabengebiet der Bildungsträger lag und damit durchaus bereits eine gute Strukturierung aufwies, beispielsweise durch länderspezifische Curricula, zeichnete sich der praktische Ausbildungsabschnitt durch sehr individuelle und damit eine qualitativ stark divergierende Formen der Wissensvermittlung aus. Arbeitsbelastung, Personalmangel, der Faktor „Zeit“ und die Einstellung von Praxisanleitenden selbst gegenüber den Auszubildenden bestimmte das Bild der Kompetenzvermittlung im praktischen Bereich.

Mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung und ihrem Anspruch an strukturierte Praxisanleitung im Umfang von mindestens 10 Prozent der Einsatzzeit revidierte sich auch das Bild der Praxisanleitung: Durch die nun deutlich bewusster wahrgenommene tragende Rolle beim Kompetenzerwerb der Auszubildenden entwickelte sich auch ein neues Selbstverständnis der Praxisanleitenden. Die gezielte und geplante Anleitung von Auszubildenden erfordert nun eine deutlich höhere pädagogische Kompetenz seitens der Anleitenden. Hinzu kommt eine neue Erwartungshaltung der Auszubildenden sowie die generellen Eigenschaften der derzeitigen jugendlichen beziehungsweise adoleszenten Generation.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel insbesondere im Pflegesektor kommt den Praxisanleitenden daher neben der klassischen Aufgabe der einfachen Vermittlung einer Handlungskompetenz eine neue Verantwortung zu: Die umfassende Förderung der jungen Menschen im anspruchsvollen Sektor der praktischen Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Motivation

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Die Rolle der Motivation beim Lernen

3 Die Rollen der Praxisanleitenden

3.1 Gesetzliche Grundlagen der Praxisanleitung in der Pflegeausbildung

3.2 Rollenvielfalt

4 Motivationsstrategien und Konsequenzen für die praktische Ausbildung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, welche pädagogischen Methoden Praxisanleitenden in der generalistischen Pflegeausbildung zur Verfügung stehen, um die Motivation von Auszubildenden effektiv zu fördern und so deren Kompetenzerwerb zu unterstützen.

  • Generalistische Pflegeausbildung und verändertes Rollenbild der Praxisanleitung
  • Psychologische Grundlagen der Motivation und deren Bedeutung für Lernprozesse
  • Gesetzliche Anforderungen an die praktische Ausbildung und Anleitung
  • Methodenvielfalt in der Praxisanleitung sowie deren Einfluss auf die Lernmotivation
  • Die Rolle der Reflexion und Selbstwirksamkeit für den Lernerfolg

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Motivation beim Lernen

Im Kontext des Lernprozesses ist nach Ekert & Ekert insbesondere die Leistungsmotivation von entscheidender Bedeutung für den Kompetenzerwerb. Die Leistungsmotivation wird als das Bestreben beschrieben, einen möglichst erfolgreichen Abschluss bei Handlungen und Zielstellungen zu erzielen. Entsprechend der heutigen Leistungsgesellschaft spielt das Leistungsmotiv damit auch eine deckungsgleiche große Rolle im täglichen Leben, denn der Wert und Selbstwert eines Menschen wird zu einem maßgeblichen Anteil von ihrer oder seiner Leistung sowie deren individueller und gesellschaftlicher Bewertung definiert. Drei festgelegte Faktoren üben dabei einen bestimmenden Einfluss auf die Leistungsmotivation aus: Der extrinsisch oder intrinsisch fundierte Anreiz, die Chance auf Erfolg und subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit sowie die Attribution, also das Erkennen von Kausalzusammenhängen zwischen Leistungserbringung und Erfolg. Eine optimale Motivation entsteht, wenn alle drei Faktoren erfüllt sind und die Aufgabe weder als unter- noch als überfordernd empfunden wird.

Entsprechend groß ist also der Einfluss der Motivation auf den Lern- und Leistungserfolg des Individuums. Neben extrinsischen Motivationsfaktoren wie der Bezahlung oder entgegengebrachte Wertschätzung müssen daher vermehrt auch intrinsische Aspekte berücksichtigt und gefördert werden, insbesondere die Prinzipien der Selbstregulation und Selbstwirksamkeit (Ekert & Ekert, 2005, S. 156ff.). Selbstregulation bezeichnet dabei nach Althenthan et al. die Fähigkeit der Erzeugung von Eigenmotivation sowie des Setzens eigener Ziele, das Entwickeln von Strategien zum Erreichen dieser Ziele sowie die fortlaufende Reflexion des eigenen Verhaltens mit dem Ziel der Verhaltensoptimierung. Analog dazu wird die Selbstwirksamkeit als unmittelbare subjektive Überzeugung der eigenen Fähig- und Fertigkeiten beschrieben. Selbstwirksamkeit ist damit die positive Grundeinstellung, Situationen zu meistern und das eigene Leben selbstbestimmt verwirklichen zu können (Althenthan et al., 2016, S. 186f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Reform der Pflegeausbildung im Jahr 2020 und die daraus resultierenden neuen Herausforderungen sowie Anforderungen an Praxisanleitende.

2 Motivation: Das Kapitel definiert den Begriff der Motivation und erläutert ihre zentrale Bedeutung für den Lernerfolg, insbesondere durch Faktoren wie Leistungsmotivation, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit.

3 Die Rollen der Praxisanleitenden: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Praxisanleitende sowie deren vielfältige Aufgaben und Funktionen im Arbeitsalltag in der modernen Pflegeausbildung dargelegt.

4 Motivationsstrategien und Konsequenzen für die praktische Ausbildung: Das Kapitel analysiert verschiedene pädagogische Lehrmethoden und Instrumente, mit denen Praxisanleitende gezielt die Lernmotivation der Auszubildenden steigern und Lernprozesse planen können.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Veränderungen in der Praxisanleitung zusammen und betont die Bedeutung einer motivierenden, an den Bedürfnissen der Auszubildenden orientierten Anleitung in Zeiten des Fachkräftemangels.

Schlüsselwörter

Motivation, Pflegeausbildung, Praxisanleitung, Leistungsmotivation, Selbstwirksamkeit, Selbstregulation, Kompetenzerwerb, Pädagogik, Didaktik, Lernprozess, Generalistische Pflege, Anleitungsmethodik, Qualitätssicherung, Reflexion

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, mit welchen Methoden Praxisanleitende die Motivation von Auszubildenden im praktischen Teil der generalistischen Pflegeausbildung fördern können.

Welche Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Dazu gehören die psychologischen Aspekte der Motivation, der Wandel des Berufsbildes der Praxisanleitung, gesetzliche Grundlagen sowie didaktische Strategien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Praxisanleitenden Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben, um die Ausbildungsqualität durch eine gezielte Unterstützung der Lernmotivation zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung von Fachliteratur, psychologischen Modellen und gesetzlichen Verordnungen zur Pflegeausbildung.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Motivationsmodelle als auch die praktische Umsetzung durch Lernmethoden, Anleitungsinstrumente und die Bedeutung der Reflexion thematisiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Motivation, Praxisanleitung, Pflegeausbildung, Selbstwirksamkeit, Didaktik und der allgemeine Kompetenzerwerb der Auszubildenden.

Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeit bei der Anleitung?

Die Selbstwirksamkeit ist ein entscheidender Faktor, da eine positive Selbsteinschätzung dazu führt, dass Auszubildende schwierige Aufgaben zielorientiert bewältigen und Stress mindern.

Inwiefern hat die generalistische Pflegeausbildung das Anforderungsprofil für Praxisanleitende verändert?

Sie hat die Rolle der Praxisanleitung aufgewertet, forderte eine höhere pädagogische Kompetenz und verpflichtende jährliche Fortbildungen, um eine strukturierte Anleitung zu gewährleisten.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Motivation in der praktischen Pflegeausbildung. Motivationsstrategien und Konsequenzen für die praktische Ausbildung
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Autor
Tim Kiery (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
12
Katalognummer
V1277762
ISBN (PDF)
9783346806123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praxisanleitung Motivation Praxis Pflege Pflegeausbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Kiery (Autor:in), 2022, Motivation in der praktischen Pflegeausbildung. Motivationsstrategien und Konsequenzen für die praktische Ausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1277762
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Leseprobe aus  12  Seiten
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